Ein zugefrorener See sieht im Winter einladend aus. Die Tragfähigkeit von Eis lässt sich von außen nicht beurteilen. An Zu- und Abflüssen, über Strömungen oder bei Tauwetter ist es oft dünner als es wirkt. Bricht ein Hund ein, zählt jede Sekunde. Eiskaltes Wasser entzieht dem Körper rasend schnell Wärme und Kraft.
Die größte Gefahr ist der zweite Einbruch
Viele Unfälle werden erst dadurch dramatisch, dass Menschen ihrem Hund aufs Eis nachgehen. Das Eis, das den Hund nicht trägt, trägt einen Menschen erst recht nicht. Aus einem Tier in Not werden schnell zwei Notfälle.
Wenn es passiert
- Nicht selbst aufs Eis gehen, vom Ufer aus ruhig rufen.
- Sofort den Notruf wählen, Hilfe von Feuerwehr oder Wasserrettung anfordern.
- Hilfsmittel vom sicheren Ufer aus nutzen, etwa Leine, Ast oder Rettungsring.
Am besten gar nicht erst riskieren
- Eisflächen grundsätzlich nicht betreten lassen, Hund anleinen.
- An Uferwegen mit zugefrorenem Wasser besonders aufmerksam sein.
- Apportier- und Stöberspiele vom Eis fernhalten.
Intensitäts-Verlauf
Risiko mit Dauerfrost ab Dezember. Höchste Gefahr im Hochwinter Januar und Februar, besonders bei Tauwetter und an Strömungsstellen.
Quellen
- DLRG, Eisregeln und Verhalten bei Eisunfällen
- Deutscher Tierschutzbund, Hunde im Winter
- Polizeiliche Kriminalprävention, Hinweise zu Eisflächen