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Hintergrund zur Region

Liezen liegt im Herzen der steirischen Ennstal, eingebettet zwischen dem Gesäuse im Nordosten und den weiten Almlandschaften des Toten Gebirges im Süden. Die Stadt ist das Bezirkszentrum des größten Bezirks Österreichs — und für Hundehaltende bedeutet das vor allem eines: Raum ohne Ende. Sobald du mit deinem Hund die Leine schnappst und die Haustür hinter dir schließt, beginnt eine Welt aus Nadelwäldern, Flussufern und Almwegen, die sich in alle Richtungen öffnet.

Der Geruch von Harz und feuchtem Laub hängt schon morgens in der Luft, wenn du mit deinem Hund den Weg Richtung Ennsufer einschlägst. Liezen selbst ist eine überschaubare Stadt mit knapp 8.000 Einwohnern, in der Hunde zum Straßenbild gehören. Auf dem Wochenmarkt triffst du andere Halter, in den Nebenstraßen der Innenstadt begegnen dir Vierbeiner auf dem Weg zum Bäcker. Das Tempo hier ist anders als in der Großstadt — ruhiger, direkter, mit mehr Platz zum Durchatmen.

Wer einen Tagesausflug in die Region plant oder dauerhaft in Liezen lebt, findet eine Infrastruktur, die für Hunde praktisch funktioniert. Die umliegenden Gemeinden, Nationalpark-Randbereiche und alpinen Pfade bieten vielfältige Möglichkeiten — aber auch klare Regeln, die du kennen musst, bevor du losstiefelst. Diese Seite gibt dir einen ehrlichen Überblick über Routen, Vorschriften und alles, was deinen Aufenthalt mit Hund entspannt macht.

Tagesausflüge mit Hund in Liezen

Die Region um Liezen gehört zu den abwechslungsreichsten Hundeausflugsgebieten der Steiermark. Flache Flussauen wechseln sich mit steilen Waldpfaden ab, Almwiesen öffnen sich nach kurzen Anstiegen, und selbst an trüben Herbsttagen findest du Strecken, die dich und deinen Hund müde und zufrieden nach Hause bringen. Der Schlüssel liegt im Kombinieren: Morgens flaches Ennsufer, nachmittags ein bewaldeter Hügel — das funktioniert hier problemlos.

Am Ennsufer: Flache Wege direkt vor der Haustür

Die Enns zieht sich als grünes Band durch das gesamte Bezirksgebiet und bietet unmittelbar in Liezen zugängliche Uferwege. Du startest bequem am Stadtrand und folgst dem Fluss auf geschotterten oder grasbewachsenen Wegen, die kaum Höhenunterschied aufweisen. Das ist ideal für Hunde, die gerne schnüffeln, waten oder einfach neben dir hertrotteln, ohne große Anstrengung. Achte auf die Strömung: Die Enns ist ein Gebirgsfluss — das Wasser ist kalt und kann nach Regenfällen reißend sein. Lass deinen Hund nur an ruhigen, flachen Stellen ins Wasser.

Im Frühling und Sommer wachsen die Uferstreifen zu dichten Auwäldern heran, die natürlichen Schatten spenden. Im Herbst leuchten Pappeln und Weiden in Gelb und Ocker — ein schöner Kontrast zum grauen Kies der Flussbänke. Die Wege sind in weiten Teilen nicht asphaltiert, was Hunde mit empfindlichen Pfoten danken. Leinen sind in bestimmten Abschnitten vorgeschrieben — prüfe die aktuellen Aushänge vor Ort, da die Regelungen je nach Abschnitt und Jahreszeit variieren können.

Gesäuse-Vorfeld: Natur am Rand des Nationalparks

Das Nationalpark Gesäuse beginnt keine halbe Stunde von Liezen entfernt — und hier ist besondere Vorsicht geboten. Im Nationalpark selbst gelten strenge Betretungsregelungen, und Hunde sind auf den meisten Wegen innerhalb der Kernzone nicht erlaubt oder müssen an der Leine geführt werden. Informiere dich unbedingt vorab auf der offiziellen Website des Nationalparks unter nationalpark.co.at, welche Bereiche du mit Hund betreten darfst und welche Zonen tabu sind.

