Mit dem Hund in Spittal an der Drau

Alles für Hundehalter in Spittal an der Drau, Kärnten – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

Bundesland Kärnten 10 Tipps vor Ort

In 3 Sekunden – das Wichtigste

Leinenpflicht im WaldDetails ↓

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Unterwegs

Wasser, Schatten und einen Kotbeutel einplanen – gerade im Sommer und auf längeren Strecken.

Hintergrund zur Region

Spittal an der Drau liegt im Herzen Kärntens, eingebettet zwischen dem Millstätter See, den Nockbergen und dem langen grünen Band der Drau. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch kommt, findet eine Stadt, die Freiraum und Stadtleben auf angenehme Weise verbindet — breite Uferpromenaden, nahegelegene Wälder und eine Altstadt, durch die man gemütlich schlendern kann, ohne ständig eingezwängt zu sein. Der Rhythmus der Stadt ist ruhig genug, damit dein Hund entspannt neben dir läuft, und lebendig genug, damit ihr beide nicht in Langeweile versinkt.

Das Drautal öffnet sich rund um Spittal in alle Richtungen — nach Osten Richtung Millstatt, nach Westen in den Nationalpark Hohe Tauern, nach Süden über den Katschberg ins steirische Murtal. Diese zentrale Lage macht die Stadt zum idealen Ausgangspunkt für Tagestouren, ob kurze Bachspaziergänge oder ausgedehnte Bergwanderungen. Du kannst morgens eine Runde am Drauufer drehen und nachmittags bereits im Hochgebirge unterwegs sein — mit dem richtigen Vierbeiner an der Seite ist das kein Widerspruch.

Spittal selbst ist mit etwa 15.000 Einwohnern die größte Stadt im Bezirk Spittal an der Drau und gleichzeitig überschaubar genug, um zu Fuß erkundet zu werden. Das Schloss Porcia mit seinem Renaissancehof prägt das Stadtbild, und um ihn herum pulsiert ein Alltagsleben, das Hundehalter gut kennen: Einkaufswege, Arztbesuche, Cafébesuche — all das lässt sich mit einem gut sozialisierten Hund meist problemlos organisieren, wenn man die lokalen Regeln kennt und respektiert.

Tagesausflüge mit Hund in Spittal an der Drau

Kaum bist du aus der Stadtmitte heraus, beginnt Kärnten sein bestes Gesicht zu zeigen. Wiesen, Wälder, Flüsse und Berge wechseln sich in kurzen Abständen ab — und dein Hund wird mit jeder Biegung neugieriger. Rund um Spittal gibt es Routen für jeden Anspruch, vom entspannten Familiespaziergang bis zur mehrstündigen Bergwanderung.

Drauradweg und Drauufer — der tägliche Auslauf

Der Drauradweg führt direkt durch Spittal und bietet auf beiden Seiten des Flusses breite, gut begehbare Wege. Hier spazieren Hundehalter zu jeder Tageszeit, und der Fluss selbst lädt — je nach Jahreszeit und Pegel — zum Planschen ein. Der Untergrund ist meist geschottert oder asphaltiert, also auch bei feuchtem Wetter gut nutzbar. Achte darauf, dass du deinen Hund an bestimmten Abschnitten an der Leine führst, besonders dort, wo Radfahrer und Fußgänger gemeinsam unterwegs sind — prüfe die aktuellen Regelungen vor Ort, denn die Beschilderung kann sich ändern.

Besonders schön ist der Abschnitt westlich der Stadt Richtung Baldramsdorf, wo die Drau noch etwas wilder wirkt und die Ufervegetation dichter wird. Dein Hund kann hier Gerüche sammeln, die man in der Stadt vermisst. Für Rückkehrerinnen und Rückkehrer in die Stadt eignet sich ein Abstecher in den Stadtpark, der sich rund um das Schloss Porcia erstreckt und schattige Wege bietet.

Goldeck — Bergtouren für trittsichere Hunde

Das Goldeck (2.142 m) ist der Hausberg von Spittal und per Seilbahn oder zu Fuß erreichbar. Die Gondel transportiert auch Hunde — informiere dich jedoch vorab direkt beim Betreiber über die geltenden Bedingungen und ob eine Leinenpflicht gilt. Oben angekommen eröffnet sich ein Panorama über das Drautal, das auch eingefleischten Flachlandbewohnern die Sprache verschlägt. Die Wanderwege auf dem Plateau sind meist gut markiert und führen durch alpine Matten, die dein Hund lieben wird.

