Ort

Mariendorf

Mariendorf liegt im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ist einer jener ruhigen Stadtteile, die Hundehaltende schätzen, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Zwischen Kleingartenanlagen, dem alten Dorfkern und dem…

Blick auf Mariendorf
Bild: Wikimedia Commons – Wikimedia Commons · CC BY-SA 4.0

Saisonale Hinweise

Saisonkalender

Worauf du in Mariendorf je nach Jahreszeit gerade mit deinem Hund achten solltest.

Ausflugsziele

Alle anzeigen

Für Unternehmen

Du bietest etwas für Hunde in Mariendorf an?

Tierarzt, Hundeschule, Pension, Groomer oder Hundeshop — trag deinen Betrieb kostenlos ein und werde für Hundehalter aus Mariendorf sichtbar. Der Basis-Eintrag ist sofort live.

Hintergrund zur Region

Mariendorf liegt im Berliner Bezirk Tempelhof-Schöneberg und ist einer jener ruhigen Stadtteile, die Hundehaltende schätzen, ohne viel Aufhebens darum zu machen. Zwischen Kleingartenanlagen, dem alten Dorfkern und dem weitläufigen Gelände des ehemaligen Tempelhofer Felds in unmittelbarer Nachbarschaft findest du hier ein Alltagsleben mit Hund, das Platz und Entspannung bietet — mitten in der Millionenstadt. Wer morgens mit seinem Hund durch die ruhigen Straßen rund um die Mariendorfer Dorfkirche spaziert, merkt schnell: Dieser Kiez hat ein eigenes, bodenständiges Tempo.

Die Gegend rund um Mariendorf ist von Grünzügen, Kleingärten und alten Alleen durchzogen, die sich für tägliche Runden gut eignen. Der Zugang zu größeren Naherholungsgebieten ist dank der zentralen Lage Berlins in alle Richtungen möglich — ob Richtung Britzer Garten, Teltowkanal oder ins brandenburgische Umland. Hundehaltende, die hier wohnen, schätzen vor allem die vergleichsweise ruhigen Gehwege und die gute Anbindung an grüne Korridore, die sich ohne langes Autofahren erreichen lassen.

Dieser Stadtteils-Guide hilft dir, Mariendorf mit Hund so gut wie möglich zu erkunden — von konkreten Ausflugstipps in der Region über Berliner Regeln und Pflichten bis hin zu saisonalen Hinweisen, die deinen Alltag mit Hund sicherer machen. Alle Angaben zu Regeln und Erlaubnissen solltest du stets aktuell vor Ort und bei offiziellen Stellen prüfen, da sich Verordnungen ändern können.

Tagesausflüge mit Hund in Mariendorf

Mariendorf selbst ist kein Ausflugsziel im klassischen Sinn — aber die Lage im Süden Berlins macht den Kiez zum idealen Ausgangspunkt für grüne Touren in alle Himmelsrichtungen. Der Teltowkanal ist zu Fuß erreichbar, das Brandenburger Umland beginnt fast vor der Haustür, und mehrere große Parks der Stadt liegen in Fahrrad- oder U-Bahn-Distanz. Wer mit einem neugierigen Hund an der Leine loszieht, hat hier echte Auswahl.

Teltowkanal: Grüne Ufer direkt vor der Tür

Der Teltowkanal verläuft unmittelbar südlich von Mariendorf und ist einer der beliebtesten Wege für Hundehaltende im Südwesten Berlins. Die asphaltierten und geschotterten Uferwege lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, während der Hund an der Leine läuft oder — wo ausgewiesen — frei schnüffelt. Entlang des Kanals wechseln sich Kleingärten, Industriebrachen und einzelne Wiesenabschnitte ab, die dem Spaziergang Abwechslung geben. Die Strecke lässt sich in beide Richtungen verlängern: westwärts Richtung Lankwitz und Lichterfelde, ostwärts zum Britzer Zweigkanal.

Besonders schön ist die Strecke in den frühen Morgenstunden, wenn wenig Radverkehr unterwegs ist und der Hund die Uferbereiche in Ruhe erkunden kann. Prüfe vor Ort, ob und wo dein Hund ins Wasser darf — an manchen Kanalabschnitten ist das Baden aus Sicherheitsgründen oder zum Schutz von Wasservögeln nicht gestattet. Kleine Ruhebänke und Schattenspender findet man entlang des Weges, was Pausen im Sommer angenehm macht. Insgesamt eignet sich der Teltowkanal für kurze Alltagsrunden ebenso wie für ausgedehnte Halbtagstouren.