Die Randbereiche rund um Admont und Hieflau bieten aber durchaus hundetaugliche Routen entlang der Enns und durch die Wälder der Nationalparkgemeinden. Besonders schön ist die Fahrt durch das Gesäuse auf der Bundesstraße mit kurzen Stopps an den Rastplätzen — der Blick auf die senkrechten Kalkwände des Hochtor-Massivs ist auch für Zweibeiner beeindruckend. Kombiniere solche Stopps mit kurzen Spaziergängen auf markierten Wegen außerhalb der Kernzone. So genießt du die Landschaft, ohne gegen Parkregeln zu verstoßen.

Totes Gebirge und Almwege: Für ausdauernde Hunde

Südlich von Liezen steigen die Almflächen des Toten Gebirges auf — ein Gebiet, das im Sommer von Wanderern und Mountainbikern frequentiert wird, aber selbst dann noch genug Ruhe für einen ausgedehnten Hundeausflug bietet. Die Zufahrten über Mautstraßen, etwa ins Gebiet rund um den Tauplitzalm, enden auf großen Almplateaus, von denen aus du auf breiten Wegen weiterlaufen kannst. Dein Hund hat hier viel Raum — solange du die Weidezäune respektierst und deinen Hund in der Nähe von Rindern und Schafen konsequent an der Leine führst.

Die Almwirtschaft ist in dieser Region keine Folklore, sondern aktiver Betrieb. Begegnungen mit Herden sind realistisch, und Herdenschutzhunde arbeiten auf manchen Almen. Halte deinen Hund in solchen Situationen eng bei dir und umgehe Herden weiträumig. Das ist nicht nur eine Frage der Sicherheit für deinen Hund, sondern auch des respektvollen Umgangs mit den Landwirten, die diese Landschaft erhalten. Aktuelle Informationen zu Wanderwegen und Almhütten findest du beim Steiermark Tourismus.

Stadtnahe Wälder und der Kulm: Kurze Runden für den Alltag

Wer nicht jeden Tag einen großen Ausflug plant, findet rund um Liezen mehrere stadtnahe Waldgebiete, die sich für morgendliche Runden eignen. Die Hügel nördlich der Stadt sind bewaldet und über markierte Forstwege zugänglich — du erreichst sie zu Fuß in zehn bis fünfzehn Minuten vom Stadtzentrum. Das Gelände ist moderat ansteigend, die Wege sind meist breit genug, dass du Radfahrern und entgegenkommenden Wanderern gut ausweichen kannst.

Besonders in den Abendstunden nutzen viele Liezener Hundehalter diese Waldränder für die letzte Runde des Tages. Das Licht fällt dann schräg durch die Fichten, der Boden riecht nach Harz und feuchter Erde — für Hunde eine sensorische Abwechslung zum Asphalt der Innenstadt. Beachte: In manchen Waldabschnitten gilt während der Schonzeiten Anleinpflicht zum Schutz des Wildes. Entsprechende Hinweisschilder stehen an den Einstiegspunkten — lies sie, bevor du deinen Hund von der Leine lässt.

Hund und lokale Regeln in Liezen

Regeln für Hunde in Österreich sind Ländersache — und die Steiermark hat klare Vorgaben, die durch gemeindliche Verordnungen ergänzt werden. Was im Stadtpark gilt, muss auf dem Wanderweg nicht gelten, und was in Liezen selbst gilt, kann in der Nachbargemeinde schon anders aussehen. Dieser Abschnitt gibt dir einen Überblick über die wichtigsten Themen — aber er ersetzt keine Rückfrage bei der Stadtgemeinde oder ein Studium der aktuell gültigen Verordnung.

