Hunde sind unterschiedlich kälteempfindlich, und genau das wird oft übersehen.
Welche Hunde wirklich frieren
- Doppelfell-Rassen wie Husky, Malamute oder Samojede sind durch dichte Unterwolle gut geschützt.
- Kleine, kurzhaarige oder dünne Hunde wie Windhunde frieren früh. Ihnen fehlt die isolierende Unterwolle.
- Welpen regeln ihre Körperwärme noch nicht sicher. Alte und kranke Hunde kühlen schneller aus.
- Faustregel: Kleine Hunde reagieren oft schon um fünf Grad empfindlich. Bei Dauerfrost werden die Runden für alle kürzer.
Unterkühlung erkennen
- Erstes Zeichen ist Zittern. Dazu ein Buckel, eingezogene Rute, langsamer Gang.
- Der Hund wirkt lustlos, schläfrig, antriebslos. Das ist mehr als nur Trödeln.
- Achtung: Hört das Zittern plötzlich auf, obwohl es kalt bleibt, ist das ein ernstes Warnsignal.
- Bei Apathie, blassen Schleimhäuten oder flacher Atmung aufwärmen und sofort zum Tierarzt.
Pfoten schützen
- Langes Fell zwischen den Ballen sammelt Schnee zu harten Klumpen. Kürze es mit einer abgerundeten Schere.
- Streusalz trocknet die Ballen aus, schon winzige Risse brennen. Pfotenbalsam vor dem Gassi legt einen Schutzfilm.
- Nach der Runde die Pfoten mit lauwarmem Wasser abspülen und trocknen.
- Bei tiefen oder blutenden Rissen zum Tierarzt, sonst droht eine Infektion.
Intensitäts-Verlauf
Kritisch werden anhaltende Frostperioden mit Dauerminusgraden, oft im Januar und Februar. Tauwetter mit Schneematsch und frischem Streusalz reizt die Ballen besonders.
Quellen
- Tierarztpraxis Küsnacht Zürich, Pfotenschutz im Winter, Fell zwischen Ballen kürzen, Balsam, Streusalz-Risse
- VIER PFOTEN, Glatteis, Schnee und Streusalz im Winter, Ballenpflege
- zooplus und AGILA, Unterkühlung und Kälteempfindlichkeit, nachlassendes Zittern als Warnsignal