Tempelhofer Feld: Weite, Wind und freies Schnuppern

Das Tempelhofer Feld liegt nördlich von Mariendorf und ist für Hundehaltende in ganz Berlin ein Begriff. Die ehemalige Landebahn des Flughafens Tempelhof bietet eine nahezu unverbaubare Weite, die in einer Millionenstadt ihresgleichen sucht. Auf dem Gelände gilt eine Leinenpflicht in bestimmten Bereichen, während in anderen Zonen freilaufen möglich sein kann — die geltenden Regeln sind auf dem Gelände ausgeschildert und auf der offiziellen Website der Berliner Senatsverwaltung einsehbar.

Besonders in den Randzeiten — früh morgens oder am späten Abend — ist das Feld weniger überfüllt und eignet sich gut für entspannte Runden. Der Windschutz fehlt weitgehend, was im Sommer angenehm kühl ist, im Winter aber zügige Böen mit sich bringt — plane entsprechend. Rund um das Feld gibt es Wasserspender für Hunde und Mülleimer für Hinterlassenschaften, was den Besuch praktischer macht. Aktuelle Regelungen für das Tempelhofer Feld findest du bei der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.

Britzer Garten: Strukturierter Park mit Hund

Der Britzer Garten liegt im benachbarten Bezirk Neukölln und ist von Mariendorf gut mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichbar. Der weitläufige Landschaftspark bietet befestigte Wege, Seeufer und wechselnde Pflanzenbereiche, die für Hunde viele Sinnesreize bereithalten. Hunde sind grundsätzlich zugelassen, müssen aber an der Leine geführt werden — prüfe die aktuellen Einlassregeln und ob ein Eintrittsentgelt anfällt, da sich beides ändern kann.

Für Hunde mit ruhigem Temperament ist der Park eine willkommene Abwechslung zum Straßenspaziergang: weiche Wiesenwege, Gerüche aus den Pflanzbeeten und gelegentliche Begegnungen mit Enten am Seeufer sorgen für Abwechslung. An Wochenenden und Feiertagen ist der Park gut besucht — frühe Ankunft empfiehlt sich. Gastronomische Einrichtungen im Park können hundefreundlich sein, was du aber am besten vor Ort erfragst. Informationen erhältst du direkt auf der Website des Grün Berlin Verbunds.

Brandenburgisches Umland: Wald und Wasser ab Stadtrand

Wer mit dem Auto oder der S-Bahn ein wenig weiter fährt, erreicht vom südlichen Berlin aus schnell das Brandenburger Umland — mit Wäldern, Seen und Feldwegen, die für Hunde kaum Vergleich finden. Ziele wie der Rangsdorfer See, der Wald bei Blankenfelde-Mahlow oder die Nuthe-Nieplitz-Niederung liegen in unter 30 Fahrminuten. Diese Regionen eignen sich ideal für ausgedehnte Sonntagstouren, bei denen der Hund wirklich zur Ruhe kommt.

In Brandenburg gelten teilweise andere Leinenpflichtregelungen als in Berlin — informiere dich vor jeder Tour über die örtlichen Vorschriften, besonders in Naturschutzgebieten und während der Brut- und Setzzeit. Viele Waldwege sind gut ausgeschildert und lassen sich ohne Karte erlaufen, wenn man die Grundrichtung kennt. Wasser zum Trinken solltest du immer selbst mitbringen, da Zapfstellen oder Bäche nicht verlässlich vorhanden sind. Eine gute Orientierung bietet der Tourismusverband Reiseland Brandenburg mit speziellen Tipps für Hundetouren.

Hund und lokale Regeln in Mariendorf

Ein Hund in Berlin zu halten bedeutet, sich mit einer Reihe von Regeln vertraut zu machen — von der Anmeldung beim Finanzamt bis zur Leinenpflicht im Park. Mariendorf ist Teil des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, und die Berliner Landesregeln gelten hier ebenso wie in anderen Stadtteilen. Was auf den ersten Blick bürokratisch wirkt, schützt am Ende das Zusammenleben von Menschen, Hunden und Wildtieren in einer dicht besiedelten Stadt.

