Übung · Training & Erziehung

Versteckte Gegenstandssuche

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Verschiedene Gegenstände zum Verstecken, Leckerli zur Belohnung
Trainingsziel

Der Hund lernt, versteckte Gegenstände systematisch zu suchen und durch Anzeigen zu markieren.

Ziel: Dein Hund findet versteckte Gegenstände und zeigt sie zuverlässig an.

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (Grundgehorsam sollte sitzen)

Dauer pro Einheit: 5–10 Minuten, 3–4x pro Woche

Material: Lieblingsspielzeug, Dummy oder Futterbeutel, später neutrale Gegenstände wie Schlüssel

Wie baust du die Gegenstandssuche systematisch auf?

Phase 1 – Grundlagen (Woche 1–2):

  1. Zeige deinem Hund einen Gegenstand und lass ihn daran schnuppern
  2. Wirf den Gegenstand etwa 2–3 Meter weit in seine Sichtweite
  3. Kommando „Such“ und schicke ihn los
  4. Sobald er den Gegenstand berührt: Markerwort („Yes“) und Belohnung
  5. Hole den Gegenstand selbst – der Hund muss ihn nicht bringen

Phase 2 – Anzeigeverhalten (Woche 3–4):

  1. Gegenstand wieder sichtbar hinlegen
  2. Warte nach dem „Such“ ab, bis dein Hund beim Gegenstand anhält
  3. Erst bei deutlichem Anhalten (1–2 Sekunden) markieren und belohnen
  4. Baue das „Platz“ am gefundenen Gegenstand auf

Phase 3 – Echte Verstecke (ab Woche 5):

  1. Verstecke den Gegenstand hinter einem Stuhlbein oder unter einer Decke
  2. Lass deinen Hund zusehen, wo du versteckst
  3. Schicke ihn zum Suchen – „Such den Ball“
  4. Bei erfolgreichem Finden: 3 Sekunden „Platz“ am Fundort, dann Belohnung

Welche Gegenstände eignen sich am besten?

Starte mit dem Lieblingsspielzeug deines Hundes – dort ist die Motivation am höchsten. Gut geeignet sind Bälle, Dummys oder Futterbeutel. Später kannst du auf neutrale Gegenstände wie Schlüssel oder kleine Holzklötze wechseln.

Vermeide Gegenstände mit scharfen Kanten oder aus giftigen Materialien. Der Gegenstand sollte gross genug sein, damit dein Hund ihn nicht verschlucken kann.

Was sind die häufigsten Trainings-Stolpersteine?

Der klassische Anfängerfehler: zu schnell zu schwierige Verstecke wählen. Gibt dein Hund nach 30 Sekunden auf und geht weg, war das Versteck eine Nummer zu hart.

Zweiter Stolperstein: das Anzeigeverhalten überspringen. Ohne ein klares „Hier ist der Gegenstand“-Signal wird dein Hund bei echten Suchen früher oder später frustriert aufgeben.

Wie steigerst du die Schwierigkeit richtig?

Wechsle zu Phase 2, sobald Phase 1 in 8 von 10 Versuchen klappt. In Phase 3 steigerst du wöchentlich: erste Woche hinter Möbeln, zweite Woche in anderen Räumen, dritte Woche in verschiedenen Höhen.

Variiere auch die Gegenstände. Hat dein Hund den roten Ball gemeistert, nimm einen blauen Dummy. So lernt er, dass „Suchen“ nicht nur „den roten Ball finden“ bedeutet.

Sicherheit: Prüfe jeden Versteckort auf mögliche Gefahren – keine giftigen Pflanzen in der Nähe, keine instabilen Gegenstände, die umfallen können.

Was du brauchst

Verschiedene Gegenstände zum Verstecken, Leckerli zur Belohnung