Hintergrund zur Region
Lichtenrade liegt im südlichen Berlin, weit weg vom Touristenstrom, und genau das macht den Unterschied. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, findet ein ruhiges Stadtteilviertel mit alten Straßen, lockeren Einfamilienhaussiedlungen und erstaunlich viel Grün gleich um die Ecke. Der Geruch nach frisch gemähtem Rasen, das Rascheln in den Hecken entlang der Bürgersteige, das entspannte Tempo — Lichtenrade fühlt sich weniger nach Großstadt an, als es geografisch ist.
Für Hundehaltende hat dieser Berliner Ortsteil im Bezirk Tempelhof-Schöneberg echten Alltagswert. Die Wege sind überschaubar, die Nachbarschaft hundefreundlich gestimmt, und die Nähe zu größeren Grünflächen macht Morgenrunden und Feierabendausflüge ohne großen Aufwand möglich. Gleichzeitig bringt Berlin als Großstadt klare Regeln mit — Leinenpflicht, Anmeldepflicht, Abstandsgebote in Parks. Wer diese kennt, kann Lichtenrade mit Hund entspannt genießen.
Ob du hier wohnst und nach neuen Routen suchst, oder ob du aus einem anderen Berliner Kiez oder von außerhalb für einen Tagesausflug anreist — dieser Text zeigt dir, was Lichtenrade und die direkte Umgebung für dich und deinen Hund bereithalten. Du erfährst, wo ihr gemeinsam laufen, schnuppern und entspannen könnt, und welche Regeln du kennen solltest, bevor ihr losstarter.
Tagesausflüge mit Hund in Lichtenrade
Lichtenrade liegt eingebettet zwischen Feldern, Kleingartenanlagen und dem Berliner Außenring — das klingt nach wenig, entpuppt sich aber als echter Vorteil. Wer bereit ist, ein paar Kilometer zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu überbrücken, stößt auf Landschaft, die man in einer Metropole kaum erwartet. Hier zieht Morgenluft über offene Flächen, Hunde können die Nase in echtes Grün stecken, und der Trubel bleibt zurück.
Lichtenrader Heide und Grünzug Süd
Direkt am südlichen Rand Lichtenrades beginnt ein ausgedehnter Grünzug, der sich entlang der Stadtgrenze erstreckt. Die Lichtenrader Heide ist kein offiziell ausgeschilderter Naturpark, aber ein gewachsenes Naherholungsgebiet mit sandigen Wegen, Gebüsch und halboffenem Gelände. Hunde lieben die abwechslungsreiche Bodenstruktur — mal weicher Sand, mal fester Lehmpfad, mal kurzes Gras. Du kannst hier ausgedehnte Spaziergänge ohne nennenswerte Höhenunterschiede machen, was besonders für ältere oder gelenkbelastete Hunde angenehm ist.
Die Wege sind teilweise informell und nicht immer beschildert, was Orientierungssinn erfordert, aber auch Ruhe garantiert. Freilaufmöglichkeiten existieren in einigen Abschnitten, doch prüfe vor Ort, ob Leinenpflicht ausgeschildert ist — besonders in der Nähe von Kleingärten oder wenn du auf markierte Naturschutzflächen stößt. Der Grünzug Süd bietet außerdem Anschluss an weitere Pfade Richtung Mahlow, sobald du die Berliner Stadtgrenze passierst. Nimm Wasser mit, denn Wasserentnahmestellen sind auf diesen Wegen rar.
Dorfanger Lichtenrade und der historische Dorfkern
Lichtenrade hat einen der wenigen noch erkennbaren alten Dorfkerne Berlins bewahrt. Der Dorfanger rund um die Dorfstraße ist mit altem Baumbestand, Rasen und historischen Gebäuden geprägt — ein angenehmer Kontrast zum typischen Stadtbild. Für einen entspannten Spaziergang mit Hund eignet sich diese Zone besonders gut am Morgen oder am Abend, wenn wenig Betrieb herrscht. Die Atmosphäre ist dörflich, die Wege kurz und gut begehbar.