Leinenpflicht in Berlin: Was gilt wo?

In Berlin besteht in vielen öffentlichen Bereichen eine Anleinpflicht für Hunde — dazu gehören Spielplätze, Fußgängerzonen, Märkte und viele Parkanlagen. Die genaue Regelung variiert je nach Bezirk, Grünfläche und Saison. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg gelten die allgemeinen Berliner Regelungen, die im Berliner Hundegesetz (HundeG Bln) festgelegt sind — das Gesetz regelt unter anderem, wo und für welche Hunde eine Leinenpflicht gilt.

Auf dem Tempelhofer Feld oder am Teltowkanal kann die Regelung von Bereich zu Bereich unterschiedlich sein — lies die Schilder vor Ort sorgfältig und verlasse dich nicht auf mündliche Überlieferungen. Für Rassen, die als gefährlich eingestuft werden, gelten gesonderte Vorschriften (mehr dazu weiter unten). Die jeweils aktuelle Fassung des Hundegesetzes findest du beim Berliner Senat für Umwelt und Klimaschutz.

Anmeldung und Hundesteuer in Berlin

Jeder Hund in Berlin muss beim zuständigen Finanzamt angemeldet werden — das ist keine optionale Empfehlung, sondern gesetzlich vorgeschrieben. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Tier am Halsband tragen muss und im Streitfall als Nachweis dient. Die Hundesteuer wird jährlich erhoben; die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Berliner Steuerverordnung — informiere dich direkt beim Finanzamt oder auf der Berliner Verwaltungswebsite, da sich Beträge ändern können.

Wer mit einem bereits angemeldeten Hund nach Mariendorf zuzieht, muss die Ummeldung zeitnah beim Finanzamt des neuen Bezirks vornehmen. Nicht angemeldete Hunde können zu empfindlichen Nachforderungen führen. Die Abmeldung nach einem Todesfall oder einer Weitergabe des Hundes ist ebenso Pflicht. Alle Informationen zur Hundesteuer in Berlin findest du auf der Website der Senatsverwaltung für Finanzen Berlin.

Listenhunde und gefährliche Hunde in Berlin

Das Berliner Hundegesetz unterscheidet zwischen Hunden mit erhöhtem Gefährdungspotenzial und sogenannten Listenhunden. Für beide Gruppen gelten verschärfte Auflagen — etwa Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, ein Wesenstest als Voraussetzung sowie besondere Nachweispflichten beim Finanzamt. Welche Rassen als Listenhunde eingestuft werden, ist im Berliner Hundegesetz geregelt und sollte regelmäßig auf Aktualität geprüft werden.

Wenn du einen Hund einer dieser Rassen hältst oder einen Mischling mit entsprechendem Phänotyp besitzt, empfiehlt es sich, frühzeitig das Gespräch mit dem zuständigen Veterinäramt zu suchen. Die Anforderungen können sich ändern, und eine proaktive Klärung schützt vor unerwarteten Auflagen. Zuständig für Fragen rund um Listenhunde im Bezirk Tempelhof-Schöneberg ist das Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt des Bezirks — aktuelle Kontaktdaten findest du auf der Website des Bezirksamts.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Hinterlassenschaften

In den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) dürfen Hunde mitgenommen werden. Kleine Hunde in einer geschlossenen Transporttasche fahren kostenlos; für größere Hunde brauchst du einen Fahrschein zum ermäßigten Tarif. Anders als in vielen anderen Verbünden gilt in Berlin faktisch eine Maulkorbpflicht: Hunde, die nicht in einer Box reisen, müssen einen Maulkorb tragen und angeleint sein. Prüfe die aktuellen BVG-Beförderungsbedingungen, da sich Details ändern können.

In der Gastronomie rund um Mariendorf ist die Hundehaltung von Lokal zu Lokal unterschiedlich geregelt. Viele Cafés und Restaurants in Berliner Außenbereichen sind hundefreundlich, aber eine verbindliche Auskunft gibt nur das jeweilige Lokal selbst. Ruf kurz an oder frag beim Betreten — das ist die zuverlässigste Methode. Was die Hinterlassenschaften betrifft: In Berlin gilt die Pflicht, Hundekot unverzüglich zu beseitigen. Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg gibt es öffentliche Hundekotbeutelspender an verschiedenen Standorten — trotzdem empfiehlt es sich, eigene Beutel mitzuführen, da Spender gelegentlich leer sind.

