Hintergrund zur Region
Stuttgart liegt im Kessel — und wer einmal mit dem Hund die Hänge hinaufgewandert ist, versteht sofort, warum diese Stadt so besonders ist. Weinberge grenzen direkt an Wohnquartiere, Wälder beginnen hinter der nächsten Kurve, und der Neckar zieht sich als grünes Band durch die Region. Für Hundehaltende bedeutet das: kurze Wege in die Natur, selbst aus dem Stuttgarter Stadtkernem heraus.
Die Stadt ist dicht besiedelt und quirlig, gleichzeitig überraschend grün. Vom Killesberg bis zum Schurwald, vom Rotwildpark bis zu den Weinbergterrassen rund um Uhlbach — Stuttgart bietet Hund und Mensch echte Abwechslung. Du wirst auf Feldwegen trottenden Vizslas begegnen, auf Parkbänken ruhenden Goldens und auf engen Weinbergpfaden neugierigen Mischlingen, die die gleiche Idee hatten wie du.
Ob du hier lebst und deinen Alltag mit Hund organisieren willst, oder ob du einen Tagesausflug nach Stuttgart planst — diese Seite gibt dir einen ehrlichen Überblick. Regeln, Ausflugtipps, saisonale Hinweise: alles, was du brauchst, um entspannt mit deinem Hund durch Stuttgart zu kommen.
Tagesausflüge mit Hund in Stuttgart
Der Duft von Waldboden nach Regen, das leise Rauschen des Neckars, die Aussicht über den Kessel vom Waldrand aus — Stuttgart hat Ausflugsziele, die Hund und Mensch gleichermassen begeistern. Die Stadt ist von Grünzügen durchzogen, und viele davon eignen sich hervorragend für ausgedehnte Spaziergänge. Plane deine Tour je nach Fitness deines Hundes und prüfe vorab, ob auf dem jeweiligen Gelände besondere Regelungen gelten.
Rotwildpark und Glemswald
Der Rotwildpark im Stuttgarter Westen ist eines der bekanntesten Naherholungsgebiete der Stadt. Weitläufige Waldwege führen durch den Glemswald, einem der größten zusammenhängenden Mischwälder im Stadtgebiet. Besonders an Wochenenden ist das Gebiet gut besucht — starte lieber früh, wenn Wege und Wildtiere noch ruhig sind. Wichtig: Im Rotwildpark lebt tatsächlich Rotwild, das durch Zäune gesichert ist; trotzdem gilt hier Leinenpflicht in ausgewiesenen Bereichen, die du unbedingt vor Ort an den Hinweisschildern prüfen solltest.
Die Wege sind überwiegend gut befestigt, einige Pfade sind jedoch bei Nässe rutschig. Der Glemswald bietet zahlreiche Abzweigungen und lässt sich zu ausgedehnten Halbtages- oder Ganztagestouren ausbauen. Trinkwasser für deinen Hund solltest du mitnehmen, da Wasserstellen nicht überall vorhanden sind. Das Forstamt der Stadt Stuttgart informiert auf der städtischen Naturseite über aktuelle Sperrungen und Regelungen im Stadtwald.
Neckartal: Uferweg zwischen Bad Cannstatt und Mühlhausen
Der Neckar ist Stuttgarts Wasserader, und das Neckartal bietet einen der schönsten flachen Spazierwege der Region. Zwischen Bad Cannstatt und Mühlhausen verläuft der Uferweg weitgehend eben und gut zugänglich — ideal für Hunde, die gerne am Wasser schnuppern. An mehreren Stellen gibt es flache Uferbereiche, an denen Hunde ins Wasser können, allerdings solltest du die Strömungsverhältnisse immer selbst einschätzen und deinen Hund nicht unbeaufsichtigt ins Wasser lassen.
Das Neckarufer ist beliebt bei Radfahrern, Joggern und Familien — halte deinen Hund in belebten Abschnitten nah bei dir. An Sommerwochenenden kann es auf dem Cannstatter Wasen eng werden; an ruhigeren Werktagen hast du die Uferwege fast für dich. Der Übergang in den Auwald östlich von Mühlhausen lädt zu weiteren Erkundungen ein und bietet schattige Abschnitte auch bei sommerlicher Hitze.