Rund um den Anger gibt es kleine Grünstreifen, auf denen Hunde die Nase ausfahren können. Beachte jedoch, dass der Anger eine öffentliche Grünanlage ist und die Berliner Grünanlagenverordnung gilt — Leinenpflicht ist auf Berliner Grünanlagen grundsätzlich vorgesehen, sofern keine explizite Ausnahme ausgewiesen ist. Die historischen Gebäude, die Dorfkirche und die alten Kastanien machen diesen Ort aber zu einem schönen Ausgangspunkt für weitere Runden durch das Quartier. Kombiniere den Dorfanger mit einer Runde durch die ruhigen Wohnstraßen — dort ist das Gehen mit Hund entspannt und wenig befahren.
Richtung Teltow und Mahlow — Ausflüge ins Berliner Umland
Wer bereit ist, die Berliner Stadtgrenze zu verlassen, findet südlich von Lichtenrade schnell offenes Brandenburger Umland. Teltow und Mahlow sind in kurzer Fahrzeit oder sogar zu Fuß erreichbar — die Stadtgrenze ist hier keine spürbare Barriere. Feldwege, kleine Wälder und der Teltowkanal bieten Abwechslung für Hund und Mensch. Besonders entlang des Teltowkanals gibt es Uferwege, die sich gut für lange Strecken eignen.
Der Teltowkanal verläuft zwar nicht direkt durch Lichtenrade, ist aber über die angrenzenden Stadtteile gut zu erreichen. Hunde, die Wasser lieben, schätzen die Uferstreifen — ob ein Einstieg erlaubt ist, hängt von der jeweiligen Stelle ab und sollte vor Ort geprüft werden. Für Radfahrer mit Hund bieten sich die Kanaltrasssen besonders an, da sie flach und gut ausgebaut sind. Vergiss nicht: Im Brandenburger Umland gelten andere Regeln als in Berlin — informiere dich über die lokalen Vorschriften in den jeweiligen Gemeinden.
Tempelhofer Feld — Großstadtfreiheit in Reichweite
Das Tempelhofer Feld ist keine unmittelbare Lichtenrader Destination, aber mit dem Fahrrad oder der S-Bahn in kurzer Zeit erreichbar und für Hundehaltende aus dem südlichen Berlin eine der bekanntesten Freilaufflächen überhaupt. Das ehemalige Flughafengelände bietet schier endlose Wege auf offenem Gelände, Windgeräusch, weite Sicht und Platz für lange Läufe. Gerade wenn das Wetter mitspielt, ist ein Ausflug dorthin für aktive Hunde ein echtes Erlebnis.
Auch hier gilt: Das Tempelhofer Feld hat klar ausgewiesene Hunde-Freilaufflächen sowie Bereiche mit Leinenpflicht — halte dich an die vor Ort ausgeschilderten Zonen und informiere dich über aktuelle Regelungen auf der Website des Bezirksamts. Achtung besonders in der Brutzeit: In bestimmten Abschnitten gibt es Sperrzonen zum Schutz bodenbrütender Vögel, die saisonal variieren. Das Feld ist außerdem beliebt und an Wochenenden entsprechend frequentiert — wer Ruhe sucht, fährt besser früh morgens hin. Weitere Informationen findest du auf der Website des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg.
Hund und lokale Regeln in Lichtenrade
Berlin hat klare Spielregeln für das Hundehalten — und wer sie nicht kennt, erlebt schnell eine unangenehme Überraschung. Lichtenrade liegt im Bezirk Tempelhof-Schöneberg, und damit gelten sowohl Berliner Landesgesetze als auch bezirkliche Regelungen. Die gute Nachricht: Die Regeln sind gut dokumentiert. Die einfachste Vorsichtsmaßnahme ist, vor jedem Ausflug kurz nachzuschauen, ob sich etwas geändert hat — denn Verordnungen können sich anpassen.
