Im Frühling wird das Ufer zur Kinderstube. Wasservögel brüten dann am Schilf und im flachen Wasser. Dein Hund kann hier schnell zur Gefahr werden, aber auch selbst verletzt werden.
Warum Schwäne jetzt gefährlich sind
- Höckerschwäne verteidigen Nest und Jungtiere sehr aggressiv. Das Männchen bleibt nah am Nest.
- Sie fauchen, beißen und schlagen kräftig mit den Flügeln. Das kann einen Hund ernsthaft verletzen.
- Besonders heikel ist es im Wasser. Dort ist dein Hund unterlegen und kann in Panik geraten.
- Halte großen Abstand zu Schwänen mit Nest oder Küken. Geh nicht dazwischen.
Bodenbrüter am Ufer schützen
- Viele Vögel brüten direkt am Boden im Schilf und in der Ufervegetation.
- Ein stöbernder Hund treibt brütende Eltern vom Nest. Das Gelege kühlt aus oder wird zur Beute.
- Betritt Schilfgürtel und Uferböschungen nicht. Nutze nur ausgewiesene Zugänge.
Leinenpflicht regional prüfen
- Die Brut- und Setzzeit-Leinenpflicht ist regional geregelt, oft etwa von März oder April bis 15. Juli.
- Die Daten und Gebiete unterscheiden sich je nach Bundesland, Kanton und Gemeinde.
- Informiere dich vor Ort. Verstöße können teuer werden.
Intensitäts-Verlauf
Die heikle Phase beginnt mit der Balz ab Mitte März und dauert bis weit in den Juli. Am gefährlichsten ist die Zeit am Nest mit Eiern und frisch geschlüpften Jungtieren.
Quellen
- Deutscher Jagdverband, Artensteckbrief Höckerschwan, aggressive Nestverteidigung des Männchens
- LBV (Landesbund für Vogelschutz Bayern), richtiges Verhalten bei Bodenbrütern
- VIER PFOTEN Schweiz, Hunde in der Brut- und Setzzeit anleinen, kantonal unterschiedlich (oft 1. April bis 15. Juli)