Mit dem Hund in Ulm

Alles für Hundehalter in Ulm, Baden-Württemberg – Ziele, Regeln und Praktisches vor Ort.

In 3 Sekunden – das Wichtigste

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Tagesausflüge mit Hund in Ulm

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Hintergrund zur Region

Ulm liegt dort, wo die Donau die Schwäbische Alb hinter sich lässt und das Oberschwäbische Hügelland beginnt. Die Stadt empfängt dich mit dem höchsten Kirchturm der Welt, einem lebendigen Fischerviertel direkt am Wasser und einem breiten Grüngürtel, der sich entlang beider Flussufer erstreckt. Für Menschen mit Hund ist das eine echte Kombination: Kultur und Altstadt auf der einen Seite, Wiesen, Auwälder und Uferwege auf der anderen.

Die Donau trennt Ulm von seiner bayerischen Schwesterstadt Neu-Ulm — und das ist für Hundehalter ein echter Vorteil. Ein Spaziergang führt dich in wenigen Schritten über die Grenze, und beide Uferseiten bieten unterschiedliche Charaktere: hügeliges Parkgelände hier, flache Wiesen dort. Besonders früh morgens, wenn der Nebel über dem Fluss liegt und kaum jemand unterwegs ist, gehören die Uferwege fast dir und deinem Hund allein. Der Geruch nach Flusswasser, feuchtem Laub und frisch gemähtem Gras ist ein verlässlicher Begleiter.

Ulm hat rund 125 000 Einwohner und eine für mittelgroße deutsche Städte typische Mischung aus dicht bebauter Innenstadt und weitläufigen Randgebieten mit Parks und Naherholungsflächen. Grünflächen, Hundewiesen und Auslaufflächen verteilen sich über das Stadtgebiet, sind aber ungleichmäßig. Es lohnt sich, vor einem Besuch gezielt zu planen — welche Bereiche Leinenpflicht haben, wo Hunde frei laufen dürfen und welche Gastronomie am Wasser tierfreundlich ist. Diese Seite gibt dir den Überblick.

Tagesausflüge mit Hund in Ulm

Schon beim ersten Schritt auf den Münsterplatz merkst du, dass Ulm keine rein urbane Stadt ist — der Blick schweift sofort über die Dächer hinaus auf Hügel und Baumkronen. Rund um Ulm öffnet sich eine Landschaft, die für Tagesausflüge mit Hund geradezu gemacht scheint: breite Flusstäler, dicht bewaldete Hänge, Streuobstwiesen und historische Wege. Die folgenden Orte sind zu Fuß, per Rad oder mit kurzer Anfahrt erreichbar.

Donauufer und Glacis-Anlage

Das Donauufer zwischen dem Metzgerturm und der Friedrich-Ebert-Brücke ist die bekannteste Spazierroute in Ulm — und eine der schönsten. Der Weg führt direkt am Wasser entlang, meist mit breitem Kiesstrand auf der einen und alten Weiden auf der anderen Seite. Hunde können hier die Donau gut erreichen, besonders an flacheren Stellen zwischen den Stufen. Prüfe aber vor Ort, ob an bestimmten Uferabschnitten Leinenpflicht besteht — die Beschilderung wechselt.

Direkt oberhalb des Ufers liegt die Glacis-Anlage, ein weitläufiger Parkbereich auf dem ehemaligen Festungswall. Die Rasenflächen sind großzügig, die alten Bäume spenden Schatten, und die leichten Hügel geben dem Ganzen eine angenehme Abwechslung. Der Park ist gut begehbar und für Hunde ein beliebter Treff — besonders an Wochenenden. Auch hier gilt: Informiere dich über aktuelle Leinenpflichtregelungen im Stadtbereich, da diese Flächen in gepflegten Parkanlagen liegen.

Die Kombination aus Uferspaziergang und Glacis ergibt eine Runde von etwa vier bis fünf Kilometern, die sich auch für weniger sportliche Hunde gut eignet. Unterwegs gibt es mehrere Gastronomieangebote mit Außenbestuhlung — ob Hunde dort willkommen sind, hängt vom einzelnen Betrieb ab. Frag kurz nach, bevor du dich mit deinem Vierbeiner setzt.