Leinenpflicht in Berlin — was gilt wo
Berlin kennt keine stadtweite generelle Leinenpflicht auf allen öffentlichen Wegen, aber es gibt zahlreiche Bereiche, in denen die Leinenpflicht klar ausgeschildert ist. Dazu gehören Grünanlagen, Parks, Spielplatznähe, Naturschutzgebiete und der öffentliche Nahverkehr. In der Praxis bedeutet das: Immer wenn du eine Grünanlage, einen Park oder einen als Schutzgebiet ausgewiesenen Bereich betrittst, sollte die Leine angelegte sein — es sei denn, ein Schild weist explizit einen Freilaufbereich aus.
Im Alltag rund um Lichtenrade heißt das: In den Wohnstraßen ist das Gehen ohne Leine möglich, solange der Hund unter Kontrolle ist, aber auf den Grünflächen und Parks gilt die Anleinpflicht. Wer einen Freilaufbereich sucht, sollte sich bei der zuständigen Stelle informieren — im Bezirk Tempelhof-Schöneberg gibt es ausgewiesene Hundeauslaufflächen, die regelmäßig aktualisiert werden. Die aktuelle Übersicht dazu findest du auf der Seite der Berliner Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt. Prüfe die Regelung immer auch vor Ort anhand der aufgestellten Schilder.
Einige wichtige Grundregeln auf einen Blick:
- Grünanlagen mit Kinderspielplätzen: Leine Pflicht, Hunde oft ganz verboten in direkter Spielplatznähe
- Naturschutzgebiete und Schutzstreifen: Leine Pflicht, teils saisonale Betretungsverbote
- Ausgewiesene Hundeauslaufflächen: Freilauf erlaubt, aktuell prüfen
- Öffentlicher Nahverkehr (U-Bahn, S-Bahn, Bus): Leine Pflicht, kleiner Hund alternativ in Transportbox
Hundeanmeldung und Hundesteuer in Berlin
In Berlin bist du als Hundehaltender verpflichtet, deinen Hund anzumelden und Hundesteuer zu entrichten. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Finanzamt, und zwar innerhalb von zwei Wochen nach Aufnahme des Hundes in den Haushalt. Dieser Schritt ist nicht optional — er ist gesetzlich vorgeschrieben und die Grundlage für die jährliche Hundesteuer, die Berlin erhebt.
Die genaue Höhe der Hundesteuer richtet sich nach der aktuell gültigen Steuersatzung des Landes Berlin — konkrete Beträge können sich ändern, deshalb nenne ich hier keine Zahl. Was du wissen solltest: Für als gefährlich eingestufte Hunderassen gilt ein erhöhter Steuersatz. Das Hundesteuermarkenzeichen, das du nach der Anmeldung erhältst, sollte dein Hund stets bei sich tragen — es dient als Nachweis der ordnungsgemäßen Anmeldung. Alle Informationen zur Anmeldung findest du direkt beim Berliner Finanzamt. Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert ein Bußgeld.
Öffentlicher Nahverkehr und Gastronomie mit Hund
Lichtenrade ist über die S-Bahn-Linie S2 gut an das Berliner Netz angeschlossen — ein echter Vorteil für alle, die mit Hund mobil sein wollen. Im Berliner ÖPNV dürfen Hunde mitfahren, müssen aber angeleint sein. Kleine Hunde können alternativ in einer Transporttasche oder -box mitgenommen werden, die den Voraussetzungen der BVG entspricht. Für größere Hunde ist ein vergünstigtes Ticket zu erwerben — prüfe die aktuellen Tarifregelungen direkt bei der BVG, da sich diese anpassen können.
In der Gastronomie rund um Lichtenrade und im Berliner Stadtgebiet allgemein ist die Hunde-Mitnahme von Betrieb zu Betrieb verschieden. Es gibt keine einheitliche Berliner Regel, die Hunde in Cafés und Restaurants erlaubt oder verbietet — das liegt im Ermessen des jeweiligen Inhabers. Viele Cafés in Berlin sind grundsätzlich hundefreundlich, aber frag vor dem Betreten kurz nach. Im Außenbereich ist die Mitnahme häufig unkomplizierter als drinnen. Ein freundliches Wort vorab erspart Missverständnisse.
