Davos liegt auf knapp 1560 Metern — und wer einmal mit dem Hund durch das Landwassertal gelaufen ist, versteht sofort, warum diese Hochalpinstadt so viele Vierbeiner anzieht. Die Luft riecht nach Harz und Gletscherwasser, die Wege führen durch Lärchenwald und über offene Alpmatten, und selbst im Dorf selbst findest du breite Fussgängerzonen, auf denen der Hund ruhig neben dir trotten kann. Davos ist keine Stadt, die Hunde bloss toleriert — sie gehören hier zum Alltag.
Die Gemeinde Davos ist flächenmässig eine der grössten der Schweiz und vereint auf ihrem Gebiet Hochgebirge, Seen, Wälder und ein lebhaftes Ortszentrum. Das bedeutet für Hundehaltende eine enorme Auswahl: kurze Abendwege direkt vom Hotel aus, mehrstündige Bergtouren mit Gipfelblick oder entspannte Seerunden ohne nennenswerte Höhenmeter. Egal, ob du mit einem jungen Labrador oder einem älteren Terrier hier bist — Davos bietet für fast jedes Tempo die passende Route.
Gleichzeitig gelten in einem beliebten Tourismusdestination wie Davos klare Regeln, die du als verantwortungsvoller Hundehalter kennen solltest. Leinenpflicht, Hundeabgabe und Schutzgebiete sind keine leeren Begriffe, sondern konkreter Alltag. Dieser Überblick hilft dir, bestens vorbereitet anzureisen — und mit deinem Hund das Beste aus Davos herauszuholen.
Tagesausflüge mit Hund in Davos
Morgens öffnest du die Tür, und der Hund ist bereits in Bewegung: Davos belohnt frühe Aufbrüche mit langen Schatten auf den Alpweiden, klarem Bergwasser in jedem Bach und Wegen, die sich fast menschenleer anfühlen. Die Region bietet Ausflugsziele für jeden Rhythmus — von kurzen Dorfwegen bis zu ganztägigen Bergabenteuern.
Rund um den Davosersee und Dischmasee
Der Davosersee ist das bekannteste Gewässer im Tal und zieht Einheimische wie Gäste gleichermassen an. Der Rundweg um den See ist gut ausgebaut, weitgehend flach und lässt sich mit den meisten Hunden entspannt in einer Stunde abgehen. Im Frühling spiegeln sich die schneebedeckten Gipfel im stillen Wasser, im Sommer bieten die Uferbereiche schattige Pausenplätze. Beachte, dass an bestimmten Abschnitten und in der Nähe der Badestrände Einschränkungen für Hunde gelten können — prüfe die aktuelle Beschilderung vor Ort und halte dich an die ausgewiesenen Regeln.
Wer etwas ruhiger unterwegs sein möchte, biegt ins Dischmatal ab. Dieses Seitental führt von Davos aus sanft bergauf und endet beim idyllischen Dischmasee. Der Weg ist ganzjährig beliebt, im Herbst leuchten die Lärchen in satten Goldtönen und tauchen das gesamte Tal in warmes Licht. Hunde lieben die vielen kleinen Bachquerungen auf dem Weg — bring ein Handtuch mit, falls dein Vierbeiner nicht widerstehen kann.
Sertigtal: Stille Alp und weite Weiden
Das Sertigtal gehört zu den schönsten und gleichzeitig weniger überlaufenen Tälern rund um Davos. Von Davos-Glaris aus führt ein gut markierter Wanderweg durch Lärchenwald und offene Weiden bis zur Sertigsiedlung, einem kleinen Weiler mit Alphütten und einer einfachen Gaststätte. Der Weg ist mittellang und verlangt von Hund und Halter solide Grundkondition. Weil das Tal reich an Alpwirtschaft ist, begegnest du unterwegs Schafen, Ziegen und gelegentlich Kühen — halte deinen Hund in diesen Abschnitten konsequent an der Leine und respektiere das Weidevieh.
Im oberen Talbereich öffnet sich das Gelände zu weiten Almböden, auf denen Hunde — wo keine Weidetiere in der Nähe sind — besonders genussvoll laufen. Das Sertigtal ist auch im frühen Herbst grossartig, wenn die Viehscheiden vorbei sind und die Wanderwege wieder ruhiger werden. Aktuelle Informationen zur Wegsituation findest du beim offiziellen Wanderportal von Davos.
