Haltung & Alltag

Langzeitstudie zeigt: Hundehalter leben länger

1 Min Lesezeit
Langzeitstudie zeigt: Hundehalter leben länger
Inhalt
  1. Aufbau der Studie
  2. Messbare Effekte auf die Gesundheit

Eine Langzeitstudie der Universität Uppsala hat untersucht, wie sich Hundehaltung auf die Lebenserwartung auswirkt. Über 12 Jahre verfolgten schwedische Forscher die Gesundheitsdaten von mehr als drei Millionen Menschen im Alter zwischen 40 und 80 Jahren.

Aufbau der Studie

Die Forscher vernetzten verschiedene schwedische Datenbanken: die persönliche ID (Personnummer), Krankenhausaufenthalte, Behandlungsdaten und das Hunderegister. So liessen sich Gesundheitsdaten von Hundehaltern direkt mit denen von Menschen ohne Hund vergleichen – über einen Zeitraum von 12 Jahren.

Messbare Effekte auf die Gesundheit

  • Herz-Kreislauf-System: Hundehalter haben ein um 11 Prozent niedrigeres Risiko für Herzinfarkte. Die regelmässige Bewegung durch Gassigänge wirkt sich positiv auf Blutdruck und Herzgesundheit aus.
  • Darmflora: Das Zusammenleben mit Hunden führt zu einem erhöhten Vorkommen positiver Darmbakterien. Dies reduziert die Anfälligkeit für Allergien und Unverträglichkeiten. Die Daten wurden auch bei Babys und Kleinkindern in Haushalten mit Hunden bestätigt.
  • Oxytocin: Der Kontakt mit Hunden fördert die Ausschüttung dieses Hormons. Es wirkt beruhigend, reduziert Stress und vermittelt Wohlbefinden.
  • Endorphine und Cortisol-Abbau: Bewegung an der frischen Luft setzt Endorphine frei und baut Cortisol ab. Das senkt das Stresslevel messbar und wirkt langfristig präventiv gegen Depressionen.

Besonders deutlich zeigten sich die Effekte bei alleinstehenden Hundehaltern: Bei einem Drittel (33 Prozent) der teilnehmenden Singles lag das Sterberisiko messbar niedriger.

Die vollständige Studie findest du hier: https://www.nature.com/articles/s41598-017-16118-6