Listenhunde und besondere Regelungen in Berlin
Berlin hat eigene Vorschriften für als gefährlich eingestufte Hunde. Das Berliner Hundegesetz (HundeG Bln) regelt, welche Rassen als potenziell gefährlich gelten, welche Auflagen für ihre Haltung bestehen und welche Nachweispflichten du als Haltender erfüllen musst. Dazu können Wesenstest, Haftpflichtversicherung, Sachkundenachweis und das Tragen von Maulkorb sowie Leine in der Öffentlichkeit gehören — je nach Einstufung deines Hundes.
Wenn du einen Hund einer gelisteten Rasse hältst oder hältst, der behördlich als gefährlich eingestuft wurde, informiere dich unbedingt direkt beim zuständigen Berliner Ordnungsamt und auf den offiziellen Seiten des Landes Berlin über deine konkreten Pflichten. Die Regelungen sind verbindlich und ein Verstoß kann empfindliche Konsequenzen haben. Die entsprechenden Informationen sowie den Gesetzestext findest du auf der Seite der Berliner Senatsverwaltung zum Thema Hundehaltung. Auch die Haftpflichtversicherung für Hunde ist in Berlin Pflicht — stelle sicher, dass dein Versicherungsschutz aktuell ist.
Praktisches vor Ort in Lichtenrade
Lichtenrade liegt im Süden Berlins, eingeklemmt zwischen Einfamilienhaussiedlungen, alten Dorfstrukturen und dem Grüngürtel Richtung Brandenburg. Wer hier mit Hund lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Adressen — für den Alltag genauso wie für den Notfall.
Tierärzte und Notfallversorgung in Lichtenrade
In Lichtenrade und den direkt angrenzenden Stadtteilen Marienfelde, Tempelhof und Lankwitz gibt es eine solide Dichte an Tierarztpraxen. Entlang der Lichtenrader Damm-Achse und im Bereich Mariendorf findest du mehrere niedergelassene Kleintierpraxen, die Routineuntersuchungen, Impfungen und akute Behandlungen abdecken. Ruf vor einem Besuch kurz an — Praxen haben unterschiedliche Öffnungszeiten und manche arbeiten nur mit Termin.
Für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten ist die Tierärztliche Vereinigung Berlin zuständig, die einen organisierten Notdienst koordiniert. Auf der Website der Berliner Senatsverwaltung für Veterinärwesen (LAGeSo) findest du aktuelle Informationen zum Notdienst und zu zugelassenen Praxen. Speichere die Nummer deiner nächstgelegenen Notfallklinik im Handy — im Ernstfall zählt jede Minute.
Größere Tierkliniken mit 24-Stunden-Betrieb befinden sich etwas weiter nördlich im Stadtgebiet, etwa in Schöneberg oder am Innsbrucker Platz. Die Fahrt von Lichtenrade dorthin dauert mit dem Auto je nach Tageszeit zwischen 20 und 40 Minuten — plane diesen Weg gedanklich vor, bevor du ihn im Stress das erste Mal fahren musst. Eine aktuelle Übersicht der Notfalldienste in Berlin pflegt das LAGeSo regelmäßig auf seiner Website.
Hundeschulen und Training in Lichtenrade
Wer in Lichtenrade neu eingezogen ist oder einen jungen Hund hat, findet im Bezirk Tempelhof-Schöneberg mehrere Hundeschulen und Trainer. Einige Anbieter arbeiten mit Welpen- und Junghundekursen, andere auf Alltagstraining und Leinenführigkeit spezialisiert. Schau dir vor der Anmeldung das Konzept genau an — seriöse Schulen setzen auf positive Verstärkung und lassen dich eine Schnupperstunde erleben, bevor du buchst.
