Übung · Training & Erziehung

Detaillierte Geruchssuche

⏱ 20 Min
Zeitaufwand
20 Min
Hilfsmittel
Verschiedene sichere Duftstoffe (ätherische Öle, Gewürze), Versteckmöglichkeiten
Trainingsziel

Der Hund lernt, spezifische Gerüche gezielt zu suchen und anzuzeigen.

Ziel: Der Hund lernt, spezifische Düfte zu unterscheiden und korrekt anzuzeigen.

Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten

Material: Zimt, getrockneter Anis oder Lavendel (ungiftige Optionen), kleine Behälter, Leckerlis

Wie trainiere ich die Geruchssuche Schritt für Schritt?

Anleitung:

  1. Woche 1: Einen Zimt-Behälter offen vor den Hund legen. Schnüffelt er daran, sofort „Ja“ und Leckerli. 5-10 Wiederholungen täglich.
  2. Woche 2: Behälter teilweise verstecken (unter einem Tuch). Bei Fund: Kommando „Such“ einführen. Hund soll sich hinsetzen oder hinlegen beim Fund.
  3. Woche 3: Zweiten Duft (Anis) einführen. Nur Zimt wird belohnt. Trainingszeit: 10 Minuten, 3x täglich.
  4. Woche 4: Verstecke komplexer gestalten – hinter Möbeln, in verschiedenen Zimmern. Anzeigekommando festigen.

Welche Anzeigeart soll mein Hund lernen?

Der Hund kann auf drei Arten anzeigen:

  • Sitz: Ruhig, gut sichtbar. Für Anfänger empfohlen.
  • Platz: Sehr deutlich, aber schwerer zu sehen bei niedrigen Verstecken.
  • Bellen: Auf Distanz hörbar, aber kann Nachbarn stören.

Wähle eine Variante und bleibe dabei. Verschiedene Anzeigen verwirren den Hund.

Welche Düfte eignen sich für das Training?

Sichere Duftstoffe für den Einstieg:

  • Zimt: Intensiv, ungiftig, leicht verfügbar
  • Getrockneter Anis: Süßlich, deutlich unterscheidbar
  • Lavendel: Mild, beruhigend für gestresste Hunde

Vermeide ätherische Öle in purer Form – sie können die Hundenase überreizen.

Wie erkenne ich häufige Trainingsfehler?

Zu schnelle Steigerung: Der Hund zeigt Stress oder ignoriert die Übung. Zurück zur vorherigen Schwierigkeit.

Unklare Belohnung: Du belohnst auch falsches Suchen. Nur der korrekte Fund wird belohnt – konsequent.

Überforderung: Mehr als drei verschiedene Düfte überfordern Anfänger. Mit einem Duft starten.

Tipps: Trainiere vor den Mahlzeiten – hungrige Hunde sind motivierter. Nach 10 Minuten ist die Konzentration erschöpft.

Sicherheit: Alle Düfte müssen ungiftig sein. Bei Unsicherheit beim Tierarzt nachfragen oder auf Hundetrainingsdüfte aus dem Fachhandel zurückgreifen.

Was du brauchst

Verschiedene sichere Duftstoffe (ätherische Öle, Gewürze), Versteckmöglichkeiten