Giardien gehören zu den häufigsten Darmparasiten beim Hund und machen vor allem im feucht-warmen Sommer Probleme.
Wie sich dein Hund ansteckt
- Dein Hund nimmt die Zysten über Pfützen, stehende Gewässer, Kot oder kontaminiertes Gras auf.
- Schon wenige Zysten reichen für eine Ansteckung aus.
- Ein infizierter Hund scheidet über Wochen riesige Mengen Zysten aus.
- Die Zysten sind robust. In feuchter Umgebung überleben sie bis zu drei Monate.
Woran du Giardien erkennst
- Typisch ist breiiger oder schleimiger Durchfall, oft wiederkehrend.
- Der Kot kann fettig wirken und unangenehm riechen.
- Manche Hunde nehmen ab, obwohl sie normal fressen.
- Welpen und junge Hunde sind besonders betroffen und dehydrieren schneller.
Diagnose, Behandlung und Hygiene
- Die Diagnose stellt der Tierarzt über eine Kotprobe, oft von mehreren Tagen.
- Auch die Behandlung mit Medikamenten gehört in die Hand des Tierarztes.
- Sammle den Kot beim Spaziergang sofort auf und entsorge ihn verschlossen.
- Wasche Decken und Liegeplätze heiß, mindestens bei 60 Grad.
- Eine Übertragung auf den Menschen ist selten, gründliches Händewaschen schützt zusätzlich.
Intensitäts-Verlauf
Feucht-warme Sommermonate begünstigen die Zysten, weil sie in feuchter Umgebung bis zu drei Monate überleben. Eine Infektion ist aber ganzjährig möglich.
Quellen
- ESCCAP Deutschland, Merkblatt Giardien beim Hund, Übertragung und Behandlung
- AniCura Deutschland, Wissensbank Giardien, Umweltresistenz bis drei Monate, Wäsche ab 60 Grad, Mensch-Übertragung selten
- MSD Tiergesundheit, Hygienemaßnahmen Giardien, Reinigung über 60 Grad, sofortige Kotentfernung gegen Reinfektion