Friedrichsau und Donauauen

Die Friedrichsau ist Ulms große Parkanlage am östlichen Stadtrand — weitläufig, grün und mit direktem Übergang in die Donauauen. Der Park entstand als Gartenschaugelände und hat seinen naturnahen Charakter behalten: Teiche, Baumgruppen, offene Wiesenflächen und schattige Wege wechseln sich ab. Für Hunde ist das ein kurzweiliges Terrain, weil immer wieder neue Gerüche und Eindrücke kommen.

Am östlichen Ende der Friedrichsau beginnen die eigentlichen Donauauen — ein System aus Uferwäldern, Altarmen und Wiesen, das sich flussabwärts zieht. Die Wege sind hier naturbelassener, bei Regen auch schlammig. Hunde, die gern im Wasser sind, finden an ruhigeren Nebenarmen des Flusses gute Einstiegsstellen. Beachte, dass Teile der Auen Naturschutzgebiet sind — die dort gültigen Regeln (insbesondere Anleinpflicht und Wegegebot) sind unbedingt zu respektieren. Die aktuellen Schutzgebietsverordnungen findest du beim Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).

Für einen längeren Ausflugstag kombinierst du Friedrichsau und Donauauen ideal mit einer Einkehr in der nahegelegenen Gastronomie am Donauufer. Trinkwasserquellen sind im Park vorhanden, nimm aber trotzdem eine eigene Flasche und einen Napf mit — besonders im Sommer, wenn der Hund viel trinkt.

Blaubeuren und das Blautal

Rund 20 Kilometer westlich von Ulm liegt Blaubeuren mit dem berühmten Blautopf — einer kreisrunden Karstquelle von einem unglaublich tiefen, grün-blau leuchtenden Farbton. Der Ort selbst ist verwinkelt und historisch, der Weg entlang der Blau führt durch frisches, schattenreiches Augelände. Für Hunde und Halter ist das eine der schönsten Halbtagestouren von Ulm aus.

Das Blautal zieht sich von Blaubeuren bis nach Ulm und eignet sich hervorragend für eine Etappenwanderung. Auf dem gut markierten Blautalweg läufst du abwechselnd durch Wiesentäler, Wälder und kleine Dörfer. Die meisten Wegabschnitte sind auch für Hunde gut begehbar — flache Passagen wechseln mit leichteren Anstiegen. Bring ausreichend Wasser mit, da nicht an jeder Stelle eine Tränke oder ein Bach erreichbar ist.

Blaubeuren ist mit dem Zug von Ulm aus in etwa 20 Minuten erreichbar — die Bahn ist eine gute Option, wenn du die Route nur in eine Richtung laufen möchtest. Hunde im Regionalzug benötigen in Baden-Württemberg in der Regel einen halben Fahrschein; informiere dich vor Fahrt über die aktuellen Beförderungsbedingungen beim jeweiligen Verkehrsunternehmen.

Söflinger Hang und Weinberge westlich der Stadt

Westlich der Ulmer Innenstadt, jenseits des Stadtteils Söflingen, öffnet sich eine leicht hügelige Landschaft aus Streuobstwiesen, Weinbergen und Feldwegen. Die Gegend ist weniger bekannt als das Donauufer, aber gerade deshalb ruhig und entspannt — ideal für längere Spaziergänge ohne viel Trubel. Der Boden ist je nach Jahreszeit fest oder weich, im Frühling blüht es hier üppig.

Ein schöner Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Söflinger Kirche, von wo aus du in wenigen Minuten auf die freien Felder und Hänge kommst. Die Wege sind meist unbefestigt und für Hunde aller Größen gut geeignet. Da es sich um landwirtschaftlich genutzte Flächen handelt, gilt in der Nähe von Feldern und Weiden besondere Sorgfaltspflicht — Hunde sollten in der Nähe von Nutztieren stets angeleint sein.

