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Wedding liegt im Herzen Berlins und ist einer der lebendigsten Stadtteile der Hauptstadt. Hier wohnen Menschen aus aller Welt, Gründerzeitfassaden wechseln sich mit Neubauten ab, und auf den…

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Hintergrund zur Region

Wedding liegt im Herzen Berlins und ist einer der lebendigsten Stadtteile der Hauptstadt. Hier wohnen Menschen aus aller Welt, Gründerzeitfassaden wechseln sich mit Neubauten ab, und auf den Bürgersteigen triffst du täglich Vierbeiner jeder Größe und Rasse. Für Hundehaltende ist Wedding kein Kompromiss — es ist ein echter Kiez, in dem der Hund zum Alltag gehört wie der Döner an der Ecke und der Kaffee im Späti-Fenster.

Der Volkspark Rehberge duftet morgens nach feuchtem Gras und Kiefernharz, der Plötzensee glitzert im Sommer zwischen den Pappeln, und entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals zieht sich ein langes Band aus Uferwegen, auf denen Hunde im Schnüffelschritt die Welt erkunden. Wedding gibt dir und deinem Hund Raum — auch wenn dieser Raum städtisch, manchmal laut und immer ehrlich ist.

Ob du hier wohnst oder einen Tagesausflug planst: Wedding lohnt sich mit Hund. Du findest grüne Inseln mitten im Asphalt, tierärztliche Versorgung in Laufnähe und eine Nachbarschaft, die Hunde als selbstverständlichen Teil des Stadtlebens betrachtet. Kenntnisse der lokalen Regeln machen den Unterschied zwischen einem entspannten Spaziergang und unnötigem Stress — deshalb findest du hier alles, was du wissen solltest.

Tagesausflüge mit Hund in Wedding

Grau und grün liegen in Wedding eng beieinander. Schon wenige Gehminuten vom belebten Leopoldplatz entfernt öffnen sich Parklandschaften, Kanalufer und weitläufige Wiesenflächen. Wer seinen Hund gut kennt und die Umgebung ein wenig erkundet, findet erstaunlich viel Natur — mitten in einer der dichtest besiedelten Städte Europas.

Volkspark Rehberge: Grüne Lunge des Kiezes

Der Volkspark Rehberge ist der größte zusammenhängende Grünraum in Wedding und erstreckt sich über rund 90 Hektar zwischen dem Ortsteil Wedding und Reinickendorf. Kiefernwälder, Wiesen, kleine Teiche und ein Freilichtbühnen-Areal wechseln sich ab — für einen Stadthund ist das eine echte Entdeckungsreise. Die Wege sind gut befestigt, aber auch genug Trampelpfade vorhanden, um abseits der Hauptrouten zu schnüffeln. Besonders morgens, wenn der Park noch ruhig ist, genießt du die Stille, die in Berlin so selten geworden ist.

Im Park gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde unter Kontrolle laufen dürfen — prüfe jedoch die aktuell gültigen Regelungen vor Ort, denn Beschilderungen können sich ändern. Auf den Spielplatzflächen und in der Nähe der Bühne gelten gesonderte Regeln, die du beachten solltest. Der Park ist gut erreichbar mit der U-Bahn-Linie U6 (Haltestelle Rehberge) oder per Fahrrad über den Radweg entlang der Müllerstraße. Nimm Wasser und einen Kotbeutel-Vorrat mit — Müllbehälter sind vorhanden, aber nicht überall gleich dicht gesät.

Plötzensee: Wasser, Wiese, Weite

Der Plötzensee liegt am südlichen Rand des Volksparks Rehberge und zieht im Sommer Schwimmer, Grillende und Spaziergänger in Scharen an. Der See hat klares, grünes Wasser und ein Ufer, das sich für ausgedehnte Spaziergänge eignet. Hunde sind im Freibadbereich nicht erlaubt — das ist ein klar abgegrenzter Bereich mit Zaun und Kasse. Außerhalb davon, entlang der Uferwege, kannst du mit deinem Hund spazieren; ob ein Einstieg ins Wasser gestattet ist, hängt von der jeweiligen Stelle und der aktuellen Beschilderung ab.

