Wettingen liegt im Kanton Aargau, eingebettet in die grosse Limmatschlaufe, die den Ort auf drei Seiten umschliesst. Diese natürliche Wasserlage macht die Gemeinde zu einem grünen Refugium für Hundehalter — mit Uferwegen, Hangwäldern und einer Altstadt, die zum Bummeln einlädt. Wer hier lebt oder einen Ausflug plant, findet abwechslungsreiche Spaziergänge direkt vor der Haustür.
Entlang der Limmat riecht es nach feuchtem Laub und frischem Wasser, Enten treiben auf dem Strom, und dein Hund zieht schon an der Leine, bevor du den ersten Schritt auf den Uferweg gesetzt hast. Die Kombination aus Fluss, Weinberghängen und ausgedehntem Wald bedeutet: kurze Wege für den Alltag, aber auch echte Halbtagstouren für anspruchsvolle Vierbeiner. Dazwischen liegt eine dichte Infrastruktur aus Tierarztpraxen, Fachgeschäften und gut vernetzten Hundehaltern.
Wettingen zählt zu den bevölkerungsreichsten Gemeinden des Aargaus und ist dennoch überraschend durchgrünt. Das Kloster Wettingen, der Lindenhügel und die Rebhänge prägen das Ortsbild genauso wie moderne Quartiere. Für Hundemenschen, die Stadt und Natur gleichermassen schätzen, ist diese Mischung ein echtes Argument — ob als Wohnort oder als Ziel für einen Tag mit Hund.
Tagesausflüge mit Hund in Wettingen
Die Limmatschleife zeichnet ein natürliches Wegenetz vor, das sich kaum ein anderer Ort so kompakt bietet. Starte morgens am Ufer, wechsle mittags in den Wald, und nachmittags lockt der Rebweg — dein Hund wird jeden Kilometer anders erleben.
Limmatufer und Limmatweg
Der Limmatweg ist die erste Adresse für Gassi-Runden in Wettingen. Er verläuft auf beiden Seiten des Flusses und lässt sich je nach Energie zu kurzen Schleifen oder längeren Etappen kombinieren. Das flache Terrain ist angenehm für ältere Hunde, während jüngere Vierbeiner an den Uferstellen ins Wasser waten können. Prüfe vor jedem Besuch, ob an bestimmten Abschnitten Leinenpflicht gilt oder Badebereiche für Hunde gesperrt sind — die Beschilderung vor Ort gibt Auskunft.
Besonders reizvoll ist der Abschnitt zwischen der Klosteranlage und der Steinbrücke, wo der Fluss ruhig fliesst und die Ufervegetation dichten Schatten spendet. An warmen Tagen weichen Hunde hier gerne ins kühle Wasser aus. Achte darauf, dass Schwäne und Enten in Flussnähe Revierverhalten zeigen — halte deinen Hund in solchen Momenten nahe bei dir. Der Weg ist grösstenteils gut ausgebaut und auch nach Regen weitgehend begehbar.
Wer weiterdenken möchte: Der Limmatweg verbindet Wettingen mit Baden und lässt sich zu einer Halbtagestour ausbauen. Baden bietet ebenfalls schöne Uferbereiche und hundfreundliche Einkehrmöglichkeiten — erkundige dich aber beim jeweiligen Lokal, bevor du mit Hund eintrittst. Die Strecke Wettingen–Baden ist gut beschildert und folgt dem kantonalen Wanderwegnetz.
Lägernhang und Lindenhügel
Nördlich von Wettingen steigt das Gelände rasch an, und schon nach wenigen Minuten Aufstieg öffnet sich der Blick über die Limmatebene. Der Lägernhang gehört zu den schönsten naturnahen Ausflugzielen der Region — Mischwälder, steile Pfade und immer wieder Lichtungen, auf denen dein Hund die Nase in den Wind halten kann. Die Lägern selbst ist ein Höhenzug zwischen Wettingen und dem zürcherischen Weinland und bietet gut markierte Wanderwege.
Der Aufstieg beginnt bereits am Rand des Gemeindegebiets und ist zu Fuss direkt erreichbar — kein Auto nötig. Besonders der Einstieg über den Lindenhügel ist beliebt: sanfte Hänge wechseln sich mit steileren Passagen ab, und das Wegenetz erlaubt Runden in verschiedenen Längen. Hunde, die gerne schnüffeln, kommen auf dem humusreichen Waldboden voll auf ihre Kosten.