Manche Trainer aus dem Bezirk bieten auch Einzeltraining zu Hause an, was besonders bei ängstlichen oder reaktiven Hunden sinnvoll sein kann. Die Arbeiterwohlfahrt und einige Sportvereine im Berliner Süden veranstalten gelegentlich Hundesport-Kurse — von der Begleithundeprüfung bis zu Nasenarbeit. Frag in lokalen Gruppen oder im Bezirksamt nach aktuellen Angeboten.
Eine offizielle Liste zertifizierter Hundeschulen existiert in Berlin nicht, aber der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) und der Deutsche Tierschutzbund geben Orientierung bei der Suche nach seriösen Anbietern. Prüfe immer, ob der Trainer eine anerkannte Ausbildung nachweisen kann — in Berlin ist das bislang keine gesetzliche Pflicht.
Auslaufzonen und eingezäunte Hundewiesen
In Berlin regelt die Grünanlagenverordnung die Nutzung von Parks und Grünflächen durch Hunde. Es gibt offiziell ausgewiesene Hundeauslaufflächen, auf denen Hunde ohne Leine rennen dürfen — diese sind durch Schilder gekennzeichnet. Für Lichtenrade selbst und die unmittelbar angrenzenden Grünflächen lohnt ein Blick auf die interaktive Karte des Berliner Senats für Stadtgrün und Umwelt, die alle offiziellen Auslaufzonen verzeichnet.
Am Lichtenrader Volkspark und entlang der Wegeverbindungen Richtung Mahlower See gibt es Bereiche, die von Hundehaltern regelmäßig genutzt werden. Ob und wo die Leinenpflicht gilt, variiert je nach Bereich — halte dich an die vor Ort aufgestellten Schilder und prüfe die aktuelle Regelung beim Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg. Im Zweifel gilt: Leine anlegen ist nie falsch.
Eingezäunte Hundewiesen, auf denen du deinen Hund komplett frei laufen lassen kannst, befinden sich eher in benachbarten Bezirken wie Treptow oder im Bereich des Teltowkanals. Wer einen sehr kleinen oder noch unsicheren Hund hat, für den eine gesicherte Fläche wichtig ist, legt mit dem Auto oder der S-Bahn schnell ein paar Stationen zu. Frag auch in lokalen Hundehaltergruppen auf Social Media — dort teilen Berliner Hundebesitzer aktuelle Tipps zu weniger bekannten Flächen.
Hundebetreuung, Pensionen und Gassiservice in Lichtenrade
Wer berufstätig ist oder verreist, braucht verlässliche Betreuungsangebote. In Lichtenrade und den Nachbarstadtteilen gibt es einzelne gewerbliche Hundehotels und -pensionen, die Tages- und Übernachtungsbetreuung anbieten. Plätze in guten Einrichtungen sind oft knapp — melde dich weit im Voraus an, vor allem in den Schulferienzeiten.
Gassiservices und Hundesitter vermitteln Plattformen wie Rover oder Pawshake, aber auch lokale Kleinanzeigenportale. Achte darauf, dass der Betreuer deine Hunderasse kennt und idealerweise eine Haftpflichtversicherung hat. Ein Probespaziergang vor dem ersten regulären Einsatz ist Pflicht — so testest du, ob die Chemie stimmt.
Wer seinen Hund in einer privaten Pflegefamilie unterbringen möchte, findet diese Möglichkeit über regionale Tierheime oder Vermittlungsportale. Das Tierheim Berlin in Falkenberg ist das größte seiner Art in Europa und hat mitunter auch Hinweise auf geprüfte Pflegefamilien. Ruf dort direkt an oder schau auf deren Website nach aktuellen Informationen.
Alternativ bieten einige Hundetagesstätten im Berliner Süden Ganztagesbetreuung an, bei der dein Hund nicht allein zu Hause wartet. Auch hier gilt: Besichtige die Einrichtung vorher und achte auf die Gruppengrößen — zu viele Hunde auf zu engem Raum kann Stress erzeugen, besonders für sensible Tiere.