Von erhöhten Punkten aus hast du einen weiten Blick über Ulm und bei klarem Wetter bis zur Schwäbischen Alb. Das macht die Tour auch für dich selbst zu einem echten Naturerlebnis — nicht nur für den Hund. Rückwege lassen sich variieren, sodass keine zwei Runden gleich sind.

Hund und lokale Regeln in Ulm

Wer mit Hund in einer deutschen Großstadt unterwegs ist, merkt schnell: Die Regelwerke sind vielschichtig. Bundesrecht, Landesrecht, städtische Satzungen und die Regeln einzelner Grünflächen greifen ineinander. In Ulm ist das nicht anders. Wer die wichtigsten Grundregeln kennt, kann entspannter unterwegs sein — und vermeidet unangenehme Überraschungen.

Leinenpflicht in Ulm

In Ulm gilt in vielen öffentlichen Bereichen eine Leinenpflicht für Hunde. Das betrifft insbesondere Fußgängerzonen, belebte Plätze, öffentliche Parks und Spielplatznähe. Die genaue Abgrenzung, welche Flächen unter die Leinenpflicht fallen und wo Hunde frei laufen dürfen, ist in der städtischen Polizeiverordnung geregelt. Verlasse dich nicht auf mündliche Aussagen anderer Hundehalter vor Ort — die Regeln können sich ändern und sind nicht überall einheitlich beschildert.

Für Naturschutzgebiete und Landschaftsschutzgebiete in der Umgebung gelten zusätzliche Regelungen nach dem Landesnaturschutzgesetz Baden-Württemberg. Dort ist in der Regel ganzjährig Leinenpflicht, und das Verlassen der Wege kann untersagt sein. Diese Regeln dienen dem Schutz von Bodenbrütern und Wildtieren — achte auf entsprechende Hinweisschilder und informiere dich vorab beim Stadtportal Ulm.

Auf ausgewiesenen Hundeauslaufzonen — sofern vorhanden und entsprechend gekennzeichnet — dürfen Hunde in der Regel ohne Leine laufen. Welche Flächen in Ulm aktuell als solche ausgewiesen sind, erfährst du über die Stadtverwaltung oder direkt vor Ort an den Hinweistafeln. Es ist sinnvoll, diese Zonen bei einem ersten Besuch gezielt aufzusuchen, um deinem Hund Freilauf zu ermöglichen, ohne gegen Regeln zu verstoßen.

Anmeldung und Hundesteuer

In Deutschland — und damit auch in Ulm — besteht eine Pflicht zur Anmeldung deines Hundes bei der Stadtverwaltung. Das gilt für alle, die mit ihrem Hund in Ulm ihren Hauptwohnsitz haben. Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Steueramt der Stadt Ulm. Im Gegenzug erhältst du eine Hundesteuermarke, die der Hund bei sich tragen muss und die ihn im Verlustfall leichter identifizierbar macht.

Die Stadt erhebt eine Hundesteuer — die genaue Höhe richtet sich nach der aktuellen Hundesteuersatzung der Stadt Ulm. Wir nennen hier keine konkreten Beträge, da diese sich ändern können. Maßgeblich ist die jeweils gültige Satzung; die aktuellen Informationen findest du direkt beim Stadtportal Ulm unter dem Bereich Steuern und Abgaben. Für als gefährlich eingestufte Hunde (sogenannte Listenhunde) gelten erhöhte Steuersätze und zusätzliche Auflagen — dazu gleich mehr.

Wer nur zu Besuch in Ulm ist und nicht gemeldet ist, muss sich nicht vor Ort anmelden — die Hundesteuerpflicht knüpft an den Wohnsitz an. Dennoch gelten alle anderen Regeln (Leinenpflicht, Anleingebot, Kotentsorgung) selbstverständlich auch für Gäste.

