Protein
Protein ist ein Nährstoff aus Aminosäuren, der bei Hunden für Muskelaufbau, Fellqualität und Immunfunktion verantwortlich ist.
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Protein ist ein Nährstoff aus Aminosäuren, der bei Hunden für Muskelaufbau, Fellqualität und Immunfunktion verantwortlich ist.
Ein 20-Kilo-Hund benötigt nach dem Richtwert von FEDIAF rund 47 Gramm Protein am Tag, das entspricht ungefähr 200 Gramm Hähnchenbrust.
Wie viel Protein braucht mein Hund täglich?
Der Proteinbedarf steigt nicht linear mit dem Körpergewicht, ein doppelt so schwerer Hund braucht also nicht die doppelte Menge. FEDIAF rechnet mit 4,95 Gramm je Kilogramm metabolischem Körpergewicht.
Konkrete Beispiele:
- 10-Kilo-Hund: rund 28 Gramm Protein am Tag
- 30-Kilo-Hund: rund 63 Gramm Protein am Tag
- Welpen: dafür gibt es keine pauschale Zahl. Der Bedarf hängt vom Alter und vom erwarteten Endgewicht ab. Ein 15-Kilo-Welpe liegt je nach Rasse und Wachstumsphase zwischen rund 55 und 90 Gramm.
Trächtige Hündinnen brauchen ab der fünften Trächtigkeitswoche deutlich mehr Protein: nach den Richtwerten von FEDIAF und NRC nicht ein Viertel mehr, sondern gut das Doppelte. Wie viel genau, hängt von Wurfgrösse und Trächtigkeitswoche ab; diese Rechnung gehört zur Tierärztin.
Diese Tagesmengen folgen dem FEDIAF-Richtwert von 4,95 Gramm Protein je Kilogramm metabolischem Körpergewicht für ausgewachsene Hunde im Erhaltungsbedarf. Arbeit, Kälte, Trächtigkeit oder Krankheit heben ihn deutlich an.
Welche Proteinquellen sind am besten?
Tierische Proteine enthalten alle essentiellen Aminosäuren in der richtigen Menge. Pflanzliche Proteine haben oft Lücken.
Die biologische Wertigkeit zeigt, wie gut der Körper das Protein verwerten kann:
- Ei: 100 (Referenzwert)
- Muskelfleisch: 92
- Fisch: 90
- Soja: 67
- Erbsenprotein: 45
Ein Hund kann aus 100 Gramm Hähnchenbrust etwa 18 Gramm verwertbares Protein ziehen. Aus der gleichen Menge Erbsenmehl nur 8 Gramm.
Stimmt es dass ältere Hunde weniger Protein brauchen?
Nein, das Gegenteil ist richtig. Ab 7 Jahren verlieren Hunde jährlich 3-5 Prozent Muskelmasse. Ohne ausreichend Protein beschleunigt sich dieser Abbau.
Seniorhunde brauchen mindestens genauso viel Protein wie junge erwachsene Hunde – manchmal mehr. Die alte Regel „weniger Protein schont die Nieren“ gilt nur bei bereits diagnostizierter Nierenerkrankung.
Gesunde Nieren verkraften problemlos 2,5 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich.
Was passiert bei zu wenig Protein?
Proteinmangel zeigt sich zuerst an Fell und Haut. Das Fell wird stumpf, dünnt aus oder wächst langsamer nach. Die Haut wird schuppig.
Später kommen Muskelschwund, schlechte Wundheilung und häufige Infekte dazu. Bei Welpen stockt das Wachstum oder verläuft ungleichmässig.
Ein einfacher Test: Wenn dein Hund nach dem Krallenschneiden länger als eine Woche blutet oder kleine Kratzer nur langsam heilen, kann Proteinmangel die Ursache sein.
Kann mein Hund zu viel Protein bekommen?
Gesunde Hunde verkraften sehr proteinreiche Ernährung problemlos. Überschüssige Aminosäuren werden zu Energie umgewandelt oder ausgeschieden.
Anders bei chronischer Niereninsuffizienz: Hier entstehen aus Protein Abfallstoffe, die die geschädigten Nieren belasten. Aber auch dann sind 1,2 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht noch sicher.
Der Mythos „Protein macht aggressiv“ ist wissenschaftlich widerlegt. Verhaltensänderungen nach Futterumstellung haben andere Ursachen.
Wie erkenne ich hochwertiges Protein im Futter?
Die Rohprotein-Angabe auf der Verpackung sagt nichts über die Qualität aus. 25 Prozent Rohprotein können aus Muskelfleisch oder aus Federn stammen.
Besser: Schaue auf die ersten drei Zutaten. Steht dort „Fleischmehl“ oder „Geflügelmehl“, ist das hochwertiger als „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse“.
Frischfleisch in der Zutatenliste täuscht oft: Es enthält 70 Prozent Wasser. Nach dem Trocknen bleibt wenig Protein übrig.
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