Saisonal in Lichtenrade
Berlin hat ein kontinentales Stadtklima: heiße Sommer, teils bitterkalte Winter, Frühlinge mit Überraschungsfrost und Herbste, die von goldgelb bis grau alles bieten. Für Hundehalter in Lichtenrade bedeutet das: Jede Jahreszeit stellt andere Anforderungen — an dich und an deinen Hund.
Frühling: Brut- und Setzzeit in Lichtenrades Grünzügen
Wenn im März und April der Lichtenrader Volkspark und die Feldwege Richtung Brandenburgische Grenze wieder grüner werden, erwacht auch das Tierleben. In den Gehölzstreifen, Hecken und Grünflächen am Stadtrand brüten Bodenbrüter wie Feldlerche, Kiebitz und Rebhuhn — Arten, die in Berlin unter besonderem Schutz stehen. Ein Hund, der unkontrolliert durch Wiesenstreifen springt, kann Gelege zerstören, ohne dass du es merkst.
Die Berliner Naturschutzgebiete und geschützten Landschaftsbestandteile am südlichen Stadtrand sind in dieser Jahreszeit besonders sensibel. Halte deinen Hund auf den ausgewiesenen Wegen und führe ihn in der Leine, wenn ihr durch hohes Gras oder Gebüsch geht. Informationen zu Schutzgebieten in Tempelhof-Schöneberg findest du beim Berliner Senat für Umwelt und Naturschutz.
Im Frühling sind auch Zecken in Lichtenrade ein Thema — die Grünanlagen und Waldränder im Berliner Süden sind durchaus belastet. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausgang, besonders nach Spaziergängen durch hohes Gras. Besprich mit deinem Tierarzt rechtzeitig, welcher Zeckenschutz für dein Tier geeignet ist — von Spot-on über Halsbänder bis zu Tabletten gibt es verschiedene Optionen.
Frühling ist außerdem die Zeit, in der Kastanientriebe und Tulpenzwiebeln aus der Erde kommen. Viele frühjahrsblühende Pflanzen — darunter Maiglöckchen und Narzissen — sind für Hunde giftig. In gepflegten Vorgärten und Parks in Lichtenrade begegnen dir diese Pflanzen regelmäßig. Wer einen Hund hat, der gerne schnüffelt und gelegentlich knabbert, sollte wachsam sein.
Sommer: Hitze, Asphalt und kühle Alternativen
Berliner Sommer können brutal heiß werden — Temperaturen über 35 Grad sind in Lichtenrade keine Seltenheit mehr. Asphalt und Pflaster heizen sich dabei auf Temperaturen auf, die Hundepfoten innerhalb von Minuten verbrennen können. Mach den Handtest: Wenn du die flache Hand 7 Sekunden lang nicht schmerzfrei auf den Boden legen kannst, ist er zu heiß für deinen Hund.
Verlege Spaziergänge in die frühen Morgenstunden vor 9 Uhr oder in die Abendstunden nach 19 Uhr. In der Mittagshitze bleibst du mit dem Hund besser zu Hause — Hunde können keine Wärme so gut abgeben wie Menschen und überhitzen schnell. Kurznasen-Rassen wie Bulldoggen oder Möpse sind besonders gefährdet und sollten an heißen Tagen kaum draußen bewegt werden.
Für Abkühlung fahren viele Lichtenrader Hundehalter an den Teltowkanal oder weiter zu den Gewässern im Berliner Umland. Ob Hunde an bestimmten Badestellen ins Wasser dürfen, variiert je nach Standort und Saison — prüfe die Beschilderung vor Ort. Bring immer ausreichend frisches Trinkwasser für deinen Hund mit, auch auf kurzen Spaziergängen.
Achte im Sommer auch auf Blaualgenteppiche an stehenden Gewässern. Diese können für Hunde hochgiftig sein — Symptome treten oft erst Stunden nach dem Kontakt auf. Lass deinen Hund nicht aus trüb-grünlichem Wasser trinken und steig bei auffäligen Ablagerungen sofort heraus. Im Zweifelsfall fährst du direkt zum Tierarzt.