Praktisches vor Ort in Mariendorf

Mariendorf liegt im Berliner Süden und bietet Hundehaltenden eine solide Infrastruktur — von der tierärztlichen Notfallversorgung bis zur hundefreundlichen Tagesbetreuung. Wer hier lebt oder zu Besuch ist, findet in der näheren Umgebung fast alles, was Hund und Mensch brauchen. Trotzdem lohnt sich ein kurzer Blick im Voraus, damit kein Ausflug an einer geschlossenen Praxis oder einer fehlenden Leine scheitert.

Tierärzte und Notfallversorgung in der Nähe

In Mariendorf und den angrenzenden Bezirken Tempelhof und Neukölln findest du mehrere Tierarztpraxen für die Routineversorgung deines Hundes. Für tierärztliche Notfälle außerhalb der normalen Sprechzeiten ist die nächste Option meist eine der großen Tierkliniken im Berliner Stadtgebiet — darunter Kliniken in Friedenau, Schöneberg oder Rudow, die Nacht- und Wochenenddienste anbieten. Prüfe im Voraus, welche Klinik aktuell Notdienst hat, da sich Bereitschaftspläne kurzfristig ändern können. Die Berliner Tierärztekammer gibt unter tieraerztekammer-berlin.de Auskunft über den aktuellen Notdienstplan.

Halte beim ersten Besuch in einer neuen Praxis alle Impfpässe und Unterlagen deines Hundes bereit. Gerade in einer Großstadt wie Berlin wechseln Praxen manchmal ihre Öffnungszeiten oder schließen — ein kurzer Anruf vor dem Besuch spart Nerven. Für Menschen, die neu nach Mariendorf gezogen sind, empfiehlt sich die frühzeitige Anmeldung bei einer Hausarztpraxis für den Hund, bevor ein Notfall eintritt.

Hundeschulen und Training im Bezirk

Im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, zu dem Mariendorf gehört, gibt es mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote für unterschiedliche Bedürfnisse — vom Welpenkurs bis zum gezielten Verhaltenstraining. Viele Anbieter arbeiten auf positiver Verstärkung und bieten Einzel- sowie Gruppenstunden an. Besonders für Hunde, die neu in der Stadt sind oder mit dem städtischen Lärm und Trubel noch nicht vertraut sind, ist professionelle Begleitung wertvoll.

Erkundige dich direkt bei den Schulen nach Wartelisten, denn gerade Welpenkurse sind in Berliner Bezirken oft schnell ausgebucht. Einige Trainer kommen auch zu dir nach Hause — sinnvoll, wenn dein Hund noch unsicher ist oder du keine Transportmöglichkeit hast. Das Berliner Hundegesetz verlangt für bestimmte Hunde einen Sachkundenachweis; informiere dich dazu auf der Seite des Ordnungsamts Tempelhof-Schöneberg.

Auslaufflächen und eingezäunte Bereiche

Mariendorf selbst bietet mit dem Mariendorfer Damm und den umliegenden Grünflächen gute Möglichkeiten für den täglichen Spaziergang. Im nahegelegenen Tempelhofer Feld gibt es ausgewiesene Bereiche, in denen Hunde zeitweise ohne Leine laufen dürfen — allerdings gelten dort klare Regeln, die du vorab auf der offiziellen Seite des Feldes prüfen solltest, da sie saisonal angepasst werden. Auch der Lankwitzer Park und Grünzüge entlang der Thermometersiedlung bieten Raum für längere Ausläufe.

Eingezäunte Hundeauslaufflächen — in Berlin oft „Hundewiesen" genannt — findest du im Bezirk an verschiedenen Standorten; die genaue Lage und eventuelle Nutzungsregeln veröffentlicht das Bezirksamt. Achte darauf, dass du Plastiktüten für die Hinterlassenschaften dabei hast, denn Entsorgungspflicht gilt auf allen öffentlichen Flächen. Auf dem Tempelhofer Feld ist das Hundeführen nur in bestimmten Zonen erlaubt — halte dich an die dort aufgestellten Hinweisschilder, um Bußgelder zu vermeiden.

