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Ostfildern

Ostfildern liegt auf der Filder-Hochebene südlich von Stuttgart — eine Stadt, die aus mehreren Stadtteilen zusammengewachsen ist und Hunden wie Menschen viel Grünraum bietet. Zwischen weiten Feldern, dem…

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Hintergrund zur Region

Ostfildern liegt auf der Filder-Hochebene südlich von Stuttgart — eine Stadt, die aus mehreren Stadtteilen zusammengewachsen ist und Hunden wie Menschen viel Grünraum bietet. Zwischen weiten Feldern, dem Körschtal und den stadtnahen Wäldern findest du hier eine entspannte Mischung aus urbanem Alltag und echter Natur. Wer mit Hund in Ostfildern lebt oder zu Besuch kommt, schätzt die kurzen Wege ins Grüne und die vergleichsweise ruhige Atmosphäre abseits des Stuttgarter Trubels.

Die Stadt gliedert sich in fünf Stadtteile: Nellingen, Ruit, Scharnhausen, Kemnat und Parksiedlung. Jeder Stadtteil hat seinen eigenen Charakter, eigene Spazier­wege und kleine grüne Ecken, in denen du mit deinem Hund den Tag beginnen kannst. Morgens liegt noch Tau auf den Filder-Wiesen, Bussarde kreisen über den Äckern, und der Kies­weg am Körsch­ufer riecht nach feuchter Erde — das ist Ostfildern vor dem Frühstück.

Auf dieser Seite findest du alles, was du für einen Ausflug oder den Alltag mit Hund in Ostfildern brauchst: konkrete Routen, geltende Regeln, praktische Adressen und saisonale Tipps. Prüfe behördliche Regelungen stets direkt bei der Stadt oder dem zuständigen Amt, denn Vorschriften können sich ändern.

Tagesausflüge mit Hund in Ostfildern

Die Filder-Landschaft täuscht auf den ersten Blick: Flach wirkt sie, fast unspektakulär. Doch wer mit Hund loswandert, entdeckt eingeschnittene Bachtäler, alte Streuobstwiesen und Waldstücke, in denen es auch an heißen Sommertagen angenehm kühl bleibt. Ostfildern ist kein alpines Ausflugsziel — aber es bietet genau die Art von Alltags­natur, die Hund und Mensch gleichermaßen guttut.

Körschtal: das grüne Rückgrat der Stadt

Das Körschtal ist der wichtigste Naturraum direkt vor der Haustür. Die Körsch schlängelt sich durch ein breites, teils bewaldetes Tal, das sich von Kemnat über Ruit bis in Richtung Stuttgart erstreckt. Auf dem Körsch-Radweg und den begleitenden Fußwegen kannst du mit deinem Hund mehrere Kilometer am Wasser entlangwandern, ohne nennenswerte Höhenunterschiede zu überwinden. Das Tal ist besonders im Frühling üppig grün, und im Sommer spenden die Ufergehölze willkommenen Schatten.

An ruhigeren Abschnitten kann dein Hund an flachen Uferstellen ins Wasser waten — prüfe jedoch vor Ort, ob das Betreten der Uferböschung erlaubt ist und ob Naturschutz­gebiets­regelungen gelten. Informationen dazu findest du beim Stadtportal Ostfildern oder direkt am Aushang an den Zugangs­wegen. Halte deinen Hund in sensiblen Ufer­bereichen an der Leine, um Wiesenvögel und Amphibien nicht zu stören. Das Körschtal ist ein beliebter Begegnungs­ort für Spaziergänger, Radfahrer und Familien — gute Leinendisziplin ist hier Rücksicht, nicht nur Vorschrift.

Scharnhäuser Park: Weite auf dem ehemaligen Kasernengelände

Der Scharnhäuser Park im gleichnamigen Stadtteil ist eine der ungewöhnlichsten Grünflächen der Region. Auf dem Gelände einer früheren US-Kaserne entstand ab den 1990er-Jahren ein durchdachtes Stadtentwicklungs­projekt — mit großzügigen Grünzügen, Alleen und Freiflächen, die heute von vielen Hundehaltern täglich genutzt werden. Die weiten, gut befestigten Wege eignen sich hervorragend für ausgedehnte Morgenspaziergänge oder einen entspannten Abendspaziergang nach der Arbeit.