Weinbergpfade rund um Stuttgart-Uhlbach und Rotenberg
Stuttgarts Weinberge sind kein Dekor — sie sind Arbeitslandschaft, und das spürst du auf den Pfaden zwischen den Rebzeilen sofort. Rund um Uhlbach und Rotenberg im Stuttgarter Osten führen alte Weinbergwege steil durch die Hänge, mit weitem Blick über den Kessel. Für trittsichere Hunde mit guter Kondition sind diese Touren ein echtes Erlebnis — für kurzbeinige oder ältere Hunde eher weniger geeignet.
Beachte: In der Vegetationszeit von März bis Oktober können einzelne Weinbergwege gesperrt sein, um die Reben zu schützen. Halte deinen Hund auf den Wegen und respektiere Absperrungen. Die Kombination aus Weinberg-Panorama und anschließendem Abstieg ins Neckartal macht diese Route zu einem der stimmungsvollsten Halbtagesausflüge rund um Stuttgart. Informationen zur Wegführung findest du beim Stuttgart-Tourismus.
Schurwald: Wanderwege östlich der Stadt
Wer aus dem Stadtkessel herauswill und etwas mehr Einsamkeit sucht, fährt in den Schurwald. Dieser Höhenrücken östlich von Stuttgart bietet ausgedehnte Waldwege, kaum Verkehr und viel Platz für Mensch und Hund. Startpunkte wie Schurwaldhütte oder die Ortschaft Baltmannsweiler (bereits im Landkreis Esslingen) sind gut erreichbar und eröffnen Touren von zwei bis fünf Stunden.
Der Schurwald ist Lebensraum für Rehe und Wildschweine — gerade zur Setz- und Brunftzeit solltest du deinen Hund eng führen und ausgeschilderte Wildschutzzonen respektieren. Die Wege sind überwiegend breit und gut markiert; Trailrunner und Mountainbiker sind ebenfalls unterwegs, also bleib aufmerksam. Für eine längere Tour lohnt es sich, vorab die Wanderkarte des Schwäbischen Albvereins zu prüfen, der viele Wege im Schurwald beschildert und pflegt.
Hund und lokale Regeln in Stuttgart
Das Surren der S-Bahn, das Gedränge am Marktplatz, die engen Gassen der Altstadt — Stuttgart ist eine Großstadt, und Großstädte haben Regeln. Viele davon betreffen direkt dich als Hundehalterin oder Hundehalter. Wer die wichtigsten Vorschriften kennt, vermeidet Ärger und macht den Alltag mit Hund in Stuttgart entspannter.
Leinenpflicht in Stuttgart: Was wo gilt
In Stuttgart besteht in vielen öffentlichen Bereichen eine Leinenpflicht — das betrifft insbesondere Parkanlagen, belebte Fußwege, Spielplätze und öffentliche Grünanlagen. Konkrete Regelungen können je nach Stadtbezirk und Gelände variieren, deshalb gilt: Lies die Hinweisschilder vor Ort sorgfältig und verlasse dich nicht auf Hörensagen. Die Stadt Stuttgart regelt die Leinenpflicht in der Polizeiverordnung der Landeshauptstadt Stuttgart — die jeweils aktuelle Fassung findest du auf der Ortsrecht-Seite der Stadt Stuttgart.
Generell gilt: In öffentlichen Grünanlagen innerhalb bebauter Gebiete ist dein Hund an der Leine zu führen, sofern keine ausdrücklich ausgewiesene Freilauffläche vorhanden ist. Auf Waldwegen außerhalb bebauter Gebiete gelten teils andere Regeln, aber auch dort kann Leinenpflicht in Schutzzonen bestehen. Wer mit einem auffälligen oder großen Hund unterwegs ist, fährt generell gut damit, die Leine griffbereit zu haben — unabhängig davon, ob gerade ein Schild steht.
Hundeanmeldung und Hundesteuer in Stuttgart
Wer mit Hauptwohnsitz in Stuttgart lebt und einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadt anzumelden. Die Hundesteuer ist eine kommunale Abgabe, deren Höhe die Landeshauptstadt Stuttgart in ihrer Steuersatzung regelt — prüfe den aktuellen Betrag direkt beim zuständigen Steueramt. Ohne Anmeldung droht ein Bußgeld, das deutlich über der eigentlichen Steuer liegen kann.