Listenhunde und das Landesrecht Baden-Württemberg

Baden-Württemberg regelt den Umgang mit Hunden, die als potenziell gefährlich eingestuft werden, im Polizeigesetz sowie in der Polizeiverordnung des Innenministeriums. Es gibt in Baden-Württemberg keine landesweite Rasseliste im klassischen Sinne, wie sie andere Bundesländer kennen. Stattdessen wird Gefährlichkeit in der Regel individuell festgestellt — etwa nach einem Beißvorfall oder auf Grundlage eines behördlichen Verfahrens.

Das bedeutet: Rassen wie American Pit Bull Terrier, Staffordshire Bullterrier oder andere Terrier-Kreuzungen sind nicht automatisch landesweit verboten oder besonders reguliert — aber sie können im Einzelfall als gefährlich eingestuft werden. Wer einen Hund hält, der in anderen Bundesländern auf einer Rasseliste steht, sollte sich vor dem Umzug nach oder dem Besuch in Baden-Württemberg bei der zuständigen Behörde informieren. Auskunft erteilt das Veterinäramt des Alb-Donau-Kreises oder die Stadt Ulm direkt.

Für bereits als gefährlich eingestufte Hunde gilt in der Regel: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum, Zuverlässigkeitsprüfung des Halters und gegebenenfalls Sachkundenachweis. Die genauen Auflagen erfährst du bei der zuständigen Ordnungsbehörde. Alle relevanten landesrechtlichen Grundlagen findest du beim Innenministerium Baden-Württemberg unter im.baden-wuerttemberg.de.

Öffentlicher Nahverkehr, Gastronomie und Kotentsorgung

Im ÖPNV der Region Ulm/Neu-Ulm (Stadtbus, Stadtbahn) gelten die Beförderungsbedingungen des Stadtverkehrs Ulm (DING-Verbund). Hunde dürfen in der Regel mitfahren, wenn sie in einer geeigneten Transporttasche oder -box untergebracht sind oder angeleint werden und niemanden gefährden oder belästigen. Kleine Hunde in Taschen fahren oft kostenlos oder vergünstigt mit; für größere Hunde wird in der Regel ein ermäßigtes Ticket fällig. Prüfe die aktuellen Bedingungen vor der Fahrt direkt beim Verkehrsverbund.

Die Gastronomieszene in Ulm ist heterogen — manche Außengastronomie am Donauufer oder im Fischerviertel begrüßt Hunde ausdrücklich, andere Betriebe lehnen sie ab. Eine pauschale Aussage lässt sich hier nicht treffen. Am sichersten ist ein kurzes Telefonat oder eine Nachfrage beim Betreten. Restaurants, die Hunde tolerieren, stellen oft Wasser bereit — aber ein eigener Napf ist immer eine gute Idee.

Zur Kotentsorgung: In Ulm sind an vielen Stellen im Stadtgebiet Spender mit Hundekotbeuteln aufgestellt. Die Nutzung ist kostenlos. Die Entsorgung hat ausschließlich in Abfallbehältern zu erfolgen — das Hinterlassen von Hundekot im öffentlichen Raum ist ordnungswidrig und kann mit einem Bußgeld geahndet werden. Die Höhe richtet sich nach der städtischen Bußgeldkatalog-Regelung; verlässliche Zahlen nennt das Ordnungsamt der Stadt Ulm.

Praktisches vor Ort in Ulm

Ulm ist keine anonyme Großstadt — wer hier mit Hund lebt, findet ein gut vernetztes Angebot aus Tiermedizin, Ausbildung und Betreuung. Trotzdem lohnt es sich, Anlaufstellen im Voraus zu kennen, damit kein Ausflug an einem Notfall oder einer ungeplanten Übernachtung scheitert.