Leinenpflicht in Liezen: Was wo gilt

In der Stadtgemeinde Liezen gilt auf öffentlichen Plätzen, in Parks und auf belebten Gehwegen grundsätzlich Leinenpflicht. Das entspricht der üblichen Regelung für österreichische Gemeinden dieser Größe. Konkret bedeutet das: Dein Hund muss in der Fußgängerzone, auf dem Marktplatz, in Parkanlagen und in der Nähe von Schulen und Spielplätzen an der Leine geführt werden — und das zu jeder Tageszeit.

Außerhalb des bebauten Ortsgebiets, also auf Forststraßen, Almwegen und in Wäldern, variiert die Regelung. In vielen Bereichen besteht dort keine generelle Leinenpflicht — aber es gibt saisonale Ausnahmen. Während der Brut- und Setzzeit (grob März bis Juli) fordern viele Gemeinden und Jagdverbände das Anleinen im Wald aktiv ein. Hinweistafeln an Waldwegen zeigen dir, ob eine Anleinpflicht besteht. Halte dich immer an diese Hinweise — die Kontrolle durch Jagdschutzorgane ist real, und Verstöße können teuer werden. Die aktuell gültige Hundehaltungsverordnung der Gemeinde findest du bei der Stadtgemeinde Liezen.

Besonders im Umfeld des Nationalparks Gesäuse gelten eigene, strenge Regelungen, die über die gemeindliche Verordnung hinausgehen. Dort ist Anleinpflicht in den meisten zugänglichen Bereichen verpflichtend, und in Kernzonen dürfen Hunde grundsätzlich nicht mit. Halte dich an die Beschilderung vor Ort und informiere dich vorab — ein Missverständnis in einem Schutzgebiet kann nicht nur ein Bußgeld, sondern auch echten Schaden für die Tierwelt bedeuten.

Anmeldung und Hundeabgabe: Was du erledigen musst

In Österreich ist die Anmeldung deines Hundes bei der Gemeinde Pflicht — das gilt auch in Liezen. Nach dem Einzug oder der Anschaffung eines Hundes hast du eine gesetzlich vorgeschriebene Frist, deinen Hund beim Gemeindeamt zu melden. Im Zuge der Anmeldung wird eine Hundeabgabe fällig, deren genaue Höhe die örtliche Verordnung regelt. Frag direkt beim Gemeindeamt nach dem aktuellen Betrag — er kann sich von Jahr zu Jahr ändern, und verlässliche aktuelle Zahlen findest du nur dort.

Zur Anmeldung benötigst du in der Regel den Impfnachweis deines Hundes, insbesondere den Nachweis der gültigen Tollwutimpfung. Bring deinen Heimtierausweis oder das österreichische Impfbuch mit. Hunde müssen außerdem mit einem Microchip gekennzeichnet sein — das ist in Österreich seit Jahren gesetzlich vorgeschrieben. Wer neu in die Steiermark zieht und seinen Hund bereits woanders registriert hatte, muss ihn am neuen Wohnort ummelden. Details zur Anmeldepflicht regelt das Land Steiermark im Rahmen des steirischen Hundehaltegesetzes.

Öffentlicher Verkehr und Gastronomie: Mit Hund unterwegs in Liezen

Liezen ist über die Ennstal-Bundesstraße und den Bahnhof Liezen gut erreichbar. Im öffentlichen Nahverkehr, also in Bussen der Regionallinien und in der Bahn, gilt für Hunde in der Regel: kleiner Hund in der Tragetasche kostenlos oder zum halben Ticket, größerer Hund an der Leine mit Maulkorb zum ermäßigten Preis. Die genauen Bedingungen variieren je nach Verkehrsunternehmen — prüfe die Beförderungsbedingungen beim jeweiligen Anbieter, bevor du einsteigst. Ein Maulkorb für größere Hunde im öffentlichen Verkehr ist oft Pflicht, auch wenn dein Hund absolut friedlich ist.

In der Gastronomie von Liezen ist die Situation wie in den meisten steirischen Kleinstädten: Viele Gasthäuser und Cafés tolerieren Hunde, besonders im Außenbereich. Eine rechtliche Pflicht, Hunde zuzulassen, besteht nicht — es liegt im Ermessen des Wirtes. Frag beim Eintreten kurz nach, ob dein Hund willkommen ist, und führe ihn im Lokal immer an der kurzen Leine. Hunde, die ruhig unter dem Tisch liegen, sind deutlich öfter willkommen als solche, die anderen Gästen entgegenlaufen. Bringe immer Wasser für deinen Hund mit — nicht jedes Lokal stellt automatisch eine Schüssel bereit.

