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Lingen

Lingen liegt im westlichen Niedersachsen, wo die Ems das Land in ruhige Schleifen zieht und weite Felder in offene Himmel übergehen. Die Stadt ist kein lautstarkes Reiseziel, sondern…

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Hintergrund zur Region

Lingen liegt im westlichen Niedersachsen, wo die Ems das Land in ruhige Schleifen zieht und weite Felder in offene Himmel übergehen. Die Stadt ist kein lautstarkes Reiseziel, sondern ein ehrliches Stück Emsland: Fachwerkgiebel in der Altstadt, Radwege ohne Ende, und genug Grün, damit ein Hund sich wirklich austoben kann. Wer hier mit Vierbeiner wohnt oder zu Besuch kommt, bekommt eine Region, die Ruhe und Weite im Gepäck hat.

Das Besondere an Lingen ist die Mischung aus Stadt und Landschaft, die man in wenigen Minuten durchquert. Morgens Kaffee in der Fußgängerzone, mittags Pfoten im Emssand, nachmittags auf dem Deich — das funktioniert hier tatsächlich an einem einzigen Tag. Der Hund zieht die Nase durch feuchte Ufergräser, während du den Blick über Weideland und Windräder schweifen lässt. Lingen riecht nach Gras, nach Fluss und nach frischer Luft aus dem Moor.

Ob du dauerhaft hier lebst oder nur einen Tagesausflug mit Hund planst: Das Emsland bietet mehr als genug Platz für lange Schnüffelpfade, ruhige Gassi-Runden und die eine oder andere Begegnung mit Schafen am Wegesrand. Wichtig ist, dass du dich vor dem Ausflug über aktuelle lokale Regeln informierst — besonders in Schutzgebieten und entlang von Uferbereichen ändern sich Leinenpflichten je nach Saison und Zuständigkeit.

Tagesausflüge mit Hund in Lingen

Der Morgendunst liegt noch über den Uferwegen, wenn die ersten Hunde ihre Besitzer an die Ems ziehen. Lingen und seine Umgebung bieten Ausflugsziele, die sich anfühlen, als wären sie für Vierbeiner mitgeplant worden: breite Deichkronen, weite Waldwege, ruhige Seen und eine Altstadt, durch die man gemächlich schlendern kann. Die folgenden Orte sind konkrete Anlaufpunkte — prüfe aber jeweils vor Ort oder auf der Website des Betreibers, welche Regeln aktuell gelten.

Ems-Uferweg und Emsdeich

Der Ems-Uferweg ist der natürlichste Einstieg für einen Hundespaziergang in Lingen. Der Fluss begleitet dich auf gut befestigten Deichpfaden, die sich nördlich und südlich der Stadt über viele Kilometer erstrecken. Der Boden unter den Pfoten wechselt zwischen kurzem Gras auf der Deichkrone, Sandufern und weichen Uferbereichen — für Hunde eine echte Geruchslandschaft. An ruhigen Wochentagen begegnest du kaum anderen Menschen, nur gelegentlich einem Radfahrer auf dem Emsradweg.

Der Deich selbst ist breit genug, um nebeneinander zu laufen, und bietet freie Sicht in alle Richtungen. Hunde, die gerne ins Wasser gehen, finden entlang der Ems flache Einstiege — achte aber auf Strömung und auf ausgeschilderte Verbotsbereiche. In bestimmten Abschnitten gelten Naturschutzauflagen, die das Betreten des direkten Uferstreifens oder das Freilaufen einschränken können. Informiere dich vorab beim Stadtportal Lingen oder direkt bei der zuständigen Naturschutzbehörde.

Besonders schön ist die Strecke zwischen dem Lingener Stadthafen und den nördlichen Emswiesen: flach, weitläufig und ohne große Hindernisse. Du kannst die Tour beliebig verlängern und auf dem Rückweg durch ruhige Wohnstraßen wieder in die Innenstadt eintauchen. Plane genug Wasser ein — Schatten gibt es auf dem offenen Deich wenig.

