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Aubergine

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Aubergine Bild: Wikimedia Commons – Aubergine.jpg von Horst Frank · CC BY-SA 3.0
Inhalt
  1. Wie viel Aubergine verträgt ein Hund?
  2. Woran erkenne ich eine Solanin-Vergiftung?
  3. Warum sind unreife Auberginen besonders gefährlich?
  4. Wie bereite ich Aubergine für den Hund zu?
  5. Welche Hunde sollten keine Auberginen bekommen?

Auberginen gehören zu den Nachtschattengewächsen und enthalten Solanin, einen Giftstoff, der für Hunde gefährlich wird, wenn sie rohe oder unreife Früchte fressen. Gekochte Aubergine in winzigen Mengen ist unbedenklich, aber kein Hund braucht sie wirklich.

Wie viel Aubergine verträgt ein Hund?

Wenn überhaupt, dann eine winzige Menge gekochte Aubergine und nur ausnahmsweise. Wie viel das bei deinem Hund ist, hängt an seiner Grösse und daran, wie empfindlich sein Magen ist. Manche Hunde bekommen schon bei kleinsten Mengen Durchfall, deshalb lohnt sich der vorsichtige Einstieg mit einem einzelnen Stück.

Meiner Einschätzung nach ist das Risiko-Nutzen-Verhältnis schlecht. Auberginen bieten Hunden nichts, was sie nicht aus sichereren Quellen bekommen könnten. Karotten, Zucchini oder Kürbis sind ernährungsphysiologisch überlegen und haben null Vergiftungsrisiko.

Woran erkenne ich eine Solanin-Vergiftung?

Die ersten Anzeichen zeigen sich meist binnen zwei bis vier Stunden: übermässiges Speicheln, Unruhe, dann Erbrechen. Durchfall folgt oft eine Stunde später. Bei schweren Vergiftungen kommen Muskelzittern und Koordinationsstörungen dazu.

Ein Hund, der eine ganze rohe Aubergine gefressen hat, braucht sofort tierärztliche Hilfe.

Warum sind unreife Auberginen besonders gefährlich?

Unreife, grüne Auberginen enthalten das Drei- bis Vierfache an Solanin wie reife Früchte. Dazu kommt: Der bittere Geschmack, der normalerweise vor dem Gift warnt, ist bei unreifen Auberginen weniger ausgeprägt. Hunde fressen sie deshalb eher komplett auf, bevor der Geschmack sie abschreckt.

Auch die Schale und das Grün der Pflanze sind tabu. Hier konzentriert sich das Solanin am stärksten, ein einziges Auberginenblatt kann bei einem kleinen Hund schon Symptome auslösen.

Wie bereite ich Aubergine für den Hund zu?

Falls du trotz allem Aubergine füttern willst: Schälen, würfeln, 15 Minuten in kochendem Wasser garen. Kein Salz, keine Gewürze, kein Öl. Das Kochwasser wegschütten, dort löst sich ein Teil des Solanins.

Gebratene oder gegrillte Aubergine ist ungeeignet. Das Öl belastet die Bauchspeicheldrüse und die bräunlichen Röststoffe können Magenschmerzen verursachen. Auch eingelegte Auberginen sind wegen des hohen Salzgehalts problematisch.

Welche Hunde sollten keine Auberginen bekommen?

Hunde mit empfindlichem Magen reagieren oft schon auf winzige Mengen mit Durchfall. Bei Arthritis-Patienten können Nachtschattengewächse Entzündungsschübe verstärken, die Studienlage ist dünn, aber die Erfahrungsberichte häufen sich.

Nierenkranke Hunde haben Probleme mit den Oxalaten in Auberginen. Diese Kristalle können bestehende Nierenprobleme verschärfen. Hier ist Vorsicht besser als Nachsicht.