Krems an der Donau liegt dort, wo die Wachau auf das Kremstal trifft — ein Ort, der nach Weinreben, Flussluft und altem Gemäuer riecht. Die Stadt am Südufer der Donau ist eine der ältesten Städte Österreichs und bietet Hundehaltenden eine ungewöhnlich dichte Mischung aus Kulturlandschaft, Uferwegen und weitläufigem Umland. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, bewegt sich zwischen mittelalterlichen Gassen, blühenden Lössböschungen und dem leisen Rauschen des Flusses.
Der Kremser Alltag mit Hund ist geprägt von kurzen Wegen ins Grüne. Schon wenige Gehminuten vom Stadtzentrum entfernt öffnen sich Weinberghänge, Aulandschaften und Wanderwege ins Kremstal. Gleichzeitig ist Krems eine lebendige Universitätsstadt — Cafés, Märkte und eine aktive Gemeinschaft machen das Stadtleben angenehm. Hunde gehören hier zum Straßenbild, auch wenn für sie dieselben Regeln gelten wie überall in Niederösterreich.
Ob du als Zugezogene hier ein neues Zuhause suchst oder mit deinem Hund einen Tagesausflug in die Wachau planst: Krems ist ein idealer Ausgangspunkt. Die Infrastruktur ist gut, die Natur greifbar nah, und das Umland entlang von Donau und Krems bietet mehr Abwechslung, als man auf den ersten Blick vermutet. Dieser Überblick hilft dir, das Beste herauszuholen — vorbereitet und regelkonform.
Tagesausflüge mit Hund in Krems an der Donau
Der erste Schritt aus der Wohnungstür führt dich in Krems oft direkt in eine Landschaft, die nach Entdeckung verlangt. Flussauen rauschen, Weinbergwege schlängeln sich hangaufwärts, und alte Treidelpfade erzählen von einer Zeit, als die Donau noch Arbeit bedeutete. Für deinen Hund ist das alles: Gerüche, Weite, Wasser.
Donauufer und Kremstalradweg — Weite am Wasser
Das Donauufer westlich von Krems ist einer der beliebtesten Auslaufbereiche für Hund und Mensch. Der Weg führt flach entlang des Flusses, vorbei an Schilfflächen und kleinen Kiesbänken, auf denen viele Hunde gerne ins Wasser waten. Besonders morgens und abends ist es hier ruhig, die Luft frisch und der Blick auf die gegenüberliegende Flusseite weit. Prüfe vor dem Besuch, welche Uferbereiche frei zugänglich sind und ob Absperrungen für Natur- oder Vogelschutzgebiete bestehen — diese können saisonal variieren.
Parallel dazu verläuft der Kremstalradweg, der vom Stadtzentrum ins gleichnamige Tal führt. Dieser Weg ist auch zu Fuß gut begehbar und bietet eine angenehme Länge für ausgedehnte Spaziergänge. Die Route ist mehrheitlich asphaltiert oder geschottert, also auch bei feuchtem Herbstwetter geeignet. Weil der Weg von Radfahrenden genutzt wird, solltest du deinen Hund in begegnungsreichen Abschnitten an der Leine führen.
Weinberge und Lösswege rund um Rohrendorf und Stratzing
Unmittelbar nördlich von Krems beginnen die Weinberghänge der Region Kremstal. Rund um die Orte Rohrendorf bei Krems und Stratzing verlaufen Wirtschaftswege zwischen den Rebzeilen, die für Wanderungen mit Hund genutzt werden können — außerhalb der Bearbeitungszeiten und unter Beachtung der örtlichen Wegmarkierungen. Die Aussicht von den Lössterrassen auf die Donauebene ist beeindruckend, und die Wege sind oft menschenleer. Achte darauf, deinen Hund nicht in die Rebzeilen laufen zu lassen, da Weinberge Privatgrund sind und Trauben für Hunde giftig sein können.
Im Frühjahr und Herbst sind diese Wege besonders schön: kühle Luft, goldenes Licht und trockener Boden. Im Sommer kann die Hitze auf den offenen Hängen erheblich sein — starte dann früh und bring ausreichend Wasser mit. Viele der Wegverbindungen sind auf der Niederösterreich-Tourismus-Website als Wanderrouten verzeichnet.