Für die Rückkehr zu Fuß eignet sich der Weg über den Lieserpfad oder direkt durch die Waldhänge — plane dabei ausreichend Zeit und Wasser für deinen Hund ein. Im Hochsommer können die Temperaturen am Gipfel trotz der Höhe schnell steigen, und schattige Abschnitte sind auf dem Plateau rar. Prüfe vor jeder Bergtour Witterung, Wegzustand und die körperliche Verfassung deines Hundes — Bergtouren sind kein Selbstläufer.

Millstätter See — Wasser, Wiesen und Weitblick

Nur etwa zehn Kilometer von Spittal entfernt liegt der Millstätter See, einer der beliebtesten Seen Kärntens. Für Hundehalter gilt hier besondere Aufmerksamkeit: An vielen offiziellen Badestellen sind Hunde in der Hauptsaison nicht zugelassen oder es gelten strenge Leinenpflichten. Es gibt jedoch ruhigere Uferabschnitte, etwa zwischen den Ortschaften, wo Hunde eher geduldet werden — erkundige dich vor Ort oder bei der Gemeinde Millstatt nach den aktuellen Regelungen.

Die Uferstraße rund um den See bietet auch ohne Badepause schöne Spaziergänge mit Seebick. Im Frühling und Herbst, wenn weniger Touristen unterwegs sind, ist der See besonders entspannt zu erkunden. Parkmöglichkeiten gibt es an mehreren Orten rund um den See, und von dort aus starten auch Wanderwege in die umliegenden Wälder des Millstätter Alpe-Gebiets.

Lieserpfad und Liesertal — stilles Wandern abseits der Massen

Die Lieser mündet in Spittal in die Drau, und ihr Tal führt nach Süden in Richtung Eisentratten und Gmünd. Der Lieserpfad ist ein ausgeschilderter Weitwanderweg, von dem du einzelne Abschnitte als Tagestouren nutzen kannst. Die Strecke wechselt zwischen Bachufern, Mischwäldern und kleinen Dörfern — dein Hund bewegt sich hier auf abwechslungsreichem Terrain, ohne dass du spektakuläre Höhenunterschiede überwinden musst.

Besonders die Abschnitte zwischen Spittal und Lendorf sowie weiter Richtung Kremsbrücke sind für gemischte Gruppen geeignet — also auch für Hunde, die lieber flach wandern als steil bergauf klettern. Die Wege sind meist breit genug, um Begegnungen mit anderen Wanderern entspannt zu meistern. Nimm genug Wasser mit, denn nicht an jedem Streckenabschnitt findest du Quellen oder Bäche, an denen dein Hund trinken kann.

Hund und lokale Regeln in Spittal an der Drau

Wer mit Hund in Kärnten lebt, hat es mit einem klaren rechtlichen Rahmen zu tun — auf Bundes-, Landes- und Gemeindeebene. Spittal an der Drau folgt dabei den kärntnerischen Landesgesetzen und ergänzt sie mit eigenen kommunalen Regelungen. Kennst du die Grundlagen, vermeidest du Ärger und kannst dich voll auf dein Tier konzentrieren.

Leinenpflicht in Spittal an der Drau

In Kärnten gilt eine gesetzliche Leinenpflicht in Ortschaften, auf öffentlichen Plätzen, in Parks und auf Wegen, die stark frequentiert sind. Das Kärntner Hundehaltegesetz schreibt außerdem vor, dass Hunde im öffentlichen Raum grundsätzlich so gehalten werden müssen, dass sie keine Gefahr für andere darstellen. Für Spittal bedeutet das: Im Stadtgebiet, auf dem Drauufer-Promenade, im Stadtpark und in der Innenstadt ist dein Hund an der Leine zu führen.

Außerhalb der bebauten Gebiete — etwa auf Waldwegen oder Almflächen — können andere Regeln gelten, insbesondere in der Brut- und Setzzeit. Halte dich immer an die vor Ort aufgestellten Schilder und prüfe im Zweifel beim Land Kärnten, welche Regelungen für den jeweiligen Bereich gelten. Wer seinen Hund unangeleint laufen lässt, wo es verboten ist, riskiert eine Verwaltungsstrafe.

