Übung · Training & Erziehung

Drehsprung

Hilfsmittel
Leckerlis, eventuell ein Spielzeug
Trainingsziel

Der Hund lernt, sich in der Luft zu drehen und zu springen.

Für welche Hunde ist der Drehsprung geeignet?

Die Übung funktioniert bei gesunden, ausgewachsenen Hunden ab 18 Monaten. Sprungübungen sind nichts für Welpen oder Senioren über 8 Jahre, die Gelenke müssen voll entwickelt und stabil sein.

Besonders gut klappt es bei mittelgrossen, agilen Rassen zwischen 15 und 30 kg. Sehr schwere Hunde über 35 kg belasten ihre Gelenke beim Drehsprung zu stark. Bei kleinen Rassen unter 8 kg reicht schon ein kleiner Sprung, der Drehmechanismus ist derselbe.

Welches Material benötigst du für das Training?

Du benötigst hochwertige Leckerlis, die sich schnell fressen lassen. Käsewürfel oder getrocknete Leber funktionieren gut. Ein Targetstick kann die Führung erleichtern.

Der Untergrund sollte rutschfest sein, am besten kurzes Gras oder eine Gymnastikmatte. Niemals auf Fliesen oder glattem Parkett üben.

Wie baust du den Drehsprung Schritt für Schritt auf?

Stufe 1 (Woche 1–2): Führe den Hund mit dem Leckerli nur im Kreis am Boden. Das Kommando „Dreh“ kommt erst, wenn die Bewegung sitzt.

Stufe 2: Erst wenn die Bodenkreise flüssig laufen, hebst du das Leckerli minimal an. Der Hund soll nur die Vorderpfoten kurz anheben.

Stufe 3: Jetzt kommt ein kleiner Sprung dazu. Das Leckerli führt einen halben Kreis in der Luft, etwa 20 cm hoch.

Stufe 4: Steigere auf eine dreiviertel Drehung. Hier merkst du, ob dein Hund die Koordination hat oder überfordert ist.

Stufe 5: Eine volle 360-Grad-Drehung. Das kann Wochen dauern.

Stufe 6: Erst jetzt variierst du Richtung und Geschwindigkeit. Links-Drehungen sind oft schwerer als rechts.

Welche Sicherheitsregeln musst du beachten?

Maximal 5 bis 8 Sprünge pro Trainingseinheit, mehr belastet die Gelenke unnötig. Bei Hinken, Humpeln oder Unlust sofort pausieren.

Der Übungsplatz benötigt mindestens 3 × 3 Meter freie Fläche. Keine Möbel, Zäune oder andere Hunde in Sprungweite. Ein schlecht kalkulierter Drehsprung kann in jede Richtung gehen.

Hunde mit HD, ED oder anderen Gelenkproblemen sollten diese Übung nicht machen. Bei Unsicherheit vorher den Tierarzt fragen.

Was sind die häufigsten Trainingsfehler?

Fehler Nummer eins: zu schnell zu hoch wollen. Viele Halter überspringen die Bodenarbeit und wundern sich über unkoordinierte Hunde.

Zweiter Fehler: das Leckerli zu schnell bewegen. Der Hund muss die Bewegung mental erfassen können, bevor er springt. Langsamer ist besser.

Dritter Fehler: bei ersten Missversuchen aufgeben. Manche Hunde benötigen Wochen, um das Timing zu verstehen. Geduld zahlt sich aus.

Was du brauchst

Leckerlis, eventuell ein Spielzeug