Im Frühherbst kehrt das Vieh von den Almen ins Tal zurück. Dieser Almabtrieb führt oft über genau die Wege, auf denen du wanderst.
Warum die Triebsituation heikel ist
- Eine getriebene Herde ist in Bewegung und schnell nervös.
- Das Vieh ist oft geschmückt und an den Trubel nicht gewöhnt.
- Rinder sehen einen Hund leicht als Bedrohung oder Beutereiz.
- Auf engen Wegen und Straßen fehlt dir der Platz zum Ausweichen.
So führst du deinen Hund sicher
- Leine den Hund sofort an, sobald du Vieh siehst oder hörst.
- Halte ihn kurz und dicht bei dir, nicht am Schleppseil.
- Bleib ruhig und hektiere nicht, dein Hund spürt deine Anspannung.
- Droht ein Angriff durch ein Rind, lass den Hund sofort los.
Abstand halten und den Trieb nicht stören
- Halte mehrere Meter Abstand zur ziehenden Herde.
- Dräng dich nie zwischen die Tiere oder durch den Trieb.
- Tritt frühzeitig zur Seite und lass die Herde passieren.
- Warte lieber kurz oder weiche großräumig aus, und folge den Anweisungen der Treiber.
Intensitäts-Verlauf
Hauptzeit ist Mitte September bis Mitte Oktober, abhängig von Wetter und Region. An Triebtagen ist die Begegnungsgefahr lokal kurz, aber hoch.
Quellen
- Österreichischer Alpenverein, Begegnung mit Weidetieren, Hunde an kurzer Leine, Abstand, bei Angriff ableinen
- Deutscher Alpenverein, Kühe am Weg und Almsaison, ruhig verhalten, Distanz wahren
- Regionale Almabtrieb-Quellen (Allgäu, Tirol), Viehscheid Mitte September bis Mitte Oktober, Vieh auf Wegen