Göttweiger Berg und Stiftsumland
Etwa zehn Kilometer südlich von Krems thront das Stift Göttweig auf einem markanten Hügel — ein UNESCO-Weltkulturerbe, das man auch von außen eindrucksvoll erlebt. Die Waldwege rund um den Göttweiger Berg sind weitläufig, schattig und gut begehbar. Für Hunde bedeutet das: Waldgerüche, kühle Bodenverhältnisse und wenig Verkehr. Der Aufstieg vom Ort Furth bei Göttweig ist moderat und auch für ältere Hunde machbar.
Das Stiftsgelände selbst ist nur teilweise für Hunde zugänglich — prüfe die aktuellen Zutrittsregeln auf der Stiftswebsite oder vor Ort, bevor du mit deinem Hund die Anlage betrittst. Die umliegenden Forst- und Wanderwege stehen unabhängig davon zur Verfügung. Eine Kombination aus Aufstieg, Aussicht und Waldspaziergang macht den Göttweiger Berg zu einem der lohnendsten Tagesausflüge aus Krems.
Altstadt Krems und der Stadtpark — Stadtspaziergänge mit Hund
Die Kremser Altstadt mit der Fußgängerzone rund um die Landstraße ist ein Pflaster, auf dem Hunde sichtbar sind — aber auch eines, das Aufmerksamkeit erfordert. Enge Gassen, Pflastersteine und Außenbewirtschaftung im Sommer bedeuten viele Begegnungen mit Menschen und anderen Tieren auf engem Raum. Viele Gastgärten sind hundefreundlich gesinnt, doch die Mitnahme hängt vom jeweiligen Betrieb ab — frage immer kurz nach, bevor du mit deinem Hund Platz nimmst.
Der Stadtpark Krems bietet eine ruhigere Alternative zum Trubel der Altstadt. Schattige Baumgruppen, Rasenflächen und Sitzgelegenheiten machen ihn zum idealen Ort für eine kurze Mittagspause. Leinenpflicht gilt auch hier — beachte die Hinweisschilder vor Ort, da sich die Regelungen für Freiflächen in städtischen Parks ändern können. Eine aktuelle Übersicht zu Grünanlagen in Krems findest du auf der offiziellen Website der Stadt Krems.
Hund und lokale Regeln in Krems an der Donau
Der Geruch von frisch gebackenem Mohn aus einer Kremser Bäckerei vermischt sich mit dem Klang der Hufsteine — schön. Weniger schön ist es, wenn man mit einem Hund in eine Regelzone tritt, die man nicht kannte. Krems hat wie alle österreichischen Städte eine Reihe von Vorschriften, die Hundehaltende kennen sollten. Die wichtigsten im Überblick.
Leinenpflicht in Krems an der Donau
In Krems gilt in öffentlichen Bereichen — Fußgängerzonen, Parks, belebten Straßen und auf dem Donauufer — grundsätzlich Leinenpflicht. Die genaue räumliche Ausdehnung dieser Pflicht ist in der örtlichen Polizeiverordnung der Stadt Krems geregelt. Verlasse dich nicht darauf, dass ein Bereich „aussieht wie" eine Freilauffläche — prüfe aktuelle Beschilderung vor Ort und informiere dich bei Bedarf direkt bei der Stadtgemeinde.
Niederösterreich kennt zudem das Niederösterreichische Hundehaltegesetz, das landesweite Mindestanforderungen für die Leinenpflicht und das Verhalten im öffentlichen Raum festlegt. Details zu dieser Landesregelung findest du auf der Website des Landes Niederösterreich. Verstöße gegen die Leinenpflicht können mit Verwaltungsstrafen geahndet werden — die Höhe richtet sich nach der jeweils gültigen Verordnung.
- Leinenpflicht gilt in der Fußgängerzone und in öffentlichen Parks.
- Auf Wanderwegen und Feldwegen kann die Regelung je nach Gebiet variieren.
- Schutzgebiete (z. B. Vogelschutzflächen am Donauufer) können eigene, strengere Regelungen haben.
- Prüfe Hinweisschilder immer direkt vor Ort.