Besonders schön ist der zentrale Grünzug, der sich durch den gesamten Park zieht und an mehreren Stellen in ruhigere Randgebiete übergeht. Achte auf Hinweis­schilder zur Leinenpflicht, die innerhalb des Parks an verschiedenen Stellen ausgehängt sind. Im Scharnhäuser Park gilt es außerdem, Rücksicht auf Spielplatz­bereiche und Freizeitanlagen zu nehmen — halte deinen Hund dort an der Leine und entsorge Hinterlassenschaften stets in den aufgestellten Abfall­behältern. Das Gelände zieht auch Familien mit Kindern stark an, weshalb ein gut soziali­sierter Hund hier klar im Vorteil ist.

Filder-Felder und Streuobstwiesen rund um Nellingen und Ruit

Wer die typische Filder-Landschaft erleben möchte, verlässt einfach die Ortsränder von Nellingen oder Ruit in Richtung Felder. Endlose Gemüsekulturen, Wiesen­streifen und dazwischen­liegende Streuobst­wiesen bieten weite Spazierwege auf Feldwegen, die kaum befahren werden. Im Herbst hängen die alten Apfel- und Birnbäume schwer, im Frühling blühen sie weiß und rosa — ein Spaziergang hier ist zu jeder Jahreszeit lohnend.

Auf landwirtschaftlichen Feldwegen bist du meist ohne Weiteres zu Fuß unterwegs, doch bedenke: Während der Setz- und Brutzeit im Frühling sind Hundehalter besonders gefordert, ihre Tiere eng bei sich zu halten. Freilaufende Hunde in Feldern können Bodenbrüter aufschrecken oder Rehkitze gefährden — mehr dazu im Abschnitt zur Saisonalität. Die Tourist-Information der Region und das Landratsamt Esslingen geben Auskunft über ausgeschilderte Wanderwege und eventuelle Sperrgebiete.

Ausflug ins Umland: Filstal, Schurwald und Stuttgart-Südrand

Ostfildern liegt verkehrsgünstig zwischen dem Schurwald im Osten und dem Stuttgarter Kessel im Norden — beides ausgezeichnete Ausflugsziele für einen Halbtages- oder Ganztagesausflug mit Hund. Der Schurwald bietet dichte Mischwälder, ruhige Forstwege und kaum Trubel; er ist mit dem Auto oder der S-Bahn schnell erreichbar. In Richtung Stuttgart laden der Südheimer Platz, der Obere Schlossgarten und die Parkanlagen am Neckar zu ausgedehnten Stadtspaziergängen ein — prüfe dort jeweils die örtlichen Leinenpflicht- und Betretungs­regelungen.

Für Tages­ausflüge in die Natur empfiehlt sich auch das Albvorland südöstlich von Ostfildern mit dem Übergang zur Schwäbischen Alb. Dort beginnen gut beschilderte Wanderwege, die auch für Hunde mit mehr Auslauf­bedarf geeignet sind. Aktuelle Wander­tipps und Karten findest du beim Tourismus Baden-Württemberg. Plant ihr eine längere Wanderung, schaut im Voraus, ob auf der Route hundefreundliche Einkehrmöglich­keiten liegen — das erspart Enttäuschungen unterwegs.

Hund und lokale Regeln in Ostfildern

Ein Hund in der Stadt bedeutet Verantwortung — gegenüber dem Tier, den Nachbarn und der Gemeinschaft. In Ostfildern gelten wie überall in Baden-Württemberg bestimmte Vorschriften, die du kennen solltest, bevor du mit deinem Vierbeiner losziehst. Die wichtigste Regel vorab: Informiere dich immer direkt bei der zuständigen Stelle, denn kommunale Regelungen können sich ändern und weichen im Detail von Stadt zu Stadt ab.

Leinenpflicht: wo und wann gilt sie?

In Ostfildern gilt innerhalb bebauter Gebiete und auf öffentlichen Plätzen grundsätzlich Leinenpflicht — das entspricht der üblichen Praxis in Baden-Württemberg und wird durch die städtische Polizeiverordnung konkretisiert. Auf Gehwegen, in Fußgänger­zonen, auf Spielplätzen und in der Nähe von Kinderspiel­geräten ist ein angeleineter Hund Pflicht und schlicht eine Frage des gegenseitigen Respekts. Auch in Parks und auf stark frequentierten Naherholungs­flächen können Leinenpflicht-Zonen ausgeschildert sein — hält euch an die Hinweis­schilder vor Ort.