Während der Brut- und Setzzeit im Frühling können einzelne Waldabschnitte temporär gesperrt oder mit Hinweisen zur freiwilligen Leinenpflicht versehen sein. Halte dich an die Tafeln vor Ort und lies die Hinweise des Kantons Aargau auf ag.ch. Rücksicht auf Wildtiere ist kein Appell, sondern Teil der Verantwortung, die mit dem Hundehalten kommt.
Oben auf dem Kamm angekommen lohnt sich die Rast an einer der Bänke mit Aussicht. Der Rückweg kann variiert werden, sodass keine Strecke doppelt gelaufen werden muss. Trinkwasser für den Hund solltest du mitnehmen — auf dem Hang gibt es keine verlässlichen Wasserstellen.
Rebwege und Klosterumgebung
Das Kloster Wettingen — heute eine Kantonsschule — liegt in einer parkartigen Anlage am Limmatufer. Die Umgebung lädt zu ruhigen Spaziergängen ein, und die alten Mauern und Alleen erzeugen eine ganz eigene Atmosphäre. Ob Hunde auf dem Klostergelände selbst erlaubt sind, hängt von der jeweiligen Nutzung ab — erkundige dich vor Ort oder achte auf Hinweisschilder.
Direkt angrenzend führen Wege durch die Wettinger Rebhänge, die im Herbst leuchtend golden werden. Diese Wege sind schmal, gut befestigt und an Wochenenden beliebt bei Spaziergängern — plane entsprechend Begegnungen mit anderen Hunden und Menschen ein. Im Sommer spenden die Rebzeilen kaum Schatten, also starte früh oder wähle die Abendstunden.
Die Kombination aus Klosteranlage, Rebweg und Limmatufer ergibt eine Rundroute von gut zwei bis drei Kilometern, die sich für Hunde jedes Alters eignet. Für aktivere Hunde lässt sich die Runde mit einem Aufstieg Richtung Lägernhang erweitern. Informationen zu den lokalen Wanderwegen findest du beim Aargau Tourismus.
Badetipps rund um die Limmat
An heissen Sommertagen suchen Hundehalter gezielt nach Stellen, wo der Hund gefahrlos ins Wasser kann. An der Limmat gibt es flache Uferbereiche, an denen das Eintauchen möglich ist — aber nicht jede Stelle ist gleichermassen geeignet oder offiziell freigegeben. Strömungen können je nach Wasserstand kräftig sein; halte deinen Hund in Sichtweite und beurteile die Verhältnisse vor Ort selbst.
Offizielle Badezonen für Menschen sind in der Regel für Hunde gesperrt, vor allem in der Hauptsaison. Achte auf die Beschilderung und meide Bereiche, die als Familienbade- oder Schwimmbereich ausgewiesen sind. Etwas ausserhalb der frequentiertesten Stellen findest du ruhigere Uferabschnitte, wo Hund und Mensch entspannen können.
Das Schwimmen in der Limmat ist für Hunde körperlich anspruchsvoll — selbst kurze Strecken gegen die Strömung fordern die Muskulatur. Beobachte deinen Hund und hole ihn rechtzeitig heraus, bevor er erschöpft wirkt. Nach dem Bad: Pfoten und Fell abtupfen, damit kein Schmutz ins Auto getragen wird, und prüfen, ob Zecken an Beinen und Bauch sitzen.
Hund und lokale Regeln in Wettingen
Wer mit Hund in Wettingen unterwegs ist, bewegt sich in einem klar geregelten Rahmen. Die Gemeindeverwaltung, der Kanton Aargau und das eidgenössische Recht spannen ein Netz aus Pflichten, das du kennen solltest — bevor es zu einem unangenehmen Gespräch mit dem Gemeindepolizisten kommt.
Leinenpflicht in Wettingen
Im Kanton Aargau gilt eine gesetzlich verankerte Leinenpflicht in bestimmten Bereichen — dazu zählen unter anderem belebte öffentliche Plätze, Ortschaften und Zonen, die durch Schilder oder Gemeindevorschriften entsprechend ausgewiesen sind. Die genaue Ausgestaltung kann sich von Gemeinde zu Gemeinde unterscheiden. Wettingen kann in seiner kommunalen Verordnung zusätzliche Regelungen festlegen, die über den kantonalen Mindeststandard hinausgehen.