Pensionen, Tagesbetreuung und Hundesitter

Wer beruflich viel unterwegs ist oder Urlaub ohne Hund plant, findet in Mariendorf und dem umliegenden Berliner Süden verschiedene Optionen für Hundebetreuung. Hundepensionen in Tempelhof, Marienfelde und Lichtenrade nehmen oft Tages- und Übernachtungsgäste; die Kapazitäten sind jedoch begrenzt, weshalb eine frühzeitige Buchung — besonders vor Feiertagen und Schulferien — ratsam ist.

Alternativ vermitteln Plattformen und lokale Netzwerke Hundesitter und Gassigeher, die deinen Hund in seiner gewohnten Umgebung betreuen. Achte bei der Auswahl auf Referenzen und ein persönliches Kennlerntreffen, bevor du deinen Hund das erste Mal in fremde Obhut gibst. Einige Hundeschulen im Bezirk bieten parallel zur Ausbildung auch eine Tagesbetreuung an — das verbindet Training mit sozialer Gewöhnung. Prüfe, ob die Einrichtung ein aktuelles Betriebskonzept und ausreichend Freilauffläche für die betreuten Tiere hat.


Saisonal in Mariendorf

Das Berliner Stadtklima zeigt sich in Mariendorf mit heißen Sommern, milden Herbsten und gelegentlich frostigen Wintern — und jede Jahreszeit bringt eigene Herausforderungen und Freuden für Hund und Mensch. Wer die saisonalen Besonderheiten kennt, schützt seinen Hund besser und genießt die grünen Ecken des Bezirks bewusster.

Frühling: Brut- und Setzzeit in Mariendorf

Sobald die Temperaturen im März und April steigen, erwacht das Grün in den Mariendorfer Parks und entlang der Grünzüge. Gleichzeitig beginnt die Brut- und Setzzeit für Vögel und andere Wildtiere — auch mitten im Stadtgebiet. Auf dem nahen Tempelhofer Feld brüten zum Beispiel Feldlerchen direkt auf den Rasenflächen; in dieser Zeit gelten dort verschärfte Wegegebote, damit die Nester nicht gestört werden.

Halte deinen Hund in der Nähe von Gebüschen und Wiesenbereichen an der Leine, auch wenn du meinst, er würde nicht jagen. Berlins Naturschutzgebiete und Grünflächen sind durch das Berliner Naturschutzgesetz geschützt — Verstöße können geahndet werden. Frühlingspollen belasten manche Hunde ähnlich wie Menschen; wenn dein Hund stark scheuert oder gereizte Augen zeigt, sprich eine Tierarztpraxis an. Die ersten warmen Tage sind außerdem ideal, um Antiparasitika aufzufrischen — Zecken sind in Berliner Grünanlagen bereits ab wenigen Grad Celsius aktiv.

Der Frühling ist auch die beste Zeit, um neue Spazierwege zu erkunden, bevor die Sommerhitze einsetzt. Mariendorf und seine Nachbargebiete wie Marienfelde und Buckow bieten ruhige Nebenstraßen und kleine Grünflächen, die im Winter weniger einladend wirken. Nutze die längeren Abende für ausgedehnte Abendspaziergänge — dein Hund wird es dir danken.

Sommer: Hitze, Wasser und Sonnenschutz

Berliner Sommer können heiß werden, und Mariendorf bietet kaum natürliche Gewässer direkt vor der Haustür. Das nächste Badewasser für Hunde findest du am Teltowkanal, der den Bezirk im Süden begrenzt — ob und wo Hunde ins Wasser dürfen, prüfst du besser vor Ort anhand der aufgestellten Hinweisschilder, da die Regeln je nach Abschnitt variieren. Etwas weiter entfernt bieten Schlachtensee und Krumme Lanke im Grunewald hundefreundlichere Zugänge zum Wasser, sind aber in der Hochsaison sehr gut besucht.

