Agilitäts-Combo
Der Hund lernt, verschiedene Agility-Hindernisse in einer vorgegebenen Sequenz zu bewältigen.
Was ist die Agilitäts-Combo?
Dein Hund bewältigt mehrere Agilitätshindernisse in fester Reihenfolge ohne Unterbrechung. Diese Übung kombiniert körperliche Geschicklichkeit mit geistiger Fokussierung – der Hund muss sich die Sequenz merken und flüssig ausführen.
Welche Ausrüstung brauchst du?
Mindestens drei verschiedene Hindernisse. Klassische Starter-Kombination: niedrige Hürde (Kniehöhe des Hundes), gerader Tunnel (2-3 Meter), Wippe oder Slalom aus vier Stangen.
Die Hindernisse sollten 3-5 Meter Abstand haben. So kann dein Hund zwischen den Stationen abbremsen und neu orientieren.
Wie baust du den ersten Parcours auf?
Stelle die Hindernisse in einer geraden Linie auf. Hürde – Tunnel – Wippe funktioniert gut, weil jedes Element andere Bewegungen fordert.
Die Wippe muss fest stehen und darf nicht wippen, bis dein Hund vollständig draufsteht. Bei improvisierten Wippen: Brett auf stabilen Klotz, nicht auf runde Rohre.
Welche Kommandos verwendest du?
Ein Kommando pro Hindernis. „Hopp“ für Hürden, „Tunnel“ für Durchkriechen, „Brett“ für die Wippe. Dazu ein Start-Kommando wie „Los“ und ein Abschluss-Kommando wie „Super“.
Sage das jeweilige Kommando erst, wenn dein Hund 2-3 Schritte vor dem Hindernis steht. Nicht schon am Start alle Kommandos rufen.
Wie trainierst du die Sequenz?
Woche 1: Jedes Hindernis einzeln perfektionieren. Dein Hund springt über die Hürde und bekommt sofort seine Belohnung. Erst wenn er alle drei Hindernisse sicher beherrscht, geht es weiter.
Woche 2: Zwei Hindernisse verketten. „Hopp“ – kurze Pause – „Tunnel“. Belohnung erst nach dem zweiten Hindernis. Wenn das sitzt: „Tunnel“ – „Brett“.
Woche 3: Alle drei Hindernisse in der Sequenz. Belohnung nur noch am Ende der kompletten Runde.
Welche Fehler solltest du vermeiden?
Der klassische Anfängerfehler: zu schnell zu viel wollen. Wenn dein Hund ein Hindernis auslässt oder falsch ausführt, geh zurück zum vorherigen Trainingsschritt.
Zweiter Fehler: Den Parcours zu früh variieren. Dein Hund braucht mindestens 20 erfolgreiche Durchläufe mit derselben Reihenfolge, bevor du Hindernisse austauschst.
Wann ist dein Hund bereit für Variationen?
Wenn er die Grundsequenz drei Trainingseinheiten lang fehlerfrei läuft. Dann kannst du die Reihenfolge ändern oder ein viertes Hindernis einbauen.
Neue Herausforderung: Richtungswechsel. Statt gerader Linie einen L-förmigen Parcours aufbauen. Das fordert mehr Konzentration und Körperbeherrschung.
Welche Sicherheitsregeln gelten?
Alle Hindernisse müssen dem Körperbau deines Hundes angepasst sein. Hürden maximal Schulterhöhe, Tunnel weit genug dass der Hund nicht steckenbleibt.
Nach jedem fünften Durchlauf eine Trinkpause. Agility ist anstrengend – überhitzte Hunde machen Fehler und verletzen sich.
Bei Regen oder auf rutschigem Untergrund: Training verschieben. Ein ausrutschender Hund kann sich Bänder zerren.
Was du brauchst
Agility-Hindernisse (Hürden, Tunnel, Wippe), Leckerli