Geschwindigkeitskontrolle
Der Hund lernt, sein Lauftempo flexibel an das des Besitzers anzupassen und dabei aufmerksam zu bleiben.
Ziel: Der Hund lernt, sein Lauftempo an deines anzupassen und dabei aufmerksam zu bleiben.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe
Material: Leine, hochwertige Leckerlis (erbsengroß), eventuell Clicker
Wie funktioniert die Geschwindigkeitskontrolle?
Phase 1 (Woche 1-2): Grundlagen
- Beginne mit einem normalen Spaziergang bei deinem gewohnten Tempo.
- Ändere dein Tempo um etwa 30% – entweder schneller oder deutlich langsamer.
- In dem Moment, wo dein Hund sein Tempo anpasst, markiere das Verhalten sofort mit „Ja!“ oder Clicker.
- Belohne innerhalb von 2 Sekunden mit einem Leckerli und kurzem Lob.
- Kehre für 20-30 Sekunden zum normalen Tempo zurück, bevor du erneut wechselst.
Phase 2 (Woche 3-4): Variationen
- Steigere auf 3-4 Tempowechsel pro 10-Minuten-Training.
- Variiere zwischen sehr langsamem Schleichen, normalem Gehen und flottem Schritt.
- Reduziere die Leckerli-Belohnung schrittweise – belohne nur noch jeden zweiten, dann jeden dritten gelungenen Wechsel.
- Führe kurze Stopps ein: Bleib stehen und warte, bis dein Hund ebenfalls anhält.
Welche Belohnungstechniken funktionieren am besten?
Timing ist alles: Die Belohnung muss kommen, während der Hund noch das richtige Tempo läuft – nicht erst, wenn er bereits wieder abgelenkt ist.
Progressive Belohnung: Woche 1-2 jede korrekte Anpassung, Woche 3-4 nur noch besonders schnelle Reaktionen, ab Woche 5 hauptsächlich verbales Lob mit gelegentlichen Leckerlis.
Jackpot-Prinzip: Wenn dein Hund extrem schnell reagiert oder bei schwierigen Bedingungen (andere Hunde, Ablenkungen) trotzdem mitmacht, gibt es 3-5 Leckerlis hintereinander.
Wie erkenne ich Trainingsfortschritte?
Woche 1: Dein Hund reagiert nach 3-5 Sekunden auf Tempowechsel.
Woche 2: Reaktionszeit verkürzt sich auf 1-2 Sekunden.
Woche 3: Der Hund antizipiert bereits und beobachtet deine Bewegungen aufmerksamer.
Woche 4: Auch bei Ablenkungen funktioniert die Tempoänderung in 80% der Fälle.
Tipps: Beginne mit mini Tempowechseln von nur 20% und steigere dich langsam. Ein hastiger Hund braucht mehr Übung beim Verlangsamen, ein träger Hund beim Beschleunigen.
Häufige Fehler: Zu abrupte Tempowechsel ohne Vorwarnung. Belohnung kommt zu spät oder der Hund wird bestraft, wenn er nicht sofort reagiert. Training nur auf derselben Strecke – der Hund lernt dann nur ortsbezogen.
Variationen: Übe in verschiedenen Umgebungen: ruhige Wohnstraße, belebter Park, Waldweg. Bei fortgeschrittenen Hunden: Tempowechsel ohne Leine in eingezäunten Bereichen.
Sicherheit: Keine abrupten Richtungswechsel bei hohem Tempo – Verletzungsgefahr für Gelenke. Bei Welpen unter 12 Monaten nur moderate Tempowechsel.
Was du brauchst
Leine