Amaranth-Blätter
Quelle: Canva Amaranth-Blätter sind ein oxalatreiches Blattgemüse, das Hunde in kleinen Mengen fressen dürfen, aber nur gekocht und mit Vorsicht bei der Dosierung.
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Amaranth-Blätter sind ein oxalatreiches Blattgemüse, das Hunde in kleinen Mengen fressen dürfen, aber nur gekocht und mit Vorsicht bei der Dosierung. Das südamerikanische Blattgemüse ist nährstoffreich: 100 Gramm enthalten etwa 2,1 mg Vitamin C, 146 μg Vitamin A und 1140 mg Kalium. Allerdings auch 1,09 Gramm Oxalate pro 100 Gramm Frischgewicht, also deutlich mehr als die meisten anderen Gemüsesorten.
Welche Nährstoffe liefern Amaranth-Blätter?
Die Blätter enthalten nennenswerte Mengen an Folsäure (85 μg pro 100 g) und Magnesium (55 mg pro 100 g). Das Kalzium ist allerdings durch die Oxalate schlecht verfügbar.
Der Vitamin-C-Gehalt ist für Hunde irrelevant, sie produzieren das Vitamin selbst. Interessanter ist das enthaltene Betalain, ein natürlicher Farbstoff mit antioxidativen Eigenschaften.
Wie viele Gramm Amaranth-Blätter darf mein Hund essen?
Die sichere Tagesmenge liegt bei maximal 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht. Ein 20-Kilo-Hund erhält also höchstens 10 Gramm gekochte Amaranth-Blätter. Das entspricht etwa einem mittelgrossen Blatt.
Bei kleineren Hunden fällt die Menge geringer aus: Ein 5-Kilo-Hund verträgt nur 2,5 Gramm, ein 10-Kilo-Hund 5 Gramm.
Alle Angaben beziehen sich auf das fertig gegarte Gemüse.
Warum müssen Amaranth-Blätter gekocht werden?
Kochen reduziert den Oxalatgehalt um 30 bis 50 Prozent. Rohe Amaranth-Blätter enthalten zu viele Oxalate, die mit Kalzium unlösliche Komplexe bilden und langfristig zu Nierensteinen führen können.
Zur Zubereitung: Die Blätter in kochendem Wasser etwa 5 bis 8 Minuten dämpfen, das Kochwasser anschliessend wegschütten – darin haben sich die gelösten Oxalate gesammelt.
Keine Gewürze, kein Salz, pur servieren.
Bei welchen Hunden sind Amaranth-Blätter tabu?
Hunde mit chronischen Nierenproblemen sollten keinerlei oxalatreiche Gemüse erhalten. Die Nieren können die Oxalate nicht effizient ausscheiden.
Auch bei Blasensteinen in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten (etwa 80 Prozent der Hunde-Blasensteine bestehen aus Kalzium-Oxalat).
Wie erkenne ich eine Unverträglichkeit?
Erste Anzeichen sind weicher Kot oder häufigerer Harndrang, die etwa 6 bis 12 Stunden nach der Fütterung auftreten. Bei empfindlichen Hunden können auch Blähungen dazukommen.
Langfristige Überdosierung zeigt sich durch vermehrtes Trinken und häufiges Urinieren – die Nieren arbeiten dann auf Hochtouren, um die Oxalate auszuscheiden.
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