Anmeldung und Hundeabgabe

In Österreich und damit auch in Spittal an der Drau bist du verpflichtet, deinen Hund bei der Gemeinde anzumelden. Die Anmeldung erfolgt beim Gemeindeamt oder der Stadtverwaltung und ist meist innerhalb weniger Wochen nach Aufnahme des Tieres durchzuführen. Die Gemeinde erhebt in der Regel eine Hundeabgabe — die genaue Höhe und die Zahlungsmodalitäten regelt die örtliche Verordnung, weshalb du dich direkt bei der Stadtgemeinde Spittal an der Drau informieren solltest.

Zusätzlich zur Anmeldung empfiehlt sich ein aktueller Impfschutz für deinen Hund sowie ein Mikrochip — beides ist in Österreich für Hunde vorgeschrieben. Den Heimtierausweis solltest du bei Ausflügen in die Natur oder an öffentliche Orte griffbereit haben. Wer einen Hund aus dem Ausland mitbringt, muss außerdem die einschlägigen EU-Einreisevorschriften beachten.

Öffentlicher Verkehr und Gastronomie mit Hund

In Bussen und Bahnen im Kärntner Nahverkehr dürfen Hunde in der Regel mitgenommen werden, sofern sie angeleint und mit einem Maulkorb gesichert sind — kleine Hunde in einer geeigneten Transportbox oft auch ohne Maulkorb. Die genauen Bedingungen variieren je nach Verkehrsunternehmen und Linie, daher lohnt sich ein Blick in die aktuellen Beförderungsbedingungen. Für Fahrten mit der Regionalbahn, etwa Richtung Villach oder Lienz, gelten die Regelungen der ÖBB, die Hunde gegen einen Kinderfahrschein befördern.

In der Gastronomie ist Hundefreundlichkeit in Spittal durchaus verbreitet, aber keine Selbstverständlichkeit. Frage vor dem Betreten immer kurz nach, ob dein Hund willkommen ist — besonders in Innenräumen ist das eine Frage des gegenseitigen Respekts. Außenbereiche und Gastgärten sind häufig zugänglich, aber auch hier gibt es keine generelle Garantie. Ein gut erzogener, ruhiger Hund öffnet erfahrungsgemäß mehr Türen als ein hektischer.

Listenhunde und Kotentsorgung

Das Kärntner Hundehaltegesetz kennt besondere Bestimmungen für Hunde bestimmter Rassen, die als gefährlich eingestuft werden können. Für sogenannte Listenhunde oder auffällig gewordene Hunde gelten verschärfte Anforderungen — unter anderem Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sowie ein Sachkundenachweis für die Halterin oder den Halter. Welche Rassen konkret betroffen sind und welche Ausnahmen es gibt, erfährst du verbindlich beim Kärntner Landesveterinäramt oder über die offizielle Gesetzesdatenbank.

Ein Thema, das oft unterschätzt wird: die Kotentsorgung. In Spittal sind im öffentlichen Raum Kotbeutelspender und Abfallbehälter vorhanden — nutze sie konsequent. Das gilt auf Gehsteigen ebenso wie auf dem Drauufer, in Parks und auf Wanderwegen. Wer Hundekot liegen lässt, riskiert nicht nur eine Strafe, sondern schadet auch dem Ruf von Hundehaltern insgesamt. Nimm immer mehr Beutel mit als nötig — auf längeren Touren hat man schnell mehr Bedarf als gedacht.

Praktisches vor Ort in Spittal an der Drau

Spittal an der Drau liegt eingebettet zwischen Lieser und Drau, umgeben von Bergwäldern und Almwiesen — das klingt idyllisch, und das ist es auch. Doch gerade weil du mit deinem Hund unterwegs bist, lohnt es sich, die praktische Seite der Stadt gut zu kennen: Wo findest du Tierärzte, wenn es schnell gehen muss? Welche Schulen helfen dir weiter? Und wo darf dein Hund wirklich frei laufen? Die folgenden Abschnitte geben dir einen soliden Überblick.