Flüelapass und Flüelasee
Wer mit dem Auto anreist, hat vom Flüelapass aus eine der eindrücklichsten Hochalpinlandschaften Graubündens vor sich. Der Pass liegt auf 2383 Metern und ist von Davos aus in rund 30 Fahrminuten erreichbar. Direkt am Pass liegt der Flüelasee, ein glasklarer Bergsee, der selbst im Juli noch von Schneeresten umgeben sein kann. Kurze Rundgänge rund um den See sind auch für weniger bergerfahrene Hunde möglich, solange die Witterung stabil ist.
Für sportlichere Gespanne lohnen sich die Aufstiegswege in Richtung Schwarzhorn oder Weisshorn, die fantastische Ausblicke ins Engadin und nach Österreich bieten. Beachte, dass du auf dieser Höhe bei Gewitter schnell handeln musst — Hunde spüren aufziehende Unwetter oft früher als Menschen. Prüfe vor dem Aufbruch die Wetterprognose für Hochalpin und plane ausreichend Rückzugsspielraum ein. Im Hochsommer kann der Flüelapass stark befahren sein; für die Wanderwege brauchst du kein Auto, sobald du die Passhöhe erreicht hast.
Jacobshorn und Strela: Bergbahnen und Hundepolitik
Davos verfügt über mehrere Bergbahngebiete, darunter das Jakobshorn und das Strela-Gebiet. Für Hundehaltende ist jeweils die Frage entscheidend, ob und zu welchen Bedingungen Hunde in Gondeln und Sesselliften mitgenommen werden dürfen. Die Regelungen unterscheiden sich je nach Bahn, Saison und Auslastung. Grundsätzlich gilt: Kleinere Hunde werden oft in Transportboxen oder auf dem Schoss toleriert, grössere Hunde sind manchmal in ruhigen Betriebszeiten erlaubt — eine verbindliche Auskunft erhältst du direkt bei den Davos Klosters Mountains-Bergbahnen.
Wer auf den Bahn-Aufstieg verzichten möchte, kann das Strela-Gebiet auch zu Fuss erschliessen: Der Aufstieg von Davos-Dorf über den Strelasattel ist konditionell fordernd, belohnt aber mit einem Panoramablick, der sich tief einprägt. Im Winter bieten einige Bergbahnen spezifische Hundewanderwege in Kombination mit dem Winterbetrieb an — prüfe das aktuelle Angebot auf der offiziellen Website von Davos Klosters.
Hund und lokale Regeln in Davos
Der Morgenfrost auf dem Rasen, das Knirschen des Kieses unter den Pfoten — und dann die Frage, ob die Leine jetzt sein muss oder nicht. Davos ist eine internationale Tourismusdestination mit klaren Ordnungsvorstellungen, und wer die Regeln kennt, bleibt gelassen. Hier sind die wichtigsten Punkte, die du als Hundehaltender in Davos wissen solltest.
Leinenpflicht in Davos: Was gilt wo?
In der Gemeinde Davos gilt eine generelle Leinenpflicht in den besiedelten Gebieten, auf belebten Wanderwegen und in der Nähe von Badezonen und öffentlichen Parkanlagen. Das bedeutet konkret: Im Dorfzentrum, entlang der Promenade und auf den Hauptwanderwegen führst du deinen Hund grundsätzlich an der Leine. In abgelegenen Alpgebieten ist die Situation individueller, aber auch dort gilt: Sobald Weidetiere in Sichtweite sind, muss der Hund angeleint werden — dieses Gebot ist nicht nur eine Regel, sondern in der Schweiz gesetzlich verankert.
Für Schutzgebiete und Wildschutzgebiete gelten besondere Vorschriften. Graubünden verfügt über zahlreiche Wildruhezonen, in denen Hunde ganzjährig oder saisonal an der kurzen Leine geführt werden müssen. Die genaue Abgrenzung dieser Zonen findest du auf der Website des Amts für Jagd und Fischerei Graubünden. Gehe bei Unklarheiten von Leinenpflicht aus — das schützt Wildtiere, Weidetiere und deinen Hund.
Im Winter gelten teilweise verschärfte Regeln in Skibetrieb-Gebieten und auf präparierten Loipen. Hunde auf Skipisten und Loipen sind meist nicht gestattet oder stark eingeschränkt — frage direkt bei der Bergbahn oder dem lokalen Ordnungsamt nach den gültigen Winterregelungen.