Hundeanmeldung und Hundeabgabe in Krems
Wer in Krems an der Donau seinen Hauptwohnsitz hat und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadtgemeinde Krems anzumelden. Die Anmeldepflicht gilt nach der Anschaffung des Tieres — informiere dich bei der zuständigen Stelle der Stadtverwaltung über die genaue Frist. Die Gemeinde erhebt für das Halten eines Hundes eine Hundeabgabe; die Höhe dieser Abgabe ist in der örtlichen Abgabenordnung festgelegt und kann sich ändern — konkrete Beträge entnimmst du bitte direkt dem aktuellen Bescheid oder der Stadtgemeinde.
Für die Anmeldung benötigst du in der Regel Angaben zur Rasse, zum Alter und zur Kennzeichnung des Tieres (Mikrochip). Ein aktueller Impfnachweis gegen Tollwut ist ebenfalls erforderlich. Alle Informationen zur Hundehaltung in Krems — Formulare, Fristen, Abgabenhöhe — findest du direkt auf der Website der Stadt Krems an der Donau. Wer den Hund nicht ordnungsgemäß anmeldet, riskiert eine Verwaltungsstrafe.
Öffentliche Verkehrsmittel und Gastronomie mit Hund
Im öffentlichen Nahverkehr in und um Krems — Stadtbus, Regionalbus und Bahn — gelten die Beförderungsbedingungen des jeweiligen Verkehrsunternehmens. In der Regel werden kleine Hunde in einer geeigneten Transportbox kostenlos oder gegen geringen Aufpreis mitgenommen; größere Hunde benötigen meist einen eigenen Fahrschein und müssen einen Maulkorb tragen. Prüfe die aktuellen Regelungen direkt bei den Niederösterreichischen Verkehrsbetrieben (VOR) oder beim jeweiligen Busunternehmen — die Bedingungen können je nach Linie variieren.
In der Kremser Gastronomie hängt die Hundemitnahme vom einzelnen Betrieb ab. Viele Gasthäuser und Cafés — insbesondere mit Gastgarten — lassen Hunde auf Anfrage zu, andere lehnen es ab. Eine allgemeine Erlaubnis gibt es nicht. Frage immer beim Betreten kurz nach und halte deinen Hund während des Aufenthalts ruhig und nah bei dir. In der Fußgängerzone findest du Wasserstellen und Hundenapfangebote vereinzelt bei hundefreundlichen Lokalen — ein kurzer Blick auf die Auslagen verrät oft schon, ob ein Betrieb offen für Vierbeiner ist.
Listenhunde und Kotentsorgung in Krems
Das Niederösterreichische Hundehaltegesetz sieht für bestimmte Hunderassen — sogenannte „auffällige Hunde" oder Listenhunde — verschärfte Anforderungen vor. Dazu zählen unter anderem besondere Nachweispflichten, Sachkundekurse für Halter und die verpflichtende Nutzung von Leine und Maulkorb im öffentlichen Raum. Welche Rassen konkret unter diese Regelung fallen und welche Ausnahmen es gibt, ist in der aktuellen Fassung des Landesgesetzes festgelegt. Informiere dich dazu verbindlich beim Amt der Niederösterreichischen Landesregierung oder über die offizielle Rechtsauskunft des Landes.
Für die Kotentsorgung gilt in Krems wie überall in Österreich: Hinterlassenschaften sind sofort und vollständig zu entfernen und in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen. Im Stadtgebiet von Krems gibt es Hundekotstationen mit Sackerl-Spendern — deren genaue Standorte können sich ändern, orientiere dich an den aufgestellten Hinweisschildern. Wer die Beseitigung des Kots unterlässt, begeht eine Verwaltungsübertretung und kann mit einer Strafe belegt werden. Das gilt auch in Parks, auf Spielplätzen und am Donauufer.
Praktisches vor Ort in Krems an der Donau
Krems ist eine lebendige Kleinstadt — doch wer mit Hund neu ankommt, braucht mehr als ein schönes Ufer. Tierarztsuche auf die letzte Minute, fehlende Auslaufzone im Kopf: Das kostet Nerven. Hier findest du die wichtigsten Anlaufstellen kompakt zusammengefasst.