Listenhunde und Entsorgungspflicht: Zwei Themen, die oft vergessen werden

Die Steiermark kennt keine landesweite Rasseliste in dem Sinne, wie sie etwa aus Wien bekannt ist — aber das bedeutet nicht, dass für bestimmte Hunde keine Sonderregeln gelten. Das steirische Hundehaltegesetz unterscheidet zwischen Hunden mit besonderem Gefährdungspotenzial, für die ein Sachkundenachweis, ein Wesenstest oder eine behördliche Genehmigung erforderlich sein kann. Welche Rassen oder Kreuzungen darunter fallen und welche Auflagen konkret gelten, regelt die Verordnung des Landes Steiermark — informiere dich direkt beim Land oder bei der Bezirkshauptmannschaft Liezen, bevor du mit einem solchen Hund einziehst oder ihn mitbringst.

Die Entsorgungspflicht für Hundekot gilt in Liezen ohne Ausnahme — auf allen öffentlichen Flächen, Wegen und Grünstreifen. Die Stadtgemeinde stellt an frequentierten Stellen Kotbeutelspender und Abfallbehälter bereit, aber verlasse dich nicht darauf, dass immer einer in Reichweite ist. Führe immer eigene Beutel mit — mindestens drei pro Runde, auch wenn dein Hund normalerweise nur einmal geht. Das Liegenlassen von Hundekot ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Höhe des Bußgelds ist in der Gemeindeordnung festgelegt — frag im Zweifel beim Gemeindeamt nach.

Praktisches vor Ort in Liezen

Wer mit Hund in Liezen lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Anlaufstellen — vom Tierarzt für den Notfall bis zur Hundeschule für den Alltag. Die Stadt ist zwar überschaubar, doch das Ennstal bietet eine solide Infrastruktur für Hundehalter. Ein kurzer Check vor der Anreise spart Zeit und Nerven.

Tierärzte und Notfallversorgung in Liezen

In Liezen und der näheren Umgebung findest du tierärztliche Praxen, die Hunde ambulant versorgen. Für geplante Untersuchungen, Impfungen oder Routinebehandlungen empfiehlt es sich, vorab einen Termin zu vereinbaren — die Praxen im Bezirk sind teils gut ausgelastet. Außerhalb der regulären Öffnungszeiten gilt es, den tierärztlichen Notfalldienst zu kontaktieren; die jeweils diensthabende Praxis erfährst du über die Tierärztekammer Steiermark oder direkt bei deiner Stammpraxis. Für schwerwiegende Fälle ist die Veterinärmedizinische Universität Wien bzw. eine Tierklinik in Graz die nächste spezialisierte Anlaufstelle — plane bei einem Ausflug ins Bergland entsprechend voraus. Halte die Notfallnummer deiner Tierarztpraxis stets griffbereit, besonders wenn du mit deinem Hund in abgelegene Gebiete der Ennstaler Alpen aufbrichst.

  • Tierarztpraxen in Liezen: Termine vorab telefonisch vereinbaren
  • Notfalldienst: Auskunft über die Österreichische Tierärztekammer
  • Nächste Tierkliniken: Graz (ca. 100 km), Wien (ca. 200 km)
  • Reiseapotheke für den Hund immer mitnehmen — gerade bei Bergtouren

Wenn du in den Nationalpark Gesäuse oder ins Hochschwabgebiet aufbrichst, denke daran, dass Mobilfunkempfang lückenhaft sein kann. Notfallnummern vorher speichern ist kein Luxus, sondern Pflicht. Der Bezirk Liezen ist flächenmäßig der größte Bezirk Österreichs — Wege zu Spezialisten sind entsprechend lang. Plane deshalb besonders bei älteren oder kranken Hunden umsichtig.