Auf Wander- und Waldwegen ausserhalb der Siedlung gilt je nach Jahreszeit und Ort eine empfohlene oder vorgeschriebene Leinenpflicht, insbesondere während der Wild-Schonzeit im Frühling. Massgeblich ist immer die aktuelle Beschilderung vor Ort sowie die offizielle Gemeindewebsite. Prüfe die jeweils geltenden Regelungen unter wettingen.ch, bevor du mit einem neuen Weg oder Bereich startest.
Ein angeleineter Hund schützt nicht nur Wildtiere und andere Menschen, sondern auch deinen Hund selbst — vor Unfällen im Strassenverkehr und vor Konflikten mit anderen Tieren. Im Zweifel leine an: Diese Regel ist einfach zu merken und selten falsch. Besonders in der Nähe von Kinderspielplätzen und Sportanlagen ist Leinenpflicht häufig explizit vorgeschrieben.
Hundeanmeldung und Hundeabgabe
In der Schweiz besteht für Hundehalter die Pflicht zur Registrierung des Hundes in der AMICUS-Datenbank, die vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen geführt wird. Das gilt unabhängig von Gemeinde oder Kanton — jeder Hund muss gechipt und in AMICUS erfasst sein. Neu zugezogene Hundehalter melden ihren Hund ausserdem bei der Gemeindeverwaltung Wettingen an.
Die Gemeinde erhebt eine jährliche Hundeabgabe — die genaue Höhe richtet sich nach der kommunalen Verordnung und kann sich ändern. Erfrage den aktuellen Betrag direkt bei der Gemeindeverwaltung oder unter wettingen.ch. Eine Nichtanmeldung gilt als Ordnungswidrigkeit und kann Bussen nach sich ziehen.
Wer aus einem anderen Kanton oder aus dem Ausland nach Wettingen zieht, sollte die Ummeldung des Hundes priorisieren. Die Fristen sind kurz — in der Regel innerhalb weniger Wochen nach dem Zuzug. Informationen zur Registrierungspflicht und zu AMICUS findest du beim Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen unter blv.admin.ch.
Hunde im öffentlichen Verkehr und in der Gastronomie
Wettingen ist gut an das Netz des Zürcher Verkehrsverbunds (ZVV) und des Aargauer Verkehrsverbunds angebunden. In Bussen und S-Bahnen fahren kleine Hunde im geschlossenen Transportbehälter gratis; grössere Hunde brauchen ein ermässigtes Billett (halber Preis 2. Klasse) oder eine Hunde-Tageskarte und gehören an die Leine. Eine generelle Maulkorbpflicht besteht im Schweizer ÖV nicht. Die genauen Bedingungen regelt der jeweilige Verbund; erkundige dich vorab, damit die Fahrt reibungslos verläuft.
Restaurants und Cafés in Wettingen handhaben die Mitnahme von Hunden individuell. Es gibt keine kantonale Vorschrift, die Gastronomen zur Hunde-Akzeptanz verpflichtet — und umgekehrt auch keine, die sie generell verbietet. Frage beim Eintreten kurz nach oder schaue, ob ein Wasser-Napf draussen steht — das ist oft ein gutes Zeichen. Auf Terrassen sind Hunde erfahrungsgemäss häufiger willkommen als im Inneren.
Beim Einkaufen gilt: Lebensmittelgeschäfte und Supermärkte lassen Hunde aus hygienischen Gründen in der Regel nicht hinein. Plane deine Einkäufe so, dass dein Hund nicht unbeaufsichtigt vor dem Eingang angebunden bleibt — das ist stressig für das Tier und birgt Diebstahlrisiko. Wettingen hat genug hundefreundliche Aussenareale, wo du mit dem Hund warten oder ihn einer Begleitperson übergeben kannst.
Listenhunde, Maulkorb und Entsorgung
Der Kanton Aargau kennt keine eigene Rasseliste im klassischen Sinne, setzt aber auf verhaltensbasierte Beurteilung und allgemeine Halterpflichten. Das kantonale Hundegesetz schreibt vor, dass Hunde so zu halten sind, dass sie keine Gefahr für Menschen oder andere Tiere darstellen. Bei bestimmten Rassen oder auffälligem Verhalten kann die zuständige Behörde zusätzliche Auflagen erteilen — etwa Leinenpflicht, Maulkorb oder einen Sachkundenachweis.
