Übung · Training & Erziehung

Durch die Beine laufen

⏱ 10 Min
Zeitaufwand
10 Min
Hilfsmittel
Leckerlis
Trainingsziel

Der Hund lernt, auf Kommando durch die Beine des Besitzers zu laufen.

Warum dieser Trick deinem Hund Vertrauen gibt

Wenn dein Hund zwischen deinen Beinen hindurchläuft, trainiert ihr weit mehr als nur einen Trick. Er lernt, deinen Körper als sicheren Raum zu begreifen – und du entwickelst ein Gespür für seine Bewegungen. Das schafft Vertrauen auf beiden Seiten.

Schwierigkeitsgrad: Anfänger
Material: Leckerlis in Fingerspitzengröße
Kommando: „Durch“

Wie du das ‚Durch‘-Kommando aufbaust

Schritt 1: Position und Lockung

Stehe mit schulterbreit gespreizten Beinen. Nimm ein Leckerli in die Hand und führe es langsam durch deine Beine – von hinten nach vorne. Dein Hund wird dem Leckerli folgen wollen.

Schritt 2: Belohnung im richtigen Moment

Belohne den Moment, in dem seine Schnauze auf der anderen Seite deiner Beine auftaucht. Nicht früher, nicht später. Dieses Timing prägt sich ein.

Schritt 3: Kommando einführen

Sage „Durch“ genau dann, wenn er den ersten Schritt zwischen deine Beine macht. Nach 10-15 erfolgreichen Wiederholungen wird er das Wort mit der Bewegung verknüpfen.

Was tun, wenn dein Hund zögert?

Manche Hunde empfinden den Raum zwischen den Beinen als bedrängend. Beginne dann mit einem Bein zur Seite gestellt – sodass er seitlich an dir vorbeilaufen kann. Verringere den Abstand schrittweise über mehrere Trainingseinheiten.

Bei sehr ängstlichen Hunden: Setze dich zunächst auf den Boden und bilde mit angewinkelten Beinen einen „Tunnel“. Das wirkt weniger einschüchternd als deine volle Körpergröße.

Typische Stolpersteine vermeiden

Du stehst zu eng? Dein Hund wird ausweichen oder gar nicht erst versuchen durchzulaufen. Zu weit auseinander? Er läuft einfach geradeaus, ohne den Trick zu verstehen.

Du bewegst dich während der Übung? Das verwirrt ihn. Bleib stabil stehen, bis er die Bewegung vollendet hat.

Schwierigkeit steigern: Fortgeschrittene Varianten

Wenn das Grundkommando sitzt, verenge die Beinstellung allmählich. Oder versuche es im Sitzen: Sitze auf einem Stuhl und lass ihn unter deinen Beinen durchkriechen.

Für Profis: Kombiniere „Durch“ mit „Platz“ – der Hund kriecht durch deine Beine, während du breitbeinig stehst.

Sicherheit: Worauf du achten musst

Stelle sicher, dass deine Standfläche rutschfest ist. Ein Hund, der zwischen den Beinen hindurchschießt, kann dich aus dem Gleichgewicht bringen. Bei größeren Hunden: Trainiere zunächst, wenn du dich an einer Wand abstützen kannst.

Was du brauchst

Leckerlis