Übung · Training & Erziehung

Rolle rückwärts

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Leckerlis, weicher Untergrund
Trainingsziel

Der Hund lernt, auf Kommando eine Rolle rückwärts zu machen.

Für welche Hunde ist die Rolle rückwärts geeignet?

Diese Übung eignet sich nur für gesunde Hunde ohne Rücken- oder Gelenkprobleme. Große, schwere Rassen wie Deutsche Doggen oder Bernhardiner sollten diese Bewegung nicht ausführen – das Körpergewicht belastet Wirbelsäule und Gelenke zu stark.

Junge, wendige Hunde bis etwa 25 kg lernen die Rolle am leichtesten. Bei Hunden über 8 Jahren oder mit bekannten orthopädischen Problemen: vorher den Tierarzt fragen.

Wie baut man die Rolle rückwärts schrittweise auf?

Die Rolle entsteht aus dem „Platz“ heraus. Dein Hund liegt entspannt, du knieest seitlich neben ihm.

Schritt 1: Leckerli über den Kopf nach hinten führen, sodass er den Kopf weit zurückdreht. Belohne schon diese Kopfbewegung. Das machst du 5-10 Mal, bis er entspannt mitmacht.

Schritt 2: Leckerli weiter nach hinten, bis er anfängt sich auf die Seite zu legen. Wieder belohnen und das Kommando „Rolle“ einführen.

Schritt 3: Erst wenn er sich komplett auf die Seite legt, verlangst du die volle Drehung. Das kann Wochen dauern – hetze nicht.

Welcher Untergrund ist am besten?

Weicher Rasen ist ideal. Teppichboden geht auch, aber nur wenn er nicht rutscht. Harte Böden wie Fliesen oder Asphalt sind tabu – die Wirbelsäule braucht Dämpfung.

Der Übungsplatz muss mindestens 2×2 Meter frei sein. Tischbeine, Stuhlkanten oder andere Hindernisse können zu Verletzungen führen, wenn der Hund unkontrolliert rollt.

Was sind typische Trainingsfehler?

Der häufigste Fehler: Am ersten Tag die komplette Rolle erwarten. Manche Hunde brauchen Monate, bis sie die Bewegung verstehen.

Zweiter Fehler: Mit Druck arbeiten. Nie den Hund physisch in die Rolle drücken oder drehen. Das kann Verletzungen verursachen und macht ihn unsicher.

Dritter Fehler: Jeden Tag üben. Diese Übung belastet die Wirbelsäule – maximal jeden zweiten Tag trainieren.

Wann sollte man die Übung abbrechen?

Sofort stoppen wenn der Hund Schmerzsignale zeigt: Jaulen, steife Bewegungen danach, oder wenn er sich weigert hinzulegen.

Auch bei älteren Hunden, die anfangs begeistert waren, später aber zögern, ist oft Schluss. Gelenke verschleißen – respektiere die Grenzen deines Hundes.

Was du brauchst

Leckerlis, weicher Untergrund