Hundeanmeldung und Hundeabgabe in der Gemeinde Davos
In der Schweiz ist die Hundehaltung kantonal und kommunal geregelt. Als Wohnsitzgemeinde erhebt Davos eine Hundeabgabe (Hundetaxe), die du bei der Gemeindeverwaltung entrichten musst. Die genaue Höhe dieser Abgabe richtet sich nach der aktuellen kommunalen Verordnung — frage direkt bei der Gemeindeverwaltung Davos nach dem aktuell geltenden Betrag und den Zahlungsmodalitäten. Als Touristin oder Tourist, der nur wenige Tage in Davos verbringt, bist du von der Jahresabgabe in der Regel nicht betroffen; für Ferienhausbesitzer oder Langzeitaufenthalter gelten jedoch andere Regelungen.
Darüber hinaus ist in der Schweiz eine nationale Hundedatenbank (AMICUS) verpflichtend. Jeder Hund muss mit einem Mikrochip gekennzeichnet und in AMICUS eingetragen sein — das gilt auch für Hunde aus dem Ausland, die längerfristig in der Schweiz gehalten werden. Einreisende aus EU-Ländern müssen ausserdem einen gültigen EU-Heimtierausweis mitführen. Informationen zu den aktuellen Einreisevorschriften für Tiere in die Schweiz findest du beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) unter blv.admin.ch.
Öffentlicher Verkehr und Gastronomie in Davos mit Hund
Davos ist gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen. Die Rhätische Bahn (RhB) verbindet Davos mit Klosters, Filisur und dem übrigen Graubünden. In Zügen der RhB dürfen Hunde grundsätzlich mitreisen — für grosse Hunde wird eine Fahrkarte zum halben Erwachsenentarif verlangt, kleine Hunde in Transporttaschen reisen oft vergünstigt oder kostenlos. Die genauen Tarifregeln prüfst du am besten direkt auf der Website der RhB oder beim örtlichen Bahnschalter, da sich Tarifregelungen gelegentlich ändern.
In den Ortsbusse und Gondelbahnen von Davos gelten ähnliche Grundsätze, aber die Bedingungen variieren je nach Betreiber. Frage bei Unklarheit immer beim Fahrpersonal oder direkt beim Betreiber nach. Viele Restaurants und Cafés in Davos empfangen Hunde auf den Terrassen; im Innenbereich ist es hingegen betreiberabhängig und nicht überall erlaubt. Ein ruhiger, gut erzogener Hund, der auf Kommando liegt, wird fast überall besser aufgenommen — das ist keine Selbstverständlichkeit, aber in Davos weit verbreitet.
Listenhunde und Kotentsorgung in Davos
Der Kanton Graubünden kennt keine kantonale Listenhundenregelung im Sinne einer Rasseliste, wie sie andere Schweizer Kantone führen. Massgebend sind das eidgenössische Tierschutzgesetz und die entsprechende Tierschutzverordnung, die für alle Hunde gelten — unabhängig von der Rasse. Dennoch bist du als Halterin oder Halter eines Hundes mit erhöhtem Beissrisiko in der Pflicht, die aktuellen kantonalen Vorschriften zu prüfen und allfällige besondere Auflagen (Maulkorb, Leinenpflicht) konsequent einzuhalten. Informiere dich bei der zuständigen Stelle des Kantons Graubünden.
In Davos findest du im Dorfzentrum und an frequentierten Wegen Kotbeutelspender und Abfalleimer für Hundekot. Die Entsorgungspflicht gilt im gesamten Gemeindegebiet — auch abseits dieser Stationen. Mitgebrachte Beutel aus dem Rucksack sind im Berggelände ohnehin unverzichtbar, weil die nächste Station oft weit entfernt ist. Ein nicht entsorgter Hundehaufen auf einer Alpwiese kann nicht nur zu einer Busse führen, sondern schadet auch dem Verhältnis zwischen Wanderern, Landwirten und Hundehaltenden insgesamt. Trag die Beutel bis zur nächsten Entsorgungsmöglichkeit — das ist der Standard in Davos, und er wird von der lokalen Bevölkerung erwartet.
