Tour · Leicht

Kochelsee: flacher Uferweg mit Alpenkulisse und Franz-Marc-Blick

Start: Kochel am See, Parkplatz Trimini (Nordostufer, Oberbayern)
Schwierigkeit
Leicht
Distanz
15 km
Dauer
ca. 4 bis 5 Std (Rundweg, flexibel kürzbar)
Höhenmeter
200 hm

Der Weg

Der Ausgangspunkt liegt am Parkplatz beim Trimini-Bad im Nordosten von Kochel am See, direkt am Seeufer. Von dort führt der Rundweg gegen den Uhrzeigersinn um den ganzen See, gut 15 bis 16 Kilometer, knapp 200 Höhenmeter, fast durchgehend flach bis leicht hügelig. Wer nicht die volle Runde gehen will, läuft das Nord- und Westufer entlang und kehrt um: vier bis sechs Kilometer lassen sich so leicht variieren.

Der Untergrund wechselt: breite Schotterwege und Naturpfade am Nordufer, gelegentliche Wiesenpassagen, kurze asphaltierte Stücke durch Schlehdorf. Das Highlight ist der Felsenweg am Südwestufer, ein in eine rund 300 Meter hohe Felswand gesprengter Pfad mit Drahtseilgeländer, direkt über dem Wasser. Eng, spektakulär, für trittsichere Hunde kein Problem, aber nichts für scheue Vierbeiner.

Herzogstand und Franz-Marc-Museum

Vom Nordufer hast du den Blick frei auf den Herzogstand, einen der markantesten Münchner Hausberge, der über den Kochelsee zu thronen scheint. Das Panorama öffnet sich weiter: Karwendel, an klaren Tagen die Zugspitze, dahinter der Teppich des Voralpenlands. Das Franz-Marc-Museum steht direkt am See und ist von März bis Oktober auch per Motorschiff „Herzogstand“ erreichbar. Die expressionistischen Farben der Gemälde und die Landschaft draussen sind dieselben Blautöne, dieselben Bergrücken, die den Blauen Reiter geprägt haben.

Der See, der Wind und die Bretter

Der Kochelsee ist bekannt für Starkwind, ein Revier für Surfer und Windsurfer, das an windigen Tagen Betrieb hat. Motorboote sind verboten, es gibt Elektro- und Ruderboote. Das Wasser bleibt also ruhig genug für einen entspannten Uferspaziergang, an windigen Tagen peitscht die Gischt ans Ufer. Für Hunde, die Wellen mögen, ein Bonus.

Hunde am Kochelsee

Am Kochelsee gilt ein klarer Rahmen, denn der See liegt im Vogelschutzgebiet Loisach-Kochelsee-Moore:

  • Im gesamten Vogelschutzgebiet gilt Leinenpflicht, besonders an Schilfzonen und Moorflächen, Verstöße werden mit empfindlichen Bußgeldern geahndet.
  • Im Wiesenbrütergebiet gilt vom 20. März bis 15. Juli ein Betretungsverbot, dann sind bestimmte Flächen gesperrt und nur ausgewiesene Wege erlaubt. Infotafeln vor Ort und das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen zeigen die offenen Pfade.
  • Hundebaden im Kochelsee ist nicht offiziell erlaubt, es gibt keinen ausgewiesenen Hundestrand, und ins Strandbad Trimini darf der Hund ohnehin nicht. Wer mit Hund baden will, sucht sich dafür besser eine geeignete Stelle am nahen Walchensee und achtet auch dort auf die Beschilderung.

Aus dem sauberen, klaren See darf dein Hund trinken.

Anreise

Mit der Bayerischen Regiobahn (Linie RB66, Kochelseebahn) fährst du ohne Umsteigen von München Hauptbahnhof nach Kochel am See, rund 70 Minuten. Der Bahnhof liegt keine zehn Gehminuten vom See. Mit dem Auto über die A95 Richtung Garmisch, Ausfahrt Sindelsdorf/Kochel. An Sommerwochenenden sind die Parkplätze früh voll.

Beste Zeit und Gefahren

  • Mai sowie September und Oktober sind ideal: weniger Badetouristen, angenehme Temperaturen, der See spiegelt die Farben.
  • Im Juli und August ist viel Betrieb, mit Hund entspannter in den frühen Morgenstunden.
  • Von März bis Mitte Juli das Betretungsverbot im Wiesenbrütergebiet beachten, Route vorab prüfen.
  • Der Felsenweg ist bei Nässe rutschig, dort kurze Leine am Geländer.

Mit Hund unterwegs

Im Vogelschutzgebiet Loisach-Kochelsee-Moore gilt ganzjährig Leinenpflicht, im Wiesenbrütergebiet zusätzlich ein Betretungsverbot vom 20. März bis 15. Juli (nur ausgewiesene Wege). Es gibt keinen offiziellen Hundestrand, Hundebaden im See ist nicht erlaubt, ins Strandbad Trimini darf der Hund nicht. Der Felsenweg am Südwestufer ist bei Nässe rutschig, dort kurze Leine. Zum Schwimmen mit Hund eignen sich Stellen am nahen Walchensee besser, achte dort auf die Beschilderung.