Tierärzte und tierärztlicher Notfalldienst in Ulm

Im Stadtgebiet Ulm sowie im angrenzenden Neu-Ulm findest du eine gute Dichte an Tierarztpraxen für die Grundversorgung. Für Notfälle außerhalb der regulären Sprechzeiten ist es wichtig, den aktuellen Notdienstplan zu kennen — dieser wechselt zwischen den Praxen und wird von der Tierärztekammer Baden-Württemberg koordiniert. Den jeweils gültigen Notdienst in deiner Region findest du unter tieraerztekammer-bw.de. Für komplexere Eingriffe oder Spezialdiagnostik bietet die Region Ulm Zugang zu Tierkliniken und Fachpraxen, darunter auch Einrichtungen, die Orthopädie, Zahnheilkunde oder bildgebende Diagnostik für Hunde abdecken. Speichere dir mindestens eine Notfallnummer ein, bevor du mit deinem Hund einen langen Ausflugstag oder eine Übernachtung planst.

  • Aktuellen Notdienstplan vorab prüfen — er rotiert wöchentlich
  • Adresse und Telefonnummer im Handy speichern, nicht nur googeln
  • Für Urlaubsgäste: Tierklinik Ulm und Kliniken im benachbarten Neu-Ulm kennen
  • Im Ausland oder auf Reisen mitgeführter EU-Heimtierausweis erleichtert jede Notfallbehandlung

Hundeschulen und Hundesport in Ulm

Ulm und das Umland bieten mehrere Hundeschulen und Trainingsangebote, die von der Welpengruppe bis zur Begleithundprüfung reichen. Viele Vereine sind im Deutschen Hundesportverband (DHV) oder im Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) organisiert und bieten strukturierte Kurse mit geprüften Trainern. Wer weniger auf Vereinssport, sondern auf alltagsorientiertes Mantrailing, Agility oder Trickdogtraining setzt, findet in der Region ebenso entsprechende Angebote. Achte bei der Wahl einer Schule auf gewaltfreie, lerntheoretisch fundierte Methoden — ein erstes Schnuppergespräch lohnt sich immer, bevor du dich festlegst.

Für Welpen und Junghunde ist eine frühe Sozialisation in einer strukturierten Gruppe besonders wertvoll. In einer Stadt wie Ulm mit lebhafter Innenstadt, Straßenbahn und dichten Fußgängerzonen ist ein gut sozialisierter Hund für dich und dein Tier entspannter. Viele Hundeschulen der Region bieten gezielt Stadtspaziergang-Training an, um Hunde an städtische Reize zu gewöhnen.

Auslaufzonen und eingezäunte Hundewiesen

In Ulm gibt es ausgewiesene Hundeauslaufbereiche, in denen du deinen Hund legal ohne Leine laufen lassen kannst. Die genauen Standorte und aktuellen Regelungen erfährst du direkt bei der Stadt Ulm — prüfe die aktuellen Informationen unter ulm.de, da sich Standorte und Nutzungsbedingungen ändern können. Bekannte Bereiche liegen etwa entlang des Donauufers sowie in einigen Stadtteilen mit größeren Grünanlagen. Eingezäunte Hundewiesen, auf denen Hunde aller Größen sicher miteinander spielen können, sind in deutschen Städten noch selten — schau, ob lokale Hundevereine oder die Stadtverwaltung solche Anlagen betreiben oder planen.

Wichtig: Auch außerhalb offizieller Auslaufzonen gelten je nach Bereich Leinenpflicht oder Anleingebote. Parks, Spielplätze und öffentliche Grünanlagen haben häufig eigene Regelungen. Halte deinen Hund im Zweifel angeleint und informiere dich vor Ort an den aufgestellten Schildern.

Hundebetreuung, Pensionen und Übernachtungen in Ulm

Wer beruflich eingespannt ist oder eine Reise ohne Hund plant, hat in Ulm verschiedene Optionen für Tagesbetreuung und Hundepensionen. Angebote reichen von privaten Hundesittern über organisierte Dogdaycare-Angebote bis hin zu Pensionen im stadtnahen Umland, wo Hunde auch über mehrere Tage betreut werden. Bei der Wahl einer Pension lohnt ein persönlicher Besuch im Voraus — Hygiene, Betreuungsschlüssel und Auslaufmöglichkeiten solltest du dir selbst ansehen. Für Urlaubsgäste, die mit Hund nach Ulm reisen und übernachten wollen, empfiehlt sich eine direkte Anfrage beim jeweiligen Hotel oder der Unterkunft, da Regelungen zur Hundemitnahme individuell verschieden sind und sich ändern können. Auf Plattformen wie der Tourismus-Website der Region findest du erste Hinweise; verlässlicher ist die direkte Buchungsanfrage mit dem Hinweis, dass du einen Hund mitbringst.

