Rolle rückwärts
Der Hund lernt, auf Kommando eine Rolle rückwärts zu machen.
Für welche Hunde ist die Rolle rückwärts geeignet?
Diese Übung eignet sich nur für gesunde Hunde ohne Rücken- oder Gelenkprobleme. Große, schwere Rassen wie Deutsche Doggen oder Bernhardiner sollten diese Bewegung nicht ausführen – das Körpergewicht belastet Wirbelsäule und Gelenke zu stark.
Junge, wendige Hunde bis etwa 25 kg lernen die Rolle am leichtesten. Bei Hunden über 8 Jahren oder mit bekannten orthopädischen Problemen: vorher den Tierarzt fragen.
Wie baut man die Rolle rückwärts schrittweise auf?
Die Rolle entsteht aus dem „Platz“ heraus. Dein Hund liegt entspannt, du knieest seitlich neben ihm.
Schritt 1: Leckerli über den Kopf nach hinten führen, sodass er den Kopf weit zurückdreht. Belohne schon diese Kopfbewegung. Das machst du 5-10 Mal, bis er entspannt mitmacht.
Schritt 2: Leckerli weiter nach hinten, bis er anfängt sich auf die Seite zu legen. Wieder belohnen und das Kommando „Rolle“ einführen.
Schritt 3: Erst wenn er sich komplett auf die Seite legt, verlangst du die volle Drehung. Das kann Wochen dauern – hetze nicht.
Welcher Untergrund ist am besten?
Weicher Rasen ist ideal. Teppichboden geht auch, aber nur wenn er nicht rutscht. Harte Böden wie Fliesen oder Asphalt sind tabu – die Wirbelsäule braucht Dämpfung.
Der Übungsplatz muss mindestens 2×2 Meter frei sein. Tischbeine, Stuhlkanten oder andere Hindernisse können zu Verletzungen führen, wenn der Hund unkontrolliert rollt.
Was sind typische Trainingsfehler?
Der häufigste Fehler: Am ersten Tag die komplette Rolle erwarten. Manche Hunde brauchen Monate, bis sie die Bewegung verstehen.
Zweiter Fehler: Mit Druck arbeiten. Nie den Hund physisch in die Rolle drücken oder drehen. Das kann Verletzungen verursachen und macht ihn unsicher.
Dritter Fehler: Jeden Tag üben. Diese Übung belastet die Wirbelsäule – maximal jeden zweiten Tag trainieren.
Wann sollte man die Übung abbrechen?
Sofort stoppen wenn der Hund Schmerzsignale zeigt: Jaulen, steife Bewegungen danach, oder wenn er sich weigert hinzulegen.
Auch bei älteren Hunden, die anfangs begeistert waren, später aber zögern, ist oft Schluss. Gelenke verschleißen – respektiere die Grenzen deines Hundes.
Was du brauchst
Leckerlis, weicher Untergrund