Hundeschulen und Training im Bezirk Liezen

Für Welpengruppen, Grundkurse oder gezieltes Verhaltenstraining gibt es im Raum Liezen und im weiteren Ennstal einige Anbieter. Das Angebot schwankt saisonal — manche Kurse finden nur von Frühling bis Herbst statt, wenn das Wetter outdoor-Training erlaubt. Schaue direkt bei den lokalen Vereinen und privaten Trainern nach aktuellen Kurszeiten; Empfehlungen bekommst du oft über Tierarztpraxen oder die lokale Gemeindeverwaltung. Tierschutzvereine im Bezirk organisieren gelegentlich auch Informationsveranstaltungen rund um artgerechte Haltung.

Beim Auswählen einer Hundeschule lohnt ein Blick auf die Qualifikation der Trainer: In Österreich ist die Bezeichnung „Hundetrainer" nicht gesetzlich geschützt. Frage daher nach anerkannten Ausbildungen oder Mitgliedschaften in Berufsverbänden. Für Hundehalter, die frisch nach Liezen gezogen sind, ist ein lokaler Grundkurs auch eine gute Gelegenheit, andere Hundemenschen aus der Region kennenzulernen. Das Netzwerk aus erfahrenen Haltern kennt die besten Wege, inoffiziellen Auslaufwiesen und hundefreundlichen Lokale im Ennstal oft besser als jeder Reiseführer.

Auslaufzonen und Freilaufmöglichkeiten in Liezen

Im Stadtgebiet von Liezen selbst sind eingezäunte Hundeauslaufflächen rar — die Stadt ist verhältnismäßig klein, und das großzügige Umland übernimmt einen Teil dieser Funktion. Prüfe bei der Stadtgemeinde Liezen nach, ob und wo aktuell offiziell ausgewiesene Freilaufflächen existieren, da sich das Angebot ändern kann. Auf landwirtschaftlich genutzten Flächen und in Waldgebieten gilt Leinenpflicht oder zumindest Aufsichtspflicht — kontrollierter Freilauf ist nur dort erlaubt, wo es ausdrücklich gestattet ist.

Entlang der Enns gibt es Abschnitte, die sich für ausgedehnte Spaziergänge eignen; ob dein Hund dort frei laufen darf, hängt von der jeweiligen Parzelle und Jahreszeit ab — in Brut- und Setzzeiten ist besondere Rücksicht geboten. Das Gesäuse als Nationalpark hat eigene Regelungen, die Hunde auf gekennzeichneten Wegen an der Leine vorschreiben. Weite, wenig befahrene Forststraßen rund um Liezen bieten dagegen oft entspanntere Bedingungen für Hunde mit gutem Rückruf — immer vorausgesetzt, Wild und Vieh sind nicht in der Nähe. Informiere dich auf der Website der Stadtgemeinde Liezen über aktuelle Regelungen zu Auslaufzonen.

  • Eingezäunte Hundewiesen: Verfügbarkeit direkt bei der Gemeinde anfragen
  • Enns-Ufer: Schöne Strecken, aber Regeln je nach Abschnitt unterschiedlich
  • Nationalpark Gesäuse: Leinenpflicht auf markierten Wegen — keine Ausnahmen
  • Forststraßen im Umland: oft ruhig, aber Wildwechsel beachten

Pensionen, Betreuung und hundefreundliche Unterkünfte

Im Bezirk Liezen gibt es ein wachsendes Angebot an hundefreundlichen Unterkünften — von Gasthöfen in der Bezirksstadt über Ferienwohnungen im Ennstal bis hin zu kleinen Hotels mit Garten. Ob Hunde im Zimmer schlafen dürfen oder ein Aufpreis fällig wird, regelt jede Unterkunft selbst. Frage immer vorab direkt beim Anbieter an und kläre, ob Leinen- oder Käfigpflicht im Haus besteht — das erspart unangenehme Überraschungen beim Check-in. Auf Plattformen wie jener, auf der du gerade liest, lohnt ein regelmäßiger Blick, sobald neue Einträge für die Region Liezen erscheinen.

