Seerücken
Der Seerücken ist eine sanfte Hügelkette im Kanton Thurgau, die sich knapp südlich des Bodensees hinzieht – von Steckborn im Westen bis hinüber nach Kreuzlingen. Wer hier das erste Mal ankommt, wundert sich oft, wie schnell die Ortschaften verschwinden und Wiesen, Streuobstgärten und Mischwald das Bild übernehmen.
Wandern mit Aussicht:
Die Wege am Seerücken sind selten überfüllt, selbst an Sonntagen im Sommer. Ein paar Höhenmeter – der höchste Punkt liegt bei knapp 700 m ü. M. – reichen, um freie Sicht auf den Untersee und bei klarem Wetter bis zu den Schweizer Alpen zu haben. Die Trails wechseln zwischen geschottertem Feldweg und schmalem Waldpfad; anspruchsvoll sind sie nur selten, dafür abwechslungsreich fast immer.
Warum Hunde den Seerücken lieben:
Für Hunde ist der Seerücken ziemlich nah an ideal – ohne dass man das zu gross schreiben müsste. Die Felder sind weitläufig, die Wälder schattig, und abseits der Dörfer trifft man kaum Verkehr. Viele der Feldwege haben keine Leinenpflicht, trotzdem lohnt es sich, die aktuellen Gemeinderegeln kurz zu prüfen, denn das kann von Ort zu Ort variieren. Bäche zum Abkühlen gibt es vereinzelt, grössere Bademöglichkeiten am See selbst eher in Ufernähe der angrenzenden Gemeinden.
Kulturelles am Wegesrand:
Wer langsam geht, stolpert fast zwangsläufig über Zeugnisse der langen Siedlungsgeschichte des Thurgaus: romanische Kirchlein, deren Mauern teils aus dem 11. oder 12. Jahrhundert stammen, alte Bauernhöfe mit Riegelwerk, das man in dieser Dichte anderswo kaum noch findet. Die Pfarrkirche in Steckborn oder die Anlage rund um das Schloss Arenenberg am Abhang zum Untersee sind konkrete Anlaufpunkte, die sich gut in eine Rundwanderung einbauen lassen.
Gut zu wissen:
Der Seerücken ist kein Geheimtipp mehr, aber auch kein Massenmagnet. Parkmöglichkeiten gibt es in den meisten Dörfern, die ÖV-Erschliessung ist solide – mehrere Busse verbinden die Hügelgemeinden mit den Bahnhöfen am Bodenseeufer. Wer mit Hund anreist, findet hier eine Region, die wenig spektakulär tut, aber genau dadurch funktioniert: ruhig, grün und gross genug, um auch nach dem dritten Besuch noch neue Wege zu entdecken.
Saisonale Hinweise
Beste Jahreszeit: Sommer
Bild: Wikipedia –