Die Anmeldung erfolgt über das Bürgeramt der Stadt Stuttgart, in vielen Fällen auch online. Nach der Anmeldung erhältst du eine Hundesteuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum tragen sollte. Wer zuziehend nach Stuttgart ist, hat in der Regel eine kurze Frist zur Anmeldung nach dem Einzug — informiere dich direkt auf der Hundesteuer-Seite der Landeshauptstadt Stuttgart über die aktuellen Fristen und Beträge.
Hunde im öffentlichen Nahverkehr und in der Gastronomie
In Stuttgart betreibt der VVS (Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart) das Nahverkehrsnetz aus S-Bahn, U-Bahn und Bussen. Hunde sind im VVS grundsätzlich mitnahmefähig, sofern sie klein genug für eine Transportbox sind oder einen Maulkorb tragen. Größere Hunde benötigen zudem häufig ein eigenes Ticket — prüfe die aktuell gültigen Beförderungsbedingungen direkt beim VVS, da sich Regelungen ändern können.
Zu Stoßzeiten ist die Mitnahme von Hunden in der Praxis schwieriger: Volle U-Bahnen sind für größere Hunde stressig, und nicht alle Mitreisenden reagieren entspannt. Plane Fahrten mit Hund eher außerhalb der Hauptverkehrszeiten. In der Gastronomie entscheidet jedes Lokal selbst, ob und wo Hunde willkommen sind — frag immer vorab, und geh nicht einfach davon aus, dass ein Außenplatz automatisch Hundeerlaubnis bedeutet. Viele Stuttgarter Wirtschaften und Café-Gärten sind hundefreundlich, aber eine Zusage gibt es nur auf Nachfrage.
Listenhunde und besondere Pflichten in Baden-Württemberg
In Baden-Württemberg gilt das Polizeigesetz des Landes als rechtliche Grundlage für den Umgang mit sogenannten gefährlichen Hunden. Bestimmte Rassen oder Kreuzungen können als gefährliche Hunde eingestuft werden — entweder grundsätzlich aufgrund ihrer Rasse oder aufgrund eines behördlich festgestellten Vorfalls. Für solche Hunde gelten verschärfte Pflichten: Leinenpflicht und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sind dabei nur der Anfang.
Wer mit einem Hund einer betroffenen Rasse nach Stuttgart zieht oder einreist, sollte sich vorab beim Veterinäramt der Stadt Stuttgart informieren. Die geltende Rechtslage und die betroffenen Rassen können sich ändern — verlasse dich nicht auf ältere Informationen aus dem Internet. Eine aktuelle Übersicht über die gesetzlichen Regelungen in Baden-Württemberg bietet das Landesrecht Baden-Württemberg, wo du das einschlägige Polizeigesetz und die zugehörigen Verordnungen im Volltext findest. Im Zweifel: direkter Anruf beim Veterinäramt Stuttgart klärt schneller als jede Webseite.
Praktisches vor Ort in Stuttgart
Stuttgart riecht nach Weinbergen und Mineralbad-Dampf — und irgendwo dazwischen sucht dein Hund den nächsten Tierarzt oder eine verlässliche Betreuung. Die Stadt ist groß, die Stadtteile unterscheiden sich stark, und wer vorbereitet anreist oder neu zuzieht, spart im Ernstfall wertvolle Zeit.
Tierärzte und tierärztlicher Notdienst in Stuttgart
Stuttgart hat eine dichte Versorgung mit Tierarztpraxen — von Degerloch über Vaihingen bis Bad Cannstatt findest du in fast jedem Stadtbezirk mindestens eine Praxis. Für den Alltag lohnt es sich, schon vor einem Umzug oder Ausflug eine Praxis in der Nähe zu kennen und dort die Öffnungszeiten zu prüfen. Außerhalb der regulären Sprechzeiten gilt in Baden-Württemberg ein organisierter tierärztlicher Notdienst: Die Landestierärztekammer Baden-Württemberg führt eine aktuelle Notdienstliste, die du unter tieraerztekammer-bw.de abrufen kannst. Für lebensbedrohliche Situationen gibt es in der Region zudem tierärztliche Kliniken mit Nachtbereitschaft — informiere dich vorab, welche Klinik dir am nächsten liegt, damit du im Notfall keine Zeit verlierst.