Tierärzte und Notfallversorgung in Spittal an der Drau

In Spittal an der Drau gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Kleintiere und Hunde versorgen. Für die Routineuntersuchung, Impfungen oder die jährliche Wurmkur findest du in der Stadt selbst Anlaufstellen. Informiere dich am besten direkt beim österreichischen Tierärztekammer-Verzeichnis, um eine aktuelle Liste zugelassener Praxen in deiner Nähe abzurufen — Öffnungszeiten und Notfallbereitschaften ändern sich regelmäßig.

Für echte Notfälle außerhalb der Ordinationszeiten ist es wichtig, die Notfallnummer deiner Praxis vorab zu speichern. Viele Kärntner Tierärzte organisieren Notfalldienste im Rotationsprinzip, sodass du nicht allein gelassen wirst. Die nächste veterinärmedizinische Klinik mit erweiterter Ausstattung findest du in Villach oder Klagenfurt — beide Städte sind über die A10 und A2 in rund 45 bis 60 Minuten erreichbar. Plane diese Wegstrecke gedanklich schon vor dem Urlaub oder Umzug ein, damit du im Ernstfall keine Zeit verlierst.

Achte darauf, dass dein Hund im Sommer bei langen Autofahrten ausreichend Wasser und Schatten bekommt — gerade auf der Tauernautobahn können sich Staus bilden, die eine kurze Fahrt deutlich verlängern. Halte immer einen kleinen Notfallvorrat bereit: Verbandszeug für Pfoten, Zeckenzange und die Impfdokumentation in griffbereiter Form.

Hundeschulen und Hundesport in der Region

Rund um Spittal an der Drau gibt es Angebote für Welpenspielstunden, Grundgehorsam und weiterführende Kurse. Die Kärntner Hundeszene ist aktiv, und lokale Vereine bieten neben klassischer Gehorsamkeitsausbildung auch Sportsparten wie Agility oder Mantrailing an. Frag gezielt in der Stadtgemeinde oder bei regionalen Tierschutzvereinen nach aktuellen Kontakten — das Angebot verändert sich, und ein direkter Anruf gibt dir zuverlässigere Auskunft als veraltete Webseiten.

Gerade für Hunde, die neu in die Bergregion kommen, lohnt sich eine Einheit mit einem lokalen Trainer. Offroad-Gelände, Wildtiergerüche und ungewohnte Begegnungen mit Weidetieren stellen andere Anforderungen als ein städtischer Park. Ein guter Trainer zeigt dir, wie du deinen Hund sicher durch Almgebiete führst und was du tun solltest, wenn Herdenschutzhunde in der Nähe sind — ein Thema, das in Kärnten zunehmend relevant wird.

Informiere dich auch beim Österreichischen Kynologenverband (ÖKV) über ortsnahe Vereine: Auf der Verbandswebseite findest du regional gegliederte Mitgliedsvereine, die häufig Trainingsplätze und regelmäßige Übungsabende anbieten. Eine Mitgliedschaft lohnt sich, wenn du dauerhaft in Spittal lebst — du profitierst von günstigeren Kursen und einem guten Netzwerk.

Auslaufzonen und hundefreundliche Flächen in Spittal

Spittal an der Drau bietet durch seine Lage an Drau und Lieser sowie durch die angrenzenden Wälder viel natürlichen Auslaufraum. Dennoch gilt: Nicht jede grüne Fläche ist offiziell für freilaufende Hunde freigegeben. Prüfe die aktuellen Verordnungen der Stadtgemeinde Spittal an der Drau direkt auf der offiziellen Webseite unter spittal-drau.at — dort findest du Hinweise zu Leinenpflichtbereichen und ausgewiesenen Hundezonen.

Im Stadtgebiet selbst gibt es Grünflächen und Parkanlagen, die du mit Hund nutzen kannst, solange du die geltenden Regeln beachtest. Halte deinen Hund in belebten Bereichen und auf Spielplatzgelände stets an der Leine. Außerhalb des Stadtzentrums öffnet sich das Gelände rasch: Waldwege entlang der Lieser oder am Drauufer bieten entspannte Spaziergänge, bei denen dein Hund je nach Vorschrift auch mal freilaufen kann — sofern die Lage das erlaubt und du ihn sicher rufen kannst.