Wälder und Heiden rund um den Lingener Raum

Wer mit dem Hund in Wald und Heide möchte, fährt am besten in die direkte Umgebung der Stadt. Das Emsland ist reich an Kiefernwäldern, Heideflächen und stillen Forstwegen, die sich ideal für längere Schnüffeltouren eignen. In den Wäldern östlich und westlich von Lingen findest du kaum befestigte Wege — das ist gut für Hunde, die gerne im Unterholz stöbern, erfordert aber Zeckenkontrolle nach jeder Tour.

Die Lingener Heide und angrenzende Forste bieten Wege, die im Sommer schattig und im Herbst farbig-spektakulär sind. Viele Pfade sind nicht offiziell ausgeschildert, aber gut begehbar. Hunde sollten in sensiblen Heidebereichen — besonders zur Brutzeit — angeleint bleiben, da bodenbrütende Vögel hier rasch gestört werden. Prüfe, ob ein Bereich als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist, bevor du deinen Hund loslässt.

Für Tagestouren lohnt sich auch ein Blick auf den Hümmling, die hügelige Geestlandschaft nördlich von Lingen. Hier liegen Dörfer, Felder und kleine Waldstücke eng beieinander, und die Wege sind so ruhig, dass man minutenlang keinem Auto begegnet. Gute Ausgangspunkte findest du auf den Wanderseiten des Emsland Touristik.

Lingener Stadtpark und Grünanlagen

Mitten in Lingen liegt der Stadtpark, eine gepflegte Grünanlage, die sich für eine entspannte Gassi-Runde eignet. Alte Bäume spenden Schatten, die Wege sind breit, und du triffst hier regelmäßig andere Hunde und ihre Besitzer. Der Park ist kein Wildnisgebiet, aber ein praktischer Ort für die tägliche Runde — besonders, wenn das Wetter keine großen Touren erlaubt.

Wichtig: In städtischen Grünanlagen gilt in der Regel Leinenpflicht, und Hunde dürfen meist nicht auf Spielflächen oder Liegewiesen. Prüfe die aktuell aufgestellten Hinweisschilder vor Ort, denn Regelungen können sich ändern. Lass deinen Hund nicht unbeaufsichtigt auf Wegen, auf denen Kinder spielen oder Fahrräder fahren.

Neben dem Stadtpark gibt es in Lingen mehrere kleinere Grünflächen und Verbindungswege entlang von Gräben und Kanälen, die sich für kurze Abendspaziergänge anbieten. Diese Wege sind wenig besucht und bieten Hunden viel Abwechslung — Wassergerüche, Vögel, Büsche. Halte Ausschau nach Hinweisschildern, die auf Schutzgebiete oder saisonale Sperrungen hinweisen.

Dümmer See und weitere Tagesausflugsziele in der Region

Wer von Lingen aus einen weiteren Radius zieht, stößt auf den Dümmer See, eines der größten Gewässer in Niedersachsen. Der See liegt etwa eine Autostunde östlich von Lingen und ist für Hunde ein spannender Ausflugspunkt: breite Uferwiesen, langer Schilfgürtel, weite Spazierwege. Der Dümmer ist allerdings ein Vogelschutzgebiet von europaweiter Bedeutung, was bedeutet: In weiten Teilen des Uferbereichs gilt Leinenpflicht, und bestimmte Zonen sind für Hunde ganz gesperrt.

Informiere dich vor dem Besuch unbedingt über die aktuellen Regelungen beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) oder direkt beim Naturparkbüro Dümmer. An bestimmten Stellen sind speziell ausgewiesene Bereiche für Hunde zugänglich — halte dich an diese Vorgaben, damit der See für alle erhalten bleibt.

Alternativ bietet das Emsland selbst eine Reihe kleinerer Seen und Baggerseen rund um Lingen, die im Sommer als Badestellen genutzt werden. Für Hunde sind diese Bereiche oft eingeschränkt oder mit Leinenpflicht belegt. Erkundige dich jeweils vor Ort, welche Abschnitte für Vierbeiner zugänglich sind — und nimm Entsorgungsbeutel mit, denn Sauberkeit entscheidet oft darüber, ob Hunde an einem Ort weiterhin willkommen sind.