- Notdienstliste der Landestierärztekammer: tieraerztekammer-bw.de
- Praxen in allen Stadtbezirken vorhanden — Öffnungszeiten variieren stark
- Tierärztliche Kliniken für Notfälle außerhalb der Sprechzeiten recherchieren
Wer mit dem Hund nur zu Besuch ist, sollte Impfausweis und Krankenunterlagen einpacken. Ein Foto der Unterlagen auf dem Smartphone beschleunigt die Aufnahme in einer fremden Praxis erheblich. Frage deinen Heimtierarzt außerdem nach einem kurzen Gesundheits-Kurzprotokoll — das hilft Notdiensttierärzten, schnell den richtigen Überblick zu gewinnen.
Hundeschulen und Hundesport in Stuttgart
Die Stuttgarter Hundeszene ist lebendig: Über die gesamte Stadt verteilt gibt es Hundeschulen, Trainingsgruppen und Hundesportvereine, die vom Welpenspiel bis zur Rettungshundeausbildung ein breites Spektrum abdecken. Besonders in den Außenbezirken wie Möhringen, Zuffenhausen und Weilimdorf haben sich Vereine mit eigenen Trainingsgeländen etabliert. Wer neu in Stuttgart ist, findet beim Württembergischen Hundesportverband eine Anlaufstelle für organisierte Angebote — von der Begleithundeprüfung bis zum Agility-Training. Für Hundehalter, die gezielt an Problemverhalten oder Leinenreaktivität arbeiten möchten, lohnt sich eine gezielte Suche nach zertifizierten Trainer-Methoden (z. B. nach den Richtlinien des Verbandes für das Deutsche Hundewesen, VDH).
Manche Hundeschulen bieten auch Einzel-Coaching an, das für Hunde mit spezifischen Ängsten oder für Listenhunde besonders geeignet sein kann. Prüfe beim ersten Kontakt immer die Qualifikation der Trainer und frage nach der verwendeten Trainingsmethode — das schützt dich und deinen Hund vor kontraproduktiven Ansätzen. Die Vielfalt des Angebots in Stuttgart ist ein echter Vorteil, aber sie macht sorgfältige Auswahl umso wichtiger.
Hundeauslaufzonen und eingezäunte Freilaufflächen
Stuttgart verfügt über ausgewiesene Hundeauslaufzonen, in denen Hunde ohne Leine laufen dürfen — außerhalb dieser Zonen gilt in weiten Teilen der Innenstadt, in Parks und auf Spielplätzen Leinenpflicht. Bekannte Auslaufbereiche findest du beispielsweise im Bereich des Rotwildparks, am Max-Eyth-See (außerhalb der ausgeschilderten Schutzgebiete) und in einzelnen Grünanlagen der Stadtbezirke. Die genauen Grenzen der Leinenpflicht und der freilauferlaubten Zonen ändern sich gelegentlich — prüfe die aktuelle Regelung beim Amt für öffentliche Ordnung der Landeshauptstadt Stuttgart oder direkt vor Ort an den Schildern.
- Rotwildpark Stuttgart: große Waldfläche, Bereiche ohne Leinenpflicht vorhanden (Beschilderung beachten)
- Max-Eyth-See: Seeufer und Wiesen, Schutzgebietsbereiche ausgeschildert
- Killesbergpark: Leinenpflicht auf dem gesamten Gelände — vor Ort prüfen
- Stadtbezirke wie Möhringen und Vaihingen: eigene kleinere Grünflächen mit Auslaufbereichen
Eingezäunte Freilaufflächen, wie sie in anderen Städten als „Dog Parks" bekannt sind, sind in Stuttgart rar. Manche Hundesportvereine bieten Mitgliedern oder gegen Gebühr Zugang zu umzäunten Trainingsgeländen — das ist besonders für Hunde ohne sicheres Rückrufkommando eine wertvolle Option. Aktuelle Informationen zur Hundefreiheit auf Stadtflächen bietet die Website der Landeshauptstadt Stuttgart.
