Mit Hund auf den Brocken: der Goetheweg ab Torfhaus im Harz
Hinauf, wo Goethe schon ging
Am Nationalpark-Besucherzentrum TorfHaus beginnt einer der bekanntesten Wege des Harzes. Der Goetheweg trägt seinen Namen, weil Johann Wolfgang Goethe 1777 hier zum Brocken aufgestiegen sein soll. Du folgst rund acht Kilometer pro Richtung gut ausgebauten Pfaden, vorbei am Brockenfeldmoor und am Goethemoor, entlang dem Grünen Band, dem ehemaligen Grenzstreifen, und am Eckersprung. Oben wartet das Brockenplateau, der höchste Punkt Norddeutschlands.
Was dich und deinen Hund erwartet
Sechzehn Kilometer hin und zurück, etwa 430 Höhenmeter, vier bis sechs Stunden unterwegs. Das ist kein Spaziergang, sondern eine ausgewachsene Tagestour. Über die empfindlichen Hochmoore führen schmale Bohlenstege aus Holz, auf denen Pfoten erst ihren Tritt finden müssen. Im oberen Abschnitt läuft der Weg direkt neben den Gleisen der Brockenbahn. Wenn die Dampflok vorbeizieht, fauchen Dampf, Lärm und manchmal Funken durch die Luft, ein Moment, der unsichere Hunde erschreckt.
Worauf es ankommt
- Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenpflicht und ein striktes Wegegebot, dem Wild zuliebe.
- Die Distanz und der Wind am Gipfel verlangen einen fitten, wettererprobten Hund.
- An der Brockenbahn führst du ihn kurz und nah bei dir.
- Wasser nimmst du selbst mit, verlässliche Quellen am Weg gibt es kaum.
Wer das mitbringt, erlebt mit seinem Hund eine landschaftlich große Tagestour im Harz.
Mit Hund unterwegs
Im Nationalpark Harz gilt ganzjährig Leinenpflicht und ein Wegegebot, damit Wildtiere ihre Ruhezonen behalten. Der Goetheweg verläuft im oberen Teil direkt neben der Brockenbahn, einer Dampflok mit Lärm, Funkenflug und Rauch. Halte deinen Hund hier kurz und ruhig. Die 16 Kilometer fordern Kondition, am Gipfel pfeift oft kalter Wind. Über die Moore führen schmale Bohlenstege, vom Pfad herunter ist verboten. Wasser für unterwegs nimmst du besser selbst mit.