Hund und lokale Regeln in Lingen

Ein Hund in Lingen zu halten bedeutet, sich mit ein paar klaren Regeln vertraut zu machen — nicht weil die Stadt besonders streng wäre, sondern weil Niedersachsen landesweit einheitliche Grundlagen hat, die die Kommunen dann weiter ausgestalten. Bevor du deinen Hund das erste Mal durch die Altstadt führst oder am Emsdeich loslässt, lohnt sich ein kurzer Blick auf die geltenden Vorschriften.

Leinenpflicht in Lingen und Umgebung

In Lingen gilt, wie in den meisten niedersächsischen Städten, eine allgemeine Anleinpflicht in belebten Bereichen: Innenstadt, Fußgängerzone, Parks, Spielplatznähe und öffentliche Plätze. Auf offenen Feldern und Forstwegen außerhalb der Stadt ist das Bild differenzierter — hier entscheidet oft der jeweilige Eigentümer oder die Naturschutzbehörde über die Regelung. Verlasse dich nicht auf Gewohnheit, sondern prüfe Hinweisschilder am Eingang von Parks, Waldgebieten und Schutzgebieten.

Das Niedersächsische Hundegesetz (NHundG) bildet die landesrechtliche Grundlage. Es legt unter anderem fest, wo und wann Hunde angeleint sein müssen und welche Anforderungen an Halter bestimmter Rassen gestellt werden. Die Stadt Lingen kann darüber hinaus eigene Satzungen erlassen, die zusätzliche Pflichten enthalten. Den aktuellen Stand der Gemeindesatzung findest du direkt auf dem Stadtportal Lingen.

Saisonale Verschärfungen sind in der Brut- und Setzzeit (etwa März bis Juli) üblich, besonders in Naturschutz- und Vogelschutzgebieten entlang der Ems und in Heideflächen. In dieser Zeit können zusätzliche Leinenpflichten gelten, auch wenn ein Gebiet sonst frei zugänglich ist. Informiere dich beim Landkreis Emsland oder der Unteren Naturschutzbehörde über aktuelle Sperrungen und Auflagen.

Anmeldung und Hundeabgabe in Lingen

In Niedersachsen — und damit auch in Lingen — bist du als Hundehalter verpflichtet, deinen Hund bei der Stadt anzumelden. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Fachdienst der Stadtverwaltung, üblicherweise kurz nach dem Einzug oder dem Erwerb des Tieres. Die Frist ist im Niedersächsischen Kommunalabgabenrecht geregelt; verpasst du sie, kann das zu Nachforderungen führen.

Die Stadt Lingen erhebt eine Hundeabgabe (Hundesteuer). Deren genaue Höhe ist in der städtischen Steuersatzung festgelegt — konkrete Beträge können sich ändern, weshalb du die aktuell gültige Satzung direkt beim Fachdienst Finanzen der Stadt oder auf dem offiziellen Stadtportal erfragen solltest. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde) gelten in der Regel deutlich höhere Abgaben.

Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundemarke, die dein Tier am Halsband tragen muss. Kommt es zu einer Kontrolle und die Marke fehlt, kann das als Ordnungswidrigkeit geahndet werden. Wer aus einer anderen Gemeinde nach Lingen zieht, muss den Hund ummelden — die alte Marke verliert ihre Gültigkeit.

Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund

Im öffentlichen Nahverkehr in Lingen und der Region gilt für Hunde generell: kleinere Tiere in einer geeigneten Transportbox reisen oft kostenfrei oder zum reduzierten Tarif mit; größere Hunde benötigen in der Regel einen eigenen Fahrschein und müssen angeleint sein. Die genauen Bedingungen variieren je nach Verkehrsunternehmen und Verbund — prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen des Verkehrsverbunds, der den jeweiligen Bus- oder Zugverkehr betreibt, bevor du einsteigst.

In Lingener Cafés und Restaurants entscheidet der Betreiber selbst, ob Hunde willkommen sind — eine gesetzliche Pflicht zur Hundeaufnahme gibt es nicht. Viele Gastronomen im Außenbereich sind hundefreundlich, besonders entlang von Radwegen und am Hafen. Frage beim Betreten immer zuerst, ob dein Hund mitdarf — auch wenn ein Lokal nach außen hin offen wirkt. Im Innenbereich ist die Lage deutlich restriktiver, aus hygienerechtlichen Gründen.

