Hintergrund zur Region
Hellersdorf liegt im Berliner Osten, eingeklemmt zwischen Marzahn und Mahlsdorf, und wirkt auf den ersten Blick wie ein nüchterner Plattenbau-Bezirk. Doch wer mit Hund durch die Grünzüge der Wuhle oder die weiten Rasenflächen der Cottbusser Platz-Umgebung streift, entdeckt schnell: Hellersdorf bietet Hundehaltern überraschend viel Freiraum. Feuchte Wiesengerüche im Frühjahr, das Plätschern der Wuhle an ruhigen Sommervormittagen, knackige Herbstluft über den Kiesteichen — dieser Stadtrand hat eine eigene, ruhige Qualität.
Der Bezirk gehört offiziell zu Berlin-Marzahn-Hellersdorf und teilt sich Verwaltung, Grünanlagen und Tierschutzregeln mit seinem Nachbarn. Wer hier lebt, hat kurze Wege ins Grüne: Der Wuhletal-Grünzug beginnt praktisch vor der Haustür, und zum Biesdorfer Park sind es mit dem Fahrrad nur wenige Minuten. Für Auswärtige lohnt ein Tagesausflug besonders dann, wenn man das ruhige, wenig überlaufene Ostberlin kennenlernen will — ohne die Touristenströme der Innenstadt.
Auf dieser Seite findest du alles, was du als Hundehalter in und um Hellersdorf wissen musst: Spazierwege, Regeln, Tierärzte und saisonale Tipps. Die Angaben basieren auf offiziellen Berliner Quellen, trotzdem gilt: Prüfe lokale Regelungen immer direkt vor Ort oder auf den Seiten des Bezirksamts, denn Vorschriften können sich ändern.
Tagesausflüge mit Hund in Hellersdorf
Kaum hast du die S-Bahn oder U-Bahn verlassen, zieht es deinen Hund schon in Richtung Grün. Hellersdorf ist von mehreren Grünkorridoren durchzogen, die sich zu längeren Routen verbinden lassen. Das Beste daran: Die meisten dieser Wege sind selbst an Wochenenden angenehm ruhig — ideal für Hunde, die Trubel nicht mögen.
Wuhletal-Grünzug: Das grüne Rückgrat des Bezirks
Der Wuhletal-Grünzug ist das wichtigste Naherholungsgebiet für Hellersdorfer Hundehalter. Die Wuhle, ein kleiner Berliner Nebenfluss der Spree, schlängelt sich auf mehreren Kilometern durch den Bezirk und bietet abwechslungsreiche Uferwiesen, Gebüschstreifen und offene Wiesenflächen. Dein Hund kann hier je nach Abschnitt und Beschilderung ins seichte Wasser waten — prüfe aber vor Ort, ob das Betreten der Uferböschung gerade erlaubt ist, denn bestimmte Abschnitte sind aus Naturschutzgründen gesperrt. Die Wege sind gut begehbar, größtenteils unbefestigt und daher bei Regen entsprechend matschig.
Vom S-Bahnhof Wuhletal aus kannst du den Grünzug in beide Richtungen erkunden: nach Norden Richtung Marzahn oder nach Süden Richtung Köpenick. Die Südroute entlang der Wuhle bis nach Köpenick ist besonders schön und lässt sich je nach Kondition auf fünf bis über zehn Kilometer ausdehnen. Informationen zum Naturschutzgebiet Wuhletal findest du beim Stadtentwicklungsamt Marzahn-Hellersdorf.
Achte entlang des Grünzugs auf ausgeschilderte Brut- und Setzzeiten, besonders im Frühjahr. In manchen Wiesenabschnitten gilt dann Anleinpflicht oder das Betreten ist eingeschränkt, um Bodenbrüter zu schützen. Ein Blick auf die aktuellen Beschilderungen vor Ort schützt dich vor unbeabsichtigten Verstößen.
Biesdorfer Baggersee und Biesdorfer Park
Knapp westlich der Hellersdorfer Grenze, aber fußläufig oder per Rad gut erreichbar, liegt der Biesdorfer Park mit dem angrenzenden Baggersee. Dieser weitläufige Park vereint alte Baumbestände, Rasenflächen und einen Wasserspeicher zu einem der ruhigsten Ausflugsziele im Osten Berlins. Hunde freuen sich über die vielen Gerüche unter alten Eichen und Linden — und über die Möglichkeit, am Seeufer zu schnuppern.