Rund um den See führt ein angenehmer Rundweg, der auch für ältere Hunde oder kleine Rassen gut machbar ist. Im Herbst liegt hier das Laub hoch und duftet würzig — eine Stimmung, die auch eingefleischte Stadtmenschen kurz vergessen lässt, wo sie sind. Parkplätze gibt es in der Nähe, die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist über Bus und U-Bahn gut möglich. Informationen zur Nutzung findest du auf der Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Grünanlagen Berlin.

Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal: Schnüffelstrecke am Wasser

Der Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal zieht sich durch Wedding und bietet entlang seiner Ufer einen der schönsten linearen Spazierwege des Bezirks. Vom Humboldthain aus kannst du den Kanal in Richtung Spandau oder stadteinwärts laufen — je nach Tagesform und Zeitbudget. Die Uferwege sind teilweise begrünt, teilweise gepflastert, immer aber interessant: Schiffe, Enten, Möwen und das Rauschen des Wassers sorgen für eine reiche Sinneserfahrung für deinen Hund.

Besonders die Abschnitte zwischen der Fennbrücke und dem Westhafen sind ruhig und wenig befahren. Hier triffst du andere Hundehalter, Jogger und Radfahrer — die Stimmung ist entspannt und urban zugleich. Auf einigen Abschnitten gilt Leinenpflicht; achte auf die entsprechenden Hinweisschilder. Der Kanal ist auch ein guter Ausgangspunkt für längere Touren, die bis nach Spandau oder in den Tiergarten führen können.

Humboldthain: Geschichte und Grün im Herzen Weddings

Der Volkspark Humboldthain liegt direkt an der Grenze zwischen Wedding und Gesundbrunnen und ist einer der ältesten Parks Berlins. Er wurde im 19. Jahrhundert angelegt und trägt den Namen Alexander von Humboldts. Zwei Flakturm-Ruinen aus dem Zweiten Weltkrieg ragen mahnend über die Baumkronen — ein ungewöhnlicher Hintergrund für einen Spaziergang, der Geschichte und Natur verbindet. Der Park hat weitläufige Rasenflächen, Rosenbeete und ein kleines Amphitheater.

Für Hunde ist der Humboldthain eine gute Wahl, weil er strukturell abwechslungsreich ist: Hügel, Wege, Hecken und offene Flächen wechseln sich ab. Auf den Spielplatzflächen und im Rosengarten gilt Leinenpflicht — das ist vor Ort klar ausgeschildert. Die Ruinen der Flaktürme können im Rahmen geführter Touren besichtigt werden, Hunde sind dabei je nach Veranstalter möglicherweise nicht erlaubt — erkundige dich vorab. Der Park ist über die S-Bahn-Station Humboldthain (S1, S2, S25, S26) und mehrere Buslinien gut erreichbar.

Hund und lokale Regeln in Wedding

Berlin riecht nach Großstadt, und seine Regeln für Hunde sind so vielschichtig wie die Stadt selbst. Wedding gehört zum Bezirk Mitte, und hier gelten Berliner Landesrecht, bezirkliche Verordnungen und die Hausordnungen einzelner Parks gleichzeitig. Wer den Überblick behält, lebt entspannter — und vermeidet Bußgelder.

Leinenpflicht: Wo, wann und warum

In Berlin gilt auf öffentlichen Straßen, Gehwegen und in belebten Bereichen grundsätzlich Leinenpflicht für Hunde. Das Berliner Hundegesetz (Berliner Hundegesetz — LHundG Bln) regelt die Grundlagen; zusätzlich können Bezirke und die Verwaltungen einzelner Grünanlagen eigene Regelungen festlegen. In Parks gilt häufig Leinenpflicht auf bestimmten Wegen und in eingezäunten Bereichen — die Ausnahmen, also Bereiche mit erlaubtem Freilauf, sind ausgeschildert, aber nicht immer leicht zu finden.

Konkret bedeutet das für Wedding: Im Volkspark Rehberge, am Humboldthain und am Plötzensee gibt es ausgewiesene Hundeauslaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine laufen dürfen. Außerhalb dieser Flächen solltest du deinen Hund angeleint lassen, es sei denn, die aktuelle Beschilderung erlaubt etwas anderes. Prüfe die Regelungen immer direkt vor Ort — Verordnungen können sich ändern, und was letzten Sommer noch galt, muss heute nicht mehr stimmen. Bei Zweifeln informiert dich das Stadtentwicklungsamt des Bezirks Mitte.

