Versteckte Objektsuche
Der Hund lernt, versteckte Objekte zu finden und anzuzeigen.
Ziel: Dein Hund lernt, versteckte Objekte systematisch zu suchen, zu finden und dir anzuzeigen.
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (mindestens 6 Monate Grunderziehung)
Material: Ein Lieblingsspielzeug, kleine Leckerlis, später verschiedene Gegenstände
Wie baust du das Suchkommando auf?
Beginne mit dem Kommando „Such“ oder „Find“. Lass deinen Hund das Objekt deutlich sehen, während du es hinter deinem Rücken versteckst. Gib das Kommando und zeige sofort auf das Versteck. Sobald er das Objekt berührt, sagst du „Zeig“ und belohnst ihn kräftig.
Plane dafür etwa zwei bis drei Trainingseinheiten à 10 Minuten ein. Dein Hund soll verstehen: „Such“ heisst „geh zum Objekt“, „Zeig“ heisst „bleib dabei stehen“.
Welche Schritte führen zur zuverlässigen Anzeige?
Nach den ersten Erfolgserlebnissen versteckst du das Objekt halb sichtbar, unter einem Handtuch oder hinter einem Stuhlbein. Begleite deinen Hund in den ersten fünf bis sieben Versuchen noch zum Versteck.
Die Anzeige baust du schrittweise auf: erst berühren und „Zeig“ sagen, dann zwei Sekunden warten, dann fünf Sekunden. Manche Hunde bellen von sich aus am Objekt, andere setzen sich hin. Akzeptiere seine natürliche Anzeige und verstärke sie.
Wie steigerst du die Schwierigkeit richtig?
Woche 2–3: vollständig versteckte Objekte in bekannten Räumen. Du schickst den Hund allein los und wartest am Startpunkt. Kommt er ohne Objekt zurück, gehst du mit und zeigst das Versteck noch einmal.
Ab Woche 4 kommen neue Räume, verschiedene Gegenstände und Verstecke in 1,50 m Höhe dazu. Ein gutes Zeichen für Trainingsfortschritt: Dein Hund sucht drei bis fünf Minuten selbständig, bevor er aufgibt.
Was machst du bei häufigen Problemen?
Hund gibt zu schnell auf: Die Verstecke waren zu schwer. Geh zwei Schwierigkeitsstufen zurück und arbeite dich langsamer vor.
Hund bringt das Objekt mit: Das ist in Ordnung, aber trainiere die Anzeige separat. Sag „Zeig“, wenn er das Objekt im Maul hat, belohne erst, wenn er es ablegt.
Hund zeigt nicht zuverlässig an: Geh nur zu ihm, wenn er am Objekt ist und anzeigt. Falsches Anzeigen ignorierst du konsequent.
Welche Sicherheitsregeln gelten?
Keine giftigen Pflanzen im Suchbereich. Keine zerbrechlichen Gegenstände als Suchobjekte. Bei der Aussensuche gilt: eingezäuntes Gelände oder Schleppleine. Die Trainingszeit liegt bei maximal 15 Minuten am Stück.
Variationen für später: Personensuche (ein Familienmitglied versteckt sich), verschiedene Duftobjekte, Suche bei unterschiedlichen Wetterlagen.
Was du brauchst
Verschiedene Gegenstände zum Verstecken