Ob und wo dein Hund am Baggersee ins Wasser darf, ist vor Ort an den Schildern abzulesen. Badestellen für Menschen sind für Hunde in der Regel gesperrt; freie Uferzonen abseits des Badebereichs sind aber oft zugänglich. Prüfe die aktuelle Situation direkt am See, denn die Regelungen können saisonal variieren. Der Park selbst ist ein ruhiger Gegenpol zu den belebteren Biesdorfer Ortsteilen.
Wer den Park kennt, schätzt ihn als Halbtagsziel: Ankommen, durchatmen, spazieren, sitzen — ohne große Ablenkung. Kombiniere den Besuch mit einem Abstecher zur Hellersdorfer Promenade oder dem Cottbusser Platz, wenn du die Beingegend etwas wechseln möchtest.
Kaulsdorfer Seen: Stille Gewässer im Stadtrandwald
Die Kaulsdorfer Seen liegen am südöstlichen Rand des Bezirks und gehören zu den ruhigsten Naherholungsgebieten ganz Berlins. Ein Netz kleiner Wege verbindet mehrere Kiesteiche inmitten von Kiefernwäldern und Grünstreifen. Für Hunde ist das ein Paradies: Waldgerüche, Wasserränder, und kaum Verkehr. Die Wege sind locker befestigt oder Trampelpfade — festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Einen offiziellen Hundestrand gibt es hier nicht, aber ruhige Uferstellen, an denen Hunde nach einem Blick auf die Beschilderung ins Wasser können. Die Seen liegen teilweise im Landschaftsschutzgebiet — halte dich an die ausgewiesenen Wege und lass deinen Hund nicht durch Schilfflächen streifen, in denen Vögel brüten könnten. Aktuelle Schutzgebietshinweise liefert die Senatsverwaltung für Umwelt Berlin.
Die Kaulsdorfer Seen eignen sich besonders für frühe Morgenspaziergänge, wenn Nebel über dem Wasser liegt und kaum andere Menschen unterwegs sind. Wer die U5 bis Kaulsdorf nimmt, ist in wenigen Minuten mitten in dieser überraschend stillen Landschaft.
Hellersdorfer Promenade und Louis-Lewin-Straße: Städtisch flanieren
Nicht jeder Ausflug muss Wald und Wasser bedeuten. Die Hellersdorfer Promenade und die breiten Fußwege entlang der Louis-Lewin-Straße bieten eine eigene Form der Entspannung: breite Bürgersteige, baumgesäumte Alleen und das ruhige Tempo eines Berliner Randbezirks ohne Tourismus-Getümmel. Für Hunde, die an der Leine gut laufen und Menschen mögen, ist das Flanieren hier deutlich stressfreier als in der Stadtmitte.
Die Plattenbauviertel Hellersdorfs haben in den letzten Jahren viel Begrünung erhalten: Baumscheiben, Rasenflächen und kleine Platzanlagen unterbrechen immer wieder die Betonlandschaft. Das macht den Stadtteil für Hunde angenehmer als sein Ruf vermuten lässt. Für eine kurze Runde zwischendurch oder zum Aufwärmen vor dem eigentlichen Ausflug ins Wuhletal sind diese Wege gut geeignet.
Denk daran, deinen Hund auf belebten Gehwegen an der kurzen Leine zu führen — auch wenn es ruhig wirkt, können Fahrräder oder Kinder unerwartet auftauchen. Kottbusser Platz und Umgebung haben vereinzelt Außengastronomieflächen, wo hundefreundliche Cafés zu finden sind — frage aber immer direkt nach, bevor du mit deinem Hund Platz nimmst.
Hund und lokale Regeln in Hellersdorf
Berlin hat klare Regeln für Hunde, und Hellersdorf ist da keine Ausnahme. Wer informiert ist, vermeidet Ärger — und hat mehr Freude am Ausflug. Die wichtigsten Vorschriften betreffen Leinenpflicht, Anmeldung, öffentliche Verkehrsmittel und die Entsorgung von Hundekot. Alle Details solltest du immer auf den offiziellen Seiten des Bezirksamts oder der Stadt Berlin prüfen, da sich Regelungen ändern können.
Leinenpflicht in Berlin: Was gilt in Hellersdorf konkret?