Hundeanmeldung und Hundesteuer in Berlin

Wer in Berlin mit Hund wohnt, muss seinen Hund beim Finanzamt anmelden — das ist gesetzlich vorgeschrieben. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Finanzamt, nicht beim Einwohnermeldeamt. Berlin erhebt eine Hundesteuer; die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Steuersatzung des Landes Berlin — sieh dir die aktuellen Beträge direkt auf der offiziellen Website des Berliner Senats für Finanzen an, da sich Steuersätze ändern können. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund am Halsband tragen muss.

Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert ein Bußgeld — die Behörden prüfen das gelegentlich, besonders in Parks und an belebten Orten. Für Hunde, die als gefährlich eingestuft sind, gelten zusätzliche Auflagen (mehr dazu im nächsten Abschnitt). Wenn du von außerhalb zu Besuch bist, fällt die Steuerpflicht für dich nicht an — die Steuer ist wohnsitzgebunden. Trotzdem gelten alle anderen Regeln für dich und deinen Hund genauso wie für Berliner.

Listenhunde und besondere Auflagen

Berlin hat eine eigene Liste von Hunderassen, für die besondere Haltungsvoraussetzungen gelten. Das Berliner Hundegesetz unterscheidet zwischen Hunden mit besonderer Gefährlichkeit und solchen, bei denen die Gefährlichkeit vermutet wird und widerlegt werden kann. Zu den Rassen, die unter erhöhte Auflagen fallen, gehören unter anderem Staffordshire Bullterrier, American Pit Bull Terrier, American Staffordshire Terrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen — und weitere, je nach Einzelfallprüfung.

Für diese Hunde gilt in Berlin unter anderem Leinenpflicht und Maulkorbpflicht in der Öffentlichkeit, solange kein Negativzeugnis über bestandene Wesensprüfung vorliegt. Die Haltung ist außerdem erlaubnispflichtig. Informiere dich unbedingt vor deinem Besuch oder vor der Anschaffung über die aktuell gültigen Regelungen — das Berliner Hundegesetz und die zugehörigen Ausführungsvorschriften ändern sich gelegentlich. Die verbindlichen Informationen findest du beim Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt des Bezirksamts Mitte oder auf der zentralen Seite des Berliner Senats zum Hundegesetz.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Alltag mit Hund

In den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) dürfen Hunde mitgenommen werden — kleine Hunde in einer geeigneten Transportbox kostenfrei, größere Hunde gegen einen Aufpreis (ein ermäßigtes Ticket). Hunde müssen in U-Bahn, S-Bahn und Bus angeleint sein und dürfen keine anderen Fahrgäste behindern. Zu Stoßzeiten ist es oft enger, als Hund und Halter es wünschen — plane lieber außerhalb der Hauptverkehrszeiten, wenn du mit einem großen Hund unterwegs bist.

In der Gastronomie entscheidet der Betreiber, ob Hunde willkommen sind — ein generelles Recht auf Zutritt mit Hund gibt es nicht. In Wedding und Gesundbrunnen gibt es viele hundefreundliche Cafés und Restaurants, besonders in den grüneren Straßen rund um den Leopoldplatz und den Schillerpark. Frag immer kurz nach, bevor du mit deinem Hund Platz nimmst — das wird von den meisten Betreibern geschätzt und ist die sicherste Methode, um unangenehme Situationen zu vermeiden. Einige Lokale bieten sogar Wassernapf-Service an, was in der warmen Jahreszeit besonders praktisch ist.

Praktisches vor Ort in Wedding

Wedding ist ein dichter, lebendiger Kiez — und wer hier mit Hund lebt, merkt schnell, dass gute Anlaufstellen in der Nähe Gold wert sind. Von der Tierarztpraxis um die Ecke bis zur Hundeschule am Kanal: Das Angebot ist vielfältig, aber du musst wissen, wo du suchst.

Tierärzte und Notfallversorgung in Wedding

Im Kiez selbst gibt es mehrere tierärztliche Praxen, die Routineuntersuchungen, Impfungen und akute Behandlungen abdecken. Entlang der Müllerstraße und der Badstraße findest du verschiedene niedergelassene Tierärzte — ein kurzer Blick in aktuelle Verzeichnisse hilft dir, Öffnungszeiten und Schwerpunkte vorab zu prüfen. Für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten ist Wedding gut aufgestellt: Die Tierärztliche Klinik im nördlichen Berlin-Ring und der Tiernotdienst Berlin sind rund um die Uhr erreichbar. Die offizielle Suche nach Notfalltierärzten in Berlin läuft über die Tierärztekammer Berlin — dort findest du stets aktuelle Notdienstlisten.

