Flöhe sind im Spätsommer und Herbst am aktivsten, doch in warmen Wohnungen verschwinden sie nie ganz. Wer früh erkennt und konsequent behandelt, hat sie schnell wieder im Griff.
So erkennst du Flöhe
- Dein Hund kratzt, knabbert und leckt sich auffällig oft, vor allem an Rücken, Schwanzansatz und Leiste.
- Im Fell findest du mit dem Flohkamm kleine schwarze Krümel. Das ist Flohkot. Auf einem feuchten Tuch zerdrückt, färbt er sich rötlich, weil er aus verdautem Blut besteht.
- Manche Hunde reagieren mit einer Flohspeichel-Allergie. Sie ist die häufigste Hautallergie beim Hund, und schon einzelne Stiche lösen heftigen Juckreiz aus.
Warum die Wohnung mitbehandelt werden muss
- Nur rund fünf Prozent der Flohpopulation sitzen als erwachsene Tiere am Hund. Der Rest lebt als Eier, Larven und Puppen in der Umgebung.
- Diese Stadien stecken in Körbchen, Sofaritzen, Teppichen und im Auto. Wer nur den Hund behandelt, sieht den Befall bald wieder.
- Sauge gründlich und oft, entsorge den Beutel und wasche Decken bei mindestens 60 Grad.
Behandeln und vorbeugen
- Behandle Hund und Umgebung gleichzeitig, und beziehe alle Haustiere im Haushalt mit ein.
- Wähle das Floh-Mittel nach tierärztlicher Beratung. Ein Präparat für eine Tierart gehört nie auf eine andere.
- Flöhe übertragen den Gurkenkernbandwurm, wenn dein Hund einen Floh verschluckt. Sprich darum in der Praxis auch über eine passende Entwurmung.
Intensitäts-Verlauf
Der Befallsdruck steigt ab Juli und gipfelt im Spätsommer und Herbst. Durch geheizte Wohnungen finden Eier und Larven aber das ganze Jahr über ideale Bedingungen.
Quellen
- ESCCAP Deutschland, Flöhe bei Hund und Katze, über 95 Prozent der Population als Eier, Larven und Puppen in der Umgebung
- Parasitenportal und ESCCAP, Floh als Zwischenwirt des Gurkenkernbandwurms, Entwurmung mit Praziquantel
- zooplus Magazin und Bundesverband für Tiergesundheit, Flohspeichel-Allergie als häufigste Hautallergie