Hundepensionen, Dogwalker und Tagesbetreuung in Stuttgart
Wer beruflich viel unterwegs ist oder mit dem Hund in Stuttgart übernachtet, braucht verlässliche Betreuungsoptionen. Das Angebot reicht von klassischen Hundepensionen im Stadtrand bis zu Dogwalkern und Tagesbetreuungen in privaten Haushalten. Gerade in dicht besiedelten Stadtteilen wie Mitte oder West haben sich zunehmend gewerbliche und private Betreuungsanbieter etabliert. Prüfe bei der Auswahl, ob die Betreuungsperson eine Sachkundeprüfung nach § 11 Tierschutzgesetz besitzt — seit 2014 ist diese für gewerbliche Hundebetreuung in Deutschland Pflicht.
Für Tagesausflügler, die ihren Hund tagsüber unterbringen möchten, bieten manche Hundeschulen eine kombinierte Tagesbetreuung mit Training an — das ist sinnvoller als reines Verwahren. Frage nach Gruppengrößen und dem Betreuungsschlüssel, damit dein Hund nicht in einer überfordernden Situation landet. Da auf der Plattform aktuell noch keine Unterkunfts-Einträge für Stuttgart hinterlegt sind, lohnt sich eine direkte Recherche vor Ort — und du kannst fehlende Einträge selbst auf rundum.dog ergänzen.
Saisonal in Stuttgart
Stuttgart liegt im Stuttgarter Kessel — ein Talkessel, der im Sommer die Hitze staut und im Frühling früh blüht. Jede Jahreszeit stellt dich und deinen Hund vor andere Bedingungen, und wer sie kennt, kann das Beste daraus machen.
Frühling: Brut- und Setzzeit in Weinbergen und Wäldern
Der Frühling kommt in Stuttgart früh — schon im März blühen die Weinberge an den Hängen des Kessels, und mit der ersten Wärme erwacht das Wildleben. Rehe setzen ihre Kitze in Deckung, Bodenbrüter nisten in Wiesen und am Waldrand, und Wildschweine mit Frischlingen reagieren empfindlich auf Störungen. In dieser Zeit ist Leinenpflicht in Wald und Flur besonders ernst zu nehmen — in Baden-Württemberg gilt nach dem Landeswaldgesetz eine grundsätzliche Anleinpflicht im Wald vom 1. März bis 15. Juli, außer auf befestigten Wegen. Prüfe die geltende Regelung beim Landratsamt der Region Stuttgart oder bei der Forstbehörde vor Ort.
Die Weinbergpfade rund um Stuttgart — etwa in Uhlbach, Rotenberg oder Untertürkheim — sind im Frühling besonders schön, aber auch besonders sensibel. Viele Winzer arbeiten in dieser Zeit intensiv in den Lagen; halte deinen Hund von den Rebzeilen fern und respektiere Absperrungen. Frühlingsblüten wie Narzissen oder Tulpenzwiebeln können für Hunde giftig sein — achte darauf, dass dein Hund beim Stöbern keine Pflanzen frisst. Der Tierärztekammer-Notdienst ist im Zweifel die erste Anlaufstelle bei Verdacht auf Pflanzenvergiftung.
Sommer: Hitze im Kessel und Abkühlung am Wasser
Der Stuttgarter Kessel ist für seine Sommerhitze bekannt — Temperaturen über 35 °C sind in manchen Jahren keine Seltenheit, und die dichte Bebauung heizt die Luft zusätzlich auf. Für Hunde bedeutet das: Spaziergänge nur in den frühen Morgenstunden oder nach Sonnenuntergang, asphaltfreie Wege bevorzugen, und immer genug frisches Wasser dabeihaben. Helle Beläge reflektieren die Sonne, dunkler Asphalt speichert die Hitze — teste die Bodentemperatur mit dem Handrücken, bevor dein Hund darüberläuft.