Plane idealerweise schon vor dem Einzug oder vor dem Besuch in Wedding eine Stammpraxis fest ein. Viele Praxen im Kiez sind gut ausgelastet — ein Notfalltermin geht leichter, wenn du als Patient bekannt bist. Halte außerdem den Impfpass und den EU-Heimtierausweis griffbereit, falls du mit dem Hund unterwegs bist und doch schnell eine Praxis aufsuchen musst.

Hundeschulen und Training im Kiez

Im Bezirk Mitte, zu dem Wedding gehört, gibt es mehrere Hundeschulen und Trainer, die sowohl Welpen- als auch Erwachsenenkurse anbieten. Einige arbeiten gezielt mit städtischen Umgebungen — also mit Straßenlärm, engen Bürgersteigen und der besonderen Reizüberflutung des Berliner Großstadtalltags. Das ist für Hunde, die in Wedding aufwachsen, besonders wertvoll: Der Kiez ist belebt, die Sinneseindrücke sind intensiv, und ein solides Grundtraining erleichtert den Alltag erheblich.

Frage gezielt nach Einzelstunden, wenn dein Hund in Gruppen überfordert ist — das ist im urbanen Kontext keine Seltenheit. Einige Trainer bieten auch Stadtspazier-Coaching an, bei dem ihr gemeinsam durch den Kiez geht und situativ an echten Alltagssituationen arbeitest. Informationen zu seriösen Anbietern findest du unter anderem über den Verband der Deutschen Hundeschulen (VDH-nah) sowie lokale Empfehlungen in Nachbarschaftsforen wie Nebenan.de — dort sind Hundehaltende im Kiez oft gut vernetzt.

Achte beim Wählen einer Schule auf gewaltfreie Trainingsmethoden und frag offen nach dem pädagogischen Ansatz. Ein kurzes Schnuppern vor der Anmeldung ist bei den meisten seriösen Anbietern selbstverständlich.

Auslaufzonen und eingezäunte Flächen

Wer in Wedding wohnt, kennt die Frage: Wo kann mein Hund eigentlich sicher von der Leine? Eingezäunte, offizielle Hundeauslaufflächen sind im Kiez rar, aber vorhanden. Der Rehberge-Park im Nordwesten Weddings ist eine der wichtigsten Grünflächen — er bietet weitläufige Wiesenbereiche, auf denen Hunde je nach Bereich und ausgewiesener Regelung Auslauf bekommen können. Prüfe die aktuellen Schilder vor Ort, da sich ausgewiesene Hundeauslaufflächen und Leinenpflicht-Zonen je nach Saison und Bezirksentscheid ändern können.

Entlang des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals gibt es Uferbereiche, die von Hundehaltenden regelmäßig zum Spazieren genutzt werden. Auch hier gilt: Halte dich an Beschilderungen und achte auf ausgewiesene Leinenpflichtbereiche. Informationen zu offiziellen Hundeauslaufflächen in Berlin — mit Karte und Adresse — stellt das Berliner Senat für Umwelt und Klimaschutz bereit. Diese Karte wird regelmäßig aktualisiert und ist die verlässlichste Quelle für aktuelle Standorte.

Wenn du täglich im Kiez unterwegs bist, lohnt es sich, auch weniger bekannte Grünecken zu erkunden — kleine Parkstreifen, Brachflächen und Schulhöfe außerhalb der Schulzeiten können inoffizielle, aber geduldete Auslaufflächen sein. Verhalte dich rücksichtsvoll gegenüber Anwohnenden und halte deinen Hund in der Nähe.

Hundebetreuung, Pensionen und Tagesbetreuung

Für Berufstätige in Wedding ist zuverlässige Hundebetreuung ein echtes Alltagsthema. Das Angebot im Kiez reicht von professionellen Hundetagesstätten über Gassi-Service-Anbieter bis hin zu privaten Betreuungsplätzen. Viele Anbieter sind auf Plattformen wie Rover oder in Kiez-Gruppen auf Social Media zu finden — frag dort nach Bewertungen aus dem direkten Nachbarschaftsumfeld. Wichtig: Besuch die Betreuungseinrichtung vorab und achte auf Gruppengröße, Betreuungsschlüssel und eingezäuntes Gelände.

