Versteckspiel
Der Hund lernt, Personen oder Gegenstände durch systematische Suche zu finden.
Ziel: Dein Hund entwickelt systematisch seine Suchfähigkeiten und lernt, Personen oder Gegenstände auch in schwierigen Verstecken zu finden.
Schwierigkeitsgrad: Fortgeschritten (nach 4-6 Wochen Grundtraining)
Material: Lieblingsperson des Hundes, später verschiedene Personen, Lieblingsspielzeug oder Futterbeutel
Wie baust du das Versteckspiel richtig auf?
Woche 1-2: Grundlagen (5-10 Minuten täglich)
- Eine Person versteckt sich hinter einem Vorhang oder der Couch – der Hund soll zusehen können.
- Du sagst „Such [Name der Person]!“ und gehst mit dem Hund zum Versteck.
- Die versteckte Person ruft den Namen des Hundes und macht sich bemerkbar.
- Sofort belohnen wenn der Hund die Person berührt: Leckerli + ausgiebiges Lob + kurzes Spiel.
Woche 3-4: Erste echte Verstecke (10-15 Minuten)
- Die Person versteckt sich außer Sichtweite – aber in einem Raum den der Hund kennt.
- Du wartest 30 Sekunden, dann schickst du den Hund mit „Such [Name]!“
- Läuft der Hund in die falsche Richtung, rufst du ihn zurück und zeigst die richtige Richtung.
- Die versteckte Person gibt akustische Hilfen wenn der Hund in der Nähe ist.
Ab Woche 5: Komplexe Verstecke
- Verstecke in mehreren Räumen oder im Garten
- Keine akustischen Hilfen mehr – nur noch dein Suchkommando
- Bei Erfolg: Party-Belohnung mit mehreren Leckerlis und intensivem Spiel
- Neue Herausforderung erst wenn der aktuelle Level in 8 von 10 Versuchen klappt
Welche Belohnungstechnik funktioniert am besten?
Das Timing entscheidet über den Erfolg. Belohne genau in dem Moment, wo der Hund die versteckte Person berührt oder anstupst. Nicht erst wenn er zu dir zurückkommt.
Verwende das „Jackpot-Prinzip“: Bei besonders schwierigen Funden gibt es 5-7 Leckerlis hintereinander plus ein spontanes Lieblingsspiel. Das brennt sich ins Gedächtnis ein.
Was sind die häufigsten Anfängerfehler?
Zu frühe Komplexität: Viele Halter überspringen die Grundlagenphase. Der Hund muss erst verstehen was „suchen“ bedeutet, bevor er schwierige Verstecke lösen kann.
Unklare Kommandos: „Such ihn“ oder „Wo ist er“ verwirrt den Hund. Verwende immer denselben Befehl mit dem Namen der Person: „Such Maria!“
Zu lange Trainingseinheiten: Nach 15 Minuten lässt die Konzentration nach. Lieber täglich kurz als einmal pro Woche lang.
Welche Variationen halten das Training interessant?
Gegenstände statt Personen: Verstecke den Lieblingsknochen oder ein Spielzeug. Kommando: „Such Ball!“ – immer mit dem Namen des Gegenstands.
Wechselnde Versteck-Personen: Mal Papa, mal die Tochter, mal Besuch. Jede Person riecht anders – das schärft die Nase.
Outdoor-Verstecke: Garten oder Park bieten neue Geruchskulissen. Aber erst nach solidem Indoor-Training.
Worauf musst du bei der Sicherheit achten?
Verstecke niemals Personen in unsicheren Bereichen: Keine Schränke die umkippen können, keine Keller ohne Fluchtweg, keine Verstecke in der Nähe von Gefahrenquellen.
Ältere Hunde oder solche mit Gelenkproblemen sollten nicht über Hindernisse springen müssen um zum Versteck zu gelangen.
Bei Hitze oder nach dem Fressen pausiere das Training. Sucharbeit ist anstrengend.
Was du brauchst
Verstecke, Personen oder Gegenstände