  • Pension oder Sitter vorab besuchen — nicht nur Fotos ansehen
  • Impfpass und Gesundheitsnachweis bereithalten — seriöse Anbieter fragen danach
  • Bei längeren Aufenthalten: Testübernachtung oder Probebesuch einplanen
  • Für kurzfristige Betreuung: lokale Hundesportvereine haben oft Kontakte zu erfahrenen Hundesittern

Saisonal in Ulm

Das Klima in Ulm ist kontinental geprägt: kalte Winter, warme Sommer und ein Frühling, der schnell Fahrt aufnimmt. Jede Jahreszeit bringt eigene Chancen und Risiken für dich und deinen Hund — wer sie kennt, genießt das ganze Jahr entspannter.

Frühling in Ulm: Brut- und Setzzeit beachten

Wenn im März und April die Donauauen erwachen und die Weiden und Pappeln frisch austreiben, zieht es Hund und Halter wieder vermehrt nach draußen. Genau in dieser Zeit beginnt jedoch auch die Brut- und Setzzeit vieler Wildtiere. Bodenbrütende Vögel wie Kiebitz oder Feldlerche legen ihre Nester in Wiesen und am Donauufer an — ein freilaufender Hund kann solche Gelege zerstören, ohne dass du es merkst. In den Naturschutzgebieten entlang der Donau und in den Iller-Auen gelten daher saisonale Wegegebote oder verstärkte Anleinpflichten, die von März bis Juli gültig sein können.

Hunde, die dem Instinkt folgen und in Gebüsche oder Röhricht stürmen, gefährden außerdem Rehkitze, die in den ersten Lebenswochen reglos im hohen Gras liegen. Anleinpflicht im Wald gilt in Baden-Württemberg nach dem Landeswaldgesetz vom 1. April bis 31. Juli — halte deinen Hund in dieser Zeit konsequent an der Leine, wenn ihr durch Waldgebiete rund um Ulm streift. Mehr Informationen zur Schutzzeit findest du beim Landesamt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW).

Der Frühling bringt außerdem Zeckenhochsaison: In den Donauauen und Laubwäldern rund um Ulm sind Zecken ab Temperaturen über acht Grad aktiv. Kontrolliere deinen Hund nach jedem Ausflug gründlich, besonders an Ohren, Achseln, Bauch und zwischen den Zehen. Spreche mit deinem Tierarzt über geeigneten Zeckenschutz — Optionen gibt es viele, die Wirksamkeit variiert.

Sommer in Ulm: Hitze, Wasser und heiße Böden

Ulmer Sommer können heiß werden — Temperaturen über 30 Grad sind in der Region keine Seltenheit mehr. Asphalt und Pflastersteine in der Innenstadt heizen sich auf Werte auf, die Hundepfoten innerhalb von Minuten verletzen. Der einfache Handtest: Wenn du deine Handfläche nicht fünf Sekunden auf den Boden legen kannst, ist er für deinen Hund zu heiß. Verlege Spaziergänge in den frühen Morgen oder späten Abend und meide die Mittagshitze zwischen 11 und 17 Uhr.

Die Donau bietet im Sommer willkommene Abkühlung — doch prüfe vorab, ob Badestellen für Hunde zugänglich sind. Nicht alle Bereiche erlauben Hunde im Wasser, und an belebten Badestellen mit Badebetrieb ist Vorsicht geboten. An ruhigeren Uferstellen abseits der Hauptbadezonen kannst du deinen Hund oft ins Wasser lassen; achte auf Strömung und Wasserqualität. Nach dem Baden im Fluss: Ohren trocknen, um Gehörgangsentzündungen vorzubeugen. Frisches Trinkwasser solltest du immer dabei haben — aus Flusswasser trinken lassen ist keine verlässliche Alternative.