Tierärzte und Notfallversorgung in Krems
In Krems selbst gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung betreuen. Für akute Notfälle außerhalb der Öffnungszeiten lohnt sich ein Blick auf die Notfallkette: Niederösterreichische Tierarztpraxen sind gesetzlich verpflichtet, einen Notfalldienst sicherzustellen oder auf einen diensthabenden Kollegen hinzuweisen — ruf im Zweifel zuerst in deiner Wunschpraxis an und frage nach dem aktuellen Bereitschaftsdienst. Die Veterinärklinik der Veterinärmedizinischen Universität Wien ist in rund einer Stunde erreichbar und gilt als letzte Anlaufstelle für komplexe Eingriffe oder Intensivversorgung. Speichere dir die Nummer deiner lokalen Praxis sowie die nächste Notfallklinik, bevor du den Urlaub in Krems antrittst — nicht erst, wenn das Problem akut wird. Eine aktuelle Liste niederösterreichischer Tierärzte findest du beim Österreichischen Tierärztekammer-Verzeichnis.
- Praxen in Krems: meist werktags mit Terminvergabe erreichbar
- Notfalldienst: telefonisch über die eigene Praxis erfragen
- Überweisungsklinik Wien: ca. 60–70 Minuten Fahrzeit westlich
- Giftnotruf Österreich: +43 1 406 43 43 — bei Verdacht auf Vergiftung sofort anrufen
Wenn dein Hund am Donauufer etwas Unbekanntes gefressen hat oder nach dem Schwimmen apathisch wirkt, zögere nicht. Eine frühe Reaktion spart Zeit und im schlimmsten Fall das Leben deines Tieres.
Hundeschulen und Trainingsangebote rund um Krems
Rund um Krems und im Kremstal gibt es Hundeschulen und Trainer, die Welpen-, Junghunde- und Fortgeschrittenentraining anbieten. Die Angebote reichen von klassischer Gehorsamkeitsausbildung bis zu Nasenarbeit und Mantrailing — gerade für Hunde, die in der Kremser Altstadt mit vielen Reizen umgehen lernen müssen, ist gezieltes Training wertvoll. Schau dir vor einer Buchung an, welche Methoden die Schule einsetzt: positives Verstärkungstraining ohne Zwang gilt heute als Standard guter Hundeerziehung. Frag gezielt nach Referenzen und ob Schnupperstunden möglich sind, bevor du dich festlegst.
Für Zugezogene lohnt sich auch der Kontakt zum lokalen Hundesportverein — in und um Krems sind Vereine aktiv, die Geländearbeit, Agility oder einfach gemeinsame Freiläufe organisieren. Diese Netzwerke sind für Neuzuzügler oft der schnellste Weg, um verlässliche Alltagstipps zu bekommen: Wo läuft welcher Hund gut frei? Welche Wiese ist im Sommer gemäht? Wer kennt die besten Herbstrouten? Gemeinschaft mit anderen Hundehaltenden ist in einer Mittelstadt wie Krems leicht zu finden — du musst nur den ersten Schritt machen.
Auslaufzonen und hundefreundliche Grünflächen
Krems liegt im Herzen der Wachau-Region und hat naturräumlich viel zu bieten — dennoch sind offiziell ausgewiesene Hundefreilaufflächen innerorts begrenzt. Die Stadtverwaltung Krems informiert über aktuelle Auslaufzonen; prüfe die jeweils gültige Regelung direkt bei der Stadtgemeinde Krems, da sich Standorte und Bedingungen ändern können. An der Donaupromenade gelten in der Regel Leinenpflicht und Verhaltensregeln — plane keinen unkontrollierten Freilauf an belebten Uferwegen ein.
Für ruhigeren Freilauf weichen viele Kremser Hundehaltende auf die Hänge rund um den Kremser Weinberg, die Feld- und Waldwege Richtung Rehberg oder auf die weitläufigen Wiesen entlang des Krems-Flusses aus. Diese Bereiche sind weniger frequentiert und erlauben je nach Jahreszeit entspannteres Bewegen — beachte jedoch, dass in der Brut- und Setzzeit Naturschutzregeln greifen, die den Freilauf einschränken. Leinenpflicht im Zweifel schützt Wildtiere und bewahrt dich vor einem Bußgeld. Frag ortskundige Hundehaltende vor Ort — ihr Wissen ist oft aktueller als jede App.
