Der Fuchsbandwurm ist ein winziger Bandwurm, der vor allem in Füchsen lebt. Für den Hund ist er meist harmlos, doch über den Hund kann er gefährlich für den Menschen werden.
Wie der Hund ins Spiel kommt
Füchse scheiden die Eier des Bandwurms mit dem Kot aus. Frisst ein Hund eine infizierte Maus, wird er selbst zum Endwirt und scheidet für einige Wochen Eier aus. Dabei bleibt er meist völlig unauffällig, man sieht ihm nichts an, eine Entwurmung behandelt ihn aber zuverlässig. Besonders Mäusefänger und Hunde, die Aas oder Kot fressen, sind gefährdet.
Warum es vor allem den Menschen trifft
Nimmt ein Mensch die winzigen Eier auf, etwa über die Hände nach dem Streicheln oder über Erde, kann nach Jahren eine schwere Erkrankung der Leber entstehen, die alveoläre Echinokokkose. Sie ist selten, aber ernst. Verbreitet ist der Fuchsbandwurm vor allem in Süddeutschland, der Schweiz und Westösterreich.
So schützt du Hund und Familie
- Den Hund regelmäßig gegen Bandwürmer entwurmen, Mäusefänger in Risikogebieten nach tierärztlichem Rat öfter.
- Den Hund möglichst nicht jagen, kein Aas und keinen Kot fressen lassen.
- Nach dem Kontakt Hände waschen, gesammelte Beeren und Pilze für den eigenen Verzehr waschen oder erhitzen.
Intensitäts-Verlauf
Ganzjähriges Risiko ohne klare Saison, mit leicht erhöhtem Kontakt im Herbst durch die mäusereiche Zeit und die Beeren- und Pilzsaison.
Quellen
- Robert Koch-Institut, RKI-Ratgeber Echinokokkose (Zoonose)
- AGES Österreich, kleiner Fuchsbandwurm
- ESCCAP und Universität Zürich, Entwurmung gegen Bandwürmer