In Berlin gilt gemäß dem Berliner Hundegesetz (HundeG Bln) grundsätzlich eine Anleinpflicht in öffentlichen Bereichen — also auf Gehwegen, in Parks und auf Grünanlagen, sofern keine ausdrückliche Ausnahme ausgewiesen ist. In Hellersdorf gelten dieselben Regeln wie im übrigen Stadtgebiet. Ausgewiesene Hundefreilaufflächen sind die Ausnahme, auf der dein Hund ohne Leine rennen darf — außerhalb dieser Flächen ist Anleinen Pflicht.
Im Wuhletal-Grünzug und in Landschaftsschutzgebieten kann die Anleinpflicht zusätzlich verschärft sein, besonders während der Brut- und Setzzeit im Frühjahr. Schilder vor Ort sind verbindlich — ignoriere sie nicht, denn Verstöße können mit einem Bußgeld geahndet werden. Den genauen Gesetzestext findest du auf der Seite des Berliner Senats für Justiz und Verbraucherschutz.
Für Hellersdorf gilt besonders: Im Bereich der Kaulsdorfer Seen und des Wuhletals sind manche Uferbereiche als Naturschutzzone ausgewiesen. Hunde müssen dort angeleint bleiben, auch wenn kein Schild explizit darauf hinweist — im Zweifel anleine und beim Bezirksamt nachfragen.
Hundeanmeldung und Hundesteuer in Berlin
In Berlin besteht Anmeldepflicht für jeden Hund beim zuständigen Finanzamt — nicht beim Bezirksamt, wie in anderen Städten üblich. Die Anmeldung muss innerhalb von zwei Wochen nach der Anschaffung oder dem Zuzug erfolgen. Als Nachweis erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum tragen muss.
Die Berliner Hundesteuer wird jährlich erhoben. Die genaue Höhe regelt das Berliner Steuergesetz, das du beim zuständigen Finanzamt oder auf den offiziellen Berliner Behördenseiten einsehen kannst — nenne keine festen Beträge, da diese regelmäßig angepasst werden. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde) gelten höhere Steuersätze. Alle aktuellen Informationen findest du auf den Seiten der Berliner Finanzämter.
Wer seinen Hund nicht anmeldet, riskiert ein Bußgeld. Das Ordnungsamt Marzahn-Hellersdorf führt gelegentlich Kontrollen in Parks und Grünanlagen durch. Besser also: direkt nach der Anschaffung anmelden und die Marke konsequent am Halsband tragen lassen.
Hund im Berliner ÖPNV und in der Gastronomie
Mit dem Hund in der U-Bahn oder S-Bahn durch Berlin zu fahren ist möglich, aber an Bedingungen geknüpft. Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) und der S-Bahn Berlin gilt: Kleine Hunde, die in einer geschlossenen Tasche transportiert werden, fahren kostenlos. Größere Hunde benötigen einen eigenen Fahrausweis zum ermäßigten Tarif und müssen angeleint und mit Maulkorb befördert werden. Prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt bei der BVG, da sich die Regeln gelegentlich ändern.
In Bussen ist die Mitnahme von Hunden eingeschränkter — im Zweifel frage den Fahrer oder informiere dich vorab. Für die Anreise nach Hellersdorf eignen sich U5 und S-Bahn-Linien gut, da die Züge meistens ausreichend Platz bieten und nicht überfüllt sind, besonders außerhalb der Stoßzeiten.
In der Gastronomie gilt in Berlin keine einheitliche Regel: Hunde sind nicht grundsätzlich erlaubt. Jedes Lokal entscheidet selbst. Viele Cafés und Restaurants in Hellersdorf und Umgebung dulden Hunde auf der Terrasse — frage aber immer vorher, bevor du deinen Hund mit hineinnimmst oder an einem Außentisch Platz nimmst. Ein gut erzogener Hund, der ruhig unter dem Tisch liegt, wird deutlich öfter willkommen geheißen.
Listenhunde, Maulkorb und Kot-Entsorgung in Hellersdorf
Berlin führt eine Liste sogenannter gefährlicher Hunderassen, für die besondere Auflagen gelten. Dazu zählen unter anderem Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier und Rottweiler sowie weitere Rassen und Kreuzungen. Für diese Hunde gelten verschärfte Anforderungen, darunter Leinenpflicht und Maulkorb im gesamten öffentlichen Raum, ein Wesenstest sowie besondere Haftpflichtversicherungspflicht. Ob deine Rasse auf der Berliner Liste steht, erfährst du beim zuständigen Veterinäramt des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf — informiere dich unbedingt vor dem ersten Ausflug.
