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Frostschutzmittel: süß, unauffällig, oft tödlich

1. Nov – 15. Mär Schweregrad: Kritisch

Ethylenglykol schmeckt süßlich und wird gern aufgeleckt. Schon kleine Mengen führen zu Nierenversagen, die Vergiftung verläuft tückisch in mehreren Phasen.

Frostschutz- und Kühlerschutzmittel enthalten meist Ethylenglykol. Der Stoff schmeckt süßlich, das macht ihn gefährlich: Hunde lecken Pfützen in Tiefgaragen, auf Parkplätzen und in Einfahrten auf, oft unbemerkt. Die tödliche Menge ist klein. Beim Hund liegt die minimale letale Dosis bei rund 6,6 Millilitern unverdünnt pro Kilogramm Körpergewicht.

Der tückische Verlauf

Die Vergiftung läuft in Phasen. Die Scheinbesserung in der Mitte kostet oft entscheidende Zeit:

Je früher die Behandlung beginnt, desto besser die Chancen. Bei Verdacht nicht auf Symptome warten, sofort anrufen.

Wo die Gefahr lauert

Typische Quellen sind Lecks unter Autos, offen gelagerte Kanister, abgelassene Kühlflüssigkeit und manche Scheibenwaschmittel. In der kalten Jahreszeit häufen sich die Fälle.

Vorbeugen

Intensitäts-Verlauf

Risiko mit den ersten Frösten ab November. Höchste Fallzahlen im Hochwinter Dezember bis Februar. Auslauf im März.

Quellen

  1. Institut für Veterinärpharmakologie und -toxikologie der Universität Zürich (Clinitox), Ethylenglykol
  2. Bundesverband praktizierender Tierärzte (bpt), Notfallhinweise Vergiftungen
  3. Tierärztliche Fachinformation Ethylenglykol-Intoxikation