Einkaufszentren und Supermärkte sind für Hunde in der Regel gesperrt. Plane deine Routen so, dass dein Hund nicht längere Zeit allein vor dem Geschäft warten muss — besonders im Sommer bei Hitze ist das eine Frage des Tierschutzes, nicht nur der Bequemlichkeit. Kurze Wartepausen im Schatten mit Wasser sind deutlich verträglicher als halbstündige Aufenthalte in der prallen Sonne.

Listenhunde und Entsorgungspflicht in Lingen

Das Niedersächsische Hundegesetz stuft bestimmte Rassen als gefährlich ein — darunter American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen. Für diese Tiere gelten verschärfte Auflagen: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, besondere Anforderungen an die Haltung, ein Wesenstest und in der Regel eine Ausnahmegenehmigung für das Halten. Ob weitere Rassen unter kommunale oder landespezifische Regelungen fallen, klärst du direkt beim zuständigen Fachdienst der Stadt Lingen oder auf den Seiten des Landes Niedersachsen.

Für alle Hunde gilt die Entsorgungspflicht: Du bist als Halter verpflichtet, die Hinterlassenschaften deines Hundes unverzüglich zu beseitigen — in der Stadt ebenso wie auf Feldwegen und in Parks. In Lingen sind an verschiedenen Stellen Kotbeutelspender und Abfallbehälter aufgestellt; dennoch solltest du eigene Beutel mitführen, da Spender gelegentlich leer sind. Das Liegenlassen von Hundekot ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

Wer einen Hund neu nach Niedersachsen bringt — etwa durch Umzug oder Kauf —, sollte auch die Kennzeichnungspflicht im Blick haben. Hunde müssen mit einem Microchip (ISO-konform) gekennzeichnet und in einem anerkannten Register eingetragen sein. Das ist nicht nur eine rechtliche Pflicht, sondern erleichtert im Verlustfall die schnelle Rückkehr des Tieres erheblich. Aktuelle Informationen zur Hundehaltung in Niedersachsen findest du beim zuständigen Veterinäramt des Landkreises Emsland.

Praktisches vor Ort in Lingen

Lingen ist eine Stadt der kurzen Wege — wer weiß, wo er suchen muss, findet tierärztliche Versorgung, Hundebetreuung und Auslaufmöglichkeiten ohne lange Anfahrt. Hier findest du die wichtigsten praktischen Anlaufstellen für den Alltag mit Hund.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst in Lingen

In Lingen und der näheren Umgebung gibt es mehrere Tierarztpraxen, die Hunde in der Regelversorgung betreuen. Für Routineuntersuchungen, Impfungen und kleinere Behandlungen lohnt es sich, frühzeitig eine Praxis in Wohnortnähe zu wählen und dort einen festen Ansprechpartner aufzubauen. Achte darauf, die Praxis schon vor einem Notfall zu kennen — nicht erst mitten in der Nacht suchen zu müssen, ist Gold wert.

Den tierärztlichen Notfalldienst außerhalb der regulären Sprechzeiten organisiert die Tierärztekammer Niedersachsen über ein regionales Rotationssystem. Die aktuell diensthabende Praxis erfährst du am schnellsten über die Tierärztekammer Niedersachsen oder direkt beim Anruf in deiner Stamm­praxis, die den Notdienst auf dem Anrufbeantworter ansagt. Notiere dir diese Nummer präventiv — gerade bei Fremdkörperverschlucken, Vergiftungen oder Bissen zählt jede Minute.

Für spezialisierte Eingriffe wie Orthopädie, Augenheilkunde oder Onkologie verweisen Lingener Tierärzte häufig an Überweisungskliniken in Osnabrück oder Hannover. Diese Städte sind mit dem Auto gut erreichbar und verfügen über Tierkliniken mit Intensivstation. Plane im Ernstfall eine Fahrtzeit von etwa einer Stunde nach Osnabrück ein und halte die Telefonnummer einer dortigen Tierklinik griffbereit.