Auf Feldwegen und in Waldgebieten außerhalb der Ortschaften ist das Bild differenzierter: Hier gibt es häufig keine generelle Anleinpflicht, doch das Landeswaldgesetz Baden-Württemberg und jagd­rechtliche Vorschriften können eine Anleinpflicht während bestimmter Zeiten (z. B. Brut- und Setzzeit) vorschreiben. Prüfe die aktuell gültige Regelung beim Stadtportal Ostfildern oder der zuständigen Forst­behörde, bevor du deinen Hund frei laufen lässt. Im Zweifels­fall ist die Leine das sicherste Mittel — für Wild, Vögel und deinen Hund selbst.

Hundesteuer und Anmeldung

Wer in Ostfildern einen Hund hält, ist verpflichtet, diesen bei der Stadtverwaltung anzumelden und die örtliche Hundesteuer zu entrichten. Die Anmeldung muss in der Regel innerhalb weniger Wochen nach Aufnahme des Hundes erfolgen. Die genaue Höhe der Hundesteuer und eventuelle Staffelungen (z. B. für einen zweiten Hund oder für Kampfhunde) regelt die Hundesteuersatzung der Stadt — konkrete Beträge findest du direkt beim Steuer­amt der Gemeinde, da sich Sätze ändern können und wir hier keine verbindlichen Zahlen nennen wollen.

Die Anmeldung ist unkompliziert und meist online oder persönlich beim Bürgerbüro möglich. Nach der Anmeldung erhältst du eine Steuermarke, die dein Hund im öffentlichen Raum sichtbar tragen sollte. Das Nichtanmelden eines Hundes kann als Ordnungs­widrigkeit geahndet werden — also lieber gleich erledigen. Alle nötigen Formulare und Infos zur Hundesteuer in Ostfildern findest du auf dem offiziellen Stadtportal.

Listenhunde und das Landeshundegesetz Baden-Württemberg

Baden-Württemberg kennt keine feste landesweite "Rasseliste" im Sinne eines absoluten Haltungsverbots, doch das Polizeigesetz und kommunale Vorschriften können besondere Anforderungen an die Haltung bestimmter Hunderassen stellen. Hunde, die als gefährlich eingestuft wurden — entweder durch ein behördliches Gutachten oder weil sie einer als gefährlich geltenden Kategorie angehören — unterliegen in der Regel strengeren Auflagen wie Leinen- und Maulkorbpflicht im öffentlichen Raum sowie besonderen Anforderungen an Haltung und Sicherung.

Wenn du einen Hund hältst, der möglicherweise unter entsprechende Regelungen fällt, wende dich frühzeitig an das Ordnungsamt der Stadt Ostfildern oder das zuständige Veterinär­amt beim Landratsamt Esslingen. Dort erhältst du verbindliche Auskunft über Anmelde­pflichten, Wesens­tests und weitere Auflagen. Verlasse dich bei dieser Frage nicht auf allgemeine Internetquellen, denn die rechtliche Lage ist komplex und individuell zu prüfen. Das Landratsamt Esslingen bietet hierzu aktuelle Informationen und Ansprechpartner.

Hinterlassenschaften, Gastro und öffentlicher Nahverkehr

Das Entsorgen von Hundekot im öffentlichen Raum ist in Ostfildern Pflicht — und das nicht nur des Anstands wegen. Wer Hinterlassenschaften seines Hundes liegen lässt, riskiert ein Bußgeld nach der städtischen Polizei­verordnung. Im Stadtgebiet sind an belebten Stellen und in Parks Kotbeutel­spender und Abfallbehälter aufgestellt; nimm dennoch immer eigene Tüten mit, da die Spender gelegentlich leer sein können. Das ist eine einfache Regel, die das Miteinander zwischen Hundehaltern und anderen Stadtnutzern erheblich verbessert.

In Gaststätten und Cafés in Ostfildern entscheidet der jeweilige Betreiber selbst, ob Hunde willkommen sind — eine generelle Erlaubnis gibt es nicht. Frage vor dem Betreten kurz nach oder halte Ausschau nach einem Aufkleber am Eingang. Im öffentlichen Nahverkehr (S-Bahn und Busse des VVS) gilt: Kleine Hunde in einer geschlossenen Transporttasche reisen in der Regel kostenlos mit, größere Hunde benötigen einen Kinderfahrschein und müssen angeleint sein — prüfe die aktuellen Beförderungsbedingungen direkt beim Verkehrs­verbund Stuttgart (VVS) vor deiner Fahrt, da sich Tarife und Regeln ändern können.