Für Hunde, die viel Bewegung brauchen, sind die Wege in Richtung Goldeck oder ins Lurnfeld eine gute Ergänzung zum Stadtspaziergang. Achte dort besonders auf Weidegebiete und Wildschutzkorridore: In sensiblen Zonen ist Leinenpflicht gesetzlich vorgeschrieben, und das aus gutem Grund. Informiere dich vor jedem Ausflug, welche Abschnitte aktuell betroffen sind.

Hundepensionen und Betreuungsangebote rund um Spittal

Manchmal passt der Hund nicht mit — sei es bei einem langen Wandertag auf einem hundefreien Gipfel oder bei einer Veranstaltung in der Stadt. In und rund um Spittal an der Drau gibt es private Hundebetreuungsangebote und Pensionen, die tage- oder wochenweise Unterbringung anbieten. Die Qualität und Ausstattung variiert stark, deshalb empfiehlt sich eine persönliche Besichtigung, bevor du deinen Hund buchst.

Frage bei der Stadtgemeinde oder lokalen Tierärzten nach Empfehlungen — sie kennen die Anbieter vor Ort aus erster Hand und können dir sagen, wer zuverlässig arbeitet. Auch in regionalen Facebook-Gruppen für Hundehalter in Kärnten findest du Erfahrungsberichte echter Nutzer, die dir weiterhelfen können.

Plane längere Aufenthalte frühzeitig: In der Hauptsaison von Juli bis August sind gute Hundepensionen in der Region oft ausgebucht, weil viele Feriengäste ebenfalls Betreuung suchen. Eine rechtzeitige Anfrage — idealerweise Wochen im Voraus — erspart dir Stress. Kläre im Gespräch immer, wie viel Auslauf die Tiere täglich bekommen, wie die Schlafbereiche organisiert sind und ob dein Hund sozialverträglich mit anderen Hunden zusammen untergebracht werden kann.


Saisonal in Spittal an der Drau

Die Jahreszeiten machen Spittal an der Drau zu einem Ort, der sich mit jeder Saison anders anfühlt: Das frühlingshafte Aufblühen der Almwiesen, die Drau-Kühle im Hochsommer, der Nebel über dem Lurnfeld im Oktober, die schneebedeckten Hänge des Goldeck im Jänner. Für dich und deinen Hund bedeutet jede Jahreszeit andere Chancen — und andere Vorsichtsmaßnahmen.

Frühling: Brut- und Setzzeit am Drauufer und in den Wäldern

Wenn die Schneedecke schmilzt und die ersten Krokusse auf den Almwiesen erscheinen, beginnt rund um Spittal eine ökologisch besonders sensible Phase. Vögel brüten am Boden, Rehe setzen ihre Kitze in hohem Gras, und Hasen ziehen ihren Nachwuchs in Feldgehölzen auf. Ein freilaufender Hund, der dieser Jahreszeit entsprechend aufgedreht ist, kann in wenigen Sekunden mehr Schaden anrichten, als er ahnt.

Halte deinen Hund von April bis Ende Juni auf Waldwegen und in Ufernähe konsequent an der Leine — auch wenn du meinst, die Fläche sei leer. Die gesetzliche Leinenpflicht in Schutzgebieten und Wäldern gilt in Kärnten in dieser Zeit besonders streng; die Details regelt das Kärntner Jagdgesetz. Nutze stattdessen bekannte Wanderwege und befestigte Pfade, wo dein Hund kontrolliert laufen kann, ohne in sensibles Gelände auszubrechen.

Der Frühling bringt auch aufgeweichte Böden und hohe Zeckendichte. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug gründlich — besonders in Ohren, Achseln und Leistengegend. Sprich mit deinem Tierarzt über geeignete Zeckenprophylaxe, bevor die Saison beginnt, nicht erst, wenn die erste Zecke sitzt.

Sommer: Hitze, Drau und Bergwanderungen mit Hund

Spittal an der Drau liegt auf rund 550 Metern Höhe — das klingt nach angenehmem Klima, aber Hochsommertage können auch hier heiß werden. Asphalt und versiegelte Flächen in der Innenstadt heizen sich stark auf. Teste die Bodentemperatur mit deiner Handinnenfläche: Hältst du sie nicht fünf Sekunden dort, ist es für Hundepfoten zu heiß.