Praktisches vor Ort in Davos
Davos liegt auf knapp 1560 Metern Höhe — das Klima ist rau, die Wege sind weitläufig, und ein guter Plan macht den Unterschied zwischen einem entspannten Aufenthalt und einem stressigen Tag. Ob du hier wohnst oder zu Besuch bist: die Infrastruktur für Hundehalter ist vorhanden, aber du musst wissen, wo du suchen musst.
Tierärzte und Notfallversorgung in Davos
In Davos selbst gibt es tierärztliche Praxen, die Grundversorgung und Routinebehandlungen abdecken. Für Notfälle ausserhalb der Sprechzeiten lohnt sich ein Blick auf die Notfallliste des Veterinäramts Graubünden — dort findest du aktuelle Angaben zu Notfalldiensten in der Region. Grössere Tierkliniken mit erweiterter Notfallkapazität befinden sich im Raum Chur, rund 90 Minuten von Davos entfernt. Speichere die Nummer einer Notfallpraxis bereits vor deiner Anreise im Telefon — in der Höhe und im Winter kann jede Minute zählen.
- Tierarztpraxen in Davos Platz und Davos Dorf: lokal recherchieren, z. B. über das Telefonbuch oder die Gemeinde-Website
- Notfalldienst: Veterinäramt Graubünden als erste Anlaufstelle
- Tierklinik Chur: für Spezialfälle und Nachtnotfall
Halte ausserdem die Krankenakte deines Hundes griffbereit, besonders wenn du mit einem Tier auf Reise bist. Im Hochgebirge können Erschöpfung, Pfotenverletzungen durch Eis oder Salz und Höhenprobleme auftreten, die ein Tierarzt vor Ort einschätzen muss. Frag deinen Hund-Tierarzt zuhause vor einer Wanderung in grosse Höhen — manche Tiere reagieren empfindlich auf den Luftdruckwechsel.
Hundeschulen und Training in Davos
Das Angebot an Hundeschulen direkt in Davos ist überschaubar, was der Grösse und Saisonalität des Ortes entspricht. In der Region Graubünden gibt es jedoch verschiedene Anbieter — prüfe aktuelle Kursangebote direkt bei den Schulen oder über den Bereich «Leben in Davos» auf der offiziellen Gemeinde-Website. Wer neu in Davos lebt, findet über die Gemeindeverwaltung manchmal Hinweise auf lokale Vereine und Gruppen, die Kurse oder gemeinsame Übungseinheiten anbieten. Für Grundgehorsam und Welpenspielgruppen lohnt die Suche im Raum Landquart und Chur, falls lokal kein Kurs passt.
Beachte: Training im Freien ist in Davos an viele natürliche Bedingungen geknüpft. Tiefschnee, gefrorene Böden im Winter und Wildschutzgebiete im Frühjahr schränken manche Trainingsformen saisonal ein. Plane Kurse daher mit Blick auf das Jahresprogramm und die aktuellen Zugangsregelungen für Aussengelände.
Auslaufzonen und Hundewiesen in Davos
Davos bietet durch seine Lage im Hochtal eine aussergewöhnliche natürliche Auslaufmöglichkeit — weite Wiesen entlang des Davosersees, Waldwege rund um Davos Dorf und das offene Gelände Richtung Wolfgang und Flüelapass geben Hunden viel Raum. Dennoch gilt: nicht überall darf der Hund frei laufen. Wildschutzgebiete, Naturschutzflächen und bestimmte Erholungsgebiete sind mit Leinenpflicht oder gar Sperrung belegt — prüfe die aktuellen Markierungen vor Ort und informiere dich bei der Gemeinde Davos über ausgewiesene Hundeauslaufzonen.
Am Davosersee gelten saisonal unterschiedliche Regeln — im Sommer ist der Badebetrieb intensiv, und Hunde sind an bestimmten Abschnitten nicht oder nur angeleint erlaubt. Ausserhalb der Hauptsaison ist die Situation oft entspannter, aber verlasse dich nicht auf Annahmen: Schilder und offizielle Bekanntmachungen der Gemeinde sind massgebend. Eine eigene Hundewiese im Sinne eines eingezäunten Freigeländes ist in Davos nach aktuellem Stand nicht ausgewiesen — der Freiraum liegt im natürlichen Gelände, das verantwortungsvoll genutzt werden muss.
