Du wanderst über einen Feldweg, der Hund schnuppert am Wegrand. Ein dünner Draht unter Strom kann ihm einen kurzen, schmerzhaften Schlag verpassen.
Wie der Schlag wirkt
- Weidezäune geben gepulste Stromstöße ab, nicht durchgehend Strom.
- Pro Puls fließt nur für Bruchteile einer Sekunde Energie, etwa alle ein bis zwei Sekunden.
- In der EU ist die Impulsenergie auf maximal fünf Joule begrenzt.
- Für gesunde Hunde ist ein normgerechter Zaun darum meist nicht lebensgefährlich.
- Schmerzhaft ist er trotzdem, vor allem an der feuchten Nase oder Zunge.
Warum der Schreck das Problem ist
- Der Hund zuckt zusammen, jault, springt weg.
- In Panik rennt er womöglich auf die Straße, einen Bach oder Stacheldraht zu.
- Manche Hunde tragen danach eine Angst vor Zäunen oder Wegen davon.
- Nasses Gras und Tau leiten besser, dann fällt der Schlag stärker aus.
So gehst du sicher vorbei
- Halte deinen Hund an der Leine, sobald Weidezäune auftauchen.
- Lass ihn nicht am Draht schnüffeln, lecken oder pinkeln.
- Geh mit etwas Abstand vorbei, rund einen Meter zum Zaun.
- Bei sehr kleinen oder herzkranken Hunden sei besonders vorsichtig.
Intensitäts-Verlauf
Das Risiko besteht während des Weidebetriebs von April bis Oktober. Bei morgendlichem Tau leitet feuchtes Gras besser, der Schlag fällt dann spürbarer aus.
Quellen
- Die Hundezeitung, Elektrozäune und Hunde, Nässe verstärkt den Schlag, kleine Hunde gefährdet
- Weidezaun-Fachinfo (Norm EN 60335-2-76), gepulste Impulse, EU-Grenzwert fünf Joule
- yourXpert (Tierarzt-Antwort), Weidezaun-Stromschlag beim Hund, bei Atemnot oder Krämpfen zum Tierarzt