Wenn du einen Hund hältst, der unter die bundesrechtlichen oder kantonalen Sonderregelungen fallen könnte, informiere dich beim Veterinäramt des Kantons Aargau über allfällige Pflichten. Dort bekommst du verbindliche Auskunft — keine Plattform und kein Forum kann das ersetzen. Die Kontaktdaten des kantonalen Veterinäramts findest du unter ag.ch/veterinaerwesen.
Die Entsorgung von Hundekot ist in Wettingen Pflicht — das ergibt sich schon aus dem kantonalen und kommunalen Umweltrecht. In vielen Quartieren und Parkanlagen stehen Spender mit Kotbeuteln zur Verfügung; trage aber sicherheitshalber eigene Beutel bei dir, damit du nie ohne dastehst. Hinterlassenschaften auf Spielplätzen, Sportflächen oder in der Nähe von Gewässern sind besonders heikel — Hygieneprobleme und Konflikte mit anderen Nutzern sind die Folge. Ein aufgeräumtes Bild in der Öffentlichkeit stärkt die Akzeptanz für Hunde in der Gemeinde — und das kommt letztlich allen Hundehaltern zugute.
Praktisches vor Ort in Wettingen
Wettingen ist eine der grössten Gemeinden im Kanton Aargau — und wer hier mit Hund lebt, braucht verlässliche Anlaufstellen. Von der Tierarztpraxis um die Ecke bis zur Hundewiese im Grünen: Die Infrastruktur wächst mit der Gemeinde.
Tierärzte und Notfallversorgung in Wettingen
In Wettingen selbst und im direkt angrenzenden Baden findest du mehrere Tierarztpraxen für die Grundversorgung deines Hundes. Für tierärztliche Notfälle ausserhalb der Sprechzeiten ist die Klinik oder der Notfalldienst im Raum Baden die nächste Option — informiere dich am besten vorab, welche Praxis in deiner Umgebung aktuell den Notfalldienst führt. Die Tierklinik Aarau und die Vetsuisse-Klinik Zürich sind als grössere Referenzkliniken erreichbar, falls dein Hund spezialisierte Behandlung braucht. Speichere die Nummer deiner Stammpraxis und die des regionalen Notfalldienstes direkt im Handy — das spart in stressigen Momenten kostbare Zeit.
- Stammpraxis in Wettingen oder Baden für Routine und Impfungen suchen
- Notfalldienst-Rotation der lokalen Praxen im Aargau beachten
- Für Spezialfälle: Vetsuisse-Klinik Zürich oder Tierklinik Aarau
- Aktuelle Notfallnummern beim Veterinärdienst Kanton Aargau nachschlagen
Halte ausserdem deinen Impfausweis und die Chipnummer griffbereit. Im Notfall zählt jede Sekunde, und vollständige Unterlagen erleichtern der behandelnden Praxis die Arbeit erheblich.
Hundeschulen und Trainingsangebote in der Region
Im Raum Wettingen und Baden gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsgruppen, die von Welpenkursen bis zu fortgeschrittenem Gehorsamkeitstraining reichen. Gerade für Welpen, die in der dicht besiedelten Gemeinde aufwachsen, lohnt sich ein früher Sozialisierungskurs — Strassenlärm, Trams und viele Begegnungen mit Menschen sind hier alltäglich. Achte bei der Wahl einer Hundeschule auf Mitgliedschaft im Schweizerischen Kynologischen Gesellschaft (SKG) oder vergleichbaren Verbänden, die auf positive Trainingsmethoden setzen. Einige Anbieter im Aargau bieten auch Einzeltraining für spezifische Verhaltensprobleme an — sinnvoll, wenn dein Hund etwa auf Velofahrer oder andere Hunde übermässig reagiert.
Erkundige dich direkt bei lokalen Vereinen, ob es Übungsplätze in der Gemeinde oder in unmittelbarer Nähe gibt. Solche Plätze sind oft für Vereinsmitglieder zugänglich und bieten eine kontrollierte Umgebung zum Trainieren. Die SKG-Website listet geprüfte Mitgliedsvereine nach Region auf, was die Suche vereinfacht.
Auslaufzonen und Freilaufflächen in Wettingen
Wettingen liegt am Limmatufer und grenzt an ausgedehnte Hangwälder — für tägliche Spaziergänge gibt es also durchaus Raum. Ob dein Hund dabei ohne Leine laufen darf, hängt von der jeweiligen Zone ab: Prüfe die aktuellen Regelungen der Gemeindeverwaltung, da Leinenpflicht und Auslaufzonen regelmässig angepasst werden. Die Gemeinde Wettingen informiert auf ihrer offiziellen Website über designierte Hundezonen und Leinenpflichtbereiche — ein Blick dorthin vor dem ersten Ausflug lohnt sich.