Für Hundebetreuung während eines Tagesausfluges ohne Hund — etwa bei einer hochalpinen Tour, die Hunde nicht erlaubt — gibt es im Bezirk einzelne private Anbieter und gelegentlich Tierheime, die eine kurze Tagesbetreuung ermöglichen. Das Tierheim des Bezirks ist primär für Fundtiere zuständig, kann aber oft Kontakte zu lokalen Betreuungspersonen vermitteln. Plane Betreuungsarrangements rechtzeitig, besonders in der Hochsaison im Sommer und rund um Feiertage — die Kapazitäten im ländlichen Raum sind begrenzt. Erkundige dich auch bei Hundeschulen, ob diese Boarding- oder Tagesbetreuungsangebote führen.


Saisonal in Liezen

Das Ennstal hat ein ausgeprägtes Bergklima: Winter mit viel Schnee, kurze aber intensive Sommer, und ein Frühling sowie Herbst, der oft wechselhaft und abrupt kommt. Wer das kennt, erlebt mit Hund hier ein volles Jahr voller Kontraste — von Lawinenwarnung bis Hitzeflimmern über Almwiesen.

Frühling: Brut- und Setzzeit im Ennstal

Wenn ab März und April der Schnee in den Tallagen schmilzt, erwacht das Ennstal — und mit ihm die Brut- und Setzzeit von Wildtieren. Rehe, Hasen und Bodenbrüter sind dann besonders empfindlich gegenüber Störungen durch freilaufende Hunde. Die Leinenpflicht in Wald und Flur gilt in Österreich grundsätzlich ganzjährig in bewirtschafteten und jagdlich genutzten Gebieten — im Frühling ist die Einhaltung aber besonders dringlich. Halte deinen Hund in Waldrandgebieten und auf Wiesen rund um Liezen konsequent an der Leine, auch wenn die Wege verlassen wirken.

Der Frühling bringt auch aufgeweichte Wege mit sich: Nach der Schneeschmelze können Forststraßen und Wanderpfade tief aufgeweicht sein oder unter Steinschlaggefahr stehen. Prüfe vor Touren in die Berge den Lagebericht des Landes Steiermark — Wege im Gesäuse oder im Johnsbachtal können nach dem Winter noch gesperrt sein. Achte außerdem auf Zecken: Im Ennstal ist Zeckensaison ab den ersten warmen Tagen; kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug in hohes Gras oder Unterholz sorgfältig. Dein Tierarzt berät dich zu geeignetem Zeckenschutz für die Region.

  • Leinenpflicht im Frühling konsequent einhalten — Wildtiere schützen
  • Wegbeschaffenheit nach Schneeschmelze prüfen
  • Zeckenschutz rechtzeitig mit dem Tierarzt besprechen
  • Gesperrte Wege im Nationalpark Gesäuse aktuell auf nationalpark.co.at prüfen

Sommer: Hitze, Gewitter und Bergtouren

Der Sommer im Ennstal kann heißer werden als viele erwarten — der Talboden von Liezen heizt sich bei Föhnlagen rasch auf. Asphalt und dunkler Schotter werden mittags so heiß, dass sie Pfoten verbrennen können. Der Sieben-Sekunden-Test hilft: Kannst du deine Handfläche sieben Sekunden auf den Belag halten, ist er für Pfoten sicher — sonst nicht. Weiche auf Waldwege und Uferpfade entlang der Enns aus, die auch im Hochsommer kühler bleiben.

Bergtouren mit Hund bieten im Sommer spektakuläre Erlebnisse rund um Liezen — von der Tauplitzalm bis in die Ausläufer des Dachsteingebirges. Beachte aber: Nachmittagsgewitter entstehen im Bergland oft schnell und ohne lange Vorwarnung. Starte Touren früh morgens und plane den Abstieg so, dass du bis spätestens Mittag aus exponierten Lagen zurück bist. Hunde reagieren auf Gewitter unterschiedlich stark — kenne das Verhalten deines Tieres, bevor du ihn in unübersichtlichem Gelände ohne Leine führst.

