Gegenstandsumrundung
Der Hund lernt, einen Gegenstand selbstständig zu umrunden.
Ziel: Der Hund lernt, auf Kommando einen Gegenstand zu umrunden und dabei die Richtung zu beachten.
Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Material: Ein stabiler Gegenstand (Kegel, Stuhl, Baum), Leine, hochwertige Leckerlis, eventuell Clicker
Wie führe ich die Gegenstandsumrundung richtig ein?
Beginne mit einem etwa 50 cm hohen, gut sichtbaren Gegenstand. Ein Kegel oder Stuhl eignet sich besser als ein dünner Pfosten.
Schritt 1 – Interesse wecken: Führe deinen Hund an lockerer Leine zum Gegenstand. Lass ihn schnuppern und den Gegenstand erkunden. Belohne ruhiges Verhalten mit einem Leckerli.
Schritt 2 – Erste Umrundung: Gehe mit deinem Hund an der Leine einmal links um den Gegenstand herum. Sage dabei „Links rum“ oder ein ähnliches Kommando. Belohne sofort, wenn ihr wieder am Startpunkt ankommt.
Schritt 3 – Timing perfektionieren: Wiederhole die Umrundung 3-4 mal hintereinander. Belohne erst nach der kompletten Runde, nicht zwischendurch. So lernt dein Hund, die ganze Bewegung als eine Einheit zu verstehen.
Wann kann ich die Leine weglassen?
Erst wenn dein Hund die Umrundung an der Leine mindestens 10 mal sauber ausführt. Das dauert meist 2-3 Trainingseinheiten.
Leinenabbau Schritt 1: Halte die Leine sehr locker, gib aber noch das Kommando und gehe mit. Bleibt dein Hund stehen oder geht in die falsche Richtung, führe ihn sanft zurück zum Gegenstand und beginne neu.
Leinenabbau Schritt 2: Bleibe am Startpunkt stehen und schicke deinen Hund mit dem Kommando „Links rum“. Belohne überschwänglich, wenn er ohne dich umrundet und zu dir zurückkommt.
Welche Kommandos funktionieren am besten?
Verwende unterschiedliche Kommandos für beide Richtungen: „Links rum“ und „Rechts rum“. Manche Hunde verstehen „Um den Baum“ besser als Richtungsangaben.
Wichtig: Sage das Kommando nur einmal. Wiederholst du es ständig, lernt dein Hund, dass er erst beim dritten „Links rum“ reagieren muss.
Wie steigere ich die Schwierigkeit?
Verschiedene Gegenstände: Wechsle nach einer Woche zu anderen Objekten. Ein Baum riecht anders als ein Stuhl – das macht die Übung vielseitiger.
Mehrfache Umrundungen: Wenn dein Hund eine Runde sicher schafft, baue ein zweites „Links rum“ direkt hinterher ein. Belohne erst nach der zweiten Runde.
Distanz vergrössern: Schicke deinen Hund von weiter weg zum Gegenstand. Beginne mit zwei Metern Entfernung und steigere langsam.
Was mache ich bei typischen Problemen?
Hund bleibt am Gegenstand stehen: Du belohnst vermutlich zu spät. Die Belohnung muss kommen, sobald dein Hund wieder bei dir ankommt – nicht erst nach einer Pause.
Hund läuft in die falsche Richtung: Gehe zurück zur Leinenführung. Manche Hunde brauchen 20-30 Wiederholungen, bis sie Links und Rechts unterscheiden.
Hund verliert das Interesse: Die Trainingseinheiten sind zu lang. Höre nach 5 erfolgreichen Umrundungen auf und feiere den Erfolg.
Sicherheitshinweis: Prüfe vor jedem Training, dass der Gegenstand stabil steht. Ein umfallender Stuhl kann deinen Hund nachhaltig verunsichern.
Was du brauchst
Kegel, Stuhl oder Baum, Leine, Leckerli