Radicchio
Radicchio ist ein rotviolettes Blattgemüse aus der Zichorienfamilie mit charakteristisch bitterem Geschmack.
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Radicchio ist ein rotviolettes Blattgemüse aus der Zichorienfamilie mit charakteristisch bitterem Geschmack. Hunde dürfen Radicchio in kleinen Mengen fressen – das Gemüse kann sogar gesundheitliche Vorteile haben.
Warum vertragen Hunde den bitteren Geschmack von Radicchio?
Hunde haben deutlich weniger Geschmacksknospen als Menschen – etwa 1.700 gegenüber unseren 10.000. Bitterstoffe nehmen sie daher schwächer wahr. Ein Hund, der normalerweise Möhren oder Zucchini frisst, wird auch mit einem Stück Radicchio keine Probleme haben.
Die Bitterstoffe im Radicchio stammen von Lactucopicrin und anderen sekundären Pflanzenstoffen. Diese Verbindungen regen beim Menschen die Verdauung an – ein Effekt, der auch bei Hunden auftreten kann.
Welche Nährstoffe liefert Radicchio für Hunde?
Radicchio enthält Vitamin K, das für die Blutgerinnung wichtig ist. Ein mittelgroßer Hund bekommt durch zwei Blätter Radicchio etwa ein Zehntel seines Tagesbedarfs an diesem Vitamin.
Das enthaltene Vitamin C kann der Hund zwar selbst produzieren, aber zusätzliche Mengen schaden nicht. Interessanter ist das Anthocyan, das für die rote Farbe verantwortlich ist – es wirkt entzündungshemmend.
Ballaststoffe machen etwa 2 Prozent des Radicchios aus. Das klingt wenig, aber schon ein Blatt kann bei einem empfindlichen Hund die Verdauung anregen.
Kann Radicchio bei Verdauungsproblemen helfen?
Radicchio wirkt mild abführend – nicht durch Reizung, sondern durch Anregung der Gallenproduktion. Ein Hund mit träger Verdauung könnte davon profitieren.
Bei Hunden, die zu weichem Kot neigen, solltest du vorsichtig sein. Die Bitterstoffe können die Darmtätigkeit zusätzlich beschleunigen.
Wann sollte mein Hund keinen Radicchio bekommen?
Hunde mit Gallensteinen sollten auf Radicchio verzichten. Die galleanregenden Bitterstoffe können Koliken auslösen.
Bei Nierenproblemen ist Vorsicht geboten – nicht wegen des Kaliumgehalts (der ist moderat), sondern weil die harntreibende Wirkung die Nieren zusätzlich belasten kann.
Welpen unter sechs Monaten bekommen besser andere Gemüsesorten. Ihr Verdauungssystem reagiert empfindlicher auf Bitterstoffe.
Wie viel Radicchio darf ein Hund fressen?
Für einen 20-Kilo-Hund reichen zwei bis drei Blätter pro Woche. Kleinere Hunde bekommen entsprechend weniger – ein halbes Blatt für einen Dackel ist ausreichend.
Du kannst Radicchio roh oder blanchiert geben. Beim Blanchieren werden die Bitterstoffe milder, aber auch die wasserlöslichen Vitamine nehmen ab.
Niemals mit Dressing oder Öl füttern – purer Radicchio ist für Hunde am besten verträglich.
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