Für längere Abwesenheiten — Urlaub, Dienstreisen — gibt es in Berlin und im Umland zahlreiche Tierpensionen, die auch Hunde aus Wedding aufnehmen. Viele bieten einen Abhol- und Bringservice an. Buchungen solltest du besonders für Ferienzeiten weit im Voraus planen, da seriöse Pensionen in Berlin schnell ausgebucht sind. Ein Probewochenende vor dem ersten langen Aufenthalt gibt sowohl dir als auch dem Hund Sicherheit.

Alternativ lohnt sich die Suche nach einer Pflegefamilie über das Vermittlungsnetz von Tierschutzvereinen — einige Berliner Tierschutzorganisationen vermitteln geprüfte Gastfamilien, die Hunde stundenweise oder tageweise übernehmen. Das ist oft persönlicher und für sensible Hunde stressärmer als eine Pension.


Saisonal in Wedding

Wedding hat vier sehr unterschiedliche Gesichter — und dein Hund erlebt sie alle hautnah. Der Kiez verändert sich mit den Jahreszeiten: dichter Laubenpieper-Grün im Sommer, nasses Kopfsteinpflaster im Herbst, knackige Morgen im Winter. Wer das im Blick hat, ist das ganze Jahr gut vorbereitet.

Frühling: Brut- und Setzzeit in Berliner Grünanlagen

Wenn der Rehberge-Park und die Uferbereiche am Kanal im März und April wieder grün werden, zieht es viele Hunde und Halter nach draußen. Gleichzeitig beginnt die Brut- und Setzzeit — und die ist in städtischen Grünanlagen oft unterschätzt. Enten, Möwen und andere Wasservögel brüten an Kanaluferstreifen und in Parkbereichen. Halte deinen Hund in dieser Zeit besonders konsequent an der Leine, auch wenn du denkst, er ist gut erzogen — der Jagdinstinkt setzt bei Bodenbrütern oft unvermittelt ein.

In Berlin gilt während der Brut- und Setzzeit in vielen Schutzgebieten und Grünanlagen eine verstärkte Leinenpflicht — genaue Regelungen und betroffene Flächen veröffentlicht der Senat jeweils aktuell. Frühling bedeutet außerdem: Zeckensaison beginnt. Im Rehberge-Gebiet und an begrünten Ufern sind Zecken früher aktiv als viele denken. Prüfe deinen Hund nach jedem Ausflug ins Gebüsch und bespreche mit deiner Tierarztpraxis die passende Zeckenprophylaxe.

Ein weiterer Frühlings-Tipp: Im April und Mai sind Berliner Hundeschulen besonders nachgefragt — viele Welpen aus Winterwürfen starten jetzt mit der Sozialisation. Melde dich früh an, wenn du einen Welpenkurs planst.

Sommer: Hitze, Asphalt und Wasserstellen

Wedding im Sommer ist heiß — und das meinen wir wörtlich. Asphalt und Betonplatten speichern die Hitze, und auf belebten Straßen wie der Müllerstraße oder dem Leopoldplatz kann der Boden mittags für Pfoten gefährlich warm werden. Der einfache Handtest gilt: Wenn du den Handrücken nicht sieben Sekunden auf dem Boden halten kannst, ist es zu heiß für Pfoten. Verlege Spaziergänge an sehr heißen Tagen auf frühe Morgen- oder Abendstunden.

Wasser ist im Sommer das Thema. Am Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal gibt es Uferbereiche, die Hunde zur Abkühlung nutzen können — prüfe jedoch die Einstiegsstellen vorab, da nicht alle Uferbereiche sicheres Ein- und Ausstiegsmöglichkeiten bieten. Starke Strömungen oder steile Böschungen können für Hunde gefährlich sein. Für ausgedehnte Badeausflüge bieten sich Tagesausflüge in den Berliner Umlandbereich an — etwa an die Seen in Spandau oder den Tegeler See, der von Wedding gut erreichbar ist.