Abkühlung findet ihr am Max-Eyth-See in Bad Cannstatt, wo Hunde an bestimmten Bereichen des Ufers ins Wasser dürfen — prüfe die Beschilderung vor Ort, da Badebereiche für Menschen von Hundeauslaufbereichen getrennt sind. Der Neckar bietet ebenfalls Abkühlungsmöglichkeiten, aber achte auf Strömung und Bootsverkehr — wilde Badestellen am Neckar sind nicht ungefährlich. Im Rotwildpark findest du auch im Sommer schattige Waldwege, die selbst bei Hitze angenehm kühl bleiben. Vergiss nie: Hunde dürfen nicht in geschlossenen Autos bleiben — im Hochsommer kann die Innentemperatur innerhalb weniger Minuten lebensgefährliche Werte erreichen.
- Spaziergänge vor 9 Uhr oder nach 20 Uhr planen
- Wassernapf immer mitführen, Trinkpausen einplanen
- Pfoten auf Hitze prüfen — heiße Gehwege können Verbrennungen verursachen
- Hunde mit flacher Nase (Möpse, Bulldoggen) besonders schützen
Herbst: Weinlese, Pilze und Wildzeit
Im Herbst färben sich die Weinberge gold und rot — ein spektakulärer Anblick, gerade auf den Hängen rund um Rotenberg und Uhlbach. Zur Weinlese herrscht in den Weinbergen viel Betrieb: Erntemaschinen, Lesehelfer und frisch gelesene Trauben liegen aus. Trauben und Rosinen sind für Hunde hochgiftig — halte deinen Hund unbedingt davon fern und lass ihn nichts vom Boden fressen. Die Wege durch die Lagen sind während der Lese oft für Fahrzeuge freigegeben; pass auf, dass dein Hund nicht auf die Fahrbahn läuft.
Im Wald beginnt im Herbst die Jagdsaison — in und um Stuttgart wird in bestimmten Waldgebieten gejagt. Informiere dich beim zuständigen Forstamt über Jagdzeiten, und halte deinen Hund in der Dämmerung besonders nah bei dir. Pilze sind ein weiteres Herbst-Thema: Manche Pilzarten, die in und um Stuttgart wachsen, sind für Hunde giftig. Ein Hund, der Pilze frisst, muss sofort zum Tierarzt — das Giftnotruftelefon der Universität Bonn (0228 19240) berät auch bei Tiervergiftungen. Der Herbst ist außerdem die Zeit der Kastanien und Eicheln: Eicheln können bei größeren Mengen Magenprobleme verursachen, Rosskastanien sind giftig — auch hier gilt: Fressen verhindern.
Winter: Streusalz, Kälte und Weihnachtsmarkt-Getümmel
Stuttgart ist bekannt für seinen Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz und dem Marktplatz — einer der größten in Deutschland. Ob Hunde auf dem Markt erlaubt sind, hängt von den jeweiligen Veranstaltungsregeln ab; prüfe die aktuellen Bedingungen direkt bei der Landeshauptstadt Stuttgart, da diese von Jahr zu Jahr variieren können. In jedem Fall bedeutet das Gedränge Stress für viele Hunde — schätze realistisch ein, ob dein Hund das wirklich genießt oder ob es für ihn belastend ist.
Im Winter ist Streusalz auf Stuttgarter Gehwegen ein ernstes Thema: Es greift die Pfotenballen an und kann beim Ablecken zu Reizungen im Magen-Darm-Trakt führen. Pfotenschutz-Wachs oder Hundeschuhe helfen; spüle die Pfoten nach jedem Spaziergang mit lauwarmem Wasser ab. In den Weinbergen und Waldgebieten liegt nach Schnee oft Pulverschnee, der Hunden großen Spaß macht — achte aber auf vereiste Hänge und kurze Tage. Im Winter wird es früh dunkel; ein Leuchthalsband oder blinkende Anhänger machen deinen Hund für Autos und andere Spaziergänger sichtbar.
- Pfoten nach Streusalz-Kontakt abspülen und pflegen
- Kurzhaarige Hunde mit einem Mantel ausstatten
- Dunkelheit einplanen — Reflexzubehör oder Licht am Hund nutzen
- Weihnachtsmarktbesuch: Lärm, Gedränge und Glühwein-Dämpfe sind für viele Hunde belastend
Der Winter hat auch seine ruhigen Seiten: Der Rotwildpark ist auch im Schnee zugänglich und bietet verschneite Wege fernab vom Stadtgetümmel. Kurze Tage bedeuten weniger Spaziergänger — wer früh aufsteht, hat die Wege oft fast für sich allein.
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