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Galaktose

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Galaktose
Definition

Galaktose ist ein Milchzucker, der beim Säugen für Welpen lebenswichtig ist, aber bei erwachsenen Hunden Verdauungsprobleme auslösen kann.

Inhalt
  1. Was unterscheidet Galaktose von anderen Zuckern?
  2. Warum bekommen erwachsene Hunde von Milch Durchfall?
  3. Welche Milchprodukte sind für Hunde verträglich?
  4. Woran erkenne ich eine Galaktose-Unverträglichkeit?

Galaktose ist ein Milchzucker, der beim Säugen für Welpen lebenswichtig ist, aber bei erwachsenen Hunden Verdauungsprobleme auslösen kann.

Was unterscheidet Galaktose von anderen Zuckern?

Galaktose entsteht, wenn das Enzym Laktase den Milchzucker Laktose aufspaltet. Das passiert im Darm deines Hundes nach jeder Aufnahme von Milchprodukten. Die entstehende Galaktose wird dann wie Glukose zur Energiegewinnung genutzt.

Bei Welpen läuft dieser Prozess problemlos ab – ihre Laktase-Produktion ist auf Höchststand. Ab dem dritten Lebensmonat sinkt die Enzymaktivität bei den meisten Hunden drastisch.

Warum bekommen erwachsene Hunde von Milch Durchfall?

Ohne ausreichend Laktase kann dein Hund die Laktose nicht aufspalten. Der unverdaute Milchzucker gelangt in den Dickdarm, wo ihn Bakterien vergären. Das Ergebnis: Weicher Kot, Blähungen und bei empfindlichen Hunden Bauchkrämpfe.

Ein Schluck Milch schadet den meisten Hunden nicht. Problematisch wird es ab etwa 50ml pro 10kg Körpergewicht – dann übersteigt die Laktosemenge die verbliebene Enzymaktivität.

Welche Milchprodukte sind für Hunde verträglich?

Hartkäse wie Parmesan oder Gouda enthalten kaum noch Laktose – der Reifungsprozess baut sie ab. Ein Stückchen Emmentaler als Leckerli ist daher meist unproblematisch.

Joghurt und Quark liegen im Mittelfeld. Die enthaltenen Milchsäurebakterien haben bereits einen Teil der Laktose abgebaut, aber nicht vollständig. Hier gilt: kleine Mengen testen und Reaktion beobachten.

Laktosefreie Milchprodukte für Menschen funktionieren auch für Hunde – die Laktose wurde industriell aufgespalten.

Woran erkenne ich eine Galaktose-Unverträglichkeit?

Die Symptome treten meist zwei bis sechs Stunden nach der Milchaufnahme auf. Weicher Kot ist das erste Anzeichen, gefolgt von vermehrtem Kotabsatz. Bei stärkerer Unverträglichkeit kommen Blähungen und gelegentlich Erbrechen dazu.

Anders als bei Allergien gibt es keine Hautreaktionen oder Juckreiz. Die Beschwerden verschwinden innerhalb von 24 Stunden, wenn der Hund keine weitere Laktose aufnimmt.