- Limmatweg: beliebte Strecke, Leinenpflicht in bestimmten Abschnitten prüfen
- Hangwälder oberhalb Wettingens: mehr Raum, aber saisonale Wildruhezonen beachten
- Öffentliche Grünanlagen: Regelungen je nach Anlage unterschiedlich
- Aktuelle Zonenpläne auf wettingen.ch einsehen
Ein häufiger Irrtum: Weil ein Feld oder ein Waldrand verlassen wirkt, bedeutet das nicht automatisch Leinenfreiheit. Brut- und Setzzeiten im Frühling bringen zusätzliche Einschränkungen, die du weiter unten im saisonalen Abschnitt findest. Halte deinen Hund im Zweifel lieber kurz — das schützt Wildtiere und vermeidet Bussen.
Hundepensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter in Wettingen
Für Berufstätige oder Reisende ist eine verlässliche Tagesbetreuung oder Hundepension in der Nähe Gold wert. Im Raum Wettingen und Baden finden sich private Hundesitter sowie einige strukturiertere Betreuungsangebote. Plattformen wie lokale Kleinanzeigen oder spezialisierte Vermittlungsdienste können helfen, seriöse Betreuer zu finden — frage aber immer nach Referenzen und besuche die Räumlichkeiten vorab. Gewerbliche Hundepensionen im Kanton Aargau benötigen eine Bewilligung des kantonalen Veterinäramts, was ein erster Anhaltspunkt für Seriosität ist.
Plant du eine längere Reise, empfiehlt sich eine Eingewöhnungsphase: Lass deinen Hund erst ein paar Stunden, dann einen ganzen Tag in der Pension, bevor du für mehrere Wochen weg bist. Das reduziert Stress für Tier und Betreuer erheblich. Informationen zu bewilligten Betrieben kannst du beim Veterinärdienst Kanton Aargau erfragen.
Saisonal in Wettingen
Die Limmat, die Hangwälder und das dichte Siedlungsgebiet verändern sich mit den Jahreszeiten — und dein Alltag mit Hund verändert sich mit ihnen. Was im Sommer ein kühler Schattenspaziergang ist, kann im Winter zur rutschigen Herausforderung werden.
Frühling in Wettingen: Brut- und Setzzeit im Blick behalten
Der Frühling lockt mit milden Temperaturen und frischem Grün — und mit deutlich mehr Wild in den Wäldern rund um Wettingen. Von März bis Juni ist die sensible Brut- und Setzzeit: Rehe, Hasen und bodenbrütende Vögel reagieren auf frei laufende Hunde mit Panikflucht oder verlassen ihre Jungen. Halte deinen Hund in Waldrandnähe und in Feldern unbedingt an der Leine, auch wenn er zuverlässig auf Zuruf hört — der Geruch allein reicht, um Wildtiere zu stören.
In den Hangwäldern oberhalb Wettingens gelten während dieser Zeit teils ausgewiesene Wildruhegebiete — informiere dich bei der Gemeinde oder beim kantonalen Jagdamt, welche Zonen betroffen sind. Auf den Limmatwiesen beginnt im Frühling auch das Brutgeschäft von Bodenbrütern, also bitte auf befestigten Wegen bleiben. Zeckenprophylaxe ist ab März Pflicht: Die feuchten Ufergebiete entlang der Limmat sind klassisches Zeckengebiet.
- Leine auch im bekannten Gelände: Wildtiere reagieren auf Witterung, nicht nur auf Sichtkontakt
- Wildruhegebiete im Aargau prüfen: ag.ch Jagd und Natur
- Zeckenmittel rechtzeitig auffrischen, Tierarzt nach geeignetem Präparat fragen
- Frühblüher und Zwiebelpflanzen in Gärten meiden — einige sind für Hunde giftig
Sommer in Wettingen: Hitze, Limmat und Pfotenschutz
Wettingen liegt im Limmattal, einem der wärmsten Tallagen der Nordschweiz. An Hitzetagen stauen sich die Temperaturen im Siedlungsgebiet — Asphalt und betonierte Flächen heizen sich auf bis zu 60 Grad auf, was Pfoten innerhalb von Sekunden verbrennt. Teste den Belag mit dem Handrücken: Hältst du ihn nicht fünf Sekunden drauf, ist er zu heiss für deinen Hund. Verlege Spaziergänge konsequent in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend.
