Massagegriffe für den Hund: 4 Techniken für Zuhause
Inhalt
Massagen können Hunden bei Verspannungen helfen und die Bindung zwischen Halter und Tier stärken. Vier klassische Massagegriffe lassen sich mit etwas Übung auch zuhause anwenden.
Massage schafft und braucht Entspannung
Massagen funktionieren nur, wenn der Hund entspannt ist. Ein gestresster Hund wird durch Berührungen nicht ruhiger, sondern unter Umständen noch angespannter. Beginne deshalb nur, wenn dein Hund bereits gelassen ist und sich in ruhiger Umgebung befindet.
Probiere die Massagegriffe zuerst an dir selbst aus. So spürst du, wie viel Druck angenehm ist. Weigert sich dein Hund oder zeigt Unbehagen, brich die Massage sofort ab.
4 verschiedene Massagetechniken und -Griffe für Hunde
Die Massagetechniken aus der Humanmassage funktionieren mit leichten Anpassungen auch beim Hund:
- Streichen (Effleuragen)
- Kneten (Petrissagen)
- Reiben (Friktionen)
- Klopfen (Tapotement)
Das Streichen
Wirkung: Förderung der Durchblutung, spannungslösend
Wie? Beim Streichen (Effleuragen) streichst du mit den Handflächen oder Handballen über die Haut deines Hundes. Leichtes Streichen erfolgt mit den Handflächen, tiefes Streichen mit den Handballen. Streiche nur auf Haut und Muskulatur entlang, nie über Knochen oder Knochenfortsätze.
Dauer: bis zu 5 Minuten zum Einstieg und Abschluss (als alleinige Massage bis zu 20 Minuten)
Das Kneten
Wirkung: Lösen von Verspannungen, lokale Durchblutungsförderung, Straffung des Unterhautgewebes
Wie? Das Kneten (Petrissagen) eignet sich für die gezielte Bearbeitung bestimmter Muskelpartien. Zwei Techniken: Mit Daumen und (Zeige)Finger hebst du die Körperpartie leicht an und knetest sie. Beim „Walken“ drückst du nur mit den Daumen von oben auf die Muskeln, ohne zu greifen.
Dauer: wenige Minuten als Höhepunkt der Massage
Das Reiben
Wirkung: Reibung erzeugt Wärme, erhöht die Durchblutung und behandelt Muskelverhärtungen.
Wie? Das Reiben ist ein professioneller Massagegriff und sollte zuhause nur mit Vorkenntnissen angewendet werden. Die Berührungen sind intensiver als beim Streichen und gehen tiefer in die Muskeln. Du brauchst anatomisches Wissen, um die zu behandelnde Muskelpartie zu erreichen. Bei konkreten Verspannungen lasse dich von einem Tierarzt oder Therapeuten beraten, ob und wie du diese Technik zuhause umsetzen kannst.
Dauer: 1-2 Minuten (intensiver Griff, kann unangenehm sein)
Das Klopfen
Wirkung: Förderung der Durchblutung, belebend
Wie? Du kannst mit dem Handballen oder der Handkante klopfen. Die Hand wird locker gehalten, die Finger müssen bei jedem Klopfer noch lose aneinander schlagen können. Ziele direkt auf die zu behandelnde Muskelpartie, nicht auf Knochen oder Knochenfortsätze. Passe die Stärke der Körperpartie an: schwere, dichte Muskeln vertragen mehr Druck, leichtes Muskelgewebe braucht sanftere Berührungen.
Dauer: wenige Minuten als Höhepunkt der Massage