Pensionen, Betreuung und Unterkünfte mit Hund
Wer für einen längeren Aufenthalt in Krems plant oder regelmäßig beruflich unterwegs ist, braucht verlässliche Hundebetreuung. In der Region gibt es Tagesbetreuungsangebote, Hundesitter und einzelne Pensionen — die Kapazitäten sind jedoch überschaubar, und frühzeitige Buchung ist besonders in der touristischen Hochsaison (Weinlese, Wachau-Wanderzeit) dringend empfohlen. Plattformen für Tiersitter können eine Orientierung geben, aber überzeuge dich persönlich: Ein kurzes Kennenlernen zwischen Hund und Betreuer vor dem ersten echten Einsatz ist keine Übervorsicht — es ist Standard.
Hundefreundliche Unterkünfte in Krems und Umgebung sind vorhanden, aber nicht selbstverständlich. Buche immer mit expliziter Voranfrage für deinen Hund — Größe, Rasse und Anzahl der Tiere angeben — damit keine Überraschungen beim Check-in entstehen. Einige Weingüter in der Umgebung bieten Zimmer an, die auch Hunde willkommen heißen; die genauen Bedingungen variieren jedoch stark. Der Niederösterreich-Tourismus listet hundefreundliche Betriebe in der Region und bietet eine erste Orientierung für die Unterkunftssuche.
Saisonal in Krems an der Donau
Die Donau, die Weinberge, der Herbstnebel über dem Kremser Tal — Krems wechselt das Gesicht mit jeder Jahreszeit. Was das für dich und deinen Hund konkret bedeutet, erfährst du hier.
Frühling: Brut- und Setzzeit am Donauufer
Mit dem März beginnt in der Wachau die empfindlichste Zeit für Wildtiere und Brutvögel. Am Donauufer, in den Auwäldern und an den Weinberghängen nisten Vögel, Rehe setzen ihre Kitze, und Hasen suchen in der niedrigen Frühlingsvegetation Deckung. In dieser Phase ist konsequente Leinenpflicht nicht nur gesetzliche Pflicht, sondern echte Verantwortung — ein Hund, der ins Unterholz stürmt, kann mit einer einzigen Verfolgung ein Nest zerstören oder ein Rehkitz zu Tode hetzen.
Niederösterreich schreibt für Naturschutzgebiete und Teile der Aulandschaft erhöhte Schutzauflagen vor — gerade die Wachau als UNESCO-Weltkulturerbe unterliegt besonderen Regelungen. Informiere dich vor Wanderungen im Frühjahr bei der zuständigen Naturschutzbehörde oder sieh in der niederösterreichischen Naturschutzverordnung nach. Ein Tipp aus der Praxis: Wege, die im Winter problemlos frei gelaufen werden konnten, können im April mit einem Hinweisschild auf Betretungsverbote ausgestattet sein — halte die Augen offen.
Der Kremser Stadtpark und die befestigten Wege entlang der Donaupromenade bleiben auch im Frühjahr gut nutzbar — sie bieten eine sicherere Alternative zu den sensiblen Auwäldern. Das Frühlingserwachen in der Altstadt mit Marillenblüte und ersten Gastgärten macht den Spaziergang ohnehin zum Vergnügen — genieße ihn, aber bleib auf den Wegen.
Sommer: Hitze, Donau und der richtige Rhythmus
Krems liegt im pannonisch beeinflussten Klima Niederösterreichs — das bedeutet: heiße, trockene Sommer mit Temperaturen, die regelmäßig über 30 Grad steigen. Für Hunde, besonders für kurznasige Rassen, ältere oder übergewichtige Tiere, wird die Mittagshitze schnell gefährlich. Verlege Spaziergänge konsequent in die frühen Morgenstunden oder den Abend — der Asphalt in der Kremser Innenstadt heizt sich tagsüber so stark auf, dass er Pfotenballen verbrennen kann. Der einfache Test: Wenn du den Handrücken nicht fünf Sekunden auf den Boden halten kannst, ist er zu heiß für deinen Hund.
Die Donau als Bademöglichkeit klingt verlockend — sei jedoch vorsichtig. Die Strömung im Hauptarm ist stark und für Hunde gefährlich. Ruhigere Badestellen in Seitenarmen oder gesicherte Bereiche sind die bessere Wahl; prüfe die Beschilderung vor Ort und beachte, ob ein Badeverbot für Hunde ausgewiesen ist. Frisches Trinkwasser immer mitführen — an heißen Tagen mehr als du denkst. Hitzschlag beim Hund ist ein Notfall: Hecheln ohne Unterlass, Taumeln, glasiger Blick — sofort in den Schatten, mit lauwarmem (nicht kaltem) Wasser kühlen und unverzüglich den Tierarzt aufsuchen.