Praktisches vor Ort in Ostfildern

Wer mit Hund in Ostfildern lebt oder zu Besuch ist, braucht verlässliche Anlaufstellen — vom Tierarzt über die Hundeschule bis zur Betreuung. Die Stadt liegt günstig zwischen Stuttgart und Esslingen, sodass das Angebot in der Region insgesamt breit ist. Hier findest du die wichtigsten Orientierungspunkte.

Tierärzte und tierärztlicher Notdienst

In Ostfildern selbst sowie in den unmittelbar angrenzenden Stadtteilen Nellingen, Ruit, Scharnhausen, Kemnat und Parksiedlung sind tierärztliche Praxen ansässig. Für die genauen Adressen und aktuellen Sprechzeiten empfiehlt sich ein Blick in die Tierarztsuche der Landestierärztekammer Baden-Württemberg. Im Notfall — also außerhalb regulärer Praxiszeiten, nachts oder am Wochenende — greifst du am besten auf den organisierten tierärztlichen Bereitschaftsdienst zurück, den die Kammer regional koordiniert. Hinterlege die Nummer einer Notfallpraxis in Stuttgart-Ost oder Esslingen vorsorglich im Handy, da diese Standorte für Ostfildern gut erreichbar sind. Tierkliniken mit 24-Stunden-Betrieb findest du im Raum Stuttgart; auch hier gibt die Landestierärztekammer aktuelle Hinweise.

Bei einem Vergiftungsverdacht — etwa nach dem Fressen von Köder oder giftigen Pflanzen — zählt jede Minute. Das Tiergiftinformationszentrum der Tierärztlichen Hochschule Hannover ist bundesweit erreichbar und berät telefonisch rund um die Uhr. Notiere dir diese Nummer zusätzlich zur lokalen Notfallpraxis.

Hundeschulen und Training in Ostfildern

Im Raum Ostfildern und dem angrenzenden Esslingen gibt es mehrere Hundeschulen, die Welpen- und Junghundekurse, Gehorsamkeitstraining sowie Spezialangebote wie Mantrailing oder Nasenarbeit anbieten. Achte bei der Wahl auf eine zertifizierte Ausbildung der Trainerin oder des Trainers, idealerweise nach BHV-, VDH- oder vergleichbarem Standard. Frage konkret nach der Trainingsmethode: Positive Verstärkung ohne Strafgeräte ist heute der empfohlene Ansatz laut Sachverständigen. Viele Schulen bieten eine Schnupperstunde an — nutze diese, bevor du dich verbindlich anmeldest.

Für Welpen ist ein früher Kursstart wichtig: Die soziale Prägungsphase endet ungefähr mit der zwölften Lebenswoche. Ein guter Welpenkurs kombiniert Spielen, Umweltsozialisation und erste Grundkommandos in sicherer Umgebung. Erkundige dich direkt bei lokalen Vereinen im Raum Esslingen-Ostfildern, ob Mitgliedschaft im VDH oder einem Landesverband besteht — das ist ein Qualitätsmerkmal.

Auslaufzonen und eingezäunte Flächen

Ostfildern verfügt über Grünflächen und Feldwege zwischen den Stadtteilen, auf denen Hunde bei entsprechender Sicherheit und Rücksicht oft frei laufen können. Offizielle, eingezäunte Hundeauslaufflächen sind in Ostfildern selbst begrenzt; für eingezäunte Hundeparks lohnt sich die Anfahrt nach Stuttgart (dort gibt es mehrere ausgewiesene Flächen) oder in Richtung Esslingen. Prüfe die aktuell ausgewiesenen Bereiche direkt beim Stadtamt Ostfildern, da sich Ausweisungen und Regelungen ändern können.

Im Bereich der Scharnhäuser Park-Grünflächen — dem ehemaligen Kasernengelände, das zu einem modernen Stadtquartier umgebaut wurde — gibt es weitläufige Wiesenbereiche, die sich für Hundespaziergänge eignen. Dennoch gilt: Auch hier können örtliche Leinenpflichten oder Betretungsverbote für bestimmte Zonen gelten. Lies Hinweisschilder vor Ort sorgfältig und halte deinen Hund in der Nähe von Spielplätzen oder Sportanlagen stets an der Leine. Die Feldwege und Streuobstwiesen rund um Kemnat und Scharnhausen bieten ebenfalls gute Möglichkeiten zur Auslastung — besonders in den frühen Morgen- oder Abendstunden, wenn wenig Betrieb herrscht.