Verlege intensive Ausflüge und Wanderungen in die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag. Die Drau und ihre Nebengewässer bieten deinem Hund natürliche Abkühlmöglichkeiten — prüfe aber vorab, ob Badestellen für Hunde zugelassen sind und ob es strömungsstarke Abschnitte gibt, die gefährlich werden können. Viele Hunde unterschätzen die Kraft der Drau, besonders nach Regenfällen.

Wenn du aufs Goldeck oder in andere höhere Lagen willst, bring ausreichend Wasser für dich und deinen Hund mit — an exponierten Höhenwegen gibt es oft keine Wasserquellen. Eine faltbare Silikonschüssel wiegt kaum etwas und ist Gold wert. Informiere dich auch, ob Gondeln oder Sessellifte in der Region Hunde transportieren: Die Regelungen variieren je nach Betreiber, und nicht jede Bahn erlaubt Hunde. Aktuelle Infos bekommst du direkt beim jeweiligen Liftbetreiber oder beim Kärntner Tourismusportal.

Herbst: Jagdsaison, Nebel und goldene Waldwege

Der Herbst verwandelt die Wälder rund um Spittal in ein leuchtendes Farbspektakel — Lärchen verfärben sich golden, Nebelschwaden ziehen durchs Lurnfeld, und die Luft wird klar und kühl. Für Hunde ist das eine herrliche Jahreszeit zum Schnüffeln und Toben. Aber der Herbst ist auch Hochsaison für die Jagd.

In Kärnten beginnt die Hauptjagdsaison auf Schalenwild im Herbst. In jagdlich genutzten Gebieten — und das sind große Teile der Wälder rund um Spittal — bist du als Hundehalter verpflichtet, deinen Hund an der Leine zu führen. Das ist keine Empfehlung, sondern rechtliche Vorgabe. Informiere dich bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft oder dem Kärntner Landesjagdverband über die aktuellen Regelungen und Jagdzeiten, bevor du abseits markierter Wege unterwegs bist.

Praktisch: Statte deinen Hund im Herbst mit einem leuchtenden Halsband oder einer orangefarbenen Weste aus, wenn du in Waldgebieten unterwegs bist. So ist er für Jäger und andere Waldbesucher besser sichtbar — ein einfacher Schritt, der Sicherheit schafft. Achte auch auf Pilze und Eicheln am Wegesrand: Manche Wildpilze und große Mengen Eicheln können für Hunde giftig sein.

Winter: Schnee, Streusalz und Kälte am Goldeck

Spittal an der Drau ist im Winter schneesicher, und das Goldeck gehört zu den schneereichen Skigebieten Kärntens. Für Hunde, die Schnee lieben, ist das eine aufregende Zeit — aber sie bringt auch spezifische Risiken mit sich. Streusalz und Enteisungsmittel auf Gehwegen und Straßen reizen die empfindlichen Pfoten und können bei Aufnahme giftig sein. Reinige die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser.

Pfotenschutzwachs oder spezielle Hundeschuhe helfen, die Haut zu schützen. Viele Hunde brauchen etwas Zeit, um sich an Schuhe zu gewöhnen — fange früh im Herbst damit an, damit der Winter keine böse Überraschung wird. Kurzhaarige Rassen und kleinere Hunde brauchen bei extremer Kälte außerdem einen wärmenden Mantel, besonders wenn du längere Ausflüge planst.

Im Skigebiet Goldeck gelten für Hunde spezifische Regeln auf den Pisten und Loipen — prüfe diese direkt beim Liftbetreiber oder der Gemeindeverwaltung. Abseits der Pisten bieten Winterwanderwege rund um Spittal schöne Ausflugsmöglichkeiten, die auch mit Hund machbar sind. Halte deinen Hund aber von frischen Lawinenabgängen und markierten Gefahrenzonen fern, und informiere dich vor Touren in höhere Lagen über die aktuelle Lawinenwarnstufe beim Lawinenwarndienst Kärnten.

Verkürze die Spaziergänge an besonders kalten Tagen und beobachte, wie dein Hund reagiert: Zittern, Hochziehen der Pfoten oder Unlust am Weitergehen sind Zeichen, dass es Zeit für eine Pause in der Wärme ist. Auch im Winter gilt: Frisches Wasser ist wichtig — Hunde trinken im Winter oft weniger, was zu Austrocknung führen kann.

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