- Wiesen und Waldwege rund um Davos Dorf: gut für täglichen Auslauf
- Seeufer Davosersee: saisonal eingeschränkt, Schilder beachten
- Flüelatal und Wolfgang-Passhöhe: weitläufig, aber Wildschutz prüfen
- Parcours Rinerhorn / Pischa: Wanderwege, Leinenpflicht in Schutzgebieten
Pensionen, Betreuung und hundefreundliche Unterkünfte in Davos
Davos ist ein internationaler Tourismusort mit breitem Unterkunftsangebot — von grossen Hotelkomplexen bis zu kleinen Ferienwohnungen. Ob und zu welchen Konditionen Hunde in Unterkünften erlaubt sind, variiert stark: Manche Hotels akzeptieren Hunde gegen Aufpreis, andere schliessen sie aus. Frag immer direkt bei der Unterkunft nach und kläre, ob Hunde in Zimmern, auf Terrassen oder im Restaurant willkommen sind. Auf der offiziellen Tourismusseite Davos Klosters kannst du nach hundfreundlichen Unterkünften filtern — prüfe dort die aktuellen Angebote.
Für Hundebetreuung und Pensionen ist das lokale Netz in Davos dünn — suche frühzeitig und frag auch in der Nachbarschaft oder über Aushänge in der Gemeinde. In touristisch starken Zeiten (WEF, Ski-Saison, Sommerferienpeak) sind gute Plätze schnell vergeben. Wer regelmässig auf Betreuung angewiesen ist, sollte sich bei der Gemeindeverwaltung oder lokalen Vereinen nach Empfehlungen erkundigen. Ein verlässliches Netzwerk aufzubauen braucht in einem Saisonort wie Davos etwas Zeit — lohnt sich aber.
Saisonal in Davos
Das Hochgebirgsklima in Davos macht jeden Monat anders — Schnee im Mai ist keine Seltenheit, und selbst der Sommer kann mit Gewittern überraschen. Wer mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, profitiert davon, die saisonalen Besonderheiten zu kennen und entsprechend vorzubereiten.
Frühling in Davos: Brut- und Setzzeit im Hochgebirge
Der Frühling kommt in Davos spät — oft erst im Mai oder sogar Juni zeigen sich die ersten grünen Wiesen, während die Schneeschmelze die Wege matschig und rutschig macht. Genau in dieser Zeit beginnt in den umliegenden Wäldern und Hochflächen die sensible Brut- und Setzzeit von Wildtieren. Rehe, Gämsen, Hasen und Bodenbrüter sind in dieser Phase besonders schutzbedürftig — ein frei laufender Hund kann erheblichen Schaden anrichten, ohne dass sein Halter es bemerkt.
In Graubünden gelten in Wildschutzgebieten und Wildruhezonen saisonale Leinenpflichten und Betretungsverbote, die im Frühling besonders streng durchgesetzt werden. Informiere dich vor deiner Tour über aktuelle Sperrungen beim kantonalen Amt für Jagd und Fischerei oder über die Gemeinde. Wege, die im Winter noch frei waren, können im Frühjahr für den Zutritt gesperrt sein. Halte deinen Hund in dieser Zeit konsequent an der Leine, auch wenn kein Schild in Sicht ist — im dichten Unterholz verliert er sonst schnell die Orientierung und du den Überblick.
- Wildruhezonen beachten: Karten beim kantonalen Amt für Jagd und Fischerei erhältlich
- Wege nach Schneeschmelze auf Tauglichkeit prüfen
- Hund an der Leine in Waldrandlagen und offenem Gelände
- Zeckenschutz nicht vergessen — auch im Gebirge zunehmend relevant
Sommer in Davos: Hitze, Wasser und Menschenmassen
Der Davoser Sommer ist kurz, intensiv und herrlich. Die Temperaturen bleiben im Vergleich zum Unterland moderat, aber direkte Sonneneinstrahlung auf 1560 Metern ist intensiver als im Tal — dunkle oder dicht behaarte Hunde überhitzen schneller als erwartet. Plane Wanderungen in die kühlen Morgen- oder Abendstunden, und führe immer ausreichend Wasser mit — für dich und deinen Hund.