Hundebetreuung und Pensionen in der Region

Wer berufstätig ist oder verreist, braucht eine verlässliche Betreuungslösung. Im Großraum Ostfildern-Esslingen-Stuttgart gibt es Hundetagesbetreuungen, Gassiservices und Hundepensionen in unterschiedlichen Größen und Konzepten. Bei der Auswahl einer Pension oder Tagesbetreuung solltest du auf folgende Punkte achten:

  • Gewerbliche Erlaubnis nach § 11 Tierschutzgesetz — frage explizit danach
  • Maximale Gruppengröße und Betreuungsschlüssel (Mensch pro Hund)
  • Impf- und Entwurmungsnachweis als Voraussetzung
  • Notfallprotokoll und Erreichbarkeit bei tierärztlichem Bedarf
  • Möglichkeit einer Probeübernachtung vor längerer Abwesenheit

Gassiservices vor Ort in Ostfildern sind über lokale Kleinanzeigen und Empfehlungen im Stadtteil zu finden. Eine persönliche Empfehlung aus dem Bekanntenkreis ist hier oft wertvoller als reine Online-Bewertungen. Plane die Eingewöhnung bei einer neuen Betreuungsperson oder Pension rechtzeitig — mindestens zwei bis drei Probebesuche sind sinnvoll, damit dein Hund Vertrauen aufbaut.


Saisonal in Ostfildern

Das Klima auf der Filderebene ist wechselhaft: Frühling bringt rasche Temperaturwechsel, der Sommer kann auf der windoffenen Hochfläche trotzdem drückend warm werden, Herbst zeigt sich oft nebelreich, und Winter hält mit Frost und gelegentlichem Schnee Einzug. Jede Jahreszeit stellt dich und deinen Hund vor andere Aufgaben.

Frühling: Brut- und Setzzeit auf den Fildern

Ab März erwacht die Landschaft rund um Ostfildern. Die Streuobstwiesen zwischen den Stadtteilen blühen in weiß-rosa Wolken, Feldlerchen steigen über den Äckern auf, und im Gebüsch am Waldrand brüten Bodenbrüter. Genau das ist der Moment, in dem du mit deinem Hund besonders achtsam sein musst. Bodenbrütende Vögel wie Feldlerche, Rebhuhn und Kiebitz reagieren äußerst empfindlich auf Störungen — ein frei laufender Hund kann Gelege zerstören oder Küken in die Flucht treiben, ohne dass du es siehst.

Halte deinen Hund auf befestigten Wegen oder bekannten Pfaden und führe ihn in der Nähe von Wiesen und Feldern an der Leine — auch wenn kein offizielles Schild es verlangt. Die Setzzeit von Rehen beginnt ebenfalls im Frühjahr: Ricken, die Kitze führen, reagieren auf Hunde mit Flucht und können durch Stress erheblichen Schaden nehmen. Im Scharnhäuser Wald und den Feldgehölzen rund um Kemnat ist Vorsicht daher besonders angebracht. Informiere dich über jahreszeitliche Betretungsregelungen beim Regierungspräsidium Karlsruhe oder der unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Esslingen.

Praktisch im Frühling: Zeckensaison beginnt. Die Filderebene liegt nicht im ausgewiesenen FSME-Risikogebiet, aber Zecken übertragen auch hier Borreliose. Beginne den Zeckenschutz für deinen Hund rechtzeitig — in Absprache mit deiner Tierarztpraxis — und taste deinen Hund nach jedem Spaziergang im Gebüsch gründlich ab.

Sommer: Hitze auf der offenen Fläche

Die Filderebene liegt auf rund 400 Metern Höhe und ist weniger heiß als das Stuttgarter Kessel-Klima, doch Hitzetage über 30 °C sind auch hier möglich. Asphalt und versiegelte Flächen heizen sich stark auf — in Wohnquartieren und auf Parkplätzen kann die Bodentemperatur deutlich über 50 °C erreichen, was Pfoten verbrennt. Teste die Oberfläche mit dem Handrücken: Ist es für dich unangenehm, ist es für deinen Hund schädlich.

Verschiebe intensive Spaziergänge auf die frühen Morgen- oder späten Abendstunden, wenn Temperaturen und Bodentemperatur erträglich sind. Nimm ausreichend Wasser mit — tragbare Faltschüsseln passen in jede Hosentasche. Achte auf Zeichen von Hitzestress: übermäßiges Hecheln, taumelnder Gang, Speicheln, Apathie. Suche in diesem Fall sofort Schatten auf, kühle Pfoten und Bauch mit lauwarmem (nicht eiskaltem) Wasser und fahre unverzüglich zum Tierarzt.