Hundeschulen und Training in Lingen

Wer mit einem jungen Hund in Lingen einzieht oder neu in die Region kommt, findet mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote im Stadtgebiet und im Emsland. Das Angebot reicht von klassischen Welpen- und Junghundekursen über Mantrailing und Nasenarbeit bis hin zu speziellen Kursen für reaktive Hunde. Ein gutes Zeichen für eine seriöse Hundeschule ist die Mitgliedschaft des Trainers in einem anerkannten Berufsverband, etwa dem BHV (Berufsverband der Hundeerzieher und Verhaltensberater) oder dem VDH-Ausbildungsverband.

Frage bei der Erstkontakt­aufnahme ruhig nach der Ausbildung der Trainerin oder des Trainers und schau dir eine Probestunde an, bevor du dich langfristig bindest. Seriöse Anbieter laden dazu ein, offen und ohne Druck. Gewaltfreies, lerntheoretisch fundiertes Training ist der aktuelle Stand der Wissenschaft — Schmerz und Angst als Erziehungsmittel lehnt die Fachwelt einhellig ab.

Ergänzend bieten einzelne Vereine im Emsland Geländetraining, Agility oder Fährtenarbeit an. Diese Angebote sind oft günstiger als private Schulen und fördern gleichzeitig den sozialen Austausch mit anderen Hundehaltern in der Region. Sieh dich auf der Website der örtlichen Hundesportvereine um oder frag in der Tierarztpraxis nach Empfehlungen.

Hundeauslaufzonen und Freilaufflächen in Lingen

Freilaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine toben dürfen, sind in deutschen Städten unterschiedlich gut ausgebaut. In Lingen lohnt sich ein direkter Blick auf die städtischen Bekanntmachungen oder eine kurze Anfrage beim Stadtordnungsamt Lingen, welche Flächen aktuell als Hundeauslaufbereich ausgewiesen sind. Halte dich an die vor Ort angebrachten Schilder — sie gelten verbindlich und werden gelegentlich angepasst.

Abseits ausgewiesener Freilaufflächen bietet das Emsvorland großzügige Wiesenbereiche, auf denen Hunde — außerhalb von Brut- und Setzzeiten und sofern keine besonderen Schutzgebietsregeln greifen — oft gut beschäftigt werden können. Prüfe dabei stets, ob du dich in einem Naturschutzgebiet befindest: Entsprechende Hinweisschilder am Wegesrand geben Auskunft, und im Zweifel gilt Leinenpflicht. Den offiziellen Überblick über geschützte Flächen im Emsland bietet das Landkreis Emsland.

Für Hunde, die sozialen Kontakt mit Artgenossen brauchen, sind informelle Treffpunkte am Stadtpark oder entlang beliebter Spazierrouten oft das Beste — dort trifft man regelmäßig dieselben Gesichter und kann gezielt Spielpartner verabreden. Frag in einer lokalen Hundeschule oder im Tierheim nach, wo sich die Hundehalter-Community regelmäßig versammelt.

Hundebetreuung, Pensionen und Unterkünfte in der Region

Wer beruflich oder urlaubsbedingt vorübergehend jemanden für seinen Hund braucht, hat in Lingen und dem Emsland mehrere Optionen. Tierpensionen im Stadtgebiet und Umland nehmen Hunde tageweise oder für längere Zeiträume auf — die Qualität variiert, deshalb lohnt sich ein Besuch vor der ersten Buchung. Achte auf saubere, großzügige Zwinger oder Wohngruppen, faire Betreuungsschlüssel und nachweisliche Erfahrung mit dem Temperament deines Hundes.

Tageshundebetreuer, die Hunde bei sich zu Hause aufnehmen oder bei dir abholen, sind eine zunehmend beliebte Alternative zur klassischen Pension. Plattformen zur Vermittlung gibt es, aber verlasse dich nicht blind auf Bewertungen — ein persönliches Treffen und eine kurze Schnupperphase sind Pflicht, bevor du deinen Hund über Nacht oder für mehrere Tage in fremde Obhut gibst.

