Der Cartoon zeigt einen kleinen, dunklen Hund, der zu seinem deutlich grösseren weissen Mitbewohner aufschaut. Der grosse Hund trägt eine Küchenklaue im Maul und interpretiert sein Verhalten gekonnt um: Was eigentlich Betteln, Futterklau oder mangelnder Impulskontrolle ist, wird kurzerhand zur «Fresstörung» erklärt — und die Störung liegt demnach nicht bei ihm, sondern beim Herrchen, das sich stört. Der Comic spielt wunderbar auf die Kreativität an, mit der Hunde ihre Verhaltensweisen rechtfertigen würden, wenn sie könnten, und auf die alltägliche Realität vieler Haushalte: Ein Hund mit guten Nerven und Zugang zur Küche findet dort einfach Leckereien, die er nicht lassen kann. Die Pointe liegt darin, wie der grosse Hund das Problem umdefiniert — als wäre die Reaktion des Menschen das eigentliche Verhalten, das man ändern müsste.