Die Limmat bietet an heissen Tagen willkommene Abkühlung — aber achte darauf, wo dein Hund ins Wasser darf. Badestellen für Menschen und Bereiche mit Wasservögeln sind in der Regel tabu für Hunde, und die Strömung der Limmat ist stellenweise kräftiger als sie aussieht. Lass deinen Hund nie unbeaufsichtigt am Ufer und achte auf Blaualgenhinweise in Hitzeperioden: Das kantonale Amt für Umwelt informiert bei Belastungen. Frischwasser immer im Gepäck — an belebten Orten gibt es nicht überall Tränken.
- Spaziergänge vor 9 Uhr und nach 19 Uhr bei Hitze
- Pfoten nach Stadtgängen auf Rötungen oder Blasen prüfen
- Limmatufer: Strömung einschätzen, Hundeverbot an Badestellen beachten
- Hund niemals im geparkten Auto lassen, auch nicht kurz
Herbst in Wettingen: Trüffelnasen und Wildwechsel
Der Herbst färbt die Hangwälder über Wettingen kupferrot und gold — und bringt für Hunde gleich mehrere neue Reize. Pilze, Eicheln und Kastanien liegen in Massen auf den Waldwegen: Während Kastanien harmlos sind, können bestimmte Pilzarten und vor allem Eicheln in grossen Mengen für Hunde problematisch sein. Beobachte, was dein Hund aufnimmt, und zeige ihm mit konsequentem Training, dass Fressen vom Boden unerwünscht ist.
Mit dem Beginn der Jagdsaison im Herbst ändert sich die Lage im Wald: Wildtiere sind aufgescheuchter und wechseln häufiger auf Feld und Weg. Ein Hund, der einem Reh nachläuft, kann in Jagdgebieten eine gefährliche Situation auslösen. Leuchtendes Halsband oder Warnweste für deinen Hund und für dich selbst erhöhen die Sichtbarkeit in der Dämmerung erheblich — die Tage werden kürzer, und viele Spaziergänge finden nun im Halbdunkel statt. Prüfe, wann in deiner Umgebung Jagd stattfindet, und weiche an solchen Tagen auf gesicherte Wege aus.
Herbst ist ausserdem die Zeit, in der Kastanien-Erntemaschinen und landwirtschaftliche Fahrzeuge auf Feldwegen unterwegs sind — Leine anlegen, auch wenn der Weg sonst ruhig ist.
Winter in Wettingen: Streusalz, Kälte und kürzere Wege
Winter im Limmattal bedeutet selten tiefen Schnee, aber dafür häufig Frost, Nässe und gestreute Wege. Streusalz und chemische Taumittel sind die grössten Ärgernisse für Hundepfoten: Sie ziehen die Haut aus, bilden Risse und können beim Ablecken zu Magenreizungen führen. Wasche die Pfoten nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser und trockne sie gründlich, besonders zwischen den Zehen. Pfotenbalsam nach dem Waschen bildet eine schützende Schicht für den nächsten Ausgang.
Kurze Tage bedeuten oft, dass Morgen- und Abendspaziergänge im Dunkeln stattfinden. Wettingen ist zwar gut beleuchtet, aber an Waldrändern und auf dem Limmatweg wird es schnell unübersichtlich. Reflektierendes Zubehör — Halsband, Leine oder Weste — macht euch für Velofahrer und Autos sichtbar. Ältere oder kurzhaarige Hunde profitieren von einem Hundemantel, wenn die Temperaturen unter null sinken.
- Pfoten nach jedem Ausgang waschen und eincremen
- Reflektoren und Licht für Dämmerungsspaziergänge
- Auftausalz in der Wohnung: Schale mit Wasser und Handtuch bereitstellen
- Bei Glatteis: kurze Wege bevorzugen, Zerrungen durch Ausrutschen vermeiden
Gerade im Winter lohnt es sich, Innenaktivitäten einzuplanen: Nasenarbeit, Suchspiele oder Trainingssessions in der Wohnung halten deinen Hund geistig fit, wenn lange Spaziergänge wegen Kälte oder Eisglätte ausfallen.
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