In der Nähe befindliche Bademöglichkeiten wie der Max-Eyth-See in Stuttgart (gut erreichbar aus Ostfildern) sind im Sommer für Hunde teilweise nur in bestimmten Bereichen zugänglich oder ganz gesperrt. Prüfe die jeweilige Regelung vor Ort, denn diese kann sich von Jahr zu Jahr ändern. Stehende Gewässer und Bachläufe rund um die Filderebene können im Hochsommer Blaualgen enthalten — lass deinen Hund aus solchen Gewässern nicht trinken und warne ihn davon, im trüben Wasser zu schwimmen.

Herbst: Nebel, Jagd und nasses Laub

Der Herbst auf den Fildern ist atmosphärisch: Morgennebel liegt über den Streuobstwiesen, Äpfel und Birnen riefen nach Ernte, und die Wälder rund um Ostfildern leuchten in Gold und Rost. Für Hunde ist das eine Zeit erhöhter Verletzungsgefahr — nicht durch das Wetter, sondern durch die Jagdsaison. Im Scharnhäuser Wald und den umgebenden Feldgehölzen wird von Herbst bis Winter gejagt. An Jagdtagen sind Hunde, die frei laufen, gefährdet.

Halte deinen Hund in Waldgebieten während der Hauptjagdzeit (Oktober bis Januar) konsequent an der Leine oder nutze gut einsehbare Feldwege statt Waldpfade. Wenn du im Morgengrauen oder in der Dämmerung spazieren gehst — beides klasssiche Hundezeiten —, trage deinen Hund mit einem leuchtenden Halsband oder einer LED-Leine aus. Das erhöht die Sichtbarkeit erheblich. Informiere dich im Zweifel beim örtlichen Jagdpächter oder der Gemeindeverwaltung über geplante Drückjagden.

Nasses Laub auf Wegen ist rutschig — für dich und für deinen Hund. Hunde mit Gelenkproblemen oder älteren Tiere sollten auf unebenen, feuchten Waldpfaden kürzer geführt werden. Achte außerdem auf Eicheln und Rosskastanien: Eicheln sind für Hunde schwach giftig und können bei größeren Mengen Magen-Darm-Probleme verursachen. Halte deinen Hund davon ab, sie aufzunehmen.

Winter: Frost, Streusalz und kurze Tage

Winter in Ostfildern bedeutet oft Frost, gelegentlich Schnee und häufig grauen Hochnebel. Die kurzen Tage zwingen viele Hundehalter dazu, morgens und abends im Dunkeln spazieren zu gehen. Reflektierendes Zubehör — Leine, Halsband, Geschirr — ist daher keine Kür, sondern eine einfache Sicherheitsmaßnahme im Straßenverkehr.

Das größte winterliche Problem für Hundepfoten ist Streusalz. Gemeinden und private Anlieger streuen auf Gehwegen und Straßen, was die Pfoten reizt, rissig macht und beim Ablecken zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Wasche die Pfoten deines Hundes nach Stadtspaziergängen konsequent mit lauwarmem Wasser ab. Pfotenbalsam schützt die Haut zusätzlich — trage ihn vor dem Ausgang auf. Alternativ gibt es Hundeschuhe, die allerdings eine geduldige Eingewöhnung erfordern.

Bei anhaltender Kälte unter minus fünf Grad gilt: Kurzhaarige Hunde, kleine Rassen und ältere oder kranke Tiere kühlen schnell aus. Ein gut sitzender Hundemantel ist dann sinnvoll — nicht aus Modegründen, sondern zum Schutz. Verkürze Spaziergänge in extremer Kälte und achte darauf, dass dein Hund nach der Rückkehr wirklich wieder aufgewärmt ist, bevor er auf dem Boden liegt. Beobachte seine Pfoten auf Risse oder Entzündungen und kontaktiere bei Auffälligkeiten deine Tierarztpraxis.

Schnee bringt vielen Hunden pure Freude — nutze diese Energie auf den weitläufigen Feldflächen rund um die Stadt, wo übersichtliche Sicht und wenig Verkehr das freie Spielen sicherer machen. Prüfe vor dem Loslassen jedoch, ob Glatteis unter dem Schnee liegt, und achte auf Mäusegiftköder, die Landwirte im Winter teils ausgelegen — ein seltenes, aber ernstes Risiko in der offenen Landschaft.

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