Denk im Sommer außerdem an ausreichend Wasser unterwegs: Eine faltbare Trinkschale und eine volle Wasserflasche gehören bei Temperaturen über 20 Grad zur Grundausrüstung. Bars und Cafés im Kiez, die hundefreundlich sind, stellen oft Wassernapfe bereit — frag einfach nach.

Besondere Vorsicht gilt bei Blaualgen: An einigen Berliner Gewässern treten sie im Hochsommer auf und sind für Hunde lebensgefährlich. Informiere dich vor Badeausflügen über aktuelle Warnmeldungen auf der Seite des Berliner Landesamts für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) — dort werden Badestellen und Wasserqualität aktuell bewertet.

Herbst: Kastanien, Nebel und Pilzgefahr

Der Herbst in Wedding hat eine eigene Qualität: Die Alleen am Rehbergepark und in den Nebenstraßen rund um den Volkspark Humboldthain leuchten orange und gelb, der Kiez verlangsamt sich ein wenig. Für Hunde ist der Herbst eine schöne Zeit — kühlere Temperaturen erlauben längere Spaziergänge, und das Laub macht das Toben in Parks attraktiver.

Gleichzeitig beginnt die Pilzsaison, und das ist ein ernstes Thema. In Berliner Parks und Grünanlagen wachsen im Herbst zahlreiche Pilzarten — einige davon sind für Hunde hochgiftig. Besonders der Knollenblätterpilz ist leider auch in Stadtparks zu finden. Trainiere ein verlässliches „Lass es"-Kommando und behalte deinen Hund beim Schnüffeln im Laub im Blick. Wenn dein Hund etwas gefressen hat, das du nicht identifizieren kannst, ruf sofort beim Tierärztlichen Notdienst oder der Giftnotrufzentrale Berlin an — schnelles Handeln ist entscheidend.

Kastanien sind ein weiteres Herbstthema: Rosskastanien, die in vielen Weddings Alleen stehen, sind für Hunde nicht bekömmlich und können bei größeren Mengen Magenprobleme oder Vergiftungserscheinungen verursachen. Lenke deinen Hund beim Rumschnüffeln aktiv um, besonders wenn er zum Fressen von Fundstücken neigt.

Der Herbst ist auch die Zeit, um die Zeckensaison zu beenden — aber Vorsicht: In milden Herbsten bleiben Zecken in Berlin oft bis November aktiv. Setzt den Zeckenschutz nicht zu früh ab.

Winter: Streusalz, Kälte und Dunkelheit

Winter in Wedding bedeutet nasse Bürgersteige, graue Morgen — und für Hunde mitunter schmerzhaft: Streusalz. In Berlin wird auf vielen Gehwegen und Straßen im Winter gestreut, und das Salz greift die Pfoten an. Nach jedem Winterspaziergang die Pfoten abwaschen oder abwischen — das verhindert Risse und Entzündungen. Alternativ schützen Pfotenschutzwachs oder gut sitzende Hundeschuhe die empfindliche Pfotenhaut. Achte darauf, dass dein Hund nicht exzessiv an den Pfoten leckt — das Salz kann den Magen-Darm-Trakt reizen.

Für kurzhaarige Hunde und kleine Rassen kann Kälte im Wedding-Winter zum Problem werden. Sobald Temperaturen unter fünf Grad fallen, lohnt sich ein Hundemantel — keine Frage der Eitelkeit, sondern der Physiologie. Viele Hunde zittern bereits bei moderater Kälte. Kürze Spaziergänge bei Minusgraden und Nässe entsprechend an und stelle sicher, dass dein Hund drinnen einen warmen, zugfreien Ruheplatz hat.

Ein unterschätztes Winterthema in der Stadt ist die Sichtbarkeit in der Dunkelheit. In Wedding wird es im Dezember schon gegen 16 Uhr dunkel — viele Gassirunden finden also im Dunkeln statt. Nutze ein blinkendes Leuchthalsband oder einen LED-Anhänger am Halsband. Das schützt deinen Hund vor Autos und erleichtert dir das Behalten im Blick, wenn er in einem unbeleuchteten Parkbereich schnüffelt.

Winter ist schließlich auch Planungszeit: Viele Hundeschulen bieten in den ruhigeren Monaten Theoriekurse und Indoor-Training an. Nutze die kürzeren Tage für vertieftes Training und die Vorbereitung auf die nächste Frühlingssaison — wenn Wedding wieder aufblüht und die Ausflüge länger werden.

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