Die Pflicht zur Beseitigung von Hundekot gilt in Berlin überall im öffentlichen Raum — auf Gehwegen, in Parks, in Grünanlagen und auf Spielplätzen sowieso. Im Wuhletal-Grünzug und in den Parkanlagen des Bezirks stehen an vielen Stellen Kotbeutelspender und Abfallbehälter bereit. Nutze sie konsequent: Neben dem Respekt gegenüber Mitbürgern schützt du damit auch die Bodenqualität in sensiblen Naturgebieten.
Vergiss nicht: Auf Kinderspielplätzen ist das Betreten mit Hunden verboten — auch kurz zum Durchqueren. Das gilt in ganz Berlin und wird in Hellersdorf wie anderswo durch das Ordnungsamt kontrolliert. Halte Abstand zu Spielflächen und umgehe sie auf den ausgewiesenen Wegen.
Praktisches vor Ort in Hellersdorf
Zwischen Plattenbau und Parkanlage, Einkaufszentrum und Kleingarten — Hellersdorf ist bodenständig, und das merkt man auch daran, wie die Menschen hier mit ihren Hunden umgehen. Wer neu im Bezirk ist oder nur einen Tag zu Besuch kommt, sollte die wichtigsten Anlaufstellen kennen: Wo hilft dir jemand im Notfall? Wer bringt deinem Hund gute Manieren bei? Und wo kannst du ihn tagsüber in guten Händen lassen?
Tierärzte und Notfallversorgung in Hellersdorf
In Hellersdorf und dem direkt angrenzenden Marzahn findest du mehrere Tierarztpraxen, die reguläre Sprechstunden anbieten. Für den Alltag — Impfungen, Wurmkur, kleinere Verletzungen — bist du im Bezirk gut versorgt. Praxen entlang der Hellersdorfer Straße und im Bereich Kaulsdorf sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.
Abends, nachts oder am Wochenende ist eine tierärztliche Notfallklinik die richtige Adresse. Die nächstgelegenen Notfallpraxen liegen in der Berliner Innenstadt sowie im östlichen Stadtgebiet — halte deren Telefonnummern immer griffbereit, denn im Ernstfall zählt jede Minute. Die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz Berlin listet Anlaufstellen und Informationen zur tierärztlichen Versorgung in der Stadt.
Ein praktischer Tipp: Lege dir zu Hause eine kleine Hundeapotheke an — Wundspray, Zeckenzange, Pfotenschutz und ein Verband gehören hinein. Im östlichen Berlin gibt es vereinzelt auch mobile Tierärzte, die Hausbesuche anbieten; frage in lokalen Nachbarschaftsgruppen nach aktuellen Empfehlungen.
Hundeschulen und Trainingsangebote
Hellersdorf hat eine aktive Hundecommunity, und das spiegelt sich im Trainingsangebot wider. Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf gibt es Hundeschulen, die Welpenkurse, Grundgehorsamkeit und weiterführende Trainingseinheiten anbieten. Einige Trainer arbeiten auch direkt in den großen Grünanlagen des Bezirks und nutzen reale Umgebungen statt künstlicher Übungsgelände.
Wer einen Sachkundenachweis benötigt — in Berlin ist dieser für alle Hunde verpflichtend — findet entsprechende Kurse bei zertifizierten Anbietern. Informiere dich dazu direkt beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, das aktuelle Anforderungen und zugelassene Prüfstellen benennt. Veraltete Informationen aus dem Internet sind hier riskant; verlasse dich auf die offizielle Quelle.
Neben klassischen Hundeschulen wächst auch das Angebot an Einzeltraining und Verhaltensberatung. Das ist besonders sinnvoll, wenn dein Hund in der dicht besiedelten Umgebung Hellersdorfs — mit vielen Menschen, Radfahrern und engen Wegen — noch Übung braucht. Lokale Facebook-Gruppen und Nachbarschaftsplattformen wie Nebenan.de sind oft die schnellste Möglichkeit, aktuelle Empfehlungen zu bekommen.
Auslaufflächen und Hundezonen im Bezirk
Der Hellersdorfer Graben und die ausgedehnten Grünflächen rund um die Wuhle bieten Hunden Bewegungsraum — doch nicht überall gilt dieselbe Regelung. Einige Bereiche im Bezirk sind als eingezäunte Hundeauslaufflächen ausgewiesen, auf denen Hunde legal ohne Leine toben dürfen. Diese Flächen sind in Berlin durch entsprechende Beschilderung gekennzeichnet.