Stelle sicher, dass dein Hund ausreichend Wasser bekommt. An heißen Tagen brauchen mittelgroße Hunde bei Aktivität bis zu einem Liter Wasser pro Stunde. Bäche und Seen im Ennstal bieten natürliche Abkühlung — achte aber darauf, ob Baden erlaubt ist und ob Blaualgenwarnung besteht. Aktuelle Wasserqualitätsmeldungen gibt der Gewässerschutzdienst des Landes Steiermark heraus.

Herbst: Jagdsaison und Pilzzeit im Bezirk

Ab September beginnt im Bezirk Liezen die Jagdsaison — in manchen Revieren intensiv bis in den Dezember hinein. Freilaufende Hunde können im Wald verwechselt werden oder Wildtiere aufscheuchen, was zu gefährlichen Situationen führt. Trage deinen Hund in der Dämmerung und im Herbstwald mit einem leuchtenden Halsband oder einer Signalweste; so ist er für Jäger klar als Haushund erkennbar. Halte ihn in bewaldeten Gebieten an der Leine — das schützt ihn und das Wild gleichermaßen.

Der Herbst bringt kurze Tage und wechselhaftes Wetter: Morgens kann es bereits unter null Grad kalt sein, mittags sonnig und warm. Nimm auf Wanderungen mit deinem Hund stets eine Regenjacke und ein Handtuch mit — nasser Hund im Auto oder in der Unterkunft ist bei richtiger Vorbereitung kein Problem. Die herbstlichen Wälder rund um Liezen sind für Spaziergänge wunderschön, aber Laub kann nasse Wege rutschig machen, besonders an Hangpassagen. Prüfe auf längeren Touren, ob die Schutzbauten gegen Steinschlag und Murgang nach Herbstregens die Wege freigeben — Infos dazu auf der Website des Landes Steiermark.

  • Signalweste oder Leuchtband für den Hund in der Jagdsaison
  • Leinenpflicht im Wald im Herbst besonders wichtig
  • Wege nach Starkregen auf Schäden und Sperrungen prüfen
  • Kurze Tage: Stirnlampe und Reflexzubehör für Hund und Mensch einpacken

Winter: Schnee, Kälte und Lawinengefahr

Liezen liegt in einer Region mit gesicherter Schneelage: Im Winter kann der Bezirk über Wochen tief verschneit sein. Viele Hunde lieben Schnee — doch Salz und Splitt auf geräumten Straßen und Gehsteigen greift Pfoten an. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in der Stadt ab oder verwende Pfotenschutzwachs. Schau nach, ob dein Hund nach dem Salzkontakt leckt — das kann Magenreizungen verursachen. In den Randgebieten der Stadt, wo weniger gestreut wird, sind die Pfoten meist besser dran.

Bei Touren in die umliegenden Berge im Winter gilt: Lawinengefahr ernst nehmen. Der Lawinenwarndienst Steiermark veröffentlicht täglich aktuelle Berichte für die Region — lies ihn, bevor du mit deinem Hund ins freie Gelände aufbrichst. Hunde buddeln und graben gerne im Schnee, was bei entsprechender Hanglage gefährlich werden kann. Halte deinen Hund in lawinengefährdeten Gebieten stets an der Leine und meide ungesicherte Nordhänge nach Neuschnee oder bei Windverfrachtung.

Kurze Wintertage und frühe Dunkelheit verändern den Alltag mit Hund: Der abendliche Spaziergang findet in der Finsternis statt. Reflexstreifen am Halsband und an der Leine sowie eine Stirnlampe sind im Winter im Ennstal kein Overkill, sondern sinnvolle Grundausstattung. Bei extremer Kälte unter minus zehn Grad können kurzhaarige oder kleine Hunde schnell auskühlen — kürze Spaziergänge dann auf das Nötigste und achte auf Zittern oder Steifheit als Zeichen von Unterkühlung. Ein trockenes, warmes Lager nach dem Winterausflug ist für Hund und Halter gleichermaßen das Schönste.

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