Sommers locken viele Veranstaltungen in die Kremser Innenstadt: Weinfeste, Konzerte, Stadtfeste. Großes Gedränge, Lärm und Hitze sind für viele Hunde Stress pur. Überleg realistisch, ob dein Hund solche Situationen mag — ein entspannter Abend auf der Terrasse deiner Unterkunft ist für ihn oft schöner als ein Volksfest.
Herbst: Weinlese, Nebel und goldene Stunden
Der Herbst ist die schönste Jahreszeit in Krems — und die meistbesuchte. Die Weinlese in der Wachau verwandelt die Hänge zwischen September und Oktober in ein goldenes Farbspektakel, das Tausende Besucher anzieht. Für dich und deinen Hund bedeutet das: Mehr Menschen auf den Wegen, mehr Trauben-Trester an Wegrändern und mehr Verkehr auf Wirtschaftswegen. Trauben sind für Hunde giftig — auch in kleinen Mengen können sie Nierenschäden verursachen. Halte deinen Hund in Weinbergsnähe konsequent an der Leine und beobachte, was er aufnimmt.
Gleichzeitig bietet der Herbst die vielleicht entspanntesten Wanderbedingungen: kühlere Temperaturen, weiche Lichtstimmung, wenig Hitze. Die Wege durch den Wald Richtung Rehberg oder entlang des Kremsflusses sind in dieser Jahreszeit besonders schön. Pilze locken allerdings auch — manche Sorten sind für Hunde hochgiftig, und neugierige Nasen arbeiten oft schneller als das menschliche Auge. Leine oder konsequentes „Lass es"-Kommando zahlen sich aus.
Herbst ist auch die Zeit, in der Jagd wieder aktiv wird. In den Wäldern und Feldern rund um Krems beginnt die Jagdsaison — informiere dich über lokale Jagdzeiten und meide bekannte Jagdreviere an Wochenenden. Warnwesten für den Hund erhöhen die Sichtbarkeit. Die niederösterreichische Jagdverordnung gibt Auskunft über Jagdzeiten; ortskundige Jäger oder Forstleute beantworten konkrete Fragen zur Region freundlich und direkt.
Winter: Kälte, Streusalz und ruhige Wege
Winter in Krems ist mild im Vergleich zum alpinen Österreich — Schnee liegt oft nur kurzfristig, und die Temperaturen fallen selten weit unter null. Das macht Winterspaziergänge entlang der Donau oder durch die Altstadt angenehm und gut begehbar. Dennoch gilt: Sobald Glatteis oder Schnee herrscht, streut die Stadtgemeinde — und das verwendete Streusalz greift Pfotenballen an. Nach jedem Spaziergang in der Stadt die Pfoten mit lauwarmem Wasser abwaschen; Pfotenwachs vor dem Ausgang bietet zusätzlichen Schutz.
Im Winter zeigt die Kremser Altstadt eine besondere Ruhe — die Touristenmassen der Wachau-Saison sind weg, die Gassen gehören wieder den Einheimischen. Winterliche Spaziergänge durch die Altstadt mit ihren historischen Fassaden und dem Kremser Kunstmeile-Viertel sind jetzt besonders entspannt. Viele Cafés und Gasthäuser in Krems haben eine hundefreundliche Praxis — frag beim Betreten kurz nach, ob dein Hund willkommen ist, und führe ihn ruhig und sicher.
Für Hunde, die Kälteempfindlichkeit zeigen — kurzes Fell, wenig Körperfett, kleine Rassen — lohnt sich ein gut sitzender Hundemantel. Nicht jeder Hund braucht ihn, aber wer merkt, dass sein Tier bei Kälte zittert oder die Spaziergänge verkürzen will, sollte den Schutz ernstnehmen statt ihn als Modeaccessoire abzutun. Kurze, häufigere Gänge statt langer Touren im Frost: Das entlastet Gelenke und hält den Hund trotzdem aktiv. Und nach dem Spaziergang? Ein warmer Platz, ein trockenes Handtuch, ein ruhiger Abend — das braucht der Hund nach einem Wintertag in Krems genauso wie du.
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