Wer selbst zu Besuch nach Lingen kommt und den Hund mitbringt, sollte vor der Buchung von Unterkunft explizit nach der Hundefreundlichkeit fragen: Manche Hotels und Ferienwohnungen erlauben Hunde grundsätzlich, andere nur kleinere Rassen, wieder andere gar nicht. Gib die Größe und Rasse deines Hundes immer offen an — so vermeidest du Ärger bei der Ankunft. Auf Emsland Tourismus findest du erste Hinweise auf hundefreundliche Unterkünfte in der Region.


Saisonal in Lingen

Das Emsland zeigt im Jahreslauf vier ausgeprägte Gesichter — vom feuchten Frühling über heiße Sommertage bis hin zu nebeligen Herbstmorgen und eisigen Winternächten. Wer mit Hund durch alle Jahreszeiten gut durch Lingen kommt, ist vorbereitet.

Frühling: Brut- und Setzzeit am Emsvorland

Kaum wird es wärmer, erwacht das Emsvorland rund um Lingen in voller Pracht — und gleichzeitig beginnt die sensibelste Zeit für Wildtiere. Brut- und Setzzeit dauert grob von März bis Juli, mit regionalen Unterschieden je nach Art. In dieser Phase gelten in vielen Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten verschärfte Regeln: Hunde müssen angeleint bleiben, auch wenn das Schild es nicht ausdrücklich sagt — denn schon das Aufscheuchen einer Bodenbrüterin kann das Gelege gefährden.

Besonders die Feuchtwiesen und Röhrichtzonen entlang der Ems sind in dieser Zeit kritisch. Kiebitz, Feldlerche und Bekassine brüten am Boden und flüchten erst auf den letzten Metern. Selbst ein gut erzogener Hund, der auf Sicht bleibt, kann unbeabsichtigt Schaden anrichten. Halte deinen Hund in diesen Bereichen an der Leine und respektiere Absperrungen — sie sind kein bürokratischer Selbstzweck, sondern Artenschutz in der Praxis.

Für dich persönlich bedeutet der Frühling oft wechselhaftes Wetter: Auf einen sonnigen Spaziergang folgt schnell ein Schauer. Zeckensaison beginnt ab Temperaturen um die 7 Grad — prüfe deinen Hund nach jedem Ausflug im hohen Gras oder Gebüsch gründlich und stimme mit deinem Tierarzt eine passende Vorbeugung ab. Zeckenübertragene Krankheiten wie Borreliose und FSME (hier nur für den Menschen relevant, aber Anaplasmose beim Hund) sind im Emsland kein Fremdwort.

Sommer: Hitze, Wasser und heiße Böden

Lingen erlebt in manchen Sommern Hitzewellen mit Temperaturen über 30 Grad. Hunde regulieren ihre Körpertemperatur ausschließlich über Hecheln und die Pfoten — das macht sie deutlich anfälliger für Überhitzung als Menschen. Verlagere intensive Aktivitäten konsequent in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn Asphalt und Pflaster noch nicht die volle Tageshitze gespeichert haben.

Den Hitzschlag erkennst du an starkem Hecheln, roter Zunge, Koordinationsproblemen und Bewusstlosigkeit — er ist ein absoluter Notfall. Kühle den Hund sofort mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser und fahre umgehend zum Tierarzt. Lass deinen Hund nie in einem geparkten Auto zurück, auch nicht kurz und auch nicht im Schatten — Temperaturen im Fahrzeuginneren steigen innerhalb von Minuten auf lebensbedrohliche Werte.

Die Ems und ihre Nebengewässer bieten im Sommer willkommene Abkühlung für wasserfrohe Hunde. Achte auf die aktuelle Wasserqualität: Bei länger anhaltender Hitze können sich Blaualgen (Cyanobakterien) bilden, die für Hunde hochgiftig sind. Erkennungszeichen sind grünliche Schlieren oder ein algiger Geruch an der Wasseroberfläche. Im Zweifel gilt: kein Schwimmen, kein Trinken aus dem Gewässer. Aktuelle Warnmeldungen gibt der Landkreis Emsland oder das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit heraus.

