Die Ernährung alter Hunde – veränderter Stoffwechsel erfordert Anpassung

Alter Hund frisst nicht, liegt vor Napf

Nicht nur Menschen machen viele Veränderungen durch, wenn sie älter werden. Der Stoffwechsel verlangsamt sich und dementsprechend auch die Bedürfnisse an die Ernährung. Genauso ist es auch bei Hunden. Heute befassen wir uns mit einigen Ernährungstipps für alternde Hunde.

Der typische Hundesenior

Pauschal sagt man, dass Hunde schneller altern, desto grösser sie sind. Im Durchschnitt gelten Hunde ab dem 7. Lebensjahr als “Senioren”. Das muss aber erstmal nichts heissen. Wirklich erkennen, dass unsere Hunde altern, tun wir meist erst, wenn sich auch ihr Verhalten ändert.

Dazu gehört nicht allein das optische Erscheinungsbild, das die grauen Haare (besonders an der Schnauze und um die Augenpartie) bei Hunden sichtbar werden lässt. Hunde, die ins Alter kommen, werden meist etwas träger, brauchen öfter oder längere Pausen und schlafen mehr.

Wichtige Nährstoffe für alternde Hunde

Unterstützung für Haut und Fell

Im Alter wird das Hundefell oft stumpf. Das B-Vitamin Biotin trägt dazu bei, sowohl Haut als auch Fell bei Gesundheit zu erhalten. Biotin ist vor allem in Leber enthalten.

Fürs Immunsystem

Antioxidantien bremsen den Alterungsprozess ein wenig ab und wirken förderlich auf das gesamte Immunsystem. Pflanzliche Öle und bestimmte Kerne enthalten das entsprechende Vitamin E. Für die Ernährung alter Hunde empfehlen sich hier die Zugabe von etwas Oliven- oder Weizenkeimöl, alternativ Sonnenblumen- oder Kürbiskerne.

Für Knochen und Gelenke

Um Arthrose vorzubeugen, gilt es, die Knochen und Gelenke alternder Hunde über die Ernährung zu stärken. Hier kommen Omega-3-Fettsäuren zum Zuge. Wieder sind es bestimmte Öle, die diese nützlichen Nährstoffe enthalten: Krillöl, Lachsöl, Leinöl.

Liegt eventuell schon Arthrose vor, bewährt sich vielleicht die Zugabe von Hagebutten – diese haben eine entzündungshemmende Wirkung bei Gelenkerkrankungen.

Für die Verdauung

Ältere Hunde neigen manchmal dazu, weniger Appetit zu haben. Auch bei insgesamt träger – oder im Gegenteil, Beschwerden wie Durchfall – Verdauung ist oft eine Anpassung in der Ernährung erforderlich. Die Verdauung von Hundesenioren kannst du mit hochwertigen Ballaststoffen unterstützen. Diese Ballaststoffe befinden sich in Getreide, Gemüse (vor allem Hülsenfrüchte) und Nüssen. Sei bei der Zugabe aber bitte vorsichtig: Gemüse darf nicht roh sein und die Menge ist sehr individuell – zu viel kann den gegenteiligen Effekt haben und beim Hund Blähungen verursachen.

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