Herbst: Pilze, Nebel und Dunkelheit
Der Berliner Herbst bringt bunte Laubbäume, kühlere Temperaturen und morgendlichen Nebel über den Feldern südlich von Lichtenrade. Spaziergänge in der Dämmerung werden wieder schöner — aber auch unsichtbarer. Rüste dich und deinen Hund mit reflektierenden Leinen, Halsbändern oder kleinen LED-Lichtern aus, besonders wenn ihr an Straßen oder unbeleuchteten Wegen unterwegs seid.
In Parks und Grünstreifen wachsen im Herbst Wildpilze — darunter einige, die für Hunde gefährlich oder tödlich sind. Hunde, die schnüffeln und an allem kauen, sind gefährdet. Du musst keine Mykologie-Expertin werden, aber lerne die häufigsten giftigen Pilze in Berlin (Knollenblätterpilz, Pantherpilz) visuell zu erkennen. Wenn du vermutest, dass dein Hund einen Pilz gefressen hat, geh sofort zum Tierarzt — warte nicht auf Symptome.
Herbst ist auch die Zeit der Kastanien: Rosskastanien sind für Hunde leicht giftig und können bei größeren Mengen zu Erbrechen und Durchfall führen. Essbare Kastanien (Maronen) sind ungefährlich, aber kaum in Lichtenrade zu finden. Halte deinen Hund davon ab, Kastanien aufzupicken — auch wenn es für viele Hunde ein Lieblingsspiel ist.
Der Jagdbetrieb in den Wäldern und Feldern nahe der Berliner Stadtgrenze nimmt im Herbst zu. Auf Ausflügen Richtung Blankenfelde oder in die Feldflur südlich von Lichtenrade empfiehlt sich ein orangefarbenes Halstuch oder eine Warnweste für den Hund. Informiere dich beim Forstamt oder der Gemeinde über aktuelle Jagdzeiten, bevor du in Richtung brandenburgisches Umland aufbrichst.
Winter: Streusalz, Kälte und kurze Tage
Lichtenrade liegt zwar im Stadtgebiet, aber der Winter kommt hier trotzdem an: Glatteis, Schnee und vor allem Streusalz und Taumittel auf Gehwegen und Straßen. Streusalz reizt die Pfoten deines Hundes und kann bei Aufnahme über das Lecken der Pfoten zu Erbrechen führen. Wasche die Pfoten nach jedem Winterspaziergang mit lauwarmem Wasser ab.
Pfotenpflege ist im Winter besonders wichtig: Risse in der Pfotenhaut entstehen durch die Kombination aus Kälte und Salzbelastung. Pfotenbalsam vor dem Spaziergang kann helfen — frag deinen Tierarzt nach geeigneten Produkten. Für Hunde mit empfindlichen Pfoten oder kurzen Haaren an den Beinen kann ein Hundemantel sinnvoll sein, besonders bei kleinen oder kurzhaarigen Rassen.
Die kurzen Wintertage bedeuten: Viele Spaziergänge finden im Dunkeln statt. Das gilt besonders für Berufstätige, die morgens früh und abends nach der Arbeit mit dem Hund raus gehen. Reflexmaterial und Beleuchtung sind im Winter Pflicht, nicht Kür. Gleichzeitig bietet Lichtenrade im Winter ruhige, wenig frequentierte Seitenstraßen und Grünwege — nutze diese statt der Hauptstraßen.
An sehr kalten Tagen mit Temperaturen deutlich unter null Grad solltest du die Ausgangszeiten kürzen, besonders bei kleinen, kurzhaarigen oder alten Hunden. Beobachte, ob dein Hund Zeichen von Kälteunbehagen zeigt — Zittern, Hochheben der Pfoten oder Unwilligkeit weiterzulaufen sind klare Signale. Im Winter gilt wie im Sommer: Das Wohlbefinden deines Tieres geht vor Gewohnheit.
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