Im Sommer häufen sich auch Veranstaltungen in der Innenstadt, etwa das Schwörfest oder Stadtfeste. Große Menschenmassen, Lärm und enge Gassen können für Hunde sehr stressig sein. Überlege gut, ob dein Hund solche Situationen kennt und verträgt — und hab immer einen ruhigen Rückzugsweg parat.

Herbst in Ulm: Goldene Wälder und neue Risiken

Der Herbst gehört zu den schönsten Jahreszeiten für Hundeausflüge rund um Ulm. Die Wälder der Schwäbischen Alb färben sich in Rottöne, die Donauauen leuchten golden, und die Temperaturen sind für Hunde angenehm. Lange Wanderungen auf der Alb, etwa entlang des Albtraufs nördlich von Ulm, sind in dieser Jahreszeit besonders attraktiv.

Gleichzeitig beginnt die Jagdsaison: In Wäldern und Feldfluren rund um Ulm wird von Herbst bis Winter aktiv gejagt. Halte deinen Hund in Waldgebieten besonders zuverlässig bei dir und meide es, abseits markierter Wege in unbekanntes Gelände zu gehen. Schüsse und Jagdlärm können bei schreckentlichen Hunden Panik auslösen — übe mit deinem Hund vorab Ruhe bei ungewohnten Geräuschen oder meide bekannte Jagdgebiete an Jagdtagen. Zusätzlich locken im Herbst Eicheln, Kastanien und Pilze — einige Wildpilze sind für Hunde giftig, und verdorbene Eicheln können Magenbeschwerden auslösen. Gewöhne deinen Hund daran, nichts vom Boden aufzunehmen.

Auch die Zeckensaison ist im Herbst noch nicht vorbei: Zecken sind bis in den Oktober und bei milden Wintern noch länger aktiv. Halte den Schutz deines Hundes aufrecht und kontrolliere ihn nach Waldausflügen weiterhin sorgfältig.

Winter in Ulm: Kälte, Streusalz und kurze Tage

Ulmer Winter sind kalt und können schneereich sein — vor allem wenn Kaltluft aus dem Donautal trifft. Schnee und Eis machen Spaziergänge entlang der Donau oder auf der Alb zu einem besonderen Erlebnis, bringen aber auch Herausforderungen. Das größte Problem im Stadtbereich: Streusalz und Auftaumittel auf Gehwegen und Straßen reizen die Pfoten empfindlich. Spüle die Pfoten deines Hundes nach jedem Stadtspaziergang mit lauwarmem Wasser ab und trage präventiv Pfotenbalsam auf, um die Haut geschmeidig zu halten. Hundeschuhe sind eine weitere Option — nicht jeder Hund toleriert sie, aber es lohnt sich, sie frühzeitig zu trainieren.

Kurze Tage bedeuten, dass viele Spaziergänge in der Dämmerung oder Dunkelheit stattfinden. Mach dich und deinen Hund sichtbar: reflektierende Leinen, ein LED-Leuchtanhänger am Halsband und helle Kleidung für dich selbst schützen euch im Straßenverkehr. In Ulms Innenstadt und an stark befahrenen Straßen ist das besonders wichtig.

Der Winter ist auch eine gute Zeit, um mit deinem Hund mentale Beschäftigung zu intensivieren — Nasenarbeit, Suchspiele und Lerneinheiten in der Wohnung überbrücken kurze oder nasse Tage sinnvoll. Viele Hundeschulen in Ulm und Umgebung bieten Winterkurse in Hallen an, sodass Training auch bei schlechtem Wetter möglich bleibt. Halte im Winter außerdem die Impfungen und Wurmkuren deines Hundes auf dem aktuellen Stand — der Tierarzt deines Vertrauens hilft dir dabei, den richtigen Rhythmus zu finden.

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