Zwischen Frühling und Frühsommer ist die Natur besonders verletzlich. Rehkitze liegen geduckt im hohen Gras, Feldhasen setzen ihre Jungen, Vögel brüten am Boden. In dieser Zeit gilt in vielen Regionen eine verschärfte Leinenpflicht, in Wäldern wie auf Wiesen und Feldern.
Was rechtlich gilt
In den meisten deutschen Bundesländern läuft die Brut- und Setzzeit vom 1. April bis 15. Juli, einzelne Länder beginnen schon im März. Andere überlassen die Regelung den Gemeinden. Bußgelder bei einfachen Verstößen liegen je nach Region zwischen 50 und 500 Euro. Hetzt der Hund Wild oder stört brütende Vögel, steigt der Betrag deutlich. Die Termine unterscheiden sich stark, ein Blick in die lokale Regelung lohnt sich.
Mehr als eine Vorschrift
Ein freilaufender Hund muss kein Tier fangen, um Schaden anzurichten. Das Aufscheuchen allein kostet Wildtiere Energie, Kitze werden von der Mutter verlassen, Gelege kühlen aus.
Im Alltag
- In Wald, Feld und auf Wiesen anleinen, auch wo es sonst nicht nötig wäre.
- Wege nicht verlassen, Hund nicht ins hohe Gras stöbern lassen.
- Junges Wild nie anfassen, auch wenn es verlassen wirkt.
Intensitäts-Verlauf
Beginn je nach Region ab März, regulär ab 1. April. Höchste Schutzbedürftigkeit April bis Juni. Ende meist Mitte Juli.
Quellen
- rundum.dog, Brut- und Setzzeit und Leinenpflicht im DACH-Raum
- Deutscher Jagdverband, Hinweise zur Brut- und Setzzeit
- Landesjagdverbände, regionale Leinenregelungen