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SUP mit Hund

3 Min Lesezeit
SUP mit Hund
Definition

SUP mit Hund bedeutet, dass du mit deinem Vierbeiner gemeinsam auf einem Stand-Up-Paddle-Board über Gewässer paddelst.

Inhalt
  1. Welche Boards funktionieren mit Hund?
  2. Wo ist SUP mit Hund erlaubt?
  3. Wie bringst du den Hund aufs Board?
  4. Was passiert wenn der Hund springt?
  5. Welche Hunde schaffen SUP nicht?
  6. Welche Kosten entstehen?

SUP mit Hund bedeutet, dass du mit deinem Vierbeiner gemeinsam auf einem Stand-Up-Paddle-Board über Gewässer paddelst. Der Hund steht oder liegt dabei meist im vorderen Bereich des Boards, während du hinter ihm balancierst und paddelst.

Was diese Aktivität von normalem Paddeln unterscheidet: Du musst das Gleichgewicht für zwei halten. Dein Hund bewegt sich, reagiert auf Geräusche oder andere Hunde am Ufer – das macht jede Tour unberechenbar.

Welche Boards funktionieren mit Hund?

Du brauchst mindestens 340 cm Länge und 86 cm Breite. Alles darunter wird bei einem 25-kg-Hund kritisch instabil.

Bewährt haben sich All-Around-Boards zwischen 400-500 Euro: Das Red Paddle Co. Ride (381 cm) trägt bis 140 kg Gesamtgewicht. Das günstigere Bluefin Cruise (365 cm, ab 300 Euro) schafft 180 kg – bei zwei Erwachsenen mit Hund allerdings grenzwertig.

Aufblasbare Boards haben Vorteile: Wenn dein Hund mit den Krallen abrutscht, entstehen keine Kratzer wie bei Hartboards. Die Oberfläche ist ausserdem wärmer – ein Pluspunkt für Hunde, die schnell frieren.

Wo ist SUP mit Hund erlaubt?

In Deutschland gelten regional unterschiedliche Regeln. Der Chiemsee erlaubt Hunde auf SUP-Boards, am Bodensee ist es teilweise verboten.

Österreich: Der Wolfgangsee und Hallstätter See sind hundefreundlich. In der Schweiz funktioniert der Zürichsee gut – aber informiere dich vorher bei der örtlichen Wasserschutzpolizei.

Naturschutzgebiete sind oft tabu. Auch Badestrände mit vielen Menschen werden zum Problem, weil andere Badegäste sich gestört fühlen können.

Wie bringst du den Hund aufs Board?

Leg das Board ins knöcheltiefe Wasser und lass deinen Hund zuerst vom Ufer aus darauf klettern. Stütz das Board mit einer Hand, damit es nicht wegrutscht.

Wenn er sicher steht, steigst du vom tiefen Wasser aus auf. Das Board liegt zwischen euch beiden – so ist das Gewicht gleichmässiger verteilt als wenn du vom Ufer aufsteigst.

Die ersten Versuche machst du kniend, nicht stehend. Bei Windstärke über 2 wird es auch für geübte Teams schwierig.

Was passiert wenn der Hund springt?

Das passiert fast jedem Team mindestens einmal. Meist sieht der Hund andere Hunde am Ufer oder erschrickt vor einem Schwan.

Du fällst in 90% der Fälle mit ins Wasser. Eine Hundeschwimmweste mit Tragegriff (ab 25 Euro) hilft beim Herausheben. Ohne Griff wird es bei grösseren Hunden schwierig.

Tipp aus der Praxis: Paddle nie weiter vom Ufer weg, als dein Hund schwimmen kann. Bei einem 12-jährigen Labrador sind das vielleicht 50 Meter – bei einem jungen Retriever deutlich mehr.

Welche Hunde schaffen SUP nicht?

Brachycephale Rassen (Mops, Bulldogge) geraten durch die Anstrengung des Balancierens oft in Atemnot. Sehr ängstliche Hunde, die schon bei wackeligem Untergrund panisch werden, sind ebenfalls ungeeignet.

Hunde mit Gelenkproblemen sollten nicht paddeln – die ständigen Ausgleichsbewegungen belasten Hüfte und Knie zusätzlich.

Als Faustregel: Wenn dein Hund Probleme beim Ein- und Aussteigen ins Auto hat, wird SUP zu anstrengend.

Welche Kosten entstehen?

Board mit Hundetauglichkeit: 300-500 Euro. Hundeschwimmweste: 25-60 Euro. Rutschfeste Deckauflage: 30-80 Euro.

Viele Verleihe nehmen 10-15 Euro Aufschlag für Hunde. Kurse „SUP mit Hund“ kosten 60-120 Euro für 2-3 Stunden.

Günstiger Einstieg: Erst in einem Verleih testen, ob es deinem Hund gefällt. Viele Hunde steigen nach 10 Minuten wieder aus und schwimmen lieber nebenher.