Im Spätsommer und Herbst liegt unter Obstbäumen viel Fallobst. Harmlos sieht es aus, doch es hat drei Tücken.
Alkohol, Wespen und Schimmel
- Überreifes Obst gärt am Boden, dabei entsteht Alkohol. Frisst der Hund viel davon, drohen Benommenheit, Koordinationsstörungen und Kreislaufprobleme, kleine Hunde besonders schnell.
- In gärendem Obst sitzen Wespen. Schnappt der Hund zu, kann ein Stich in Maul oder Rachen die Atemwege zuschwellen lassen.
- Verschimmeltes Obst und Walnüsse können Schimmelpilzgifte enthalten, die Zittern und Krämpfe auslösen.
Kerne und Steine
Die Kerne von Apfel, Pflaume und Kirsche setzen beim Zerkauen Blausäure-Vorstufen frei. Ganze Steine bleiben unverdaut und können den Darm verstopfen.
So beugst du vor
- Fallobst im Garten regelmäßig aufsammeln, am besten mehrmals täglich.
- Unter Obstbäumen am Wegrand aufmerksam bleiben, kein gegorenes oder schimmliges Obst fressen lassen.
- Den Hund nicht nach Insekten schnappen lassen. Bei Symptomen zum Tierarzt.
Intensitäts-Verlauf
Beginn mit dem ersten Fallobst im August. Höchste Gefahr im September und Oktober, wenn viel Obst am Boden gärt und Wespen besonders aktiv sind.
Quellen
- petdoctors.at, vergorenes Obst und Obstkerne
- vetline.de (Fallstudie) und Clinitox Uni Zürich, tremorgene Mykotoxine
- AniCura und zooplus, Blausäure und Wespenstich beim Hund