Achte in der Hitze auf die Asphalttemperatur: Berliner Stadtstraßen erhitzen sich im Sommer stark und können Hundepfoten innerhalb von Minuten verbrennen. Teste die Fläche mit dem Handrücken — wenn sie für dich zu heiß ist, ist sie es für deinen Hund erst recht. Plane Spaziergänge in die frühen Morgenstunden oder den späten Abend, wenn die Temperaturen erträglicher sind. Frisches Wasser und Schatten sollten auf jedem Ausflug eingeplant sein; viele Cafés in Mariendorf stellen auf Nachfrage eine Trinkschale bereit.

Überhitzung ist ein ernstes Risiko — besonders für kurznasige Rassen wie Möpse oder Bulldoggen, für ältere Hunde und für Tiere mit dunklem Fell. Erkenne früh die Zeichen: übermäßiges Hecheln, Schwanken, Schleimhäute, die sich rötlich verfärben. Im Notfall sofortiger Tierarztbesuch. Lass deinen Hund niemals in einem geparkten Auto zurück — selbst bei bewölktem Himmel steigen die Temperaturen im Fahrzeuginneren schnell auf gefährliche Werte.

Herbst: Regen, Laub und ruhige Grünflächen

Der Herbst verwandelt die Alleen im Mariendorfer Bezirk in ein goldenes Blätterdach — Spaziergänge an der Mariendorfer Straße oder durch die ruhigen Wohngebiete der Thermometersiedlung sind jetzt besonders schön. Die Grünflächen sind deutlich weniger frequentiert als im Sommer, was gestressten oder scheuen Hunden entgegenkommt. Trotzdem solltest du auf nasses Laub achten: Es macht Wege rutschig, verbirgt Unebenheiten und kann für deinen Hund Fallen auf dem Weg bedeuten.

Im Herbst wächst auch die Pilzsaison — in Berliner Parkanlagen und auf Grünstreifen können giftige Pilze sprießen, die für Hunde gefährlich sind. Beobachte, was dein Hund beschnüffelt oder aufnimmt, und gewöhne ihm das Fressen vom Boden am besten grundsätzlich ab. Zecken sind bis in den November hinein aktiv; setze den Zeckenschutz nicht zu früh ab. Halte außerdem den Impfschutz im Blick — der Herbst ist ein guter Zeitpunkt für die jährliche Auffrischung beim Tierarzt.

Kürzere Tage bedeuten mehr Spaziergänge in der Dämmerung oder Dunkelheit. Statte deinen Hund mit einem reflektierenden Halsband oder einer LED-Leuchte aus, damit er im Straßenverkehr sichtbar bleibt. Im Berliner Stadtgebiet herrscht an vielen Orten auch nachts reger Verkehr — eine gut sitzende Leine ist jetzt wichtiger denn je.

Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage

Berliner Winter bringen Kälte, gelegentlich Schnee und vor allem Streusalz auf Gehwegen und Straßen. Streusalz reizt die Pfoten von Hunden erheblich — es kann zu Rötungen, Rissen und im schlimmsten Fall zu Entzündungen führen. Pfotenpflege ist im Winter daher unverzichtbar: Wasche die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trage bei empfindlichen Hunden eine schützende Pfotencreme oder Wachs auf. Spezielle Hundeschuhe werden von manchen Hunden akzeptiert und bieten guten Schutz.

Kurzhaarige Hunde und kleine Rassen frieren im Berliner Winter schnell — ein gut sitzender Hundemantel ist kein Luxus, sondern sinnvoller Schutz. Achte darauf, dass der Mantel nicht am Bauch scheuert oder die Bewegungsfreiheit einschränkt. Halte die Spaziergangszeiten bei extremer Kälte kürzer und beobachte, ob dein Hund zittert oder die Pfoten anhebt — beides sind klare Signale, dass er rein möchte.

Auf dem Tempelhofer Feld und in den Mariendorfer Grünanlagen kann Schnee die Orientierung erschweren — Wege verschwinden und die Flächen wirken gleichförmig. Achte darauf, dass dein Hund im Freilauf zuverlässig zurückkommt, bevor du ihn in verschneitem Gelände von der Leine lässt. Vergrabene oder zugefrorene Pfützen und Tümpel können Unfallquellen sein; halte deinen Hund von dünnem Eis fern. Weitere Hinweise zu sicherem Hundehalten im Berliner Winter findest du beim Berliner Senat für Umwelt und Tierschutz.

Mehr zu Hund in der Region