Hunde mit heller Haut oder dünnem Fell — etwa Dalmatiner, Weißer Schweizer Schäferhund oder kurzhaarige Rassen — können einen Sonnenbrand an Nase, Ohren und Bauch bekommen. Spezielle Sonnenschutzprodukte für Hunde gibt es im Fachhandel; frag deinen Tierarzt nach einer geeigneten Empfehlung.

Herbst: Jagdsaison, Pilze und trügerische Wege

Der Herbst im Emsland duftet nach nassem Laub und feuchter Erde — ein Fest für Hundenasen, aber auch eine Jahreszeit mit eigenen Tücken. Jagdsaison bedeutet, dass du in Wäldern und Feldfluren mit Jagdbetrieb rechnen musst. Leuchtendes Orange für dich selbst und eine gut sichtbare Signalweste für deinen Hund sind in dieser Zeit keine Übertreibung. Bleib auf markierten Wegen, halte deinen Hund in der Nähe und meide Bereiche, aus denen du Schüsse hörst.

In den Wäldern rund um Lingen wachsen im Herbst zahlreiche Pilze — darunter hochgiftige Arten wie der Knollenblätterpilz. Hunde fressen gelegentlich Pilze aus dem Boden, besonders wenn sie neugierig und wenig beschäftigt sind. Beobachte deinen Hund bei Waldspaziergängen aufmerksam und trainiere das Kommando „Lass es" zuverlässig. Zeigt dein Hund nach einem Waldspaziergang Erbrechen, Durchfall oder Apathie, ist sofortiger tierärztlicher Rat gefragt.

Herbstliches Laub auf Wegen kann nasse Wurzeln und Steine verbergen — Stolperfallen für Hund und Halter gleichermaßen. Gerade bei älteren Hunden oder solchen mit Gelenkproblemen lohnt sich ein langsameres Tempo auf unbekannten Wegen. Kürze bei anhaltend feuchter Witterung besonders matschige Strecken ab und reinige die Pfoten deines Hundes nach dem Ausflug gründlich — zwischen den Ballen sammeln sich Schmutz, Äste und potenziell reizende Substanzen.

Winter: Kälte, Streusalz und Dunkelheit

Lingen liegt im Nordwesten Deutschlands — Winter bedeutet hier selten extremen Schnee, aber häufig Nässe, Frost und Dunkel. Kurze Tage machen morgendliche und abendliche Spaziergänge zu nächtlichen Unternehmungen. Stattet euch mit Reflektor-Zubehör oder LED-Leuchten für Leine, Halsband und euch selbst aus, damit Autos und Fahrräder euch frühzeitig sehen.

Wenn der Winterdienst Straßen und Gehwege streut, kommt dein Hund zwangsläufig mit Streusalz und Taumittel in Kontakt. Diese reizen die Pfotenballen, können zu Rissen führen und sind beim Ablecken gesundheitsschädlich. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang in warmem Wasser ab. Pfotenschutzcreme oder speziell angepasste Hundeschuhe können empfindliche Pfoten schützen — nicht jeder Hund toleriert Schuhe, aber ein frühzeitiges Gewöhnen lohnt sich.

Hunde mit kurzem Fell, geringem Körperfettanteil oder altersbedingt schwächerer Thermoregulation frieren schneller als robuste Hütehunde. Ein gut sitzender Hundemantel ist für entsprechende Rassen bei Frost keine Modegeste, sondern sinnvoller Schutz. Kürze die Spaziergangszeiten bei starkem Frost und biete deinem Hund danach einen warmen, zugfreien Schlafplatz an.

Wer im Winter in der Gegend unterwegs ist, sollte außerdem wissen: Wildtiere unter Stress reagieren im Winter empfindlicher auf Störungen, da ihre Energiereserven begrenzt sind. Das gilt besonders für Rehe im Tiefschnee. Halte deinen Hund auch abseits der offiziellen Brut- und Setzzeit im Winter an der Leine, wenn ihr durch Felder oder Waldränder geht — Wildruhezonen im Emsland werden vom Landkreis ausgewiesen und sind zu respektieren.

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