Gegenstandsbezeichnung
Der Hund lernt, verschiedene Gegenstände auf Namen zu erkennen und zu unterscheiden.
Ziel: Dein Hund lernt, drei bis fünf Alltagsgegenstände auf Kommando zu unterscheiden und anzuzeigen.
Schwierigkeitsgrad: Anfänger (ab 12 Wochen)
Material: Drei verschiedene Gegenstände mit unterschiedlicher Haptik – beispielsweise Spielball, Stofftier und Kauknoten
Wie trainierst du Gegenstandsbezeichnung richtig?
Phase 1: Einzelgegenstand (Woche 1–2)
- Halte den Ball in der Hand. Sage „Ball“ und lass deinen Hund daran schnuppern.
- Sobald er den Gegenstand mit der Nase berührt: Markersignal („Ja!“) + Belohnung.
- Wiederhole das 5–8 Mal pro Trainingseinheit, maximal 2 Einheiten täglich.
- Nach drei erfolgreichen Tagen führe das Kommando „Zeig Ball“ ein.
Phase 2: Unterscheidung (Woche 3–4)
- Lege Ball und Stofftier 50 cm voneinander entfernt auf den Boden.
- Kommando „Zeig Ball“ – belohne nur bei korrekter Wahl.
- Bei falschem Gegenstand: Kurzes „Nein“, dann Neustart ohne Belohnung.
- Erreicht dein Hund 8 von 10 korrekten Entscheidungen, füge den dritten Gegenstand hinzu.
Woran erkennst du Lernerfolg?
Nach zwei Wochen zeigt sich ein klares Bild: Dein Hund zeigt den gewünschten Gegenstand in 7 von 10 Versuchen korrekt an und geht zielgerichtet zum Objekt, ohne andere Gegenstände zu beachten.
Das Timing ist entscheidend. Die Belohnung muss innerhalb von zwei Sekunden nach der korrekten Berührung erfolgen, später schwächt die Verknüpfung ab.
Was machst du bei langsamen Lernfortschritten?
Stockt das Training nach einer Woche, reduziere die Anzahl der Gegenstände. Manche Hunde benötigen vier Wochen für zwei Objekte – das ist normal.
Die Lerngeschwindigkeit hängt von der Rasse ab. Herding-Rassen wie der Border Collie kommen erfahrungsgemäss schneller auf fünf Gegenstände, während brachyzephale Rassen wie die Bulldogge oft mehr Zeit für konzentriertes Arbeiten benötigen.
Häufige Fehler: Drei oder mehr neue Gegenstände gleichzeitig einführen überfordert. Auch zu lange Trainingseinheiten (über 10 Minuten) frustrieren den Hund.
Wie steigerst du die Schwierigkeit?
Fortgeschrittene Variationen:
- Verstecke Gegenstände teilweise unter Decken
- Verwende ähnliche Objekte (zwei verschiedene Bälle)
- Trainiere mit Gegenständen in anderen Räumen
Wer fünf Gegenstände sicher unterscheidet, hat eine gute Grundlage für komplexere Such- und Apportieraufgaben, und kann das Prinzip später auf Menschen oder Gerüche ausdehnen.
Sicherheit: Alle Trainingsgegenstände müssen grösser als der Rachen deines Hundes sein. Kleine Teile können verschluckt werden und zu Darmverschluss führen.
Was du brauchst
Alltagsgegenstände wie Spielzeuge, Schüsseln oder Decken