Geruchsdiskriminierung
Der Hund lernt, zwischen verschiedenen Gerüchen zu unterscheiden und einen spezifischen Duft auf Kommando zu identifizieren.
Ziel: Dein Hund lernt, zwischen verschiedenen Gerüchen zu unterscheiden und auf Kommando den gewünschten Duft zu identifizieren.
Schwierigkeitsgrad: Mittelstufe
Material: Kleine Dosen oder Filmdöschen, Wattepads, verschiedene Duftstoffe (siehe Beispiele unten)
Welche Gerüche eignen sich für den Anfang?
Starte mit deutlich unterschiedlichen Düften: Vanilleextrakt und Pfefferminzöl funktionieren gut. Diese beiden riechen so verschieden, dass dein Hund sie leicht auseinanderhalten kann.
Weitere Anfänger-Kombinationen: Zimt und Lavendel, Zitronenöl und Teebaumöl. Wichtig ist der starke Kontrast zwischen den Düften.
Schritt-für-Schritt Anleitung
Woche 1 – Grundlagen (5 Minuten pro Session, 2x täglich):
- Präpariere zwei Dosen: eine mit Vanille-Wattepad, eine leer
- Lass deinen Hund an beiden schnüffeln
- Kommando „Such Vanille“ – führe ihn zur Vanille-Dose
- Belohne sofort wenn seine Nase die richtige Dose berührt
- Wiederhole 5-8 Mal pro Session
Woche 2 – Erste Diskriminierung (7 Minuten pro Session):
- Beide Dosen haben jetzt Geruch: Vanille und Pfefferminz
- „Such Vanille“ – belohne nur die korrekte Wahl
- Falsche Wahl = kurze Pause, dann nochmal
- Wechsle die Position der Dosen zwischen den Versuchen
Ab Woche 3 – Steigerung: Füge alle zwei Wochen einen neuen Geruch hinzu. Maximal 4 verschiedene Düfte gleichzeitig anbieten.
Wie erkenne ich, dass mein Hund bereit für den nächsten Schritt ist?
Dein Hund sollte in 8 von 10 Versuchen den richtigen Geruch finden. Erst dann eine neue Schwierigkeit einführen.
Bei ähnlicheren Düften (Zimt und Nelke) braucht er möglicherweise 3-4 Wochen bis zur sicheren Unterscheidung.
Häufige Fehler vermeiden
Der größte Fehler: zu schnell zu viele oder zu ähnliche Gerüche einführen. Dein Hund wird frustriert und das Training stockt.
Zweiter Fehler: immer dieselbe Anordnung verwenden. Der Hund lernt dann Position statt Geruch. Wechsle die Reihenfolge nach jedem Versuch.
Fortgeschrittene Variationen
Verstecke die Geruchsproben unter Tüchern oder in verschiedenen Räumen. Arbeite mit natürlichen Gerüchen wie verschiedenen Kräutern aus dem Garten.
Profi-Level: Lass deinen Hund zwischen den Gerüchen verschiedener Personen unterscheiden (Stoffproben).
Sicherheitshinweis: Verwende nur hundesichere Düfte. Keine Duftkerzen, kein Parfüm. Ätherische Öle sparsam dosieren – ein Tropfen reicht.
Was du brauchst
Verschiedene Duftstoffe (ungiftig), Leckerli, eventuell kleine Behälter