Wichtig: Außerhalb ausgewiesener Freiflächen gilt in Parks und öffentlichen Grünanlagen in Berlin grundsätzlich Leinenpflicht. Prüfe die Beschilderung vor Ort sorgfältig, denn die Regelungen können sich je nach Parkabschnitt und Jahreszeit unterscheiden. Aktuelle Informationen zu Hundeauslaufflächen im Bezirk findest du beim Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf.
Ein besonders beliebter Treffpunkt für Hundehalter ist der Bereich rund um den Elsensee und die angrenzenden Wege im Wuhletal. Hier treffen sich viele Hunde und ihre Menschen zum morgendlichen Spaziergang. Die soziale Komponente ist nicht zu unterschätzen: Gut vernetzte Hundehalter wissen meistens als erste, wenn sich Regelungen ändern oder neue Auslaufflächen eröffnen.
Hundebetreuung und Pensionen
Wer tagsüber arbeitet oder einen Kurztrip ohne Hund plant, braucht verlässliche Betreuungsoptionen. In Hellersdorf und Marzahn gibt es Dogwalker, die deinen Hund mittags ausführen, sowie private Hundesitter, die ihn bei sich zu Hause aufnehmen. Plattformen zur Vermittlung solcher Dienste sind weit verbreitet — prüfe aber immer Referenzen und vereinbare vorher ein persönliches Kennenlernen.
Für längere Abwesenheiten bieten sich Hundepensionen im Umland an, die von Hellersdorf aus gut erreichbar sind. Das östliche Berliner Umland — Brandenburg an der Havel, Strausberg, Erkner — hat einige etablierte Einrichtungen. Frage deinen Tierarzt nach Empfehlungen, denn gute Pensionen werden im Fachkreis oft weiterempfohlen.
Eine wachsende Alternative sind Tagespflegeangebote in Privatwohnungen, die über Nachbarschaftsnetzwerke vermittelt werden. Achte auf klare Absprachen zu Fütterung, Medikamentengabe und Notfallkontakten. Für Hunde, die Einzelbetreuung gegenüber Gruppenbetreuung bevorzugen, ist diese Option oft die stressärmere Wahl.
Saisonal in Hellersdorf
Die Jahreszeiten verändern nicht nur das Gesicht des Wuhletals — sie verändern auch, worauf du beim Spazierengehen mit deinem Hund achten musst. Hellersdorf liegt zwar mitten in der Stadt, doch die ausgedehnten Grün- und Wasserflächen bringen saisonale Besonderheiten mit, die Hundehalter kennen sollten.
Frühling: Brut- und Setzzeit im Wuhletal
Wenn im März und April die ersten Blüten an den Schlehenhecken entlang des Wuhletals aufgehen, beginnt gleichzeitig die Brut- und Setzzeit. Vögel nisten im Unterholz entlang des Graben, Kaninchen setzen ihre Jungen in den Wiesenbereichen, und auch Rehe sind in den grünen Randbereichen des Bezirks keine Seltenheit. Ein freilaufender Hund kann in dieser Zeit erheblichen Schaden anrichten — nicht nur an den Tieren, sondern auch für dich rechtlich.
Die Leinenpflicht gilt in dieser Jahreszeit besonders streng, und viele Bereiche des Wuhletals sind ohnehin ganzjährig leinenpflichtig. Halte deinen Hund nah bei dir und meide dichtes Gebüsch und hohe Grasbereiche abseits der Wege. Das Berliner Naturschutzgesetz schützt wildlebende Tiere in der Brut- und Setzzeit ausdrücklich — informiere dich über aktuelle Regelungen auf der Website der Senatsverwaltung für Umwelt und Naturschutz Berlin.
Frühling ist auch die Zeit, in der Zecken wieder aktiv werden. Im Wuhletal und in den Kleingartenbereichen Hellersdorfs sind Zecken ab etwa fünf Grad Celsius unterwegs. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausgang gründlich — besonders in den Achseln, hinter den Ohren und zwischen den Zehen. Sprich mit deinem Tierarzt rechtzeitig über ein geeignetes Zeckenschutzmittel.