Der Davosersee ist im Sommer ein beliebter Treffpunkt für Familien und Touristen. An den Badestränden und Liegewiesen gelten Hundeverbote oder Leinenpflicht — prüfe die Beschilderung am See, bevor du deinen Hund ins Wasser lässt. Abseits der frequentierten Bereiche gibt es entlang von Bächen und in ruhigeren Tälern Stellen, wo Hunde ungestört planschen können. Das Flüelatal und der Weg Richtung Dischma bieten solche ruhigeren Alternativen — aber auch dort gilt: Wildschutz im Blick behalten.
Im Sommer ist Davos ein Hochbetrieb-Ort: WEF-Nachwirkungen, Mountainbike-Events, Wandertourismus und zahlreiche Veranstaltungen bringen viele Menschen auf die Wege. Hunde, die auf Menschenmassen oder andere Tiere stark reagieren, brauchen in dieser Saison besonders konsequente Führung. Auf Trails, die auch für Biker freigegeben sind, kann ein frei laufender Hund zur Gefahr werden — sowohl für sich selbst als auch für Biker.
Herbst in Davos: Goldene Stille und Jagdzeit
Der Herbst in Davos gehört zu den schönsten — die Lärchen färben sich goldgelb, die Wege leeren sich, und die Luft wird klar und kühl. Für Hundehalter ist der Herbst jedoch auch die Zeit der Jagdsaison in Graubünden. Die Hochjagd findet üblicherweise im September statt, die Niederjagd folgt im Oktober und November — in dieser Zeit sind bestimmte Gebiete aktiv bejagt.
Informiere dich beim kantonalen Amt für Jagd und Fischerei Graubünden über die aktuellen Jagdzeiten und gesperrten Gebiete. Trage deinem Hund im Herbst möglichst eine signalbunte Warnweste — sie macht ihn für Jäger weithin sichtbar und reduziert das Risiko gefährlicher Verwechslungen. Halte ihn in Waldgebieten und im Unterholz an kurzer Leine, besonders in der Dämmerung. Schilder an Waldwegen und Flurwegen weisen auf Jagdgebiete hin — nimm sie ernst.
- Jagdkalender Graubünden: vor Wanderungen prüfen
- Warnweste für den Hund ist im Herbst Pflicht
- Lärchwälder rund um Davos: atemberaubend schön, aber Leinenpflicht beachten
- Früher Einbruch der Kälte möglich — Ausrüstung anpassen
Winter in Davos: Schnee, Kälte und Skipisten
Davos ist im Winter ein Weltzentrum des Wintersports — Skipisten, Langlaufloipen und präparierte Winterwanderwege prägen das Bild. Für Hundehalter bedeutet das: nicht alles, was weiss und offen aussieht, ist zugänglich. Auf präparierten Loipen sind Hunde in der Regel nicht erlaubt — sie zerstören die Spur und gefährden Langläufer. Prüfe die Beschilderung und hol dir Infos beim Pistenservice oder bei der Gemeinde.
Präpariertes Streusalz und Enteisungsmittel können die Pfoten deines Hundes reizen und bei Aufnahme giftig sein. Wasche die Pfoten nach jedem Spaziergang gründlich ab, und ziehe deinem Hund bei längeren Touren Pfotenschuhe an, wenn er empfindlich reagiert. Im Tiefschnee können Hunde mit kurzen Beinen schnell erschöpfen — wähle die Tourlänge entsprechend der Kondition und Grösse deines Tieres.
Der Kälte selbst begegnen viele Hunde erstaunlich gut — doch dünn behaarte Rassen, Welpen und ältere Tiere brauchen einen Hundemantel und kurze Aufenthalte im Freien bei extremen Temperaturen. Nachts kann es in Davos auf unter minus 20 Grad fallen. Halte deinen Hund nachts drin und biete ihm einen isolierten Schlafplatz. Wer in der Höhe wandert, sollte ausserdem wissen: Lawinengebiete sind für alle — Mensch und Tier — tabu, solange keine offizielle Freigabe besteht. Informiere dich täglich beim SLF Davos (WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung) über die aktuelle Lawinensituation, bevor du in unerschlossenes Gelände aufbrichst.
- Loipen und Pisten: Hunde in der Regel nicht erlaubt — Schilder beachten
- Pfotenpflege nach jedem Ausgang im Strassenbereich
- Lawinenbulletin täglich prüfen vor Geländetouren
- Kurze Haare oder empfindliche Rassen: Mantel einpacken
- Tierschutz im Winter: Hund nicht im kalten Auto lassen
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