Putenfleisch
Putenfleisch ist mageres Fleisch mit hohem Proteingehalt, das sich durch seine gute Verdaulichkeit und niedrigen Fettanteil für die Hundeernährung eignet.
Inhalt
Putenfleisch ist mageres Fleisch mit hohem Proteingehalt. Es zeichnet sich durch gute Verdaulichkeit und einen niedrigen Fettanteil aus, beides spricht für den Einsatz in der Hundeernährung.
Welche Nährwerte hat Putenfleisch für Hunde?
Putenbrust enthält pro 100 g: 25,3 g Protein, 1,2 g Fett, 111 kcal. Damit ist sie die proteinreichste und zugleich kalorienärmste Fleischoption für Hunde im direkten Vergleich.
Anderen Fleischsorten gegenüber schneidet Pute deutlich besser ab: Rinderhack liefert 20 g Protein bei 15 g Fett, Hähnchenbrust 23 g Protein bei 2,6 g Fett. Die Pute übertrifft beide beim Protein und liegt beim Fett klar darunter.
Die B-Vitamine unterstützen den Energiestoffwechsel: 100 g Putenbrust decken 65 % des Tagesbedarfs an Niacin und 45 % an Vitamin B6 (bezogen auf einen 25-kg-Hund). Selen wirkt antioxidativ, mit 150 g Putenfleisch erhält ein Hund bereits seine komplette Tagesdosis.
Wie bereite ich Putenfleisch für meinen Hund zu?
Koche das Fleisch 15 bis 20 Minuten in ungesalzenem Wasser oder brate es ohne Öl in einer beschichteten Pfanne.
Entferne vor der Zubereitung die Haut, sie enthält rund 15 bis 20 g Fett pro 100 g und kann bei empfindlichen Hunden Durchfall auslösen. Putenkeulen haben mehr intramuskuläres Fett als die Brust, sind aber immer noch mager genug für übergewichtige Hunde.
Gewürze, Salz und Zwiebeln gehören nicht ans Hundefutter. Ein 20-kg-Hund verträgt maximal 3 g Salz pro Tag, bereits ein Teelöffel Kochsalz am Putenfleisch würde diese Menge überschreiten.
Wie viel Putenfleisch darf mein Hund fressen?
Als Faustregel gelten 15 bis 20 g Putenfleisch pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
Ein 10-kg-Hund erhält 150 bis 200 g, ein 30-kg-Hund 450 bis 600 g Putenfleisch pro Tag, sofern es die Hauptproteinquelle darstellt. Als Leckerli oder Futterergänzung reichen 50 g für kleine Hunde; für grosse Hunde sind 100 bis 150 g angemessen.
Bei einer reinen Putenfleisch-Mahlzeit fehlen Kohlenhydrate, Ballaststoffe und manche Mineralstoffe. Kombiniere das Fleisch mit Reis, Karotten oder speziellem Hundefutter für eine ausgewogene Mahlzeit.
Wann sollte ich auf Putenfleisch verzichten?
Hunde mit Geflügelallergie reagieren meist auch auf Pute, die Proteine ähneln denen von Huhn stark.
Erste Anzeichen sind Juckreiz an Pfoten oder Ohren, weicher Kot oder Erbrechen innerhalb von 2 bis 6 Stunden nach dem Fressen. In dem Fall das Putenfleisch sofort absetzen und einen Tierarzt aufsuchen.
Gekochte Putenknochen werden spröde und splittern beim Kauen. Das kann zu Darmverletzungen führen. Rohe Putenknochen sind weicher, sollten aber nur unter Aufsicht gefüttert werden, manche Hunde schlingen sie unzerkaut herunter.
Für welche Hunde ist Putenfleisch besonders geeignet?
Übergewichtige Hunde profitieren vom niedrigen Kaloriengehalt: 150 g Putenbrust haben nur 167 kcal, dieselbe Menge Rinderhack 450 kcal.
Alte Hunde mit träger Verdauung kommen mit dem mageren Fleisch meist gut zurecht. Die kurzkettigen Proteine lassen sich leichter aufspalten als die von rotem Fleisch.
Sportlich aktive Hunde benötigen viel Protein für die Muskelregeneration, Pute liefert es ohne überschüssige Kalorien, die sonst als Fett eingelagert würden.
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