Sommer: Hitze und Wasser im östlichen Berlin
Berliner Sommer können heiß werden — und Hellersdorf liegt in einer der wärmeren Ecken der Stadt, fernab kühlender Wasserläufe der Innenstadt. An Tagen über 28 Grad solltest du Spaziergänge auf die frühen Morgenstunden und den Abend verlegen. Der Asphalt auf den breiten Wegen rund um das Einkaufszentrum und entlang der Hellersdorfer Straße heizt sich stark auf und kann Hundepfoten innerhalb von Minuten verletzen.
Teste die Bodentemperatur mit dem Handrücken-Test: Kannst du deine Hand nicht sieben Sekunden auf dem Belag halten, ist er zu heiß für deinen Hund. Weiche auf Gras- und Schotterweg aus — die Wiesenbereiche entlang der Wuhle und im Wuhletal bleiben länger kühl. Der Elsensee und der Bereich am Wuhletalweg bieten im Sommer auch für Hunde schattige Zonen, die Abkühlung verschaffen.
Blaualgen sind in städtischen Gewässern ein ernstes Thema. Prüfe vor dem Einstieg in Gewässer die aktuelle Badegewässerqualität beim Berliner Senat; stehende Gewässer in Hitzeperioden können kurzfristig gesundheitsgefährdend werden. Achte auf trübes, grünlich schimmerndes Wasser und verbiete deinem Hund dort das Baden — auch wenn er es noch so dringend möchte. Führe im Sommer immer genug frisches Trinkwasser für deinen Hund mit.
Herbst: Nebel, Laub und langer Auslauf
Der Herbst ist für viele Hellersdorfer Hundehalter die schönste Jahreszeit zum Spazierengehen. Die Wuhle-Ufer leuchten in Gelb und Rostrot, der Nebel liegt morgens über den Wiesen, und der Trubel des Sommers ist vorbei. Die Temperaturen sind angenehm, und viele Hunde genießen die kühlere Luft sichtlich.
Doch Herbst bringt auch Risiken mit: Nüsse, Kastanien und bestimmte Pilze, die in den Grünanlagen und Parkanlagen Hellersdorfs wachsen, können für Hunde giftig sein. Vor allem Eicheln enthalten Tannine, die bei regelmäßigem Fressen zu Vergiftungserscheinungen führen. Halte deinen Hund davon ab, Dinge vom Boden aufzunehmen — besonders in laubbedeckten Bereichen, wo Pilze und Früchte schwer zu erkennen sind.
Auch die Sichtbarkeit sinkt im Herbst: Kürze Tage und frühe Dämmerung bedeuten, dass viele Gassi-Runden in der Dunkelheit stattfinden. Investiere in ein Leuchthalsband oder eine LED-Leine, damit du und andere deinen Hund jederzeit sehen. Radfahrer auf den Wegen des Wuhletals sind oft schnell — sichtbar zu sein schützt euch beide.
Winter: Streusalz, Kälte und Rückzugsorte
Hellersdorfer Winter sind grau und oft feucht, mit gelegentlichem Frost und Schnee. Das größte Problem für Hundepfoten im Winter ist nicht die Kälte selbst, sondern das Streusalz und die Taumittel auf Gehwegen und Straßen. Die Chemikalien dringen in die Pfotenballen ein und können zu Rissen und Entzündungen führen. Wasche die Pfoten deines Hundes nach jedem Winterspaziergang gründlich mit lauwarmem Wasser ab.
Pfotenschutzcremes oder spezielle Pfotenschutzwachs-Produkte bilden eine schützende Schicht und sollten vor längeren Gängen auf befestigten Wegen aufgetragen werden. Manche Hunde akzeptieren auch Hundeschuhe — gerade für kurze, intensive Einkaufsstraßentouren entlang der Hellersdorfer Straße können sie sinnvoll sein. Führe deinen Hund wo möglich auf Schnee oder unbehandelten Wiesenflächen, zum Beispiel im Wuhletal.
Kurztägige Wintermonate bedeuten weniger Tageslicht und kürzere aktive Phasen für viele Hunde. Dennoch braucht dein Hund auch im Winter regelmäßige Bewegung und mentale Auslastung. Nutze die ruhigeren Wuhlewege in der frühen Nachmittagshelle für ausgedehnte Spaziergänge — und halte dabei ein Auge auf vereiste Wege, die besonders im Wuhletal nach Frostnächten gefährlich glatt werden können. Bei Minustemperaturen und kleinen oder kurzhaarigen Hunden lohnt sich ein Hundemantel, der vor dem Wind schützt.
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